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Achim Reither
Achim Reither, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 109
Erfahrung:  Facharzt
103609911
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Achim Reither ist jetzt online.

Meine Frau hatte seit 2 Jahre sehr starke Nacken schmerzen,

Diese Antwort wurde bewertet:

Meine Frau hatte seit 2 Jahre sehr starke Nacken schmerzen, im Januar 2019 eine HWS 6 OP .es ist ein Titan Implantat Pyramesch Carge 13x30mm.engesetzt worden.Die starken Schmerzen und Schlappheit sind geblieben.Neurologischerseite konnte eine Mischdemenz Alsheimertyp bestädigt werden.Ich bitte höflich um eine Invormation.
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: Meine Frau 15.09,1943,1x Ass 100mg,1x Pantoprazol 40mg,1x Viganto 1000E,1x Atorvastatin 20mg,1x Lamotrigin 50mg,1x Donepezil 5mg Tilidin 50mg nach Bedarf.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Ernährungsberater wissen sollte?
Customer: Nach meiner Meinung nicht.Danke

Lieber Kunde,

danke, ***** ***** JustAnswer nutzen. Wie Sie den Fall Ihrer Frau schildern, besteht bei Ihrer Frau ein chronisches Schmerzsyndrom, welches eine eigene Erkrankung darstellt und in Zusammenarbeit mit mehreren Fachdisziplinen in Form einer multimodalen Schmerztherapie, wie Sie an spezialisierten Schmerzeinrichtungen behandelt werden kann.

Unter chronischen postoperativen Schmerzen versteht man Schmerzen, die mindestens 3 Monate nach einer Operation persistieren. Sie treten mit einer Häufigkeit von etwa 5–60% auf und führen in ungefähr 1–3% der Fälle zu starken schmerzbedingten Beeinträchtigungen. Die Mechanismen, die zur Entwicklung von diese Art Schmerzen führen, sind komplex. Eine Nervenläsion mit neuropathischen Schmerzen kann eine Ursache für chronischen postoperativen Schmerzen sein, jedoch werden bei vielen Patienten keine neuropathischen Schmerzen nachgewiesen. Die periphere und zentrale Sensibilisierung sind die wesentlichen Mechanismen, die eine Chronifizierung akuter postoperativer Schmerzen hervorrufen. Da die Therapie der chronischen postoperativen Schmerzen häufig schwierig ist, wird versucht, die zentrale Sensibilisierung zu verhindern. Chronische Schmerzen vor einer Operation innerhalb und außerhalb des Operationsgebiets sind per se ein Risikofaktor für die Entwicklung chronischer postoperativen Schmerzen. Typisch für eine erhöhte Schmerz- Chronifizierung ist die Anzahl verschiedener präoperativer Schmerzlokalisationen, die ebenfalls mit chronischen postoperativen Schmerzen assoziiert ist. Bei vielen chronischen Schmerzerkrankungen, wie Rückenschmerzen, Fibromyalgie und chronischen Kopfschmerzen, ist eine zentrale Sensibilisierung nachweisbar.

Chronische Schmerzen sind das Ergebnis des Zusammenwirkens zahlreicher Faktoren. Sie haben eine sensorische, affektive, kognitive und funktionelle Dimension und entwickeln sich im Kontext der Beziehungen und des Verhaltens im sozialen Feld des Patienten. Eine effektive Behandlung muss an allen Dimensionen ansetzen und ist daher multimodal. Eine einzige Therapie z.B. die Operation ist hier nicht zielführend. Chronische Schmerzen gehen häufig mit einem Rückzug von körperlichen und sozialen Aktivitäten (Schonhaltung, Isolation) sowie weiteren dysfunktionalen Mustern der Schmerzbewältigung (Hilflosigkeit, Katastrophisieren u. a.) einher. Diese Faktoren verstärken die Schmerzen und fördern die Chronifizierung.

Ziel einer multimodalen Schmerztherapie ist neben der Schmerzlinderung und der Förderung eines biopsychosozialen Krankheitsverständnisses die Verbesserung der objektiven und subjektiven Funktionsfähigkeit , die physische und psychische (Re-) Aktivierung (Reduktion von Schonhaltung und sozialem Rückzug), die Motivation zu einem selbstverantwortlichen Krankheitsmanagement, die Reduktion dysfunktionaler Muster der Schmerzbewältigung, das Erkennen und die Reflexion schmerzverstärkender bzw. vermindernder Faktoren unter Einschluss des zwischenmenschlichen Erlebens und Verhaltens (dies schließt gewohnheitsbedingte Muster, problematische Denkschemata wie auch Verhaltenseigenschaften ein),die Förderung einer positiven Körperwahrnehmung, das Herstellen einer besseren Balance von Anspannung und Entspannung sowie von Be- und Entlastung (Belastungsdosierung), die Vermeidung von Überforderung durch verbesserte Wahrnehmung von Leistungsgrenzen, die Harmonisierung vegetativer Dysfunktionen (Schlaf, biologische Rhythmen), die Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit in den Bereichen Koordination, Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer, die Förderung des Erkennens und das Stärken eigener Ressourcen (somatisch, intrapsychisch, zwischenmenschlich, sozial) und das Beachten lebensgeschichtlicher Ereignisse und Entwicklungen für die Klärung der Schmerzbewältigung und Schmerzgenese; die Vermeidung einer Retraumatisierung ist dabei Aufgabe des gesamten Behandlung. Ihre Frau sollte in Betracht ziehen sich in einer schmerztherapeutischen Einrichtung vorzustellen.

Mit freundlichen Grüßen

A. Reither

Achim Reither und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
die information hilft mir nicht weiter und bitte um sofortige Kündigung.