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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 31081
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Letzten Jahres bin ich an einer akuten nekrotisierenden

Diese Antwort wurde bewertet:

Im Juli letzten Jahres bin ich an einer akuten nekrotisierenden Pankreatitis erkrankt. Es folgten für etwa 3 Wochen eine Intensivmedizinische Behandlung, darunter 2 Wochen im "künstlichen" Koma.Die Diagnose lautete:akute nekrotisierende Pankreatitis
SIRS
Thrombus der Vena Iliaca communis rechts sowie der Vena iliaca externa rechts
Verschluss der Vena lienalis
Tracheotomie bei Langzeitbeatmung
Pseudomonas aeruginosa Pneumonie
paralytischer IleusDer weitere Verlauf prognostizierte sich gut. Nach einem weiteren 2 Wöchigen Aufenthalt auf der periphären Normalsstation wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen.Mein Wohlbefinden hat sich seither immer weiter verbessert, die Blutwerte sind wieder im Normbereich.Bei einer Verlaufskontrolle mittels CT im November 2019 kam jedoch heraus, das eine vorhandene Pseudozyste progredient größer geworden ist. Diese wurde der Kategorie "Walled-Off-Nekrose" zugeordnet.Allen Anschein nach ist diese "WON" steril.Anfang Januar 2020 fand eine Kernspintographie statt, bei der sich herausgestellt hat, das die Nekrose minimal kleiner geworden ist. Wir reden hierbei von einer akutellen Größe von ca. 12x6x5 cm.
Die Thromben in der Beinvene sind vollständig rekanalisiert.Der Verschluss der Milzvene (vena lienalis) ist weiterhin beständig und wird sich auch nicht mehr zurückbilden. Dadurch ergibt sich eine Ausbildung einer segmentalen portalen Hypertension mit Umgehungskreisläufen und eine Splenomegalie mit einem axialen Wert von ca. 14cm.Eine Intervention dieser Zyste ist derzeit nicht beabsichtigt.
Ein weiteres vorgehen zu dieser Zyste muss situativ entschieden werden. (Eine Intervention ist dann angezeigt, falls sich eine Infektion, Schmerzen oder Gangabdrückungen ergeben)Wie eine solche Intervention aussieht, so sind die Aussagen komplett unterschiedlich.Variante A: Laparotomie mit Debridement und Splenektomie in vorraussichtlich einem Eingriff. (Hohe Komplikationsrate)
Variante B: Transgastraler endoskopischer Eingriff mit Nekroseausräumung in vorraussichtlich mehreren Sitzungen. (Niedrige Komplikationsrate) und anschließender Behandlung der portalen Hypertension.Meine Fragen nun an Sie:Welche Variante würden Sie empfehlen, oder gibt es auch eine Variante C?Wird die "Nekrose" ggf. auch von alleine verschwinden, sofern sie sich nicht Entzündet oder symptomisch wird?Ist eine Splenektomie wirklich notwendig, wenn ja, führt diese auch zu einer Rückbildung der portalen Hypertension?Wird eine Splenektomie "offen" oder minimal Invasiv durchgeführt?Gibt es eine Alternative zur Milzentfernung?Sollten die Verlaufskontrollen eher in Form der Magnetresonanztomographie oder Computertomographie durchgeführt werden?
Mit freundlichen Grüßen

Guten Tag,

Ich bin Dr. Gehring, Ärztin für Innere- und Allgemeinmedizin mit 33 Jahren (notfall-)medizinischer Erfahrung. Gerne berate ich Sie heute.

 

Sie wissen, dass dies nur ein kleiner Ausschnitt Ihrer Befunde ist, so dass die Entscheidung letztlich bei Ihnen liegt.

 

Ich würde zur Variante A raten, weil die Komplikationsrate so hoch nun auch wieder nicht ist und mir die Splenektomie sinnvoll erscheint. Eine Milz, in die Blut hineingepumpt wird, das wegen des Verschlusses der Vene nicht wieder hinaus kann und Umgehungskreisläufe fordert, ist nicht gut, und ohne Milz kann man prima leben. Außerdem bezweifele ich,dass man so eine große Zyste transgastral ausräumen kann.

 

Eine Nekrose ist abgestorbenes Gewebe und kann nicht von selber verschwinden.

 

Ich halte die Splenektomie für nötig, s.o., dann müsste die portale Hypertension sich geben. Da die Milz gestaut ist, würde ich das immer offen machen, nicht laparoskopisch.

Da die Splenektomie zusammen mit der Nekroseausräumung erfolgt, erst recht.

 

Ich würde die Verlaufskontrolle per MRT machen, weil das nicht mit einer Strahlenbelastung einhergeht und die dort gegebene Auflösung für die Fragestellung reicht.

 

Mit freundlichen Grüße zurück!

 

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Mit vielem Dank für Ihre Nutzung von JustAnswer,

Ihre Dr. Gehring

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Guten Tag,
vielen dank für Ihre Antwort.

Das eine Milzentfernung mit verbundener Nekroseausräumung in einem offenen Eingriff für sinnvoll erscheint, kann ich nachvollziehen.
Jedoch sehe ich die Risiken dabei doch als höher an wie bei einem minimal-invasiven Eingriff.

Ich habe in der Zwischenzeit aus einigen Fachliteraturen und auch Aussagen anderer Ärzte herausgefunden, dass eine Nekroseausräumung unter den Umständen, das keine Infektion oder Symptome auftreten sogar vermieden bzw. gar verhindert wird. Das Nekroseareal wandelt sich dann langsam in funktionsloses Bindegewebe um.


Dann stellt sich für mich nachfolgend die Frage, ob eine Milzentfernung dann immer noch offen chirurgisch behandelt werden sollte?
Ist es weiterhin nicht auch möglich, den Zufluß zur Milz zu verringern, bzw. den Abfluß wieder herzustellen?

Die Milz an sich ist intakt.

Gruß

Die Frage ist doch, ob es sich um eine kleine Nekrose in der Mitte der Milz, oder um eine ausgedehnte mit Abflussstörung handelt! Insofern ist nicht hilfreich, was man "unter Umständen" tun kann, sondern was in Ihrem speziellen Falle empfohlen ist. Da die Nekrose den Abfluss verhindert, muss sie raus, wenn man den Zufluss verhindert, vergrößert sich die Nekrose bis auf die ganze Milz, das geht gar nicht.

 

Die Entscheidung aber treffen weder Sie noch ich,der Chirurg tut das! Nur der, der alle Befunde genau ansehen kann UND die Verantwortung für den Eingriff übernimmt, kann sagen,was hier optimal ist. Jeder Fall ist anders, jeder Befund und jeder Mensch auch, da helfen keine allgemeinen Aussagen im Netz. Darum würde ich mir einen Chirurgen suchen, dem ich vertraue, und seinem Rat folgen. Wenn er sich zutraut, endoskopisch zu operieren: Nur zu! Hält er das für leichtsinnig, können Sie fordern, was Sie wollen, dann operiert er Sie einfach nicht.

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Guten Tag,

Gern war ich für Ihre Frage da. Sie haben meine Antwort gelesen und ich hoffe, sie war für Sie hilfreich. Dann bitte ich nun um ein Feedback in Form einer positiven Bewertung. Ohne diese erhalte ich keinen Cent Ihres angezahlten Honorars, was hoffentlich nicht in Ihrem Sinne ist. Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen, zögern Sie bitte nicht, weitere kostenlose Nachfragen zu stellen. Schreiben Sie sie einfach und die Textbox und drücken Sie den "Antworten"- Button.

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Ihre Dr. Gehring

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