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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 30673
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe derzeit starke Angst vor Krebs aufgrund

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,ich habe derzeit starke Angst vor Krebs aufgrund diesem Nebenbefunds nach einer (soweit gut überstandenen) Lungenembolie vor 3 Wochen:Nebenbefund:
Nachweis mehrerer prä und paratrachealer Lymphknotenvergrößerungen, die im größten Durchmesser ca. 1 cm ausmachen.
Infrakarinal Nachweis mehrerer konfluierender Lymphknotenvergrößerungen, die größte misst ca. 2 cm im Durchmesser und grenzt an den rechten Unterlappenbronchus.
Paraaortal links in Höhe des Arcus aortae Nachweis mehrerer weichteildichter Veränderungen von bis zu 2,4 mal 1,0 cmc Ausdehnung, bei denen es sich ebenfalls um vergrößerte Lymphknoten handeln dürfte.
Weitere kleinere Lymphknotenveränderungen/Weichteilverdichtungen von bis zu 1 cm Größe entlang der beiden Unterlappenarterien.Dünnschicht-CT und ggbfalls Biopsie sollen jetzt noch Folgen. Wenn ich Recherchiere klingt das allerdings leider so dass ich mich auf das Schlimmste gefasst machen muss?
Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Hier noch der Haupt-Befund. Ich bin leider gerade im Büro (nur im Kopf nicht), habe aber zum Glück beide Befunde abgetippt vor ein paar Tagen:Angio-CT der Lunge vom 16.10.2019:
Mitferfasste Anteile der Halsweichteile soweit beurteilbar regelrecht.
Leicht milchglasartige Trübung des Lungenparenchyms, insgesamt jedoch keine flächenhaften Infiltrationen erkennbar.
Die Pulmonalarterie stellt sich frei dar.
Im Übergangsbereich Unterlappenarterie/rechter Hauptstamm zeigt sich ein ausgedehnter Embolus, der bis in fast alle Segmentarterien der Unterlappen und auch in die Mittellappenarterien hineinreicht.
Einzelnes embolisches Material auch im Oberlappen rechts sowie in den Segmentarterien des linken Unterlappens.
Im linken Oberlappen zeigen sich nur minimale KM-Aussparungen, hier lassen sich bei Atemartefakten kleinere Embolien ebenfalls nicht ausschließen.
Regelrechte Darstellung der Mediastinalstrukturen.
Man muss von einer Steatosis hepatitis ausgehen.Beurteilung:
Ausgedehnte Lungenarterienembolie bds., rechts deutlich ausgeprägter als links.
Kartial keine auffälligen Rechtsherzbelastungszeichen.
Keine erkennbaren Infarzierungsbezirke.----
Da ich natürlich auch irgendwo Hoffnung suche...:
- Kann das auch von einer Infektion kommen? ca. 2 Wochen vor der Lungenembolie hatte ich eine starke Erkältung die mich 2-3 Tage ans Bett gefesselt hatte...war zu dem Zeitpunkt immernoch einigermaßen verschleimt.
- Entzündliche Prozesse in der Lunge aufgrund der Lungenembolie, welche die Lymphknoten aktiviert haben?
- Andere, nicht-maligne Optionen...gibt es da einen Strohhalm?Ansonsten warte ich derzeit auf die Folgeuntersuchungen, was mir allerdings sehr schwer fällt bei den Optionen, die ich finden kann...da schwirre ich immer wieder auf Google und lande dann bei nicht gerade vielversprechenden Studien / Statistiken...
Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Weiterhin verunsichert mich diese Zeile, was bedeutet das:"Leicht milchglasartige Trübung des Lungenparenchyms, insgesamt jedoch keine flächenhaften Infiltrationen erkennbar."Vielen Dank ***** ***** für alle hilfreichen Informationen

Guten Tag,

Ich bin Dr. Gehring, Ärztin für Innere- und Allgemeinmedizin mit 33 Jahren (notfall-)medizinischer Erfahrung. Gerne berate ich Sie heute.

Die milchglasartige Trübung ist ein Zeichen einer leichten (abgelaufenen) Lungenentzündung, und die kann als Folge einer Belüftungsstörung durch die ausgedehnte Embolie durchaus auftreten. Aich verdickte Lymphknoten sind dadurch erklärbar, obgleich diese schon ausgesprochen deutlich vergrößert sind.

Wie sieht denn das Blutbild aus, insbesondere die Entzündungswerte? Wie fühlen Sie sich? Rauchen Sie?

Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Hallo FrauCustomervielen Dank für die Antwort.1) Möglicherweise wäre das auch nicht unrealistisch, da ich mich gerade daran erinnere, in den ersten 5-6 Tagen im Krankenhaus sporadische "Reibungsgefühle" (ich weiß nicht mehr, ob beim Ein- oder Ausatmen) im Brustbein spürte, ähnlich wie bei einer Bronchitis... Kamen und gingen allerdings und waren schmerzlos, waren nach 7-10Tagen dann auch komplett verschwunden....da hatte ich auch nachgefragt, wurde aber als "ist wegen der Lungenembolie" nicht weiter beachtet. Wie gesagt war ich auch knapp 2 Wochen vorher noch mit einer Erkältung ein paar Tage ans Bett gefesselt und noch am Auskurieren.
Ich hatte von Anfang an die Erlaubnis / Anweisung, Spazieren zu gehen, für ca. 2 Wochen hat das dann bei Belastung immer wieder in der Brust stechende Schmerzen gegeben (jetzt seit ca. 10-14 Tagen nicht mehr, wäre also hoffentlich soweit auskuriert)...hatte ich zunächst mit der Embolie in Verbindung gebracht, aber eine Entzündung wäre da vielleicht auch nicht unrealistisch als Begründung vermutlich/hoffentlich.2) ich bin Nichtraucher (auch sonst keinen Kontakt in der Richtung. Höchstens beim Fahrrad fahren im Straßenverkehr). Meine generellen "Risikofaktoren" sind Übergewicht und Bewegungsmangel/sitzender Bürojob...wenig Schlaf, da 3 Kinder....und meine erste Lungenembolie im Jahr 2015.3) Fieber/Nachtschweis/Unerklärten Gewichtsverlust habe ich nicht. Wobei ich seit ich aus dem Krankenhaus raus bin meine Ernährung umgestellt habe + intermediate Fasting betreibe (18h-10h nichts essen, ansonsten die Kalorienzufuhr nur leicht reduziert)...dafür geht es mir aktuell teils fast schon zu schnell (knapp 5Kg in den letzten ~3,5 Wochen von 125 auf 120,5), aber da ich vor der Embolie konstant war, es Anfangs immer recht schnell geht und ich wahrscheinlich auch derzeit einfach nur viel Stress habe würde ich mich unter normalen Umständen wahrscheinlich freuen - aber ich mache mich gerade leider an allem etwas "verrückt" (bevor das Thema Psyche aufkommt - falls ich nach einer Entwarnung noch Durchdrehen sollte ja, aktuell glaube ich ist mein Stress berechtigt ;-) ).3) Die Laborwerte kann ich heue Abend hier noch beifügen, wenn das ok ist? Bisher habe ich hier nur die Aussage, dass diese soweit unauffällig seien und zumindest daraus nichts abzuleiten wäre...aber eine Zweitmeinung wäre hier vielleicht auch nicht schlecht. Wäre das noch in Ordnung, wenn sich die Bearbeitung der Frage damit bis heute Abend / morgen zieht?
Das Einzige woran ich mich aktuell erinnern kann ist der Leukozyten-Wert, der war bei Ankunft im Krankenhaus am 16.10. auf ca. 7.700, bei Entlassung am 23.10. auf 4.400 (ungefähr/Erinner)...habe ich halbwegs im Kopf behalten weil ich den mit Entzündlichen Prozessen in Verbindung bringe? Wobei ja auch der höhere Wert noch in der Normtabelle zu finden wäre.4) die bösartigen Optionen, (non-)Hodgkin oder Metastasen, schlimmstenfalls von was bislang unentdecktem in Lunge/Bronchien habe ich mir ja leider bereits angelesen. Teils steht in Studien, die ich hoffentlich falsch verstanden habe, dass bei diesen Größen die Wahrscheinlichkeit dass es was schlimmes ist bei 80% liegen würde
(heute bin ich auf eine Doktorarbeit gestoßen, die sich ausschließlich damit befasst - nicht relevant zur Beantwortung meiner Frage, aber falls von Interesse: https://edoc.ub.uni-muenchen.de/4378/1/Mielchen_Larysa.pdf ).
Daher entsprechend schwierig, sich abzulenken bis zum nächsten Untersuchungstermin und die Hoffnung, sich an potentiell harmlose Ursachen "klammern" zu können, wobei ich es auch realistisch betrachten will. Nur halt weder auf das Schlimmste noch auf "wird schon gutgehen" fixiert, es sei denn es wäre gerechtfertigt, dann wäre ich wenigstens schonmal einen Schritt weiter.5) Möglicherweise etwas "blöder" Gedanke, ***** ***** aber auch gerne zumindest mal beantwortet hätte: Während des (Bauernhof-)Urlaubs habe ich von einem kleinen Pony, welches ausgekeilt hat, einen Tritt ans Schienbein bekommen, mich in den Folgenden Tagen noch gewundert dass die Tage darauf die typische Verfärbung (blauer Fleck etc.) nicht auftrat, während die Stelle natürlich wie beim Blauen Fleck noch bis kurz vor der Embolie sehr schmerzhaft blieb...als wir noch nicht die aktuelle Angst hattenund uns noch "normal" überlegt hatten, wo das herkommt, war ich auf einen Artikel gestoßen, dass tiefliegende/versteckte Hämatome auch ein Blutgerinnsel produzieren können? (Da ich ja vor 4 Jahren schonmal eine Thrombose hatte, kann ja eine Veranlagung auch wenn die Diagnostik relativ ok aussah, vorhanden sein).Ich hoffe es ist ok dass ich so viele Fragen habe - habe dafür ja entsprechend zum Thema Detail gewählt und hoffe dass das damit passt...leider hat sich bisher noch kein Arzt die Zeit genommen, sich mit meinen Fragen wirklich auseinander zu setzen und es wurde immer auf die Folgeuntersuchungen verwiesen (die ja anstehen und gemacht werden sollen....aber daher kann ich das leider trotzdem nicht abschalten).

Nun, Sie haben schon eine ganze Menge Fragen, wir werden aber die Blutwerte heute Abend abwarten müssen.

Was ihre Gerinnungsneigung angeht, wird man z. B. nach Faktor VIII Dysfunktion sehen müssen, aber das ist ein neues Thema. Ich schaue mir dann heute Abend (es kann dann ein bisschen dauern) die Laborwerte an.

Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Hallo,
ich weiß :-(
Ich habe die Laborwerte eben hier beigefügt...leider streikt genau jetzt der Scanner, ich hoffe ich habe es gut genug abfotografiert (in 3 aufgeteilt um gut leserlich ranzukommen).
Kreatinin-Werte sind markiert weil das an die Radiologie gehen soll, da diese für das Kontrastmittel beachtet werden sollen beim Dünnschicht-CT (?).
Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Zur Gerinnungsdiagnostik kurz am Rande: dort habe ich noch einen Scan meines letzten Ergebnisses eben gesehen:
1) Genetik: kein Hinweis auf das Vorliegen einer Faktov-V-Leiden oder Prothrombin-Mutation
2) Nachweis von Cardiolipin-Antikörpern Typ IgG - dort hätte noch eine Kontrolle nach 12 Wochen stattfinden sollen die ich in meiner - jetzt kann ich nur sagen Dummheit - damals nicht weiter verfolgt hatte, warum auch immer. Datum dieser Untersuchung war der 03.11.2016

Sollte ich das in der aktuellen Thematik mitbeachten oder ist das dann eine reine Baustelle in der Gerinnungsdiagnostik (dann wäre es jetzt akut auch erstmal nicht wirklich wichtig)?

Danke für die Unterlagen. Für einen Hodgin oder anderen Blutkrebs sind das Blutbild und der CRP Wert zu gut, insofern sehe ich die Wahrscheinlichkeit doch deutlich geringer als 80%, dass etwas bösartig ist! Da so eine Erkältung nicht ausreichend die stark geschwollenen Lymphknoten erklärt, denke ich eher z. B. an eine Sarkoidose. Die Leukozyten schwanken ja immer in ihrem Normbereich.

Unbedingt muss man die Cardiolipin-AK noch einmal bestimmen!

 

Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Vielen Dank, das ist doch etwas, woran man hoffen kann!

Letzte Frage, damit ich weiß ob ich den Gedanken als Quatsch abtun kann oder in der Theorie was dran ist - der Punkt 5) mit dem tieferliegenden Hämatom...kann da was dran sein?
Ich werde an der höchstwahrscheinlich Lebenslang-Marcumarisierung auch dann nicht rütteln...aber ich glaube man merkt schon so langsam dass ich jemand bin der alles gerne möglichst begründen möchte :-)

Wie gesagt....vielen Dank dass Sie sich die Zeit genommen haben...ich hoffe dass ich mit dieser Einschätzung jetzt etwas ruhiger schlafen kann und das CT zum gleichen Ergebnis kommt.

Ich Wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und wie gesagt..Danke!

(Wenn ich hier via Bewertung abgeschlossen habe, wird die Frage abgesehen von den Dokumenten öffentlich oder? Dann kann ich ja sobald ich mehr weiß, meine Ergebnisse der weiteren Untersuchungen noch einkommentieren für andere in meiner Situation...?)

Ein Hämatom im Schienbeinbereich liegt nie so tief, an diese Theorie glaube ich nicht.

 

Sie könnten nach einer Weile zwar hier noch Kommentare schreiben,aber natürlich ist eine Beratung nicht über Tage möglich!

Die Facharztstunde muss (brutto, selber versichert, keine gesetzliche Rente) mit mindestens 100 € berechnet werden , und Ihre Experten bekommen nur die knappe Hälfte Ihrer Anzahlung, weil den Rest Justanswer bekommt, weil die uns zusammen bringen. Wenn wir online helfen, können wir keine Patienten in der Praxis behandeln, aber die Kosten dort (bei mir z. B. auch für 7 Mitarbeiterinnen) laufen natürlich weiter. Manchmal beraten wir zwar nach Feierabend, aber auch diese Zeit ist natürlich kostbar, so dass man auch da mal ein Ende finden muss. Das verstehen Sie sicher!