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Dr. Schaaf
Dr. Schaaf, Privatpraxis, Online-Beratung
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2193
Erfahrung:  Spezialisiert auf fachübergreifende Zweite Meinung
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Dr. Schaaf ist jetzt online.

Meine Mutti 76 Jahre, hatte vor 2 Tagen einen Autounfall.

Kundenfrage

Meine Mutti 76 Jahre, hatte vor 2 Tagen einen Autounfall. dabei wurde der 12. Rückenwirbel angebrochen. Er sieht im Röntgenbild wie ein trapezförmiges, Kissen aus, das an der Ober- und Unterseite zur Mitte hin eingebogen ist. Ostheoporose ist sicher auch ein Thema. Man will nun die Kraft über den 11. und 13. Wirbel mit 2 Schrauben umleiten und den Markkanal (etwas oval) mit Zement ausspritzen. Ihre gesundheitliche Verfassung ist nicht sehr stabil: Nieren kaputt durch jahrelange Schmerzmittel, Ehemann (mein Vati) vorgestern verstorben. Frage: Würden Sie eine OP favorisieren? Gibt es eine Methode, die OP zu umgehen (Muskelaufbau o.ä.)? Was würden Sie mir raten?
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: Alter meiner Mutter: 76
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Customer: Die Medikamentenliste habe ich jetzt nicht vorliegen, aber es sind u.a. Blutverdünner dabei.
Gepostet: vor 18 Tagen.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 17 Tagen.

Guten Morgen,

danke, dass Sie sich an uns wenden.

Die Alternative zum operieren ist das konservative Vorgehen mit Bettruhe für circa 6 Wochen - falls dies erforderlich ist.

Das möchte ich Ihnen erklären.

Man unterscheidet zwischen stabilen und instabilen Wirbelbrüchen.

Stabile Brüche verändern ihre Form NICHT, wenn der Mensch aufsteht und die Wirbelsäule belastet. Er sackt also nicht weiter in sich zusammen weil die Außenwänder so stabil sind, dass das geht.

Bei stabilen Frakturen muss man nicht operieren und kann die Person trotzdem rasch mobilisieren.

Instabil beddeutet, dass der Wirbel seine Form verändert, wenn der Mensch aufsteht.

Wenn Osteoporose ins Spiel kommt, geht die Tendenz meist in Richtung instabil.

Instabile Frakturen werden daher meist operativ stabilisiert, damit der Mensch wieder aufstehen und laufen kann.

Das eigentliche Problem bei Wirbelkörperbrüchen ist aber nicht der Knochen, sondern die Nervenbahn die direkt hinter dem Wirbel lang läuft. Ob der Knochen etwas höher oder niedriger ist, spielt keine so große Rolle, aber es darf kein Knochenmaterial nach hinten weggedrückt werden, so dass es auf den Nervenstrang drückt. Weil es sonst zu Schmerzen, Taubheit oder gar Lähmung im Unterleib und in den Beinen kommen kann.

Wenn Ihre Mutter jetzt keine Probleme hat - außer Scherzen im Bereich des Bruches - dann sind (hoffentlich) noch keine Komplikationen eingetreten.

In diesem Falle hätte man die Wahl für liegen oder operieren. Wenn es Komplikationen gibt (Taubheit etc), dann würde man immer eine OP empfehlen.

Ich gehe davon aus, dass man Ihrer Mutter die OP empfiehlt, weil man sie möglichst schnell wieder auf die Beine bekommen möchte.

Aber genau diese Frage sollten Sie den Ärzten vor Ort stellen:

- Warum empfehlen Sie uns die OP?

- Gibt es eine Alternative?

- Geht es auch ohne OP?

Ich habe Ihnen erklärt, warum man sich so oder so entscheiden würde, jetzt müssten Sie die behandelnde Ärzte fragen, was genau bei Ihrer Grund für dei Entscheidung ist. Fragen Sie auch nach der von mir dargestellten Alternative.

 

Hilft Ihnen das weiter?
Sonst fragen Sie bitte nach !
Mit besten Grüßen
Dr. Schaaf
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