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Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1298
Erfahrung:  Niedergelassener Arzt at Urologische Gemeinschaftspraxis
62108749
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Dr. Christoph Pies ist jetzt online.

Seit 20 Jahren leide ich N Unterleibsschmerzen, mit immer

Diese Antwort wurde bewertet:

Seit 20 Jahren leide ich N Unterleibsschmerzen, mit immer wieder auftretenden blasenentzündungen. Mittlerweile hatte ich 4 Blasenentzündungen innerhalb von 6 Wochen. Und Nierenschmerzen. Jetzt wurde festgestellt, dass ich links zwei Harnluhabe
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: zwei Harnleiter habe (beim Gyn). Ich habe fast immer enormen Druck auf der Blase (es fühlt sich an an würde sie platzen. Oft gehe ich alle paar Minuten zur Toilette. Ich bin weiblich, 52 Jahre alt. Derzeit habe ich nur während der akuten Blasenentzündung Antibiotika genommen im Krankenhaus jetzt Antibiose).
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Customer: Die Schmerzen im Unterleib sind unerträglich. Manchmal habe ich das Gefühl, die Blase wird nie leer. Weil immer dieser enorme Druck da ist.

Guten Tag! Sie sollten auf jeden Fall sorgfältig urologisch untersucht werden. In den allermeisten Fällen steckt in ihrem Alter ein lokaler Hormonmangel der Scheide dahinter, der für diese Infektanfälligkeit und Reizblase sorgt. Aber auch andere organische Ursachen wie eine Harnröhrenenge oder die Doppelanlage der linken Niere müssen weiter mit Blasenspiegelung, Ultraschall und Röntgen untersucht werden, insbesondere da auch Flankenschmerzen hinzu kamen! Ich schicke Ihnen gleich auch noch einige Tipps und Tricks wie Sie sich durch Verhaltensänderung und pflanzliche Mittel im Alltag vor weiteren Entzündungen schützen können. Zunächst alles Gute, bei Rückfragen bitte melden, ansonsten Danke für eine Bewertung, Dr. Christoph Pies

Wenn Sie keine Herzerkrankung haben, trinken Sie mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Es sollten etwa 1,5 bis 2 Liter Harn pro Tag ausgeschieden werden.

Schützen Sie sich vor Unterkühlung und Nässe.

Bei Harndrang sollten Sie möglichst sofort zur Toilette gehen, Sie sollten nicht mit der Bauchmuskulatur pressen und nicht in angespannter Hockstellung Wasser lassen.

Vermeiden Sie Stuhlverstopfungen, am besten durch reichliches Essen von Obst und Gemüse.

Nach jedem Stuhlgang säubern Sie sich, indem Sie sich mit dem Toilettenpapier von vorne (Scheide) nach hinten (After) abwischen.

Verwenden Sie keine Intravaginalpessare zur Empfängnisverhütung. Gehen Sie nach jedem intimen Zusammensein innerhalb von 15 Minuten zum Wasserlassen und trinken Sie reichlich Flüssigkeit.

Waschen Sie Ihren Intimbereich nicht übertrieben häufig, insbesondere nicht mit Seife, Desinfektionsmitteln oder Intimsprays, Sie schaden so dem Säureschutzmantel der Haut.

Die beste Reinigung für den Intimbereich ist ein Sitz- oder Wannenbad im warmen Wasser.

Das tägliche Wechseln von Baumwollunterwäsche ist sinnvoll.

Unterwäsche aus Kunstfasern ist nicht emfehlenswert.

Eine wirksame Vorbeugemethode ist das regelmäßige Trinken von „Cranberry-Saft“ (Preiselbeere), ca. 1 Glas täglich, in Drogerien und Reformhäusern erhältlich. Es gibt auch andere Zubereitungsformen wie Granulat oder Kapseln

Andere unterstützende pflanzliche Mittel helfen bei der Durchspülung des Harntraktes.

D-Mannose 1 x 2 g in 200 ml Wasser täglich bindet die Bakterien und schwemmt sie so aus

Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt kann eine niedrig-dosierte Langzeit-Antibiose über circa 50 Tage sinnvoll sein. Dies kann jedoch die Wirksamkeit der Empfängnisverhütung durch die Pille beeinflussen.

Bei Patientinnen nach den Wechseljahren kann eine vaginale Gabe von östrogenhaltigen Zäpfchen vorbeugend wirken. Auch dies muß aber von einem behandelnden Arzt rezeptiert und überprüft werden.

Impfverfahren bieten die Möglichkeit, das Immunsystem gegen die häufigsten Harnwegsbakterien zu stärken. Es gibt eine „Schluckimpfung“ über 90 Tage oder eine Schutzimpfung durch drei Injektionen im Wochenabstand. Die entstehenden Kosten werden allerdings nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Dr. Christoph Pies und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.