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Dr. Schaaf
Dr. Schaaf, Privatpraxis, Online-Beratung
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2174
Erfahrung:  Spezialisiert auf fachübergreifende Zweite Meinung
52810516
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Dr. Schaaf ist jetzt online.

3 Jahre nach Spondylodese LWS L2-4 Revision wegen

Diese Antwort wurde bewertet:

3 Jahre nach Spondylodese LWS L2-4 Revision wegen Materialbruchbei ZN nach DKS L3-5 ( Schraube L4 und Stab links sowie Schraube L3 rechts ) dadurch rechtskonvexe de novo SkolioseL2-L4 von 15 Grad
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: Kein Unfall 73 Jahre männlich
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Customer: Materialfehler ?

Guten Tag,

danke, dass Sie sich an uns wenden.

Es leiegt nahe an einen Materialfehler zu denken, wenn man das Wort Materialbruch hört.

Tatsächlich bricht das Materail aber, weil die Knochenteile dahinter weniger "stabil" sind als das Metall.

 

Es geht hier um ein physikalisches Prinzip. Zwei Material mit einer unterschiedlichen Elastizität, also der Fähigkeit, sich zu verbiegen - zum einen - und Biegungen auszuhalten (ohne zu brechen) - zum anderen.

Knochen ist viel flexibler als Metall. Und hier ist das Problem: Sie können Metall (nur als Beispiel) hundert mal ein ganz klein wenig biegen, nicht viel Beugung, nicht viel Kraft, nur eben sehr, sehr oft, dann bricht es, weil es für diese Belastung nicht gemacht ist. Unser Knochen hingegen kann hunderttausend mal gebogen werden und wird nicht brechen. Und solche "Biegungen" treten im Laufe eines Tages unzählige Male auf, es sind Mikrobewegungen, die man so gar nicht wahr nimmt.

Das ist auch der Grund, warum Metall normalerweise nach Knochenbrüchen wieder entfernt wird, meist nach etwa einem Jahr. Das Metall hält eine gewisse Anzahl von Biegeversuchen aus, aber irgendwann ermüdet es und bricht. Damit das nicht passiert, kommt es raus - bevor es bricht.

An bestimmten Stellen ist allerdings die Entfernung des Metalls relativ aufwendig und je nachdem wievel Metall auf wieviel Knochen geschraubt wurde, kann der Knochen nach der Metallentfernung auch wieder instabil und somt Frakurgefährdet sein. Wenn der Mensch zudem schon älter ist, wird man sich tendenziell gegen eine Metallentfernung entscheiden und es "lieber drauf ankommen lassen (ob er die Materialermüdung noch erlebt)".

Ein Metall, das schon nach kurzer Zeit bricht, hat keinen Materialfehler, sondern es wurde an einer Stelle verbaut, wo zu oft zu starke Biegungen aufgetreten sind, seine Höchstzahl an Biegeversuchen wurde praktisch erreicht, dann kommt es zum Bruch. Das kommt vor allem da vor, wo die Knochenverhältnisse schwierig sind. Wenig Knochenmateriel, das schlecht zueinander findet, Knochen, der lange nicht belastet werden darf und dann erst verzögert einigermaßen stabil verheilt usw.

Ist das für Sie verständlich?

Hilft Ihnen das weiter?
Sonst fragen Sie bitte nach !
Mit besten Grüßen
Dr. Schaaf
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Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Danke die Aussage ist logisch ich bin mit ihr voll zufrieden

Gern geschehen.

Alles Gute

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Die Revision war die siebente Op an der Lws, davon 1x Bakterien, neben 12 grossinvasiven Eingriffen Hüfte rechts(5. Tep) inklusive 2zeitigem TEP wechsel ( low grad Infekt) und einem Knie Tep seit 2008. Ich wollte die Materialbrüche nur verstehen. Nochmals vielen Dank
Dr. oec. E.

Das kann ich gut nachvollziehen.

Alles Gute