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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 30354
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin absolut verzweifelt

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin absolut verzweifelt und hoffe hier einen Rat zu finden. Kurz zu meiner Leidensgeschichte: ich habe seit knapp über einem Jahr immer wieder Magen-Darm Probleme. Diese äußerten sich zunächst in häufigen Magenschmerzen, immer wieder mal nach dem Mittagessen Krämpfe und anschliessender Durchfall und eine zumindest für andere Menschen augenscheinliche Gewichtsabnahme, da ich häufig drauf angesprochen wurde "wieviel ich denn bitte angenommen hätte". ich merkte dies auch zumindest daran, dass ich Gürtel weiter ziehen musste o.ä., aber nicht an meiner Waage.
Zusätzlich gesellte sich ein erhöhtes Schwitzen dazu - insbesondere auf der Stirn, was natürlich häufig unangenehm ist. Nun ist es aber seit Juni extrem schlimm - seitdem habe ich quasi nur noch sehr weiche und sehr helle Verdauung (es kommt quasi wie ein "Fropf"), allerdings sitze ich auch danach noch häufig eine halbe Stunde weiterhin auf der Toilette und es kommt immer wieder noch etwas nach und ich habe nicht das Gefühl vollständig zu entleeren. Zudem riecht der Stuhl jedes Mal sehr sehr stark unangenehm/faulig und schwimmt in 80-90 % der Fälle auch auf dem Wasser. Blähungen, die mich schon länger immer wieder stark begleiten riechen ebenfalls stark faulig. Auch spüre ich selten "Druck" zu müssen (außer bei den immer wieder kehrenden, vielleicht 3-4 Mal im Monat, Krämpfen nach dem Mittagessen mit flüssigem Stuhlgang).
Ich probierte etliche Medikamente aus: Iberogast, Lefax Extra, verschiedene Tees, Magen-Darm-Entspannungskapseln, Riopan Magengel, Flohsamen usw.
Im Juli folgte nun ein Ultraschall des Abdomens (teilweise schwer einzusehen wegen viel Luft im Bauch trotz nüchtern), ein sehr großes Blutbild mit Tumormarkern etc., eine Magenspiegelung, eine Darmspiegelung, eine Untersuchung auf Keime im Stuhl und zusätzlich eine Untersuchung der Schilddrüse. Bis auf ein leicht erhöhter Leukozytenwert (12,2) - dieser ist bei mir aber seit Jahren bei jeder Messung auf etwa diesem Niveau - so wie ein etwas erhöhter Cholesterinwert und eine leichte Entzündung im Zwölffingerdarm, welche mit Omeprazol behandelt wurde (2 Monate lang - nun seit 1 1/2 Wochen abgesetzt), gab es keinerlei Auffälligkeiten. Kurz nach den Untersuchungen setzte dann ein Hals- und Bronchialschmerz ein, den ich nicht weiter deutete - allerdings nun auch nochmal eine Woche später Rückenschmerzen. Während die Hals und bronchialschmerzen verschwanden blieben die Rückenschmerzen und wurden immer stärker im Bereich des Brustwirbels und zogen auch in den unteren Rücken. Der Orthopäde renkte mich ein, schrieb mir Massagen auf und schickte mich zum MRT (wo ich erstmal 5 Wochen auf den Termin warten "durfte"). mittlerweile bin ich bei der 11. Massage und es bringt nichts - zusätzlich habe ich es mit Rotlicht, Dehnübungen, Wärmegürteln, Wärmesalbe, Voltaren und Ibuprofen versucht - keine Besserunng. Sogar eine neue Matratze legte ich mir zu. Zwischendurch war ich noch beim nächsten Internisten zwecks meines Magen-Darms, der meinen Stuhl auf andere Werte untersuchte und dieser stellte nun einen Wert von 241,4 bei "Calprotectin" fest (normal 50). Aufgrund dessen soll nun auch noch eine Endosonographie und ein Hydro-MRT des Dünndarms folgen. Die Problematik in Bezug auf Durchfall nach dem Mittagessen ist diese Woche nun auch wieder stärker vertreten und bereits 3 mal aufgetreten.
Gestern kam dann nun postalisch der Befund zum MRT der BWS: Klinische Angaben: Verdacht auf thorakalen Bandscheibenschaden. Befund und Beurteilung: Bei BWK 7/8 besteht rechts dorsolateral ein Bandscheibenvorfall. Hier wird der Subarachnoidalraum etwas eingeengt. Die übrigen thorakalen Bandscheiben sind unauffällig. Keine Foramenstenosen, keine Spiralkanalstenosen. Unauffälliges Bild des thorakalen Rückenmarks. Kein Knochenmarködem. Etwas abgeflachte Kyphose der unteren BWS. Keine Skoliose. okay .. jetzt ist mein nächster Termin beim behandelnden Orthopäden auch erst wieder am 15.10. und vorher gibt es laut Aussage der Praxis keine Möglichkeit rein zu kommen. Was fang ich nun mit dieser Diagnose an? Kann es rein theoretisch einen Zusammenhang mit dem Bandscheibenvorfall der BWS und dieser Einengung mit meinen anderen Magen-Darm Beschwerden geben? Inwiefern ist es schlimm, dass der Subarachnoidalraum "etwas eingeengt" ist? Und vor allem: was kann das bloß mit dem Magendarmtrakt noch sein? Ganz ganz lieben Dank bereits im Voraus und Liebe Grüße

Guten Tag,

Ich bin Dr. Gehring, Ärztin für Innere- und Allgemeinmedizin mit 33 Jahren (notfall-)medizinischer Erfahrung. Gerne berate ich Sie heute.

Allerdings haben Sie zwei Fragen aus zwei völlig verschiedenen Fachgebieten gestellt! Wenn Sie Näheres zur BWS wissen wollen, sollten Sie das nochmal bei den Orthopäden fragen. Definitiv ist die BWS nicht Schuld an den Darmbeschwerden, und bei dem MRT- Befund sind Massagen sinnlos. Da behandelt man mit Krankengymnastik und mit abschwellenden Mitteln wie Kortison.

Der erhöhte Calprotectinwert ist ein deutlicher Hinweis für eine entzündliche Erkrankung mit Magen- Darmtrakt, und hier scheint der Darm betroffen zu sein. Falls noch nicht erledigt, sollte man die geplanten Untersuchungen noch mit einer Untersuchung auf Nahrungsmittelintoleranzen ergänzen (dabei Sorbitol nicht vergessen).

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Hallo Frau Dr. Gehring, erst einmal vielen Dank für Ihre Antwort.
Ja - leider sind es zwei völlig verschiedene Fachbereiche, was natürlich eine Diagnose verständlicherweise auch erschwert.
Tatsächlich sind die Tests auf Intoleranzen gelaufen, dies hatte ich bei meiner Formulierung vergessen und dabei auch eine Glucose- so wie Sortbitintoleranz fest gestellt worden.
Aber diese können doch nicht so Beschwerden wie stark riechenden Stuhlgang etc. auslösen oder?
Und: das mit dem Wert hatte ich mir schon gedacht, aber dann ist es so verwunderlich, dass die Magen- und vorallem Darmspiegelung nahezu völlig ohne Befund waren, oder?

Natürlich können diese Intoleranzen solche Symptome auslösen, und auch eine leichte Entzündung der Darmschleimhaut (und somit den erhöhten Calprotectinwert). Die sieht man nicht notwendigerweise in der Spiegelung, und wenn das Problem im Dünndarm sitzt, ja schon gar nicht.

Sie bedanken sich für meine Antwort, erbitten weitere Informationen und strafen meine Hilfe am Wochenende dann mit einer schlechten Bewertung ab??

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Hallo Frau Dr. Gehring, naja .. zum einen Danke ***** ***** natürlich für die schnelle Hilfe, die aber leider nicht wirklich detailliert war bzw mich weiter gebracht hat. Für den „besten Service“ den ich ausgewählt hatte mit hoher Detailtiefe kam leider nicht allzu viel, was meiner Verzweiflung großartig weiter geholfen hätte. Ich verstehe, dass mein Fall wohl recht komplex ist aber dennoch war ich über die Antworten leider enttäuscht. Ich bin in der Tat wirklich verzweifelt und weiß nicht mehr wirklich weiter.

Es ist Ihnen vielleicht nicht bewusst, aber bei einer schlechten Bewertung bekommen wir für unsere Hilfe keinen Cent Ihres angezahlten Honorars... Und auch wie arbeiten für unseren Lebensunterhalt. So habe auch ich Ihnen meine Zeit gewidmet und mich gefragt, was Ihnen helfen könnte, und mit Ihrer schlechten Bewertung verschlechtert sich auch mein Expertenprofil... Da nützt mir der "ganz liebe Dank im Voraus" auch nichts.

Sie haben von mir erfahren, dass Intoleranzen durchaus ernste Symptome auslösen können, und dass der erhöhte Calprotectinwert eine Entzündung beweist, die evtl. im Dünndarm steckt (wo man sie finden wird). Sie haben auch erlebt, dass ich auf Ihre Nachfrage antworte, also bei Unklarheiten wieder zur Verfügung stehe!

Wenn eine Frage fachgerecht beantwortet wird, was ich getan habe, bewertet man mit 3 Sternen: Frage beantwortet. Darum bitte ich, und natürlich schreibe ich auch gern noch mehr dazu.... Nur was soll ich schreiben,wenn Sie wortlos schlecht bewerten und ich gar keine Rückfrage mehr bekomme? Ich war und bin doch bereit, weiter ins Detail zu gehen!

Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Okay, dann entschuldigen Sie bitte vielmals. Das wollte ich natürlich auch nicht, manchmal ist man so verzweifelt, dass man dann schon wirklich hilflos ist.
Gerne setze ich die Bewertung jetzt auch hinauf, das soll Ihnen wirklich nicht schaden.
Ich wollte auch nicht einfach weiter „nerven“, da ich das Gefühl hatte, dass man mir hier dann auch nicht helfen kann - wirklich Sorry!
Dann hätte ich aber tatsächlich noch eine Nachfrage:
Spricht der Wert für eine Entzündung im Dünndarm oder wieso sind sie sich da sicher, dass sie dann dort gefunden wird? Und rein theoretisch: was für eine Erkrankung könnte dann dort hinter stecken?
Liebe Grüße

Ich verstehe Ihre Verzweiflung und danke ***** ***** Sie den Dialog mit mir wieder aufgenommen und die Bewertung verbessert haben!

Der Wert spricht für eine Entzündung im Magen- Darm- Trakt. Da man im Magen und Dickdarm nichts gefunden hat, ist der Dünndarm verdächtig, denn wo sollte sie sonst sein? Ich denke, dass auch eine Intoleranz diese Entzündungsreaktion im Dünndarm hervorrufen konnte, wenn Sie sich nicht ganz an die angemessene Diät gehalten haben .

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Ich Danke ***** ***** für die weitere Antwort und Hilfe. Sehr gerne habe ich natürlich die Bewertung auch geändert. Die weiteren Informationen haben mir jetzt auch sehr geholfen. Ich wünsche Ihnen einen guten Wochenstart und Alles Gute!

Sehr gern geschehen und nochmal danke!