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Dr. Schürmann
Dr. Schürmann, Dr.med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2955
Erfahrung:  Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin, 22 Jahre Erfahrung in eigener grosser Praxis
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Dr. Schürmann ist jetzt online.

Ich hatte nach einer Bronchitis noch über 9 Monate einen

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich hatte nach einer Bronchitis noch über 9 Monate einen Hustenreiz. Ein Lungenfacharzt hat leichtes Asthma diagnostiziert und seitdem nehme ich ein Asthmaspray (erst Foster, dann Alvesco). Ich hatte aber noch nie Atemnot. Ein Weglassen des Asthmasprays für ein paar Tage hat keine Relevanz gezeigt auf meine Symptome. Der Hustenreiz wurde dann vor etwa 8 Monaten besser. Eben habe ich eine neue Jacke anprobiert und da war der alte Hustenreiz wieder da. Kann dies durch einen Duftstoffe oder eine Waschmittelkomponente ausgelöst werden? Irgendwann in diesem Jahr haben wir auch das Waschmittel auf sensitiv umgestellt, da ich leichtes Hautjucken entwickelt hatte (nicht stark). Jetzt frage ich mich, ob die Besserung damals vielleicht durch den Wechsel des Waschmittels kam? Können sich solche Unverträglichkeiten aus einer Bronchitis entwickeln oder verstärken? Ist es realistisch, dass man auf solche Stoffe primär mit Husten oder anderen Atemwegsgeschuchten reagiert und nicht mit Hautrötungen etc.? Gibt es eine Diagnosemöglichkeit?

Vielen Dank für Ihre Frage.

Ich bin Dr.Schürmann und werde Ihnen helfen.
Bitte haben Sie etwas Geduld, bis ich Ihre Frage überprüft habe.

Ihre Vorgeschichte und Ihre Beschwerden sprechen sehr eindeutig für ein hyperreagibles Bronchialsystem, das sich häufig nach einem Atemwegsinfekt entwickeln kann. Es stellt tatsächlich eine Vorstufe zum Asthma bronchiale dar, das der Lungenarzt ja auch diagnostiziert hat. Asthma geht insbesondere in frühen Stadien oft nicht mit Atemnot sondern mit Husten einher. Dieser kann dann jeweils durch Reizstoffe (neues Waschmittel, Duftstoffe o.ä.) verstärkt werden. Mit einer Allergie hat dies nichts zu tun. Die wichtigsten Allergien wurden ja ausgeschlossen.

Hat sich der Hustenreiz auf die Anwendung des Cortisonsprays nun gebessert? Ich konnte dies Ihrer Anfrage nicht genau entnehmen. Was geschah genau in der Zeit, in der Sie die Sprays weggelassen haben?

Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Zunächst einmal danke für Ihre Antwort. Ich hatte den Eindruck, dass das Asthmaspray gar keine Wirkung bzgl des Hustenreizes zeigte. In Absprache mit dem Lungenfacharzt würde ich das Spray gerne bald mal länger weglassen und schauen, was passiert. Da hier im Moment aber häufig Infekte rumschwirren (kleine Kinder im Haus) habe ich mich das noch nicht getraut. Was meinen Sie mit "Vorstufe zum Asthma" und "frühes Stadium". Ist es jetzt zwangsläufig, dass das Asthma schlimmer wird? Oder kann es auch sein, dass der jetzige Zustand bleibt? Kann ein hyperreagibles Bronchialsystem "heilen"? Was kann ich tun, um ein Fortschreiten des Asthmas zu verhindern?
Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Ach so, noch als Ergänzung: ich Messe täglich meinen Peak Flow, der unabhängig von meinem Hustenreiz ist (also auch bei vorhandenem Hustenreiz kein Abfallen). Lediglich bei Erkältungen geht der mal etwas runter...aber da bin ich ja auch verschleimt und habe Halsschmerzen.

Wenn die Überlegung mit dem hyperreagiblen Bronchialsystem Bestand haben soll, so wäre eine Besserung des Hustens durch Cortisonspray innerhalb c. 3 Wochen zu erwarten.Die Verschlechterung des Peak flows bei Infekten wäre wiederum typisch für ein beginnendes Asthma bronchiale.

Ich würde wegen der fehlenden Besserung auf Cortisonspray noch an einen zugrundeliegenden Säurerückfluss in die Speiseröhre denken. Ist diesbezüglich schon nachgeforscht worden?

Die Diagnose ist also derzeit noch nicht eindeutig gesichert. Hierzu bedürfte es noch eines bronchialen Provokationstestes beim Lungenfacharzt.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, dürfen Sie diese hier gerne ohne weitere Kosten stellen. Sollte ich mit meiner Antwort Ihre Frage bereits zufriedenstellend beantwortet haben, bitte ich Sie höflichst um eine positive Bewertung (3-5 Sterne ganz oben, rechts auf dieser Seite anklicken), denn nur mit einer positiven Bewertung bekomme ich das Honorar für meine Arbeit und diese Antwort. Unser Dialog kann auch nach der Bewertung fortgeführt werden. Vielen Dank und beste Grüße Dr. Schürmann

Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Die Verschlechterung des Peak Flows bei Infekten ist nicht besonders stark (von üblicherweise 750 - 780 geht es runter auf 700). Ich hätte jetzt gedacht, dass das bei einer Erkältung auch bei nicht chronischen Atemwegserkrankungen nicht unnormal ist - immerhin ist da Schleim in den Bronchien).
An Reflux wurde gedacht. Magenspiegelung war unauffällig, Sodbrennen habe ich nicht und zwei Wochen mit Pantoprazol brachten keine Besserung.
Die Frage wäre dann noch, wieso es besser wurde. Kann ein Wechsel des Waschmittel als Erklärung dienen? Kann so eine Hyperreagiblität denn auch temporär nach einer Bronchitis zurückbleiben und sich dann wieder zurückbilden? Ich frage mich halt, wieso es zwischendurch besser wurde...
Welchen Provokationstest würden sie empfehlen?

Danke für Ihre Rückmeldung

Eine Verursachung durch Reflux ist wegen der erfolglosen Pantoprazoltherapie mit grösster Wahrscheinlichkeit auszuschliessen. Die Verschlechterung des peakflow ist nicht normal und als Hinweis auf ein Bronchienproblem eventuell eben doch auch auf ein beginnendes Asthma zu werten. Weitere Klärung kann der erwähnte Provokationstest (Acetylcholin) bringen.

Das Weglassen eines Reizstoffes (Waschmittel) kann durchaus eine Erklärung für die vorübergehende Besserung sein.

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