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Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 320
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
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Manuel Metzger ist jetzt online.

Meine Tochter 3.3 Jahre hat einen Infekt. Und hustet stark.

Diese Antwort wurde bewertet:

Meine Tochter 3.3 Jahre hat einen Infekt. Und hustet stark. War heute beim Kinderarzt. Die Lunge ist wohl frei aber leicht verschleimt. Sie hatte vor 1.5 Jahren schon mal eine Lungenentzündung.
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: ich habe ihr versucht Capval vor dem schlafen gehen zu geben. Aber die hat es ausgebrochen. Dann nochmal versucht. Aber nur wenig in den Mund bekommen. Sie hustet im Liegen so stark und kommt nicht in den Schlaf. Was kann ich ihr gegen husten alternativ geben. Ich habe noch aconitum c30 und spongia. Verträgt sich das mit dem Capval ?
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Customer: Nein. Es geht nur um den Husten. Und ob ich meintet Tochter trotz Capval die globili geben kann

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage bei JustAnswer. Mein Name ist Dr. Metzger und ich bin Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit bereits 10jähriger Erfahrung. Gern werde ich mich mit Ihrem Anliegen beschäftigen. Bitte geben Sie mir etwas Zeit, während ich Ihre Antwort formuliere. Vielen Dank für Ihre Geduld.

Su ein Atemwegsinfekt kann wirklich ziemlich belastend sein. Es tut mir leid, dass Ihre Tochter gerade damit zu kämpfen hat. Ich kann gut verstehen, dass Sie gerne den Husten etwas lindern möchten. Ich persönlich halte von Hustensäften auf Opioid-Basis (also Morphium-Derivate) nichts. Die Wirkung ist kaum nachzuweisen, diese Hustensäfte haben aber reale Nebenwirkungen. Eine vergleichbare Wirkung hat ein Teelöffel Honig zur Nacht (ohne schlimme Nebenwirkungen). Ein anderer Tipp gegen Husten im Liegen ist die Matratze etwas zu erhöhen, z.B. mit einem Aktenordner darunter.

Homöopathika wie Aconitum oder Spongia enthalten in z.B. C30 Potenzierung keinen Wirkstoff mehr. Die Globulis bestehen aus reinem Milchzucker. Von daher brauchen Sie sich keine Gedanken wegen einer möglichen Unverträglichkeit mit tatsächlichen Medikamenten machen (außer jemand hätte eine Lactose-Unverträglichkeit).

Ich hoffe, diese Tipps helfen Ihnen etwas weiter und wünsche gute Besserung für Ihre Tochter.

Bei Fragen können Sie mir natürlich gerne hier ohne weitere Kosten schreiben.

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.

Hallo Herr Dr. Metzger, Vielen Dank für die Antwort. Nebenwirkungen sind zum Glück nicht aufgetreten. Außer dem Ekel vor Capval. Dass meine Tochter den Saft erbrochen hat lag daran dass wir versucht haben sie vorher mit einem Gummibärchen zu bestechen. Als sie Saft und Gummibärchen Gleichheit geschluckt hatte kam es wieder hoch ��. In welcher Form müsste ich die Homöopatika denn geben damit Wirkstoff enthalten ist. Oder halten sie ggf. Mucosolvan Saft für besser damit der Schleim verflüssigt wird und nachts nicht nach hinten in den Rachen läuft der den Husten Reiz auslöst. Lg *****

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für den Verlaufsbericht! Gut, dass keine Nebenwirkungen aufgetreten sind.

Noscapin (Capval) ist sehr bitter und verursacht häufig Übelkeit. Ich kann verstehen, dass Ihre Tochter den Saft wieder erbrechen musste.

Jetzt zu Ihren Fragen:
In welcher Form müsste man Homöopathika geben, damit Wirkstoff enthalten ist? Die Wirkstofflosigkeit ist bei der Homöopathie Behandlungsprinzip. Im 19. Jahrhundert hat der Gründer Samuel Hahnemann die These aufgestellt, dass ein Wirkstoff um so mächtiger ist, je mehr man ihn verdünnt. Die fortlaufenden Verdünnungen erreichen schnell das Verhältnis 1 Tropfen Wirkstoff auf die Menge Wasser in allen Weltmeeren. Heute weiß man, dass bei so einem Vorgehen natürlich keine Wirkung zu erwarten ist, die über einen Placebo-Effekt hinausgeht. Trotzdem gibt es große Fans der Homöopathie, die vom magischen Denken dieser "Therapie"-form angezogen werden. Um auf Ihre Frage zu antworten: von Homöopathischen Mitteln ist (egal in welcher Form) keine Wirkung zu erwarten.

Ambroxol (Mucosolvan) Saft soll das Sekret etwas verflüssigen und damit für ein leichteres Abhusten sorgen. Der Effekt ist aber sehr gering ausgeprägt. Trotzdem wird empfohlen den Hustenlöser nicht abends zu geben, da das zu vermehrtem Husten durch vermehrtes Sekret führen könnte.

Husten an sich ist ein sehr wirkungsvoller Verteidigungsmechanismus des Körpers. Husten hilft, die Lunge bei Infekten zu schützen. Menschen, die einen krankhaft verminderten Hustenreiz haben, haben z.B. häufiger Lungenentzündungen. Die Bildung von vermehrtem Lungensekret, das über den Husten nach oben befördert wird, verhindert, dass Krankheitserreger tiefer in die Lunge eintreten können. Es ist übrigens auch kein Problem, wenn Kinder den Auswurf herunterschlucken, da der Schleim im Magen landet und mögliche Erreger dort von der Magensäure schnell abgetötet werden.

Konnten Sie meine Tipps zum besseren Schlafen schon ausprobieren?

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Sehr geehrter Fragesteller,

jetzt habe ich gar nichts mehr von Ihnen gehört. Wie geht es Ihrer Tochter heute? Ist der Husten schon besser geworden? Über eine kurze Nachricht freue ich mich sehr.

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Hallo Herr Dr Metzger,
Vielen Dank der netten Nachfrage.
Ja der Husten wird weniger. Tagsüber vereinzelt nachts auch nur partiell. Aber dann so dass sie einmal wach wird. Sie trinkt sehr viel und hat kein Fieber entwickelt. Ich vermute dass ihr Pseudokrupp die zwei Tage hinzu kam. Das hat sie seit dem letzten Jahr. Wir haben ihr die Globili gegeben. Ich weiß man muss dran glauben aber sie haben m.E. Geholfen. Hustensaft weggelassen. 3 mal täglich Nasentropfen. Wenn sie hustet ist es produktiver Husten. Man hört richtig den Schleim den sie anhustet.
Ich würde das ganze gerne beschleunigen. Aber ich vermute ich muss abwarten. Seit ihrer Lungenentzündung kennen wir das schon dass sie länger hustet nach einem Infekt als andere Kinder. Als Eltern macht man aich ja immer sorgen , dass es schlimmer ist als nur ein Infekt. Das bereitet mir immer am meisten Sorgen.

Vielen Dank für Ihre Nachricht, das sind ja gute Neuigkeiten! Ich halte es auch für eine gute Entscheidung, die Hustensäfte abzusetzen. Und mit den Homöopathika: Sie sagen es, man muss dran glauben. In jedem Fall freut es mich sehr, dass die Beschwerden nachlassen. Nach einer normalen Erkältung können bis zu zwei Wochen Husten auftreten. Das ist die Zeit, die die Lunge braucht, um sich wieder vollständig von der Erkrankung zu erholen. Solange wird dann auch noch das spezielle "Reinigungsprogramm" (Husten) vom Körper durchgezogen. Häufig sieht man auch ein tageszeitliches Muster mit vermehrt Husten morgens und abends. Wichtig ist, der Husten sollte sich kontinuierlich bessern. Falls Sie eine plötzliche Verschlechterung bemerken oder Fieber auftritt, sollten Sie nochmal zum Arzt zum abhören gehen.

Ich hoffe, diese Tipps helfen Ihnen etwas. In jedem Fall wünsche ich gute Besserung für Ihre Tochter und alles Gute für Ihre Familie!

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Vielen Dank für die Tipps und Ratschläge. Die Bronchien sind halt ihre Schwachstelle. Morgens nach dem aufstehen ist mal eine husten Phase und so gegen 18 Uhr.
Dazwischen ist es räuspern und den Bekannten Frosch aus dem Hals zu bekommen.
Lg

Sehr gern geschehen. Es tut mir leid, dass die Bronchien so eine Dauerbaustelle bei Ihnen sind. Wenn Ihre Kleine schon mal eine Lungenentzündung hatte, dauert es häufig einige Zeit, bis die Lunge sich wieder vollständig erholt hat. In der Zwischenzeit sind viele Kinder etwas infektanfälliger und Husten auch länger. In jedem Fall sollte beim Kinderarzt genau hingehört werden, um auszuschließen, dass eine obstruktive Bronchitis eine Rolle spielt, also eine Atemwegs-verengende Entzündung in den Bronchien, die zu den Beschwerden beitragen kann. Bei so einer Entzündung kann eine gezielte antientzündliche Behandlung (mit speziellen Sprays oder Medikamenten) die Beschwerden deutlich verringern.

Die gute Nachricht ist, dass sich solche Probleme in der Regel verwachsen und die Kinder dann mit zunehmendem Alter nicht mehr so anfällig sind. Die Langzeitprognose ist also sehr gut. Halten Sie weiter durch!

Sehr geehrter Fragesteller,

ich wollte mich nochmal nach Ihrer Tochter erkundigen. Wie geht es ihr jetzt? Wie hat sich der Husten entwickelt? Waren Sie mit meiner Beratung soweit zufrieden? War alles gut verständlich? Ich freue mich, von Ihnen zu hören!

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Guten Morgen Doc,
Der Husten ist weg und sie geht seit Montag wieder in die Kita. Sie schläft ruhig und es hat keine weiteren Nebenwirkungen gegeben. Sie hat sich nur an den Rhythmus gewöhnt nachts auf der Couch zu sein ��. Aber den bekomme ich schon wieder geregelt.
Vielen Dank für die ehrliche und fachkundige Beratung. Da ich Laie bin versuche ich sachen immer zu verstehen und nachzufragen anstatt zu Doktor Google zu gehen.
Genießen sie den Tag
Lg

Vielen Dank für Ihre netten Worte. Ich freue mich, dass es Ihrer Tochter wieder besser geht. Das mit der Couch bekommen Sie sicher wieder geregelt. Wenn Sie sich gut beraten gefühlt haben, freue ich mich natürlich auch über Ihre freundliche Bewertung. Alles Gute für Sie!

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Manuel Metzger und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.