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Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1303
Erfahrung:  Niedergelassener Arzt at Urologische Gemeinschaftspraxis
62108749
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Dr. Christoph Pies ist jetzt online.

Ich hatte letzte Woche für 7 Tage ein Antibiotikum wegen

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich hatte letzte Woche für 7 Tage ein Antibiotikum wegen Nierenbeckeninfekt. Danach bekam ich einen Scheidenpilz, welcher ich auch behandelte und jetzt seit gestern ist es mir oft Schwindelig. Beim kehren im Bett, beim aufrecht sitzen. Nicht ständig aber immer wieder. Am dauerhaftesten ist es Liegend.
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: Ich bin 36 und jetzt nehme ich omni biotic für die darmflora. Das Antibiotika war ciproxine und das für dem pilz war gynocanesten
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Customer: Ich nehme auch noch Schüsslersalze zu mir. Seit 3 Tagen. Beim Kontrolltermin hat die Urinprobe angezeigt, dass der Infekt weg ist. Ich müsste mich jetzt aufbauen können. Aber mit Schwindel ist es schwierig

Guten Tag! Das ist ein sehr typischer Verlauf und Sie benötigen noch etwas Geduld. Das Antibiotikum hat die Bakterien nicht nur im Urin und im Nierenbecken sondern auch in der Darm- und Scheidenflora abgetötet. Daher macht die Pilzsalbe für die Scheide und das Aufbaupräparat für den Darm auch Sinn. Leider können Sie den Prozess nicht beschleunigen. Gönnen Sie sich nich viel Ruhe, erhöhen Sie die Trinkmenge auf 2-3 Liter. Wenn Sie häufiger unter Nierenbeckenentzünungen leiden, muss auch eine weiterführende Diagnostik der oberen Harnwege mit Ultraschall und ggf. Röntgen erfolgen. Ansonsten schreibe ich Ihnen gleich noch einige Tipps, wie Sie sich vor wiederkehrenden Harnwegsinfektionen schützen können. Zunächst alles Gute, Dr. Christoph Pies

Wenn Sie keine Herzerkrankung haben, trinken Sie mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Es sollten etwa 1,5 bis 2 Liter Harn pro Tag ausgeschieden werden.

Schützen Sie sich vor Unterkühlung und Nässe.

Bei Harndrang sollten Sie möglichst sofort zur Toilette gehen, Sie sollten nicht mit der Bauchmuskulatur pressen und nicht in angespannter Hockstellung Wasser lassen.

Vermeiden Sie Stuhlverstopfungen, am besten durch reichliches Essen von Obst und Gemüse.

Nach jedem Stuhlgang säubern Sie sich, indem Sie sich mit dem Toilettenpapier von vorne (Scheide) nach hinten (After) abwischen.

Verwenden Sie keine Intravaginalpessare zur Empfängnisverhütung. Gehen Sie nach jedem intimen Zusammensein innerhalb von 15 Minuten zum Wasserlassen und trinken Sie reichlich Flüssigkeit.

Waschen Sie Ihren Intimbereich nicht übertrieben häufig, insbesondere nicht mit Seife, Desinfektionsmitteln oder Intimsprays, Sie schaden so dem Säureschutzmantel der Haut.

Die beste Reinigung für den Intimbereich ist ein Sitz- oder Wannenbad im warmen Wasser.

Das tägliche Wechseln von Baumwollunterwäsche ist sinnvoll.

Unterwäsche aus Kunstfasern ist nicht emfehlenswert.

Eine wirksame Vorbeugemethode ist das regelmäßige Trinken von „Cranberry-Saft“ (Preiselbeere), ca. 1 Glas täglich, in Drogerien und Reformhäusern erhältlich. Es gibt auch andere Zubereitungsformen wie Granulat oder Kapseln

Andere unterstützende pflanzliche Mittel helfen bei der Durchspülung des Harntraktes.

D-Mannose 1 x 2 g in 200 ml Wasser täglich bindet die Bakterien und schwemmt sie so aus

Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt kann eine niedrig-dosierte Langzeit-Antibiose über circa 50 Tage sinnvoll sein. Dies kann jedoch die Wirksamkeit der Empfängnisverhütung durch die Pille beeinflussen.

Bei Patientinnen nach den Wechseljahren kann eine vaginale Gabe von östrogenhaltigen Zäpfchen vorbeugend wirken. Auch dies muß aber von einem behandelnden Arzt rezeptiert und überprüft werden.

Impfverfahren bieten die Möglichkeit, das Immunsystem gegen die häufigsten Harnwegsbakterien zu stärken. Es gibt eine „Schluckimpfung“ über 90 Tage oder eine Schutzimpfung durch drei Injektionen im Wochenabstand. Die entstehenden Kosten werden allerdings nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Dr. Christoph Pies und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Antwort. Also werde ich geduldig sein.

gern geschehen, Danke für die Bewertung und alles Gute...