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Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 636
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
105603447
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Manuel Metzger ist jetzt online.

Mein Kind hat seit 3 Wochen ununterbrochen Fieber und einen

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Kind hat seit 3 Wochen ununterbrochen Fieber und einen komischen Ausschlag am Rücken der sich auf Kopf und arme ausgebreitet hat. sind nun zum 3 mal stationär aufgenommen worden und die Ärzte finden einfach nichts mrt vom kopf und röntgen von der Lunge waren gut
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: Er ist 6 1/2 Jahre alt, nimmt täglich flutide mite je 2 hübe
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Customer: Er hat in den letzten 3 Wochen 2 verschiedene Antibiotika bekommen die beide nicht angeschlagen haben infecto cef 500 und amoxi clavulan
Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Die entzündungswerte sind von 58 auf 34 runter so stand heute und die Ärzte wollen morgen noch das Herz kontrollieren
Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
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Sehr geehrte Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage bei JustAnswer. Mein Name ist Dr. Metzger und ich bin Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit bereits 10jähriger Erfahrung. Gern werde ich mich mit Ihrem Anliegen beschäftigen. Bitte geben Sie mir etwas Zeit, während ich Ihre Antwort formuliere. Vielen Dank für Ihre Geduld.

Sehr geehrte Fragesteller,

es tut mir sehr leid, dass Ihr Sohn so krank ist. Für Sie als Eltern ist die Situation sicher auch sehr belastend, vor allem da bisher keine klare Diagnose gefunden werden konnte. Ich wage nicht zu behaupten, dass ich in wenigen Momenten übers Internet hier schnell eine Diagnose stellen könnte, aber vielleicht kann ich helfen, die bisherigen Befunde und Ergebnisse zu erklären. Dazu hätte ich einige Fragen:

  • Wie groß und schwer ist Ihr Sohn aktuell?
  • Hat er in letzter Zeit an Gewicht verloren?
  • Welche Beschwerden hat er außer Fieber und Hautausschlag? Wie ging die ganze Geschichte los? Wie haben sich die Beschwerden entwickelt?
  • Haben Sie Laborwerte, Untersuchungsergebnisse oder Arztbriefe, die Sie mir zur Verfügung stellen könnten? Achten Sie beim Hochladen von Dokumenten darauf, dass keine persönlichen Daten wie Name oder Adresse zu sehen sind. JustAnswer ist ein öffentliches Forum und die Beiträge können von jedermann eingesehen werden.
  • Welche Medikamente außer der beiden Antibiotika hat Ihr Sohn erhalten?
  • Hat Ihr Sohn noch andere Vorerkrankungen, z. B. Asthma oder Allergien oder andere Beschwerden?
  • Hat Ihr Sohn sich bisher normal entwickelt?

Ihre Antworten helfen mir, Sie besser zu beraten.

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Hallo Dr. Metzger,Ich kann Ihnen lediglich die Befunde aus der anderen Klinik zuschicken wo ich zuvor war.
Er hat keine anderen Beschwerden und auch kein Husten oder Schnupfen oder Ähnliches gehabt.
Er war vor dem ganzen wegen einem Asthma Anfall ( ausgelöst durch ein Infekt im Hals) im kkh.
Wir wurden top fit entlassen und nach 6 Tagen hat er plötzlich angefangen mit hohem Fieber 41.2 und starken Kopfschmerzen.. der Ausschlag kam dann paar Tage später dazu.
Essen und trinken tut er mir gut ( 2.5l am Tag)
Er ist sehr bleich geworden :(
Ich bin am überlegen ihn zu schnappen und zu einem Hämatologen nach Istanbul zu fliegen so verzweifelt sind wir schon.
Liebe Grüße die Mama
Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Anbei die Befunde

Das kann ich gut verstehen. Ich habe gerade noch einen Termin und melde mich danach mit einer ausführlicheren Antwort bei Ihnen.

Liebe Fragestellerin,

vielen Dank für die zusätzlichen Informationen. Ich habe mir die mitgesandten Befunde und Ihre Angaben einmal genauer angesehen und habe folgende Beobachtungen/Fragen dazu:

  • Anfang Dezember war Ihr Sohn wegen eines Asthma-Anfalls im Krankenhaus, Auslöser war ein Virusinfekt der oberen Luftwege.
  • Eine Woche nach Entlassung Beginn der aktuellen Erkrankung mit hohem Fieber (bis 41,2°C), ich vermute nach Ihren Angaben mal, es müsste so um den 12.12. begonnen haben (also vor 3 Wochen)
  • Wie hat sich das Fieber entwickelt? Normalerweise wird man ja erst aus dem Krankenhaus entlassen, wenn es wieder besser geworden ist. Da Sie jetzt schon zum dritten Mal stationär aufgenommen werden, würde mich der genauere Verlauf interessieren.
  • An Untersuchungsbefunden hatte er nur einen etwas geröteten Rachen und einige kleine Lymphknoten am Hals -- das könnte zu einer viralen Infektion als Auslöser passen
  • Er hat eine leichte Anämie/Blutarmut (leicht erniedrigte Werte für rote Blutkörperchen und Hämoglobin). Das erklärt, warum er so bleich geworden ist. Die weißen Blutkörperchen sind aber nicht vermehrt und es zeigen sich keine Hinweise auf eine Leukämie (vielleicht hilft das schon etwas, die Sorgen zu beruhigen, die Kollegen haben hier sehr genau hingesehen). Bei der Folgeuntersuchung am 17.12. hatten sich alle Werte leicht gebessert.
  • Auch in der Ultraschalluntersuchung vom Bauch zeigten sich keine Hinweise auf eine Leukämie (Leber und Milz wären da vergrößert, bei Ihrem Sohn war aber alles normal).
  • Die Entzündungszeichen (CRP) sind im Lauf der letzten Krankenhausbehandlung von einem mittelhohen Wert auf einen nur noch leicht erhöhten Wert gefallen. Das spricht für ein Abklingen der Infektion.

Insgesamt sieht es (soweit ich das aus den vorliegenden Befunden sagen kann) am ehesten nach einem etwas hartnäckigem Virusinfekt aus. Dazu passt auch der girlandenförmige Hautausschlag, den Sie beobachten können. Es gibt einige Viren, die solche Hautausschläge auslösen können. Im vorliegenden Befund wurden lediglich Adenoviren und Epstein-Barr-Viren ausgeschlossen. Letztendlich würde es von der Therapie aber auch keinen Unterschied machen, welche Viren es genau sind, da wir bei Viren immer lediglich unterstützend behandeln können. Es gibt leider keine ursächliche Therapie, man kann aber darauf vertrauen, dass der Körper sehr gut mit den Viren fertig wird.

Je nach Verlauf wäre auch die Möglichkeit zu erwägen, ob es vielleicht zwei dicht hintereinander aufgetretene Infektionen sein könnten.

Es ist auf jeden Fall sehr gut, dass Ihr Sohn gut trinkt, das hilft seinem Körper die Flüssigkeitsverluste durch die erhöhte Körpertemperatur zu ersetzen.

Das ist soweit alles, was ich aus den Laborwerten und Befunden sagen kann. Vielleicht hilft Ihnen einiges davon ja schon ein bisschen weiter. Falls Sie noch mehr Informationen haben, können Sie mir diese gerne zukommen lassen und ich sage Ihnen dann etwas dazu. Wenn Sie noch weitere Fragen zum Thema haben, können Sie mir diese natürlich auch gerne hier stellen.

Ich hoffe, es wird jetzt bald besser, er ist ja auch wirklich schon sehr lange krank.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Sie haben mich tatsächlich minimal beruhigen können der Verlauf war so das er am 17.12. mit 38.4 grad Fieber entlassen wurde und daheim ging es glatt so weiter er hatte alle 8 Stunden Ibuprofen Saft bekommen, das Fieber kommt tatsächlich auf die Minute ich habe auch versucht das er aus fiebert aber es steigt immer mehr an und bei 40 muss ich ihm Saft geben.
Nachdem wir entlassen worden sind, sind die entzündungswerte wieder gestiegen den am Freitag letzte Woche als wir wieder stationär aufgenommen worden sind waren sie erhöht.. ich gebe ihm wieder Vitamin D Tabletten, bigaia Tropfen und er isst wirklich gesund und gut ( wir bekommen ins kkh essen) morgen wollen die Ärzte noch ein Ultraschall vom Herzen machen..
ich bin wirklich am Ende meiner Kräfte und bekomme panik das mein Kind irgendetwas unentdecktes Böses hat weil ich mich so viel informiere und kaum jemand sowas erlebt oder gehört hat.. und die Ärzte gehen auch nicht wirklich auf mich ein, ich bin nicht vom Fach und ich stell auch die Ärzte nicht in Frage aber es muss doch irgendwie möglich sein herauszufinden was das Fieber auslöst.
Liebe Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Und noch etwas, sorry..
er hatte schon öfters mal Infekte wie alle anderen Kinder auch aber sein Hinterkopf ist voll von kleinen Beulen (4-5) und im Schlüsselbein auch, laut den Ärzten sind das geschwollene lymphknoten, ist das wirklich normal? Am Kopf? Mein Junge hatte das noch nie zuvor am Kopf oder Schlüsselbein.. Hals ja aber nicht die anderen Regionen.

Es freut mich sehr, dass ich Sie schon etwas beruhigen konnte. Ich habe schon ähnliche Fälle erlebt: irgendwann hat der Körper den Infekt ausreichend bekämpft, das Fieber sinkt und die Kinder können sich erholen. Der konkrete Auslöser ist oft nicht so genau zu bestimmen, es gibt einfach so viele Viren und es kann in der Regel nicht auf alle möglichen Erreger getestet werden.

Ich kann gut verstehen, dass Sie Angst haben, Ihr Kind könnte etwas unentdecktes Böses haben. Aber genau das schließen die Ärzte ja mit den Untersuchungen aus. Folgende Untersuchungen habe ich aus Ihren Unterlagen schon gesehen:

  • Wiederholte Blutbilder: schließt eine Leukämie aus
  • Ultraschall vom Bauch: schließt Tumoren im Bauchraum aus, es hat sich auch gezeigt, dass Leber und Milz nicht vergrößert sind (spricht ebenfalls gegen Leukämie)
  • MRT vom Kopf: schließt Hirntumoren und Infektionen im Gehirn aus
  • Röntgenbild von der Lunge: schließt eine Lungenentzündung aus, Tumoren im Brustraum würden sich hier auch abzeichnen
  • Der geplante Herzultraschall kann eine Entzündung der Herzklappen ausschließen und außerdem kann ausgeschlossen werden, dass es entzündliche Veränderungen an den Herzkranzgefäßen gibt

Die kleinen Beulen rund um den Hals sowie am Hinterkopf sind Lymphknotenschwellungen, die typischerweise bei viralen Infekten auftreten. Und ja, das ist recht häufig bei solchen Infektionen.

Ich wünsche Ihnen viel Kraft und hoffe sehr, dass es in den nächsten Tagen dann endlich besser wird. Sie können mir gerne weiter schreiben, wenn neue Ergebnisse vorliegen.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Manuel Metzger und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Ich danke ***** ***** sehr!! Ich werde Ihnen berichten sobald ich mehr habe. Vielen Dank,ehrlich kein Arzt hat es mir in den letzten Wochen so ausführlich erklärt und mir die Angst etwas genommen.
liebe Grüße

Sehr gern geschehen! Vielen Dank ***** *****ür den Bonus, ich freue mich wirklich, dass ich Ihnen etwas helfen konnte. Schreiben Sie mir ruhig, wenn Sie noch weitere Informationen haben, ich würde gerne wissen, wie es Ihrem Sohn in den nächsten Tagen geht (für Sie entstehen dabei natürlich keine weiteren Kosten).

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Hallo Dr. Metzger,
hier sind noch paar Ergebnisse die ich jetzt habe, mir ist heute aufgefallen das er sich seit ner gewissen Zeit über schmerzen auch am rechten Schienbein beschwert wenn man darüber geht. Auf die Ärzte warte ich schon den ganzen Tag vergeblich.
Viele Grüße

Liebe Fragestellerin,

es tut mir leid, dass es nur so schleppend vorwärts geht. Wenn dann auch noch die Ärzte auf sich warten lassen, hängt man irgendwie total in der Luft. Die Laborwerte zeigen folgendes:

  • er hat weiter eine (sehr wahrscheinlich durch die aktuelle Erkrankung bedingte) leichte Anämie (Blutarmut). Viele virale Infekte zeigen eine solche Auswirkung auf das Blutbild.
  • Es zeigen sich einige Veränderungen, die durch die lang anhaltende Entzündungsreaktion verursacht werden, z.B. die erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit, die erhöhten Werte für IgG und die veränderten Bluteiweiße (Einweiß-Elektrophorese).
  • Die erhöhten Wert für IgE und eosinophile Granulozyten passen zu seinem Asthma und deuten auf eine allergische Komponente hin (hier besteht aller Wahrscheinlichkeit kein Zusammenhang zur aktuellen Erkrankung).
  • Leber- und Nierenwerte sind in Ordnung
  • Das CRP (ein wichtiger Entzündungswert) ist leicht rückläufig und seit 29.12. bereits auf fast die Hälfte des Ausgangswerts gesunken.
  • Die weißen Blutkörperchen wurden genauer untersucht und zeigen normale Funktion, kein Hinweis auf bösartige Entartung (Leukämie) oder einen Immundefekt
  • Es wurden nochmal einige Erreger getestet: Mykoplasmen (negativ), Epstein-Barr-Virus (alte Infektion in der Vergangenheit, kein Zusammenhang zur aktuellen Thematik), Grippe/Influenza (negativ), RS-Virus (negativ), Parvovirus B19/Ringelröteln (negativ), A-Streptokokken (negativ), keine auffälligen Darmkeime, Adenoviren (negativ)
  • Die Urinuntersuchung war mehrfach unauffällig, kein Anhalt für einen Harnwegsinfekt
  • Ein Röntgenbild und das MRT vom Kopf waren ebenfalls unauffällig
  • Es konnten keine Bakterien im Blut gefunden werden

Insgesamt wurde also weiter sehr viel Diagnostik betrieben und auch schon einiges an Erkrankungen ausgeschlossen werden. Es besteht weiter die Möglichkeit, dass ein viraler Infekt die Beschwerden verursacht (und hoffentlich bald vorbei ist).

Die Geschichte mit dem Schienbein sollten Sie unbedingt den Ärzten zeigen, es sollte eine Infektion im Knochen ausgeschlossen werden (Osteomyelitis). Ich denke nicht, dass hier die Ursache für die Beschwerden liegt (der Hautausschlag passt wirklich besser zu einem Virusinfekt), aber auf jeden Fall sollte die Geschichte genauer untersucht werden.

Ich hoffe, diese Informationen helfen Ihnen etwas weiter, obwohl sie natürlich die ärztliche Visite vor Ort nicht ersetzen können.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Es tut mir leid das ich so spät störe, nachdem sie meinem Jungen vorhin wieder Blut abgenommen haben für eine Kultur ist der crp wert eben gekommen und der hat sich wieder erhöht auf 46 was kann das nur sein? Das ist doch nicht normal das er erst runter ist und dann doch wieder hoch

Kein Problem, dazu kann ich Ihnen gerne schnell etwas sagen. Ich kann gut verstehen, dass Sie sich Sorgen machen. Der CRP-Wert ist ein wichtiger Entzündungswert und wird oft zur Verlaufsbeurteilung bei Infektionen verwendet. Ein Anstieg von 34 mg/l auf 46 mg/l liegt dabei noch innerhalb der Messungenauigkeit und hat relativ wenig Aussagekraft. In der Praxis sind folgende Richtwerte nützlich:

  • <5 mg/l Normalwert
  • 5-20 leichte Entzündung, wahrscheinlich viral oder nur lokal begrenzt
  • 20-80 mg/l Virale oder bakterielle Entzündung
  • >80 mg/l schwere Entzündung/bakterielle Ursache wahrscheinlich

Ich hoffe, diese Information hilft Ihnen etwas, die Lage besser einzuschätzen.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Ich bin wirklich am Ende meiner Kräfte und diese blöde Ärztin die heute hier ist zuckt einfach nur mit den Schultern und meint, ja dann machen wir die Kortison Therapie an am Montag. Was sie noch gerne sagt ist das alles möglich ist in der Medizin und Kinder auch schon an nem Schnupfen gestorben sind. Was genau will sie mi mir damit sagen.
Ich weis nicht ob ich hier bleiben soll oder weiter soll. Das mit dem wieder höheren crp wert schmeißt einen wieder zurück.. kann ein virus den crp wert schwanken lassen? Hier bekomm ich ja nicht wirklich was erklärt.

Es tut mir sehr leid, dass die Ärztin so wenig einfühlsam ist. Ich kann mir auch nicht erklären, was die Aussage über den "tödlichen Schnupfen" soll. Leider sind die Kollegen häufig überarbeitet und haben wenig Zeit und Kraft sich mit den Patienten und ihren Eltern auseinanderzusetzen.

Ja, der CRP-Wert kann durch die Messungenauigkeit und im Verlauf eines Virusinfekts schwanken. Eine Schwankung von 12 mg/l muss nicht tatsächlich eine wirkliche Verändung im CRP-Wert anzeigen. Es könnte z.B. sein, dass der erste Wert um 6 mg/l zu niedrig und der zweite um 6 mg/l zu hoch gemessen wurde. Jede Messung hat einen gewissen Messfehler und solche geringen Schwankungen haben keine wirkliche Aussagekraft. Etwas anderes wäre es, wenn der Wert wieder auf über 60 mg/l angestiegen wäre.

Eine Kortisontherapie kann Sinn machen, wenn eine Infektion ausgeschlossen ist und man davon ausgeht, dass es eine Fehlregulation des Immunsystems ist. Ich habe solche Fälle schon erlebt, die dann auch sehr gut auf die Kortisontherapie reagiert haben.

Ich würde Ihnen auf jeden Fall raten, im Krankenhaus zu bleiben, auch wenn es Ärzte geben mag, die vielleicht nicht so gut kommunizieren können. Vielleicht können Sie am Sonntag bei der Visite ansprechen, wie Sie sich fühlen. Ich hoffe, Sie treffen auf eine Ärztin oder einen Arzt, der Ihnen verständnisvoll und verständlich den aktuellen Stand der Diagnostik und den weiteren Therapieplan erklären kann.

Ich hoffe, Sie finden noch ein wenig Schlaf.

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Liebe Fragestellerin,

jetzt wollte ich mich nochmal nach Ihrem Sohn erkundigen, wie geht es ihm? Konnten Sie schon etwas mehr von den Ärzten erfahren?

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Guten Morgen,
der Verdacht ist Morbus still seit 2 Tagen bekommt er Kortison und heute entnehmen sie nochmal Blut um zu schauen.

Sehr geehrte Fragestellerin,

eine Fehlregulation des Immunsystems (wie z.B. M. Still, auch systemische juvenile idiopathische Arthritis genannt) ist zum aktuellen Zeitpunkt eine gute Arbeitsdiagnose. Es gibt leider keinen Labortest, der diese Erkrankung nachweisen könnte. Typisch wären folgende Befunde (Ausnahmen sind natürlich möglich):

  • Deutlich erhöhte Zahl weißer Blutkörperchen im Blut (häufig 20-30 G/l, manchmal sogar bis 80 G/l), bei Ihrem Kleinen waren die weißen Blutkörperchen bisher nicht erhöht (Leukozyten 6-9 G/l, Tendenz fallend)
  • Deutlich erhöhte Blutplättchen im Blut (bis 800 G/l), bei Ihrem Sohn waren die Blutplättchen bisher im Normalbereich, Tendenz fallend in den letzten Untersuchungen (zuletzt 442 G/l)
  • Erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit (BK-Senkung), das trifft bei Ihrem Sohn zu (79/109, normal wären 10/20)
  • Erhöhtes CRP (oft > 100 mg/l)
  • Leichte Anämie (trifft auf bei Ihrem Sohn zu)
  • Eine leichte Erhöhung der Leberwerte ist häufig (bei Ihrem Sohn bisher aber nicht aufgetreten)
  • Rheumafaktor und antinukleäre Antikörper negativ (sonst müssten andere Fehlregulationen in Betracht gezogen werden), diese Werte wurden bisher noch nicht untersucht.

Ein wichtiges Kriterium für die Diagnose sind Gelenkentzündungen in einem oder mehreren Gelenken. Dazu könnten die Schmerzen im Bein passen, die Sie bemerkt haben. Wurde das schon genauer untersucht?

Ich hoffe, die Therapie schlägt jetzt an und es geht ihm bald besser. Wenn es tatsächlich eine Autoimmunerkrankung (auch rheumatische Erkrankung genannt) wäre, dann müssen Sie allerdings mit einer längerfristigen Erhaltungstherapie rechnen, um einen schnellen Rückfall zu vermeiden. Zu diesem Zeitpunkt ist die Diagnose aber bei weitem noch nicht gesichert und so eine Therapie ist vielleicht auch nicht nötig.

Ich freue mich weiter von Ihnen zu hören und wünsche gute Besserung für Ihren Kleinen!

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Sehr geehrte Fragestellerin,

jetzt wollte ich mich nochmal nach Ihrem Sohn erkundigen. Wie geht es ihm? Wie ist die Erkrankung weiter verlaufen?

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Hallo Dr. Metzger,Wir wurden am Dienstag erst entlassen mit dem V.a Morbus Still.. wir behandeln nun seit fast 3 Wochen mit Anakinra 100mg.. das Fieber ist seit dem 23.1. nicht mehr da mit Ausnahme von gestern da hatte er für ne Stunde ca 38 rektal gemessen ( sind dann auch sofort ins kkh, dort wurde Blut abgenommen, auf den Rückruf zu den Ergebnissen warte ich immernoch).
Sein Allgemeinzustand hat sich verbessert aber der Ausschlag ist immernoch unerträglich ( da gehen wir auch nochmal heute zum KA ).
Wie auch vor Wochen bin ich weiterhin unsicher und verzweifelt.
Wenn Sie eine email haben könnte ich Ihnen den vorläufigen Entlassbrief zukommen lassen, vielleicht können Sie mir das so erklären das ich es verstehe.
Liebe Grüße

Es freut mich, dass es Ihrem Kleinen besser geht. Offensichtlich zeigt die Behandlung zumindest einen Teilerfolg. Ich kann aber auch gut verstehen, dass die Situation für Sie immer noch alles andere als leicht ist. Den Entlassbericht können Sie gerne hier zukommen lassen. Achten Sie aber wie immer darauf, dass keine persönlichen Details wie Name oder Adresse zu erkennen sind, da JustAnswer ein öffentliches Forum ist (diese Bereiche bitte ausschwärzen oder aus dem Foto schneiden).

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Anbei die Unterlagen, ich hoffe bald von Ihnen zu hören. Was ich dazu sagen muss der Ausschlag ist wieder mehr geworden und juckt schrecklich, Fenistil gel und Tropfen wirken nur 2-3 Stunden Max.
Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
2-

Gerade die Geschichte mit dem Hautausschlag klingt wirklich sehr belastend. Von den 13 Seiten Bericht sind leider nur 5 angekommen. Gibt es irgendwo einen Teil zum stationären Verlauf der Behandlung? Dieser Teil enthält üblicherweise die interessantesten Informationen. Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Können Sie mir sagen welche Seiten fehlen bzw. welche Sie erhalten haben.

Ich habe erhalten:

  • Seite 1
  • Seite 2
  • Seite 10
  • Seite 11
  • Seite 12

Liebe Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
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Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
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Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
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Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
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Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
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Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
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Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
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Liebe Fragestellerin,

das ist ein wirklich sehr ausführlicher Arztbericht. Ich sehe ihn mir gerne durch, muss dafür aber nochmal eine Gebühr in Rechnung stellen. Wenn Sie einverstanden sind, akzeptieren Sie einfach das Angebot, das ich Ihnen geschickt habe.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Vielen Dank für Ihr Verständnis. Ich schreibe Ihnen gleich etwas dazu. Bitte geben Sie mir etwas Zeit, während ich den Bericht analysiere.

Liebe Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Hier kurz zusammengefasst die wichtigsten Aussagen aus dem Arztbrief:

  • es wurden eine Reihe gefährlicher Erkrankungen ausgeschlossen: Hepatitis A, B, C, HIV, Parvovirus B19, HHV-8 (ein Herpesvirus), Borreliose, Toxoplasmose, eine Infektion mit Yersinien, Brusellen, Leishmanien oder Bartonellen. Auch eine Infektion mit Mykoplasmen konnte ausgeschlossen werden. Kein Anhalt auf Magen-Darm-Keime oder Parasiten. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sowie eine Leukämie liegen definitiv nicht vor. Akutes Rheumatisches Fieber oder eine Churg-Strauss-Vaskulitis wurden ausgeschlossen.
  • Ganz klar ist die Diagnose noch nicht, folgende Erkrankungen kämen in die nähere Auswahl:
  • Morbus Still (systemische juvenile idiopathische Arthrose, sJIA).
  • eine noch unklare genetische Erkrankung, hier wurde eine genetische Untersuchung durchgeführt, die Ergebnisse stehen noch aus.
  • Der Hautausschlag wird durch Entzündungszellen in der Haut verursacht (neutrophile Granulozyten). Daher reagiert der Hautausschlag auch nicht gut auf Fenistil oder Cetirizin. Am vielversprechendsten wäre ist hier die Therapie mit Advantan.

Es ist auf jeden Fall eine gute Nachricht, dass Ihr Kleiner kein Fieber mehr hat. Interessant wird sicher noch das Ergebnis der genetischen Tests, vielleicht lässt sich dadurch die Erkrankung noch klarer bestimmen.

Insgesamt sind die Kollegen sehr gründlich und strukturiert vorgegangen und haben sämtliche Register der modernen Diagnostik gezogen. Ich hoffe, der Hautzustand bessert sich bald und die ausstehenden Ergebnisse können die Diagnose noch ein bisschen klarer machen.

Wenn Sie noch Fragen zu Einzelheiten im Arztbrief haben, können Sie mir gerne schreiben.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Ich würde gerne Ihre Meinung dazu hören. Warum habe ich bloß so Angst das ich mein Kind verlieren könnte durch ,,diese Krankheit,,?

Ich kann gut verstehen, dass Sie Angst um Ihren Kleinen haben. Vielleicht haben ja sogar einige unbedachte Kommentare von Ärzten dazu beigetragen. Auf der anderen Seite hat sich ja jetzt eine Besserung gezeigt und gefährliche oder lebensbedrohliche Erkrankungen konnten ausgeschlossen werden. M. Still ist zur Zeit die beste Verdachtsdiagnose und hat insgesamt eine recht günstige Prognose. Bei den meisten Kindern verwachsen sich die Probleme bis zum Erwachsenenalter. Ich denke also, Sie dürfen erst mal beruhigt sein.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Hallo Dr. Metzger,
Ist es möglich das der Hautausschlag eine nesselsucht ist?
Herzliche Grüße

Das haben die Ärzte auch überlegt. Eine Nesselsucht würde aber besser auf die Antihistaminika (z.B. Fenistil) reagieren. Die Hautbiopsie konnte dann eine Nesselsucht (Urtikaria) ausschließen. In der Haut zeigen sich vor allem neutrophile Granulozyten, das passt nicht zu einer Nesselsucht, wo vor allem Mastzellen und Histamin eine Rolle spielen.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger