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Alexander Franz
Alexander Franz,
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 133
Erfahrung:  Inhaber at HNO-Praxis Franz
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Ich bin 35 Jahre Alt, männlich und hoffe, Sie verstehen mein

Diese Antwort wurde bewertet:

ich bin 35 Jahre Alt, männlich und hoffe, Sie verstehen mein nachfolgend beschriebenes Problem.

Seit ca. einem halben Jahr habe ich auf dem rechten Ohr einen Ohrendruck.
Anfangs bestand dieser nur nur ein paar Stunden, mittlerweile ist der Druck den ganzen Tag anhaltend. Durch Zufall bemerkte ich, dass ich den Druck sofort lösen kann, wenn ich meinen Oberkörper nach vorne beuge, dieser aber sofort wieder zurückkommt, wenn ich mich wieder aufrichte.
Seit zwei Wochen bekomme ich nun am späten Nachmittag leichte Kopfschmerzen, leichte Übelkeit und leichte Umnebelung.
Innerhalb des halben Jahres kam es an drei nicht aufeinander folgenden Tagen zu größeren Schwindelanfällen nach Bücken. Egal ob ich mich lange oder kurz gebückt habe.
Bei einem HNO Artz war ich schon, dieser Überwies mich zu einer MRT für eine Schädelaufnahme. Den Termin habe ich nächste Woche.

Nun möchte ich aber noch gerne meine bisherigen „Krankheiten“ Schildern und wann diese Symptome einsetzen, da ich ähnliches bereits mit einer anderen körperlichen Beeinträchtigung erlebt habe.

Nach meiner bestandenen Meisterprüfung wurde ich in den Jahren 2010 und 2011 dreimal an derselben Bandscheibe operiert.
Nach Genesung absolvierte ich eine Umschulung zum Industriekaufmann und hatte danach sofort eine Anstellung in einem IT - Unternehmen.
Gut fünf Jahre hatte ich keine großen Probleme mit der operierten Bandscheibe.
2016 fing ich eine neue Stelle als Fachverkäufer in einem Baufachmarkt an.
Zuerst war körperlich alles in Ordnung, aber dann schmerzte zuerst das linke Knie.
Das damalige MRT zeigte, dass der Meniskus operiert werden sollte. Dies lehnte ich ab, weil ich es zuerst ohne einer Operation versuchen wollte. Einen Monat später spürte ich wieder Schmerzen im Rücken, die ins rechte Bein ausstrahlten. Nach einer MRT stellte sich heraus, dass es wieder ein Bandscheibenvorfall ist der operiert werden müsste.
Zuvor wurde mir aber noch unter Vollnarkose ein Abszess am hinteren linken Oberschenkel entfernt.
Ein paar Wochen später gesellten sich plötzlich starke Schmerzen im Knie dazu.
Da ich vorher zum vierten Mal an der gleichen Bandscheibe operiert wurde, konnte ich einen MRT Termin für das rechte Knie erst danach wahrnehmen.
Bei diesem stellte der behandelnde Arzt dann ebenfalls ein Meniskusriss mit Knorpelschaden fest der kurz nach der Bandscheibenoperation operiert wurde.

Danach hatte ich kurz meine Ruhe.
Letztes Jahr fing es dann an, dass ich Doppelbilder sehe. Durch speziell geschliffene Brillengläser konnte das aber wieder ausgeglichen werden.
Kurz darauf bekam ich ein Abszess am rechten Hals, das aber diesmal unter örtlicher Betäubung entfernt werden konnte.
Nicht lange danach fing das mit dem Ohrendruck an, der anfangs noch harmlos war, sich aber zunehmend verstärkt hatte.
Und da fällt mir eine Übereinstimmung mit den restlichen Krankheiten auf.
Ist es möglich, dass an meinem Arbeitsplatz irgendetwas ist, dass meinem Körper bei dauerhafter Aussetzung schaden kann?

Die Schmerzen, die sich beim letzten Bandscheibenvorfall in das rechte Bein ausstrahlten, steigerten sich umso länger ich am Arbeitsplatz war. Über Nacht merkte ich damals eine kleine Regeneration bzw. im Urlaub einen starken Rückgang der Schmerzen.

In so etwa verhält es sich nun mit dem Ohrendruck. Vormittags in den ersten zwei Stunden steigert dieser sich. In der Mittagspause, die ich nicht an meinem Arbeitsplatz verbringe, löst sich der Druck langsam. Nachmittags bemerke ich Just beim Betreten meines Arbeitsplatz einen Druck auf meinen Nacken, ein leichtes Gefühl von Übelkeit im Halsbereich, leichte Kopfschmerzen und schließlich ein starker Druck im rechten Ohr, den ich zwar alle paar Sekunden ausgleichen kann, immer und immer aber wiederkehrt.
Sobald ich nach Hause fahre, merke ich wie eine „Entlastung“ stattfindet und der Druck langsam nachlässt.
Diese „Entlastung“ braucht aber von Tag zu Tag länger. Am Wochenende lassen die Symptome allmählich nach.

Ich hoffe
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: 35 Jahre, Männlich, keine Medikamente
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Customer: Wie oben beschrieben. Ich hoffe es ist nicht zu viel.

Liebe Ratsuchende,

ich bin Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und möchte Ihnen gerne bei Ihrer Beschwerde weiterhelfen.

Zunächst einmal danke ***** ***** für die ausführliche Krankheitsbeschreibung. Ich kann mir schwer vorstellen, dass es an Ihrem Arbeitsplatz etwas gibt, dass alle oben beschriebenen Beschwerden unter einen Hut bringt. Natürlich könnte man behaupten, dass Stress, also die Psyche, viele der Dinge auslöst oder zumindest negativ beeinflusst, aber das wäre „zu einfach“ zu behaupten. Die vermehrten Abszessbildungen lassen mich immer an Diabetes oder andere Erkrankungen denken, die das Immunsystem schwächen (wie HIV etwa).

In Bezug auf den Ohrendruck muss man sagen, dass es hier viele mögliche Ursachen gibt (Hirn, Ohr, Kiefergelenk, Halswirbelsäule etc.). Die möglichen Ursachen sind somit alle in unterschiedlichen Fachdisziplinen beheimatet und müssen von entsprechenden Ärzten abgeklärt und eventuell behandelt werden.

Der HNO-Arzt sollte in jedem Fall in die Ohren geschaut haben, einen Hörtest und einen Belüftungstest durchgeführt haben. Diesen Belüftungstest könnte man einmal in „normaler“ Position und einmal in der Position durchführen, bei dem sich der Druck ändert, um einen möglichen Unterschied zu registrieren.

Sollte der Druck durch ein Belüftungsproblem des Mittelohres entstehen würde er natürlich ganz anders behandelt, als wenn er von der Halswirbelsäule herkommt.

Ich möchte Sie bitten, mir den MRT-Befund in diesen Chat zur Verfügung zu stellen, damit ich im weiteren Verlauf helfen kann, das Problem weiter einzugrenzen.

Vielen Dank ***** ***** Grüße.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Sehr geehrter Herr Alexander Franz,vielen Dank für Ihre genommene Zeit und einer ungefähre Diagnose bzw. Ausgrenzung, soweit dies via Internet möglich ist.Die Vermutung HIV kann ich ausschliessen, da ich solch eine Prüfung erst letztes Jahr gemacht habe. Einen Belüftungstest hat mein HNO Arzt bereits durchgeführt, aber nur in sitzender Position. Den Stress kann ich ebenfalls ausschliessen, da mir meine Arbeit sehr viel Spass bereitet, wenn dieser einschränkende Ohrendruck bzw. inzwischen stark eingreifende Kopfschmerzen und Übelkeit nicht wären. Es ist, wie Sie schreiben, zu einfach es nur auf Stress zu schieben. Aber da die Symptome sich nur in der Arbeit entwickeln und sich stetig darin steigern, habe ich langsam, so verrückt es sich anhört, die Vermutung dass da irgendetwas sein könnte. Genau hinter mir in der Arbeit steht ein grosser Strom/ Verteilerkasten, den ich nun auch schon verdächtige. Jetzt am Abend haben die Symptome fast wieder nachgelassen, die aber jeden Wochentag länger brauchen, um abzuklingen.
Es gab auch schon Abende, wo ich richtig groggy war und die Übelkeit bzw. die Kopfschmerzen nicht nach gelassen haben. Die Kopfschmerzen sind, wenn sie auftreten, übrigens nicht sehr stark. Sie halten sich auf einem Level, dass auszuhalten ist.Ich habe in der heutigen Zeit des Internets natürlich schon viel nachgelesen. Dort habe ich unter anderem in einem Forum eines HNO-Artzes gelesen, dass ein zu rascher Gewichtsverlust zu Ohrendruck führen kann. Für mich klingt das sehr merkwürdig, aber da ich vor ca. 6 Wochen meine Ernährung umgestellt habe und nun sehr auf wenig Zucker achte ect., habe ich 8 kg abgenommen. Es kann auch nur Zufall sein, wie die anderen Dinge auch, aber langsam will ich jede Mögliche Ursache ausschliessen können. Es geht mir seit der Ernährungsumstellung auch dementsprechend besser, was die Vitalität betrifft.
Auch habe ich durch regelmässige Fitness seit gut 1,5 Jahren insgesamt jetzt 18 kg abgenommen und meine Bandscheiben sehr gut in den Griff bekommen.
Zur gleichen Zeit habe ich auch das Rauchen aufgehört, was sich sehr zugunsten meiner Ausdauer und meines allgemeinen Wohlbefinden beigetragen hat.Daher verstehe ich nicht, woher jetzt der plötzliche Druck und die einhergehenden Symptome kommen.Gerne stelle ich Ihnen das baldige MRT Bild zur Verfügung und bedanke ***** ***** im Voraus und für die genommene Zeit zu dieser späten Abendstunde.

Kurz zu dem, was Sie in dem Forum gelesen haben. Hierbei handelt es sich um das Phänomen der offenen/klaffenden Tube. Die Belüftungsröhre vom Nasenrachen zum Mittelohr wird passiv durch Venen und einem (ostmannschen) Fettkörper verschlossen. Nimmt man in relativ kurzer Zeit viel Gewicht ab, reduziert sich auch dieser Fettkörper, sodass die Röhre dauerhaft offen bleibt. Hauptbeschwerde wäre hier die Autophonie (man hört sich selber reden, es hallt nach).

Ich hoffe, ich konnte Ihnen bei der Lösung Ihres Problems weiterhelfen.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, dürfen Sie diese hier gerne ohne weitere Kosten stellen. Sollte Ihre Frage bereits zufriedenstellend beantwortet worden sein, bitte ich Sie höflichst um eine positive Bewertung (3-5 Sterne ganz oben rechts auf dieser Seite anklicken), denn nur mit einer positiven Bewertung bekomme ich das Honorar für meine Arbeit. Auch nach Bewertung können Sie noch Rückfragen oder Verständnisfragen stellen.

Liebe Grüße,

A. Franz, FA für HNO

Haben Sie meinen Beitrag erhalten / gelesen?

Haben Sie Rückfragen?

Darf ich Sie höflichst bitten, eine Bewertung abzugeben?

Vielen Dank ***** ***** Grüße.

Alexander Franz und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Hallo,ja, ich habe den Beitrag noch gelesen und auch eine Bewertung abgegeben.
Die Beschwerden haben sich leider verschlechtert und Dienstag Nachmittag musste ich mich aufgrund der Übelkeit übergeben und der Ohrendruck hat sich auf beide Ohren ausgedehnt.Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, dass ich innerhalb zwei Jahre an dem jetzigen Arbeitsplatz soviel unterschiedliche Beschwerden bekomme. Mir ging es entsprechend der Bandscheibenoperationen fast 6 Jahre gut, ohne grossen Beschwerden.
Ich hatte auch nie Schmerzen in den Knie.
Dass ich aber auf Beiden fast zeitgleich mit dem vierten Bandscheibenvorfall, einen Meniskusriss erlitt, hat mich stutzig gemacht. Und dass die Beschwerden immer nach gelassen habe, sobald ich Feierabend hatte.
Dass dann noch Abszesse hinzukommen die operiert wurden, ich anfing Doppelbilder zu sehen und jetzt diesen Ohrendruck habe, kann für mich kein Zufall mehr sein.
Den kleineren Dinge, wie plötzlich verstopfte Nase und brennen im rechten Nasenflügel, sehr trockener Hals und Konzentrationsschwankungen, habe ich bisher keine grosse Bedeutung geschenkt.
Alle paar Monate bekomme ich irgendwo im oder am Körper neue Beschwerden, die sich fast alle regenerieren, sobald ich nicht in der Arbeit bin.
Ich will zugleich aber den Arbeitsplatz nicht wechseln, da mir meine Aufgaben dort wie gesagt viel Spass machen.Ich hoffe, Sie können meinen Lage und meine Zweifel ein bisschen nachvollziehen.Freundliche Grüße

Guten Morgen,

ich melde mich beratend zurück. Auch wenn ich nicht glaube, dass alle Beschwerden dem Arbeitsplatz zuzurechnen sind, insbesondere die Meniskusbeschwerden, so möchte ich Ihnen eine Möglichkeit nennen, wie Sie weiter vorgehen können.

Jede in Deutschland arbeitende Person hat eine Arbeitsmedizin. Große Konzerne beschäftigen ihre eigenen Arbeitsmediziner. Aber auch keinere Unternehmen sind arbeitsmedizinisch angebunden.

Sie können sich daher vertrauensvoll an diese Stelle wenden, Ihren Verdachtsfall äußern und prüfen lassen, ob es eine entsprechende Belastung am Arbeitsplatz gibt, die das alles erklärt.

Liebe Grüße und alles Gute.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Tagen.
Hallo,vielen Dank für den Ratschlag.
Auf mein Bitte hin hatte ich gestern ein Gespräch mit meinem Arbeitgeber.
Er ist zwar kein Arzt, kann aber meine Bedenken nachvollziehen und steht diesbezüglich hinter mir.
Ich bin nun seit Mitte letzter und nächste Woche der Arbeit fern.
Da meine Symptome grundsätzlich nur an meinem Arbeitsplatz beginnen und sich zunehmend steigern, aber beim entfernen vom Arbeitsplatz wieder abklingen, wird dieser Punkt in den nächsten Tagen genauer analysiert.Das ziehen am Hinterkopf und der Ohrendruck setzen nun fast gleichzeitig ein und das Unwohlsein hat sich verstärkt.
Vielleicht habe ich den Punkt in meiner Krankengeschichte vergessen, dass ich vor 5 Jahren Akutes Nierenversagen hatte und dieses Anfangs wegen falscher Diagnose mit Schmerztabletten behandelt wurde. Denn seit im ungefähren gleichen Zeitraum meiner jetzigen Beschwerden, habe ich auch leichte solche Schmerzen die ich damals beim Nierenversagen hatte. Bisher habe ich diese als Verspannungen abgetan, aber mir ist aufgefallen, dass sich diese umgekehrt zu den anderen derzeitigen Symptomen verhalten. Die Schmerzen (leichter Druck) beginnen erst, wenn die anderen abklingen.
Ausserdem muss ich in der Arbeit für mich ungewöhnlich oft auf die Toilette (mind. 1 x Stunde), dass sich aber wieder nach ca. 2 Stunden normalisiert, sobald ich nicht mehr am Arbeitsplatz bin.Sollte demnächst (was ich hoffe) die Ursache für gefunden werden, kann ich dich Ihnen dies gerne mitteilen.

Das dürfen Sie gerne machen. Ich bin gespannt, wie es bei Ihnen weitergeht, hoffe, aber dass nichts ernstes gefunden wird.

Alles Gute