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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 30688
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Schönen guten Tag, ich habe offene Fragen zu dem Thema

Diese Antwort wurde bewertet:

Schönen guten Tag,ich habe offene Fragen zu dem Thema Hirnarterienaneurysma und deren Enstehung.
Es ist nun schon 2 Jahre her, dass meine Mutter an den Folgen einer Ruptur eines Hinaneurysmas im Alter von 57 Jahren verstorben ist.Die damals behandelnden Ärzte haben uns angehörigen keine Vorsorgeuntesuchung angeraten, allerdings haben wir das Thema auch nicht auf dem Schirm gehabt. Nun habe ich mich jedoch vermehrt informiert, dass auch eine familiäre Häufung auftreten kann. Ich selber bin unschlüssig hier weitere Schritte anzugehen, da ich gar nicht wüsste, wie ich mit der einen oder anderen Diagnose umgehen würde. Findet man was, kann es sein, dass es erst nicht behandelt werden muss, vllt. auch nicht behandelt werden kann und eine Behandlung auch nicht risikofrei ist. Das Gefühl, dann mit einer tickenden Bombe rumzulaufen, würde mich vermutlich auch sehr belasten.Deshalb würde ich gerne auf theoretischer Ebene, das veerbbare Risiko einschätzen versuchen.Bislang gab es in der Familie keinen Fall von entdeckten Hirnaneurysmen. Meine Mutter war schon wegen anderen Fällen im Krankenhaus und hatte dort mit Sicherheit andere Kopfuntersuchungen (CT/MRT) bei der ein Aneurysma nicht gefunnden wurde. Ob allerdings explizit darauf geachtet wurde, weiß ich nicht. Nach einer schweren Herz OP, stand dann die Einnahme von Macumar an, bei gleichzeitiger Behandlung von Bluthochdruck, der wohl aber auch schon vorher vorgelegen haben muss. Seltener Nikotinkonsum kam bis zur HerzOP dazu, allerdings immer nur phasenweise.
Das ruptierte Aneurysma soll nach Auskunft der Ärzte wohl das einzige vorhandene gewesen sein.Somit sehe ich zunächst schon einige Punkte, die drauf hindeuten könnten, dass es sich um ein erworbenes Aneurysma handeln könnte.
Im wesentlichen habe ich nun folgende Fragen:- Kann die Einnahme von Macumar, die Entstehung eines Aneurysmas gefördert haben?- Dazu würde mich interessieren, warum man bei Macumar immer von der Nebenwirkung spricht, dass ein erhöhtes Risiko für Hirnblutungen besteht. Ich kann nachvollziehen, dass es, wenn es zu einer Hinrblutung kommt, diese unter Marcumar dramatischer ausfallen kann, da die Blutgerinnung nicht funktioniert. Warum aber sollte es unter "dünnem Blut" eher zu einer Hirnblutung kommen. Die Aterie muss ja erst einmal platzen/reißen. Warum sollte das bei "dünnem But" eher passieren?-Unter familiärer Häufung bei Hirnaneurysmen, wird häufig von vererbter Gefäßschwäche gesprochen. Hier werden dann z.B. Marfan Syndrom, Ehlers Danlos Syndrom etc. genannt. Diese sind bei uns in der Familie nicht bekannt. Müsste eine angeborene Gefäßschwäche nicht bereits anderweitig aufgefallen sein?- Beruht die familäre Häufung nur auf den oben genannten Gefäßschwächekrankheiten, oder gibt es weitere, genetisch bedingte Gründe?- Wie schnell kann sich ein Aneurysma entwickeln?Sie sehen, ich versuche, zunächst auf etwas wissenschaftlicher Basis das persönliche Risiko einzuordnen. Ein MRT wäre sicher die einfachste Lösung ersteinmal Klarheit zu bekommen. Aus oben benannten Gründen, möchte ich jedoch ersteinmal diesen Weg wählen und bedanke ***** *****ür Ihre Hilfe

Guten Tag,

Ich bin Dr. Gehring, Ärztin für Innere- und Allgemeinmedizin mit 33 Jahren (notfall-)medizinischer Erfahrung. Gerne berate ich Sie heute

 

Marcumar verursacht keine Aneurysmen.

Bei Gerinnungshemmung bluten eigentlich winzige Blutungen, die von selber stoppen könnten, stärker und länger. Bei einem geplatztem Aneurysma ist das allerdings bedeutungslos, das blutet so oder so fatal.

Man kann eine familiäre Häufung von Aneurysmen auch ohne die genannten Krankheiten haben. Die wären natürlich aufgefallen.

 

Natürlich sind Hochdruck und hohes Cholesterin der Entstehung förderlich, aber das sollte schon ein paar Jahre zur Entstehung brauchen

 

 

 

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Falls etwas unklar geblieben ist, stehe ich über den Button „Experten antworten" zur Verfügung. Über eine positive Bewertung Ihrerseits (Anklicken von 3-5 Bewertungssternen ) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen, denn nur dann erhalte ich einen Teil Ihres angezahlten Honorars für meine Hilfe. Ich wünsche Ihnen das Allerbeste!

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Danke für Ihre Rückmeldung, die allerdings noch Fragen offen gelassen hat:

Warum ist denn das Risiko von Hirnblutungen unter Macumar höher? Nur durch die Einnahme reißen die Aterien doch nicht eher, nach meinem Verständnis.

Gibt es eine familiäre Häufung in der Art, dass durch die Genetik von Geburt an an der gleiche Stelle ein Aneurysma entsteht? (wie beispieklsweise das down syndrom durch eine klare genetische Konstellation entsteht) Oder heißt familiäre Häufung bei Aneurysma nur, dass andere genetische Defizite bestehen, die eine Bildung von Aneurysmen begünstigen?

Vielen Dank

Wie ich schrieb: Es reißt nicht eher, aber kleine Blutungen kleiner Gefäße, die bei Arterienverkalkung auftreten können, stoppen bei intakter Gerinnung spontan, aber unter Marcumar nicht.

Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.