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Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 260
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
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Manuel Metzger ist jetzt online.

Ich brauche dringend Ihren Rat.Meine Freundin war Samstag

Diese Antwort wurde bewertet:

.ich brauche dringend Ihren Rat.Meine Freundin war Samstag Nacht super dämlich und ist nun am Boden zerstört.Sie hat 3Nasen Kokain gezogen und stillt eigentlich voll.Zum Glück hat sie genügend abgepumpte Milch.Nun ist es 30Std her.Dürfte sie wieder stillen ohne,dass die kleine Schaden davon trägt?.Es waren einmalig die 3Nasen und wird nie wieder vorkommen.Sonst lebt sie immer super gesund.lg

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage bei JustAnswer. Mein Name ist Dr. Metzger und ich bin Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit bereits 10jähriger Erfahrung. Gern werde ich mich mit Ihrem Anliegen beschäftigen. Bitte geben Sie mir etwas Zeit, während ich Ihre Antwort formuliere. Vielen Dank für Ihre Geduld.

Ich kann Ihre Sorgen gut verstehen, das ist wirklich sehr unglücklich gelaufen. Es ist auf jeden Fall richtig, dass Ihre Freundin nach dem Drogenkonsum nicht weiter gestillt hat. Kokain geht schnell in die Muttermilch über und kann lebensbedrohliche Folgen für Ihre Kleine haben. Es gibt wenig konkrete Daten zur Halbwertszeit von Kokain in der Muttermilch. In einer Untersuchung war nach einem Konsum von 500 mg Kokain über 36 Stunden Kokain in der Muttermilch nachweisbar. Hier gibt es eine Übersicht über die Datenlage (Artikel auf Englisch): https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK501588/ . Die Milch sollte also über mindestens 2, besser 3 Tage verworfen werden. Ich rate Ihrer Freundin aber trotzdem weiter abzupumpen, um die Milchproduktion in Gang zu halten. Die abgepumpte Milch muss dann bis 72 Stunden nach dem Konsum entsorgt werden.

Ich hätte noch ein paar Fragen, um die Situation besser zu verstehen:

  • Wie alt ist Ihre Tochter?
  • Wie groß und schwer ist Ihre Tochter?
  • Hat Ihre Tochter irgendwelche gesundheitlichen Probleme?
  • Wann hat Ihre Freundin zum ersten Mal Kokain konsumiert?
  • Wie lange war der letzte Kokainkonsum vor dem aktuellen Fall her?
  • Hat Ihre Freundin noch andere Genussmittel konsumiert (z.B. Alkohol, Nikotin, etc.)?
  • Hat Ihre Freundin jemals eine professionelle Beratung zu diesem Thema in Betracht gezogen?

Ihre Fragen helfen mir, Sie besser zu beraten.

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
3Monate,6kg und 67cm,keine Probleme,vor 1,5jahren hat sie schon einmal konsumiert sonst nie.alkohol hat sie dazu getrunken.sie hat jetzt leider schon einmal gestillt.soll sie die nächste Mahlzeit lieber wieder ein Fläschchen machen?
Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Also sie hat nun nach 36 Std wieder gestillt

Vielen Dank für die zusätzlichen Informationen. Könnten Sie mir noch das genaue Geburtsdatum sagen? Für 67 cm wäre Ihre Tochter recht leicht, könnten Sie mir hier nochmal die letzten Messwerte vom Kinderarzt zukommen lassen (am besten mit Messdatum)? Es ist auf jeden Fall gut zu hören, dass Ihre Tochter aktuell keine Probleme hat.

Leider ist die individuelle Kokain-Konzentration in der Muttermilch recht variabel. Die Werte in den Untersuchungen weichen um bis auf das 100fache voneinander ab. Es kann gut sein, dass schon kein Kokain mehr in der Muttermilch Ihrer Freundin ist, mit Sicherheit könnte man das aber nur sagen, wenn man die Muttermilch darauf testen würde. Da hier die Sicherheit Ihres Babys im Vordergrund steht würde ich weiter zum Abpumpen und Verwerfen raten, bis 72 Stunden nach dem Kokainkonsum vergangen sind.

Ich schreibe gleich nochmal was zu möglichen Symptomen einer Kokainvergiftung bei Babys.

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Vielen Dank ***** ***** !

Mögliche Symptome einer Kokainvergiftung bei Babys:

  • Starkes Schreien, quengelig, schlecht zu beruhigen
  • Erbrechen und Durchfall
  • Stark geweitete Pupillen
  • Zittrigkeit
  • Schreckreflexe bei minimalen Berührungen
  • Bluthochdruck
  • Krampfanfälle
  • Atemprobleme

Wenn irgendwelche Symptome in diese Richtung auftreten müssten Sie Ihre Kleine unbedingt zügig ärztlich vorstellen und den Kokainkonsum gestehen. Ich hoffe sehr, dass alles weiter gut bleibt.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Vielen Dank für ihre hilfe.habe es weiter gegeben.das stillen ist nun 1,5 Std her und der kleinen geht es gut.wie schnell würden die Symptome auftreten?

Sehr gern geschene, es freut mich auf jeden Fall, dass es Ihrer Kleinen weiter gut geht. Die Symptome können innerhalb von 3-6 Stunden nach dem Stillen auftreten. Mehrfaches Stillen kann die Dosis erhöhen und auch im weiteren Verlauf zu Symptomen führen.

Hätten Sie noch die Angaben zum Geburtsdatum und den letzten Messwerten beim Kinderarzt für mich?

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Sehr geehrter Fragesteller,

ich wollte mich nochmal nach Ihnen erkundigen. Wie geht es Ihrer Kleinen? Wie geht es Ihrer Freundin? Waren Sie mit der Beratung soweit zufrieden? War alles gut verständlich? Über eine kurze Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Manuel Metzger und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Hallo Herr Dr.med.Metzger,
Vielen Dank ***** ***** scheint alles gut gegangen zu sein.Die Kleine war heute sehr unruhig,aber das ist sie öfters.zwischendurch hat sie auch viel gelacht.Das deute ich als gutes Zeichen oder was würden sie sagen? Meine freundin hat nach 60 std wieder weiter gestillt aufgrund eines starken Milchstaus.Sie hat versprochen nie wieder so einen Mist zu bauen und das glaube ich ihr.sie war die letzten 2 Tage am Boden zerstört und ich denke daraus hat sie gelernt.Wenn es der Kleinen bis jetzt soweit gut geht müssen wir doch nicht mit keinen weiteren folgen/Symptomen rechnen oder?danke für ihre Hilfe!
Lg

Sehr gern geschehen, vielen Dank ***** *****ür die gute Bewertung. Wenn das Verhalten Ihrer Kleinen sich im üblichen Rahmen bewegt, würde ich da auf Ihr Urteil vertrauen. Wenn bisher keine Beschwerden aufgetreten sind, sind jetzt auch keine Probleme mehr zu erwarten. Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall, dass sich solche Sorgen nicht nochmal wiederholen. Alles Gute für Sie und Ihre Freundin!
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Guten Abend!Eine Frage hab ich doch noch. Unsere kleine schreit nun doch sehr viel und sabbert seit einer Woche ununterbrochen.sie will alles in den Mund nehmen und drauf rumkauen.und nur rumgetragen werden.deutet dass schon auf Zähne hin?oder hat das doch was mit dem Kokain zu tun.wenn sie rumgetragen wird ist sie super ruhig und lacht auch oft. Auch heute im Einkaufszentrum 2 Std super zufrieden auf dem Arm. Bei einer Kokainvergiftung ginge es dem Baby doch sicher durchgehend schlecht und nicht nur wenn man es ablegt oder?lg
Sehr geehrter Fragesteller,
ganz Ausschließen kann ich einen Zusammenhang nicht. Verstärkter Speichelfluss und Unruhe könnten als Symptome einer Kokainvergiftung auftreten. Babys brauchen länger, bis das Kokain wieder aus dem Körper beseitigt ist, da die nötigen Enzyme noch nicht ausgebildet sind. Nach 48-72 Stunden ist dann aber auch bei Babys die Substanz wieder aus dem Körper verschwunden.
Einen Hinweis könnten noch die Pupillen geben: wenn die recht groß und geweitet sind, wäre ein Zusammenhang zur Kokainexposition wahrscheinlicher.
Die Beobachtungen könnten natürlich auch einfach zum normalen Verhalten Ihrer Tochter gehören. Die ersten Zähne haben Babys mit 4-6 Monaten, das wäre also jetzt auch keine ungewöhnliche Zeit, um mit Zahnungsbeschwerden anzufangen.
Da keine der Beobachtungen nach einer akuten Gefahr für Ihre Kleine klingt, können Sie aus meiner Sicht erst mal weiter abwarten. So oder so dürften sich die Beschwerden in der nächsten Zeit wieder verbessern. Ich hoffe, diese Einschätzung hilft Ihnen erst mal ein bisschen weiter. Wenn Ihnen noch etwas Sorgen macht, können Sie mir ruhig schreiben.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger
Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Und wenn es sich doch um eine Vergiftung handeln sollte.welche folgen hätte es für meine Tochter?rechnet man 72 Std nachdem meine Freundin das eine Mal nach 36std gestillt hatte?aber dass sie nach 60 std normal weiter gestillt hat ist nicht so schlimm oder?weil da bei meiner Freundin doch alles aus dem Blut rausgewesen sein müsste oder?
Um ganz sicher zu sein, dass kein Kokain mehr in der Muttermilch ist, hatte ich 72 Stunden Abpumpen und Verwerfen der Muttermilch empfohlen. Die 72 Stunden zum Abbau im Körper Ihrer Tochter würde ich ab dem ersten Stillen nach dem Konsum zählen. Schlimmere Folgen als die aktuell beobachteten sind jetzt aber glücklicherweise nicht mehr zu erwarten.