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Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2610
Erfahrung:  Niedergelassener Arzt at Urologische Gemeinschaftspraxis
62108749
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Dr. Christoph Pies ist jetzt online.

Hallo, ich plage mich schon 5 Jahre mit drei bis 4 mal

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: ich plage mich schon 5 Jahre mit drei bis 4 mal im Jahr Blasenentzündungen herum. Bin 70 Jahre, bin auch immer in Urologischer Behandlung. Es ist zum verzweifeln. Die grösste Angst ist, das bald kein Antibiotika mehr hilft. So wollte ich mal zu einen Immunologie. Vielleicht habe ich eine schwäche im Immunsystem?
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Customer: Kein Ahnung

Hallo,
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer, gerne werde ich versuchen, Ihnen zu helfen.

Sicher ist ein intaktes Immunsystem hier wichtig. Abgesehen von gesunder Ernährung und ausreichendem Schlaf kann die Einnahme von Orthomol oder Echinazin dazu beitragen. Auch käme eine Impfung gegen Harnwegsinfekte (StroVac oder Uro-Vaxom) in Frage, sprechen Sie Ihren Arzt darauf an.

Ich wünsche Ihnen alles Gute für den weiteren Verlauf.

Bei Rückfragen stehe ich Ihnen über den Button "dem Experten antworten" zur Verfügung und würde mich über eine positive Bewertung (3-5 Sterne) Ihrerseits sehr freuen.

Mit freundlichen Grüssen,

Dr. N. Scheufele

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Bin schon einmal geimpft, zweitesmal gab es den Impfstoff nicht mehr. Die Frage ist, ob mir ein Immunologie helfen kann
Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Hallo, ich wollte einen Immunologen sprechen?
Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Hallo, ich wollte einen Immunologen sprechen

Guten Tag! Ich bin zwar auch kein Immunologe (wäre mir auch neu, dass wir einen Immunologen im Team haben), abher ich darf nach einer Wartezeit von nunmehr über 2 Stunden übernehmen. Mein Name ist Dr. Christoph Pies, Urologe. Ich gehe davon aus, dass Sie weiblich sind und dass die organischen Untersuchungen beim Urologen (Ausschluß einer Harnröhrenenge mit Restharnbildung) und beim Gynäkologen (Ausschluß eines Hormonmangels der Scheide und Ausschluß einer Senkung) gelaufen sind. Sie haben mit dem immunsystem insofern recht, als in Ihrem Alter die Abwahrmechanismen gegen Bakterien an der Scheide schwächer werden. Ich kann Ihnen folgende Verhaltendanweiseungen und Tipps geben:

Wenn Sie keine Herzerkrankung haben, trinken Sie mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Es sollten etwa 1,5 bis 2 Liter Harn pro Tag ausgeschieden werden.

Schützen Sie sich vor Unterkühlung und Nässe.

Bei Harndrang sollten Sie möglichst sofort zur Toilette gehen, Sie sollten nicht mit der Bauchmuskulatur pressen und nicht in angespannter Hockstellung Wasser lassen.

Vermeiden Sie Stuhlverstopfungen, am besten durch reichliches Essen von Obst und Gemüse.

Nach jedem Stuhlgang säubern Sie sich, indem Sie sich mit dem Toilettenpapier von vorne (Scheide) nach hinten (After) abwischen.

Gehen Sie nach jedem intimen Zusammensein innerhalb von 15 Minuten zum Wasserlassen und trinken Sie reichlich Flüssigkeit.

Waschen Sie Ihren Intimbereich nicht übertrieben häufig, insbesondere nicht mit Seife, Desinfektionsmitteln oder Intimsprays, Sie schaden so dem Säureschutzmantel der Haut.

Die beste Reinigung für den Intimbereich ist ein Sitz- oder Wannenbad im warmen Wasser.

Das tägliche Wechseln von Baumwollunterwäsche ist sinnvoll.

Unterwäsche aus Kunstfasern ist nicht emfehlenswert.

Eine wirksame Vorbeugemethode ist das regelmäßige Trinken von „Cranberry-Saft“ (Preiselbeere), ca. 1 Glas täglich, in Drogerien und Reformhäusern erhältlich. Es gibt auch andere Zubereitungsformen wie Granulat oder Kapseln

Andere unterstützende pflanzliche Mittel helfen bei der Durchspülung des Harntraktes.

D-Mannose 1 x 2 g in 200 ml Wasser täglich bindet die Bakterien und schwemmt sie so aus

Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt kann eine niedrig-dosierte Langzeit-Antibiose über circa 50 Tage sinnvoll sein. Dies kann jedoch die Wirksamkeit der Empfängnisverhütung durch die Pille beeinflussen.

Bei Patientinnen nach den Wechseljahren kann eine vaginale Gabe von östrogenhaltigen Zäpfchen vorbeugend wirken. Auch dies muß aber von einem behandelnden Arzt rezeptiert und überprüft werden.

Zu den Impfungen: Nach meinem Kenntnisstand ist sowohl UroVaxom (Schluckimpfung über 90 Tage) als auch Strovac (drei Injektionen im Wochenabstand) derzeit problemlos verfügbar. Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein paar Anregungen geben, stehe für Rückfragen zur Verfügung und bedanke ***** *****ür eine Bewertung, Dr. Christoph Pies

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Danke für den ausführlichen Bericht. Ich nehme schon ein halbes Jahr täglich Cranberry und D-Mannose und mache alles wie Sie beschrieben. Meine grösste Angst ist, das es eines Tages kein Antibiotikum mehr für mich gibt. Das letzte Antibiotikum Nifurantin 100mg, habe ich nicht gut vertragen . Mir war sehr schlecht davon.

Ja, wenn Sie alle Verhaltensregeln befolgen und ggf. auch 1-2 x pro Woche ein östrogenhaltiges Scheidenzäpfchen nehmen, haben Sie eine gute Chance die Notwendigkeit von Antibiotika zu reduzieren. Man kann ja beim nächsten Infekt nochmal eine Bakterienkultur anlegen und genau schauen wieviele und welche Antibiotika wirken (Resistenzprüfung). Ihnen alles Gute und Danke für die Bewertung, Dr. Christoph Pies

Dr. Christoph Pies, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2610
Erfahrung: Niedergelassener Arzt at Urologische Gemeinschaftspraxis
Dr. Christoph Pies und 3 weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Noch eine Frage. Helfen die Impfungen auch noch in meinem Alter? Mein Urologe meinte, das würde nur bei jungen Frauen was nützen

Es gibt für die Impfungen keine Altersbegrenzungen. Natürlich ist ein älteres Immunsystem schwieriger zu stimulieren als ein junges.