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Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 286
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
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Manuel Metzger ist jetzt online.

Meine Enkelin 2 Jahre liegt seit 14 Tagen in der

Diese Antwort wurde bewertet:

Meine Enkelin 2 Jahre liegt seit 14 Tagen in der Helisoklinik Schwerin, schwere Ebstein Barr Infektion seit 14 Tagen atmung ausgefallen und Pat bewustlos, ständig leicht erhöhter Temperatur um die 38 Grad. Sie wird beatmet und über die Sonde ernährt bekommt Aclivier und wird antibiotisch abgeschirmt Sie hat für 5 Tage Prednissolon erhalten alles keine Besserung
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: Die Patientin ist 2 Jahre alt was halten Sie von hoch dosiertem Vitamin C iv
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Customer: Die Heliios Klinik hat hier keine Erfahrung, zu welcher Klinik könnten wir von Schwerion wechseln, die Patientin ist in Intensivtherapie

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage bei JustAnswer. Mein Name ist Dr. Metzger und ich bin Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit bereits 10jähriger Erfahrung. Gern werde ich mich mit Ihrem Anliegen beschäftigen. Bitte geben Sie mir etwas Zeit, während ich Ihre Antwort formuliere. Vielen Dank für Ihre Geduld.

Sehr geehrte Fragestellerin,

es tut mir sehr leid, dass Ihre Enkelin so schwer erkrankt ist. Es muss für Sie als Großeltern sicher herzzerbrechend sein, Ihre Enkelin so zu sehen. Ich kann gut verstehen, dass Sie überlegen, ob Ihrer Enkelin in einem anderen Krankenhaus mehr geholfen werden könnte.

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat ein pädiatrische Abteilung mit sehr gutem Ruf. Auch in Berlin gibt es in der Charité (Campus Virchow-Klinikum) eine große pädiatrische Klinik mit Höchstleistungsmedizin. Ob Ihre Enkelin im jetzigen Zustand allerdings transportfähig ist, müssen die Ärzte vor Ort entscheiden. Vor einer Verlegung müsste zudem geklärt sein, ob durch tatsächlich ein Zusatznutzen in der Behandlung zu erwarten ist.

Ich schreibe Ihnen gleich noch etwas mehr zur Behandlung von Epstein-Barr-Virus-Infektionen. Die vom Krankenhaus in Schwerin eingeleitete Therapie klingt aber schon mal ganz gut.

Ich wünsche Ihnen und den Eltern auf jeden Fall viel Kraft für die nächste Zeit und hoffe, dass sich Ihre Enkelin bald wieder erholen kann.

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sie sind nicht auf meine Frage eingegangen : was halten Sie von hochdosiertem Vitamin C iv
Sie haben recht, dazu bin ich Ihnen noch eine Antwort schuldig. Hochdosiertes Vitamin C hat leider keinen Wirkungsnachweis bei einer Epstein-Barr-Virus Infektion. Ich bin noch unterwegs, ich denke ich kann Ihnen bis morgen Früh noch mehr zur Therapie schreiben. Vielen Dank ***** ***** Geduld! Herzliche Grüße, Ihr Dr. med. M. Metzger

Sehr geehrte Fragestellerin,

jetzt noch mehr Details zur Behandlung von EBV:

  • Die Hauptbehandlung ist symptomatisch: man versucht mit Entzündungs- und schmerzhemmenden Medikamenten die Beschwerden auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Das Immunsystem des Körpers leistet unterdessen die Hauptarbeit im Kampf gegen die EB-Viren. Hier werden hochwirksame antivirale Substanzen vom Körper hergestellt, die das Virus Stück für Stück unter Kontrolle bringen.
  • Cortison: bei starker Schwellung im Rachenbereich mit Atemeinschränkungen kann eine Therapie mit Cortison(-derivaten) überlegt werden (bei Ihrer Enkelin wurde aus diesem Grund Prednisolon, ein sehr wirksames Cortison, gegeben).
  • Antivirale Therapie: Acyclovir vermindert die Viruslast im Körper. Der konkrete Nutzen für die Patienten blieb in den dazu durchgeführten Studien fraglich (nur wenig Nutzen im Vergleich zu Placebo).
  • Andere Therapien, die vereinzelt mit Erfolg durchgeführt wurden sind: Interleukin-2, Interferon alpha, intavenöse Immunglobuline. Auch hier ist die Datenlage eher dünn.
  • Zur Therapie mit hochdosiertem Vitamin C habe ich nur einen Artikel aus einer eher dubiosen Klinik in den USA gefunden, die sich auf "Ernährungstherapie" von Krebs, Diabetes, Herzerkrankungen und anderen "spezialisiert" hat. Dieses Vorgehen lässt schon Zweifel an der wissenschaftlichen Integrität der Institution aufkommen. Der Artikel erfüllt dann auch nicht die Kriterien für einen Wirkungsnachweis (doppelblind kontrollierte, randomisierte Studie). Unter Berücksichtigung der möglichen Nebenwirkungen einer hochdosierten Vitamin C-Therapie (Eisenüberladung, Nierensteine, Magen-Darm-Beschwerden) kann ich so eine Therapie nicht empfehlen (und sie wird auch im wissenschaftlichen Konsensus nicht empfohlen).

Es ist wirklich nicht leicht so wenig unternehmen zu können und bei der Therapie vor allem auf unterstützende Maßnahmen setzen zu müssen. Die meisten Patienten erholen sich aber sehr gut von dieser Infektion und ich hoffe, dass das auch bei Ihrer Enkelin recht bald der Fall sein kann. Für weitere Fragen diesbezüglich stehe ich auf jeden Fall gerne hier ohne weitere Kosten zu Ihrer Verfügung.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Sehr geehrte Fragestellerin,

jetzt habe ich gar nichts mehr von Ihnen gehört. Wie geht es Ihrer Enkelin aktuell? Sicherlich haben Sie aber noch Rückfragen oder die Frage ist für Sie noch nicht ausreichend beantwortet. Wie kann ich Ihnen weiter helfen?

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ja ehrlich gesagt brachten Ihre Antworten für mich keine neuen Erkenntnisse sondern bestätigten nur die allgemeine Lehrmeinung. Eleni hängt seit 16 Tagen am Beatmungsgerät, ohne eigene Atmung MRT besagt Zunahme des Gewebes, EEG zum 3.x mit ständig schlechteren Werten.
Ich dachte Sie haben Irgend eine andere Idee, bei einer primären EBV Infektion.
Der Neurologe, Stationsarzt, Chefarzt und Oberarzt waren sich einig und gaben Aciclovier. Gestern gestanden die Kollegen ein mit dem Rücken zur Wand zu stehen.
Aciclovier kann überhaupt nicht funktionieren die Pharmakokinetik besagt das Triphosphat muss erst aktiviert werden und der erste Schritt erfolgt in den Herpes viral infizierten Zellen. Bei EBV funktioniert dies nicht Dieser Virus aktiviert das Aciclovier nicht. Ich konnte die Kollegen gestern endlich zu einem Therapieumstieg bewegen.
Sie konnten mir leider nicht helfen weil Sie auch in der Lehrmeinung denken. Wahrscheinlich werden wir durch den ständigen Streß und die Masse der Arbeit jeden Tag betriebsblind.
Ich hoffe nur das wir noch rechtzeitig genug sind, schauen wir einmal was die Zeit bringt die neue Therapie läuft. MfG

Ich kann verstehen, dass Sie sich mehr erhofft hatten. Wenn ich allerdings eine neue, wirksame antivirale Therapie parat hätte, könnte ich mir Hoffnungen auf den Medizinnobelpreis machen...

Es gibt leider viele reißerisch vermarktete „Wundermittel“, die Heilung von allen möglichen Erkrankungen versprechen. In der Praxis überzeugen diese Wundermittel aber nicht und bergen oft nicht unerhebliche Risiken. In diese Kategorie fällt auch die hochdosierte Vitamin C-„Therapie“. Ich halte nichts davon, Ihnen hier etwas vorzulügen oder falsche Hoffnungen zu wecken. Davon hätten weder Sie noch Ihre Enkelin etwas.

Es tut mir sehr leid, dass die Situation so ernst um Ihre Enkelin steht. Wenn schon selbst die Ärzte mit dem Rücken zur Wand stehen und nicht mehr weiter wissen, muss es sich für Sie als Großeltern noch viel schlimmer anfühlen. Was kann in der jetzigen Situation unternommen werden? Hier nochmal eine kurze Zusammenfassung:

  • Acyclovir: wie Sie richtig sagen, kann von Acyclovir nur ein Effekt bei einer akuten EBV-Infektion erwartet werden. Bei latenter Infektion (also, wo die Viren in den Zellen überwintern), kann Acyclovir keinen Effekt haben, da es nicht innerhalb der Körperzellen wirkt. Bei Ihrer Enkelin sprechen die Symptome für eine akut-fulminante Infektion, daher war der Einsatz durchaus erfolgversprechend. Wenn nach einigen Tagen keine Besserung eingetreten ist, ist leider auch kein Erfolg dieser Therapie mehr zu erwarten, daher kann ich die Entscheidung der Ärzte gut verstehen, die Therapie mir Acyclovir abzubrechen.
  • Intravenöse Immunglobuline (IVIG): Immunglobuline sind die Abwehrstoffe, die unser Körper herstellt und Viren und Bakterien zu bekämpfen. Da die meisten Menschen Kontakt zu EBV hatten und entsprechende Antikörper im Blut zirkulieren, könnten IVIG möglicherweise einen positiven Effekt haben.
  • Interleukin 2: ist ein vom Körper hergestellter Stoff mit antiviraler Wirkung. Es ist als rekombinant (also gentechnisch) hergestelltes Arzneimittel verfügbar. Fallberichte beschreiben Erfolge in der Therapie von EBV, ein Einsatz könnte also im Fall Ihrer Enkelin erwogen werden.
  • Interferon alpha: ähnlich wie IL-2 ein körpereigener Botenstoff, der die Immunantwort gegen Viren stimuliert. Auch dieses Medikament ist in Einzelfällen mit guten Ergebnissen bei schweren EBV-Infektionen eingesetzt worden.
  • Beratung mit Spezialisten aus Universitätskliniken. Bei einem so schweren und komplizierten Verlauf ist es angebracht, sich mit erfahrenen Kollegen aus den Uni-Kliniken zu beraten. Die Kollegen vor Ort haben sicher Kontakte, an die Sie sich damit wenden können. Sie als Angehörige können dazu ermuntern und zum Beispiel fragen: „Haben Sie sich mit erfahreneren Kollegen aus der Universitätsmedizin beraten? Wäre das nicht eine Möglichkeit?“

Ich hoffe sehr, dass Ihnen diese Anregungen vielleicht etwas weiter helfen. Für weitere Fragen diesbezüglich stehe ich gerne hier zu Ihrer Verfügung. Ich hoffe weiter sehr auf eine Besserung bei Ihrer Enkelin und wünsche Ihnen und den Eltern für diese schwierige Situation viel Kraft.

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich wollte mich nochmal nach Ihrer Enkelin erkundigen. Wie geht es ihr aktuell? Hat sich an der Situation irgendetwas geändert? Ich wollte auch nochmal nachfragen, ob Sie mit meiner Beratung bisher zufrieden waren, war alles gut verständlich? Über eine Rückmeldung freue ich mich sehr!

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sie freuen sich über meine Rückmeldung?
Ok?? dann völlig ohne Kritik im Mittelpunkt steht nur die kleine Patientin
Die Retungskette lief super. Von den ersten leichten Anzeichen bis zum Eintreffen auf der Intensivstation vergingen nur ca 2 Stunden. Unter maximaler Betreuung auf der Intensivstation verschlechterte sich der Zustand zusehens 1 Tag später viel die Atmung aus 2 Tage später 0 Reaktionen mehr. Dann 13 Tage an der Maschiene am überleben gehalten 3x MRT zeigt größer werdende Bereiche EEG wird ständig schlechter. Am 14. Tag vorbereitendes gespräch mit den Eltern es erfolgten von Anfang an gleich Cortisoapplikationen und Aciclovir. Die Liquorprobe besagte keine Herpes Infektion die Vermitung lag auf Autoimmun oder irgend ein anderer Virus. Am 11. Tag kam von 2 unterschiedlichen Auswertungen das Ergebnis EBV. Dennoch wurde die Medikamentation so fortgesetzt. Dies war die Stelle wo ich nachdenklich war, aber Sie auch keine Lösung zeigten. Die
Um antiviral wirksam zu sein , muss Aciclovir in das Triphosphat überführt werden.Die Phosphorylierung erfolgt in virusinfizierten Zellen durch die viruscodierte Thymidinkinase.. Das Epstein Barr Virus codiert nicht für eine Thymidinkinase daher ist Aciclovir gegen EBV nicht wirksam. das was ich Ihnen bereits mitgeteilt hatte, wo Sie aber gar nicht darauf eingegangen sind. Seit 15 Tag alle Medikamente abgesetzt und Hochdosiert Vitamin C iv über den Tropf. Nach der 2. Applikation einsetztende Atemzüge und Nach der 3. Applikation 15 selbstständeige Atemzüge und Musklzuckungen Körpertemperatur fält und braucht nicht mehr extern runtergekühlt werden. Ich denke wir haben Sie wieder jetzt nur so weiter machenKein Vorwurf, keine Anschuldfigung, keine Rechtfertigung, ich wünsche auch keine Antwort, Ich stand ganz alleine mit meinen Überlegungen aber es war ja eh schon alles ausgereizt. Es zählt nur der Erfolg und der heiligt die Mittel ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit (Ach hatte ich vergessen zwischenzeitlich wurde noch umgestellt auf Rituximab und Foscavir ohne Erfolg)

Vielen Dank für die Rückmeldung. Ich freue mich sehr, dass sich jetzt endlich eine Besserung abzeichnet! Sie haben ganz recht, jetzt zählt vor allem der klinische Erfolg und die Diskussion um welche Behandlung warum und wie wirksam ist spielt keine Rolle mehr. Ich hoffe, dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzt, halten Sie weiter durch! Wenn ich noch irgendwie helfen kann, können Sie mir gerne schreiben.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Noch etwas: hätten Sie eine Quelle über die Hochdosis-Vitamin-C-Therapie? Ich habe in der Recherche für Ihre Beratung lange nach Studien oder Untersuchungen diesbezüglich gesucht aber nichts konkretes gefunden. Was hat Sie auf diese Idee gebracht? Vielen Dank ***** ***** Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Guten Mogen Herr Dr. Metzger,
Es gibt nur 4 Menschen denen bislang 2 x ein Nobelpreis verliehen wurde. Einer davon ist Linus Pauling. Es geht um die Therapie eines 2 fachen Nobelpreisträgers und kaum einer kennt diese, ist das Makaber?
Wenn Sie im englischen gut unterwegs sind lesen Sie Prof. Pauling hat sehr viele Veröffentlichungen.
Es gibt indessen auch sehr viele Publikationen und veröffentlichungen im Deutschen. Pauling ist natürlich der Größte und alles dreht sich um seine Entdeckungen aber lesen Sie ZB Thomas E. Levy , superheilmittel Vitamin C, Kopp Verlag, ISBN 978-3-86445-472-1
oder Therapieberichte Volker H. Schendel, tägliche Megadosis von Vitamin C ISBN 9783741292989
wie gesagt es gibt sehr viele Publikationen darüber.
ASber nicht in der Roten Lioste suchen, das sind AZM wir reden hier von Vitaminen im weitesten Sinne also nur von Nahrung. Injektionslösung ist seit über 50 Jahren auf dem Markt!!!!
Mit freundlichen Grüßen
Ronald Möbius

Vielen Dank für die Informationen, ich werde mich damit beschäftigen. Die sogenannte orthomolekulare Medizin und Linus Pauling sind mir natürlich ein Begriff. Wie geht es Ihrer Enkelin?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
deutlich besser Sie übernimmt so langsam die Kontrolle 5 Beatmungen durch Maschiene 20 durch Sie aber noch nicht ansprechbar. Vitalfunktionen kommen zurück, Refelexe kommen zurück.
Ich denke es wird. Leider sind die Kliniker der orthomolekularen Medizin verschlossen und haben lediglich das Vitamin C akzeptiert.

Hm, da haben Sie ein Detail erwähnt, das ich vorher noch nicht auf dem Schirm hatte: Ihre Enkelin hatte keine Reflexe mehr. Darf ich nochmal nach dem genauen Beginn der Beschwerden fragen?

  • Was waren die ersten Anzeichen?
  • Hatte Ihre Enkelin Probleme beim Laufen?
  • Hatte sie Schmerzen?
  • Hatte sie in den Wochen vor dem ersten Auftreten der Krankheitszeichen einen Infekt mit Fieber (z.B. eine Erkältung)?
  • Wurde eine Lumbalpunktion durchgeführt?
  • Welche Reflexe sind genau ausgefallen?

Ich habe den Verdacht, dass hier mehr als eine EBV-Infektion eine Rolle spielt. Ihre Antworten könnten mir helfen, die Diagnose etwas genauer einzugrenzen.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Am Sonntag leichte Halsschmerzen und Schluckbeschwerden Sie war bei uns in voller Aktion alles normal. Am Montag leicht erhöhte Temperatur 37,1 keine weiteren Krankheitsanzeichen. Am Montag 20:00 meine Tochter hatte uns angerufen Ohrschmerzen ich fragte ob Sie kommen will oder ich hinkommen soll aber 30 Minuten später war Sie dann eingeschlafen. Die ganze Nacht ruhig geschlafen. Morgens Temperatur 37,9 und Sie reagierte extrem langsam, kraftlos legte sich immer wieder hin. 07:00 Uhr zum Kinderarzt gefahren aber Sprechstunde fängt erst um 08:00 Uhr an. Zum Allgemeinmediziner, volle Sprechstunde. Der Mediziner sieht das Kind und nimmt es sofort als erstes ran . Er entscheidet sich für den sofortigen Notdienst und läst das Kind ins 30 km entfernte Klinikum mit Blaulicht fahren. Die Notaufnahme entscheidet direkt zur Intensievtherapie. Sie hat bereits Atemaussetzter. Atemaussetzter und steigender Blutdruck / Puls war das Problem Sie bekam Sauerstoff über die Atemmaske. Dienstag fiel Sie ins Koma und muste intubiert werden keine eigene Atmung mehr EEG Nomal MRT zeigte Schwellungen, Fieber steigt Bekommt von Anfang an Prednissolon und Aciclovir wird antibiotisch abgeschirmt und bekommt einFiebersenkmittel. Es geht jeden Tag ein wenig bergab. Am Dienstag früh ging nichts mehr 0 Atmung, 0 Reflexe, Aschgraue Haut, cynotische Schleimhäute trotz maschineller Unterstützung, In der Vesite (ich war mit dabei)wurde meine Tochter auf den Fall X vorbereitet. Das Novaminsulfon Paracetamol und Neapil und d as Metylprednissolon war bereits abgesetzt. Die Kollegen standen mit den Rücken an der Wand und hatten keinen Plan mehr aber Sie liessen Hochdosiert Vitamin C zu , mit den Worten ist schon egal und schaden kann es jetzt auch nicht mehr. Sie kommt jeden Tag ein bischen mehr aber immer noch Fieber so um die 38 aber nicht drüber. Sie bekommt nur Vit C keine weiter Medikamentation. Atmet aber indessen schon fast wieder alleine hat volle Refelexe hört die Mamma und ragiert darauf aber ist ansonsten noch weg und Augen zu Nur Reflexe keine Bewegung. Also ZB reden über wir wollen laufen und killern am Fuß und es beweght sich der große Zeh. Sauerstoffsättigung liegt bei 99% Noch ist es OK aber nur Vitamin C wir greifen sehr hart in das S+B Verhältnis und in das Elöektrolytverhältnis ein. Aber zu mehr Orthgomolekular ist die Klinik nicht bereit Sie wollen abwarten.
Mit freundlichen Grüßen Ronald Möbius

Herzlichen Dank für diese zusätzlichen Details. Die Beschreibung der Erkrankung lässt mich sehr an ein Guillain-Barré-Syndrom denken. Dieses Erkrankungsbild zeichnet sich durch folgenden Verlauf aus:

  • Nach einem harmlosen Infekt entwickeln sich diffuse Schmerzen und eine fortschreitende Lähmung
  • Die Lähmung beginnt an den Beinen und steigt von da aus auf bis auch die Atemmuskulatur betroffen ist
  • Die betroffenen Kinder haben also zuerst Schwierigkeiten mit dem Laufen und können sich dann zunehmend weniger bewegen
  • Der Ausfall entwickelt sich manchmal über Tage, bei einigen Kindern aber auch im Verlauf weniger Stunden
  • Die Lähmung ist schlaff, die Muskeleigenreflexe fallen aus
  • Bei Ausfall der Atemmuskulatur müssen die Patienten intubiert werden
  • Die Lähmungszeichen bleiben unbehandelt zwei bis vier Wochen bestehen, dann beginnt ein langsamer Besserungsprozess
  • In der Behandlung haben sich intravenöse Immunglobuline als wirkungsvoll erwiesen. Auch wenn diese Behandlung spät durchgeführt wird, trägt sie zur schnelleren Besserung bei.
  • Die Prognose ist sehr gut, fast alle Kinder erholen sich nahezu vollständig von der Erkrankung. Es kann aber mehrere Monate bis zu einem Jahr dauern, bis sich alle Beschwerden wieder zurückgebildet haben.

Ich denke sowohl die Beschreibung der Beschwerden bei Ihrer Tochter, als auch der klinische Verlauf mit der allmählichen Besserung ab Tag 16 stimmen sehr gut mit diesem Syndrom überein. Als Auslöser des Guillain-Barré-Syndroms wird übrigens neben dem Cytomegalievirus und einer Campylobacter-Infektion häufig auch EBV identifiziert. Was passiert im Körper? Im Rahmen der Immunantwort gegen die Erreger werden vom Antikörper hergestellt, die zwar gegen die Erreger wirken, aber auch die Nervenscheiden der Nerven, die aus dem Rückenmark kommen angreifen. Durch die Zerstörung der Nervenscheiden werden die Impulse, die aus dem Gehirn kommen nur sehr langsam oder gar nicht übertragen. Glücklicherweise klingt diese Immunreaktion nach mehreren Wochen ab. Das erklärt auch, warum Aciclovir keine Wirkung gezeigt hat. Die Beschwerden werden ja nicht durch ein Virus, sondern die Immunreaktion des Körpers darauf ausgelöst. Kortison wird ebenfalls nicht empfohlen, da es keine Wirkung bei dieser Erkrankung zeigt. Antibiotika machen nur Sinn, wenn als Auslöser eine bakterielle Infektion vermutet wird (Stichwort Antigenreduktion). Lediglich intravenöse Immunglobuline (IVIG) oder eine Plasmapherese haben nachgewiesenerweise eine positive Wirkung auf den Krankheitsverlauf und können die Genesung beschleunigen. Eine Wirkung ist auch bei später Gabe noch zu erwarten. Da die Behandlung mit IVIG schonender ist als eine Plasmapherese und vergleichbare Ergebnisse bringt, wird sie bevorzugt. Ich denke eine Behandlung würde vielleicht auch im Fall Ihrer Enkelin noch Sinn machen und sollte zumindest erwogen werden.

Könnten Sie bei nächster Gelegenheit mit den behandelnden Ärzten über diese Vorschläge sprechen? Über eine Rückmeldung freue ich mich sehr!

Ich wünsche Ihrer Enkelin weiter gute Besserung und hoffe, dass sie sich möglichst schnell wieder erholt!

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Zum Guillain-Barré-Syndrom gibt es übrigens eine ganz frische Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neuropädiatrie. Das könnte für die behandelnden Ärzte sehr wertvoll sein. Hier der direkte Link: https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/022-008.html

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Hatte ich vergessen zu erwähnen Sie hat gleich von Di bis Sa letzte Woche intravenös IG erhalten.
Vielen Dank ***** ***** könnte passen. Heute erreiche ich in der Klinik nicht die richtigen Leute Aber morgen schauen wir mal
Was halten Sie von einer 2. ivIG Applikation? orthomelekular sind die Kollegen nicht weiter zu bewegen.
Die Patientin ist 2 Jahre. Was halten Sie von Plasmapherese?

Super, dass sie schon IVIG erhalten hat, dürfte die Prognose verbessern. Ob ein zweiter Therapiezyklus bei schweren Verläufen Sinn macht, wird zur Zeit in einer großen Studie untersucht, die Ergebnisse stehen noch aus. Da sich die Lähmungen innerhalb des erwarteten Zeitraums zurückbilden, gehe ich aber von einem Ansprechen auf die Therapie aus und würde mit einem neuen Zyklus noch abwarten. Bei einer erneuten Verschlechterung oder nur sehr langsamer Rückbildung er Beschwerden könnte aber ein neuer Zyklus erwogen werden.

Ähnliche Überlegungen gelten für die Plasmapherese. Diese Therapie kann nur in spezialisierten Zentren mit entsprechender Ausrüstung durchgeführt werden. Nach einer Therapie mit IVIG sollte ein bis zwei Wochen keine Plasmapherese durchgeführt werden (da die IVIG durch die Plasmapherese wieder entfernt würden). Da die IVIG einfacher anzuwenden sind und ähnliche Ergebnisse wie die Plasmapherese bringen, wäre die Behandlung mit IVIG aus meiner Sicht vorzuziehen. Bei Unverträglichkeitsreaktionen (z.B. allergische Reaktion) auf IVIG oder einer erneuten Verschlechterung könnte aber die Plasmapherese als Option diskutiert werden.

Ihre Berichte über den Zustand Ihrer Enkelin klingen aber ganz nach einer stetigen Rückbildung er Lähmungserscheinungen. Bei einem so positiven Verlauf sehe ich aktuell keinen Grund über einen zweiten Zyklus IVIG oder Plasmapherese nachzudenken.

Ich hoffe, die Entwicklung verläuft weiter so positiv. Für weitere Fragen diesbezüglich stehe ich Ihnen hier gerne zur Verfügung.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Sehr geehrter Fragesteller,

ich wollte mich nochmal nach Ihrer Enkelin erkundigen. Wie geht es ihr, wie hat sich die Lage weiter entwickelt? Konnten Sie schon mit den Ärzten sprechen?

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Guten Abend Herr Dr. Metzger,
Mit den Ärzten konnte ich indessen sprechen an des GBS hatten Sie bereits gedacht und schließen dieses aber aufgrund der erfolgten Diagnostik aus. Aber die Symptomatik und das klinische Bild passen dazu.
Die inneren Organe funktionieren wieder. Der Blasen Katheder konnte entfernt werden und Sie pullert ausreichend in die Windeln, auch Darm funktioniert. Ernährung nach wie vor über die Nasensonde. Ansonsten ist Sie weit geistig weg. 0 Reflexe 0 Muskeltätigkeit. Pupillen groß und starr.lichtunempfindlich
Als Medikamentatioin läuft alleine iv Pascorbin
Mehrfach kam indessen die Empfehlung Trachealkanüle und dann zur Reha
Die einzige Reha die die kleine Patientin dann aufnahmen würde währe Gesthacht.
Ich versuche zur Zeit ein Zeitspiel, weil ich denke es ist zu früh für die Reha
Mit freundlichen Grüßen Ronald Möbius

Vielen Dank für die aktuellen Informationen. Auf der einen Seite freut es mich, dass die autonomen Funktionen wieder besser funktionieren; die fehlenden Reflexe und Muskeltätigkeit machen mir aber Sorgen. Das klingt ja nach einem Rückfall im Vergleich zum Wochenende, wo Sie mir ja schon einige Muskeltätigkeit beschrieben hatten (eigene Atemzüge usw.) und auch die Muskeleigenreflexe schon wieder nachweisbar waren.

Fachlich würde mich natürlich interessieren, was die Kollegen bewogen hat, ein GBS auszuschließen; schließlich ist die Diagnose GBS ja vor allem nach dem klinischen Bild zu stellen. Welche Diagnostik wurde denn durchgeführt und welche Ergebnisse der Diagnostik waren für die Ärzte damit nicht vereinbar? Haben die behandelnden Ärzte eine andere Arbeitsdiagnose? Zur Einschätzung der korrekten Therapie und Prognose wäre natürlich die korrekte Diagnose entscheidend.

Eine Rehabilitation wäre im Falle Ihrer Enkelin natürlich sehr zu empfehlen, allerdings erst, wenn die akute Phase der Erkrankung vorbei ist. Da bin ich ganz Ihrer Meinung. Wenn es gerade einen Rückfall gegeben hat, macht das natürlich überhaupt keinen Sinn. Vor Beginn der Reha sollte klar sein, dass sich Ihre Enkelin auf dem Weg der Besserung befindet und die schlimmste Phase der Erkrankung vorbei ist.

Ich kann verstehen, dass die Eltern und auch Sie als Großeltern sich schwer tun, die Zustimmung für eine Trachealkanüle zu geben. Für eine Langzeitbeatmung ist dieser Eingriff aber schonender als der ständige Schlauch durch den Kehlkopf und die Stimmlippen. Schieben Sie die Entscheidung nicht zu weit hinaus!

Bleiben Sie weiter geduldig und vor allem: verlieren Sie nicht die Hoffnung. Wenn es doch ein Problem in Richtung GBS oder verwandter Erkrankungen wäre, kann sich auch nach Wochen noch plötzlich eine starke Besserung einstellen, die dann zur vollständigen Rückbildung aller Ausfallerscheinungen führt.

Ich bin sehr am weiteren Verlauf mit Ihrer Enkelin interessiert und bin gerne für Sie da, wenn es Fragen oder Unklarheiten gibt.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Sehr geehrter Fragesteller,

ich wollte mich nochmal nach dem aktuellen Stand bei ihrer Enkelin erkundigen. Wie hat sich die Situation in dieser Woche weiter entwickelt? Ich bin nach wie vor sehr daran interessiert Ihnen weiter zu helfen und hoffe, dass Sie meine Beratung auch als hilfreich empfinden.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Guten Morgen Herr Dr. Metzger,
Gestern sollte die CPAP Beatmung über die Nase beendet werden. Aber unsere Elenie hat dies nur 3 Stunden geschafft es war eine ghroße Quälerei für Sie auch mit Sauerstoffunterstützung über den Nasenschlauch ging die Atemfrequenz, die Atemtiefe und die Sauerstoffsättigung immer weiter zurück. Nach 3 Stunden alles retour und wieder die Nasensonde rein mit CPAP Beatmung. Für Morgen ist die Tracheakanüle geplant. Sie ist Dienstag seit 4 Wochen nun schon bewustlos und beatmet. Der Muskeltonus kommt allmählich zurück gestern war erstmalig leichte Armbewegungen vorhanden (Mehr Zuckungen als Bewegungen). Die Pupillen laufen beide symetrisch und reagieren sehr langsam auf Licht., Sie kann uns hören aber nicht sehen. Als Medikament bekommt Sie lediglich Hochdosiert Vitamin C. Zur Zeit bemühen wir uns um einen Reha Platz , Gesthacht soll eine entsprechende Ausstattung und Möglichkjeiten haben. Ich denke es währe sehr gut mehr ortghomolekular zu unterstützten. Sie ist einfach generell nervlich blockiert.
Das ganze ist einfach nur ein Alptraum.
Mit freundlichen Grüßen Dr. Möbius

Sehr geehrter Herr Dr. (sind Sie eigentlich Kollege?),

vielen Dank für die Rückmeldung, es hat sich ja in den letzten Tagen einiges getan. Zum einen freut es mich sehr, über die Fortschritte Ihrer Enkelin zu lesen:

  • Sie atmet wieder selbstständig und benötigt "lediglich" CPAP Atemunterstützung. Das ist ein großer Fortschritt, auch wenn sie es im Moment noch nicht ohne CPAP schafft.
  • Die Reflexe und der Muskeltonus kommen zurück: Pupillenreflexe, Muskeltonus und -Tätigkeit. All das, zeigt, dass sich die Ausfallerscheinungen langsam, aber sicher zurückbilden.
  • Die Ärzte überlegen, Sie demnächst in eine Reha zu verlegen. Wie besprochen, würde eine Reha nur in Frage kommen, wenn die akute Phase der Erkrankung überstanden ist. Anscheinend sehen das die Kollegen so, was ich auch als gutes Zeichen werte.

Bei allen positiven Nachrichten kann ich aber auch gut nachvollziehen, wie enttäuschend es sein muss, dass es so schleppend besser wird. Um Ihnen über Prognose und Krankheitsverlauf noch mehr sagen zu können, bräuchte ich mehr Informationen. Aus den Informationen, die Sie mir bisher geschickt haben, sehe ich ein Guillain-Barré-Syndrom nach wie vor als die beste Erklärung für die Erkrankung. Vielleicht können Sie mir noch mehr Details bezüglich der Verdachtsdiagnosen und der durchgeführten Diagnostik zukommen lassen.

Haben Sie den Eindruck, dass meine Beratung Ihnen weiterhilft? Ist alles gut verständlich? Ich helfe gerne, würde aber auch gerne wissen, dass mein Zeitaufwand einen Mehrwert für Sie darstellt.

Halten Sie weiter durch, ich denke Ihre Engagement für Ihre Enkelin ist auch für die Eltern eine große Hilfe.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Lieber Fragesteller,

ich wollte mich nochmal nach Ihrer Enkelin erkundigen. Wie hat sich die Situation weiter entwickelt? Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.

Guten Abend Her Dr. Metzger, eigentzlich ein durchgehendes Trauerspiel. Seit 24 September ist die kleine Eleni an ein Beatmungsgerät gekoppelt und kann sich nicht Bewegen, Heute ist Sie mit Intensivkrankentransport und Arztbegleitung von der Intensivstation Heliosklinik Schwerin zur Intensivstation Reha Kinder Neuro nach Gesthacht verlegt worden. . Was meine Tochter mir bislang berichtete ist sehr erschüttern. Scheinbar hat dort keiner einen Plan Es ist eigentlich nur ein Armutszeugnis an die Diagnostik + viel zu hohe Selbsteinschätzung des eigenen Fachwissens zum leidtragen der Patientin. Das war ja auch in Schwerin schon so. es wird einfach nur abgewartet und irgendwelche Genteste und Stoffwechsel Teste gemacht. In meinen Augen der falsche Weg aber die Selbstsicherheit und völlige fachliche Selnbstüberschätzung des eigenen Wissens läst in Schwerin kein vernünftiges Gespräch zu stande kommen Zur Zeit bekommt Sie Phenobarbital was soll das, Sie kann sich eh nicht bewegen. Angeblich aufgrund der Auswertung des EEG, wo Sie aber keine Einsicht gewähren ich denke wir werden der Klinik ein paar Tage Zeit geben. Vielleicht hatten Sie heute einen schlechten Tag? Aber dann müssen wir uns was überlegen. Es sind alle Nervenletungen blockiert und sie ist sehr langsam. Wie bereits zu Anfang unserer Korespondenz geschildert denke ich nach wie vor über orthomolekulare Medizin nach, also D3 C B alles Hochdosiert , ionisiertes Mg, Ca, Jod, untersodiert A+E, und eine Reihe Spurenelemente und nun aktive funktionelle Therapie bis zum abwinken, Das jetzige Phenobarbital langsam wieder ausschleichen und später ganz absetzten. dafür ionisiertes Mg hoch rein was halten Sie von meiner Idee oder was denken Sie angenommen Gesthacht wird auch nur weiter abwarten was dann raus aus der Klinik und ambulant? dann könnte ich die engstirnigen Kollegen umgehen? Mit freundlichen Grüßen ***

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für das Update zum weiteren Verlauf. Es ist wirklich traurig, dass immer noch keine Fortschritte zu erkennen sind und auch die Diagnostik anscheinend noch unklar ist. Für eine richtige Einschätzung fehlen mir leider einige Informationen. So, wie es scheint, sind die Ärzte nicht mehr bereit, mit Ihnen über den Zustand Ihrer Enkelin zu sprechen oder tiefer gehende Informationen zu teilen. Ist mein Eindruck diesbezüglich richtig? Gibt es irgendeine Möglichkeit mehr über den aktuellen Stand der Diagnostik und Therapie zu erfahren?

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Guten Morgen Herr Dr. Metzger,
Eleni war ein aufgewecktes mobiles Mädchen ständig in Bewegung und altersgerecht entwickelt. Nach 2 Tagen unspezifischer leichtem Infekt viel Sie ins Koma
Beginn 1. Tag gripale Infektion - so sah es seinerzeit aus - leichte Halsschmerzen leichte Schwellung Gaumenmandeln, keine LK Mitbeteiligung leicht erhöhte Temperatur 37 aber ständig rumlaufend spielend Sie war bei uns Großeltern.
2. Tag Eleni fäst sich öfter an den Hals und hat Ohr und Kopfschmerzen Fieber steigt nicht bleibt bei 37
3. Tag Morgens 06:00 Uhr erste Ausfallzeichen Kopf und Gedanken noch klar aber total kaputt kann nicht mehr stehen Mutti fährt mit Ihr zum Arzt auf dem Weg zum Arzt werden die Arme schlaf und Sie spricht nicht mehr Der Meiziner ruft sofort den Rettungswagen und läst Sie unter ärtzlicher Begleitung in die Heliosklinik bringen. Berits auf dem Weg wird Sie beatmet. In der Klinik kommt sie sofort ohne Notaufnahme auf die Kinderintensivstation 2 Stunden später fällt Sie ins Koma.
Eleni ist 2, 3/4 Jahre alt und hatte bislang niemals Krampfanfälle, keine ersichtlichen Krankheitszeichen und war ein kerngesundes Mädchen ging in die Kindereinrichtung. Eleni hat 2 Geschwister 2 Jungs 5 und 8 Jahre. Die beiden Jungs haben im August 2 Meerschweinchen geschenkt bekommen. mit denen die Kinder auch Eleni spielten.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine Tracheostoma gesetz und Sie wird darüber beatmet. Sie ist niemal Fieberlos geworden hatt also seit 6 Wochen ständig erhöhte Temperatur immer so zwischen 37 und 38 manchmalm schießt es unerwartet weiter hoch. Die Mutti gibt Ihr keine Fiebersenkenden Mittel, diese funktionieren alle sehr unbefriedigend. Am besten funktioniert kühlen mit Kühlakkus. Die Temperatur wird rectal gemessen. Hände, Füße Kopf bleiben normal temperiert. Die komplette Region Bauch,. Leber, Niere Milz wird heiß Brustbereich schon weniger.
Sie hat jetzt 4 Wochen hochdosiert Vitamin C iv erhalten. Beim Klinikwechsel war dies das erste was abgesetzt wurde. Vitamin C wird dort zur Heilung nicht benötigt. Medikamentös erhält Sie lediglich das Phenobarbital. Sie hatte niemal Krämpfe aber die Heliosklinik begründete dies damit das das EEG eine Anfallsbereitschaft zeigt. Ich denke der falsche Weg und die Gesthachter schleichen sich langsam auch wieder aus dieser Medikation weider raus.
Ich denke wir haben es mit einer Infektion zu tun in deren Folge es zu einer Polyneuropathie gekommen ist sicher noch den 6 Wochen kombiniert mit Muskelschwäche .
Aber egal wo nach so langer Zeit die Ursache lag wir müssen den cirkulus vitiosus durchbrechen. Medikamentöse Unterstützung gestaltet sich schwierig wie die letzten 6 Wochen gezeigt haben. Also müssen wir die Selbstkräfte mobilisieren gesthacht ist 130 km von uns entfernt Um die Mutti zu unterstützen fährt jeden Tag ein anderer aus unserer Familie. Sonntag werde ich wieder fahren. Ich denke an orthomolekularer Unterstützung und an aktiver Physiotherapie. Wir müssen Eleni soweit bringen das Sie wieder sitzen kann dann hat man schon mal den Anfang und die Mutti wird mit Ihr beweglicher. kennen Sie das neurologische Rehabilitationszentrum für Kinder in Gesthacht. Ich hätte mir eigentlich wesentlich mehr fachliche Kompetens und eine andere Ausstattung vorgestellt
Ich glaube indessen wirklich wir müssen Sie zum sitzen bekommen und dann dringend nach Hause. Hier zu Hause läst sich alles organisieren so wie wir es brauchen. Mit einmal / Tag Physio für 15 Minuten - was soll das
Was denken Sie, was würden Sie machen Habe ich was übersehen, oder kennen Sie eine Klinik die hier super funktionieren würde.
Mit freundlichen Grüßen Ronald Möbius

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die erneute Zusammenfassung der Ereignisse. Es ist wirklich herzzerreißend zu lesen, wie schnell sich der Zustand Ihrer Enkelin verschlechtert hat und wie lange sich die Behandlung hinzieht.

Die Beschreibung der von den Beinen aufsteigenden Lähmung, die im Rahmen eines Virusinfekts auftritt, dann nach und nach auch die Arme betrifft und schließlich zum Atemausfall führt, liest sich wie eine Lehrbuchbeschreibung eines Guillain-Barré-Syndroms. Dazu passt auch die autonome Dysregulation mit den Problemen in der Körpertemperatur und die Tatsache, dass es eine schlaffe Lähmung mit Ausfall der Reflexe war.

Unklar ist mir aktuell noch, auf welcher Grundlage ein GBS (wie von Ihnen berichtet) ausgeschlossen wurde und welche Alternativ-Diagnosen zur Zeit im Raum stehen.

Das Phenobarbital auszuschleichten sehe ich auch als guten Weg zu mehr Aktivierung und Wachheit bei Ihrer Enkelin. Ich kenne das Rehazentrum in Geesthacht leider nicht genauer, aber geben Sie den Ärzten dort doch eine Chance. Mich würde sehr interessieren, wie die Lage zur Zeit genau steht:

  • Welche Form der Atemunterstützung erhält Ihre Enkelin?
  • Wie sieht es mit den Reflexen aus? Sind einige Reflexe schon wieder auslösbar?
  • Können irgendwelche Bewegungen durchgeführt werden?
  • Wie sieht es mit Augen- und Kopfbewegungen aus?
  • Welche Medikamente erhält sie zur Zeit?
  • Welche Therapien werden durchgeführt, wie sieht ihr wöchentlicher Therapieplan aus?

Ich muss Ihnen leider gestehen, dass ich nach weiteren Recherchen dem orthomolekularen Ansatz immer noch skeptisch gegenüber stehe. Die Überlegungen eine Linus Pauling in Ehren -- bis heute fehlt jeder Wirkungsnachweis für diesen Ansatz. Ich kann verstehen, dass Sie gerne nichts unversucht lassen würden, um Ihrer Enkelin zu helfen. Therapien ohne Wirkungsnachweis und möglichen schweren Nebenwirkungen kann ich Ihnen nicht empfehlen.

Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall viel Kraft für die Unterstützung der Mutter und hoffe, dass sich der Zustand Ihrer Enkelin weiter bessern kann.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Sehr geehrter Fragesteller,

ich wollte mich nochmal nach Ihrer Enkelin erkundigen. Wie geht es ihr in der Reha? Wie hat sich das klinische Bild entwickelt?

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Manuel Metzger und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.

Vielen Dank für die gute Bewertung! Es freut mich, dass Ihnen meine Beratung doch noch als wertvoll empfinden. Eine kurze Nachricht zum Zustand Ihrer Enkelin würde mich sehr interessieren. Liebe Grüße, Ihr Dr. med. M. Metzger