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A Stein
A Stein, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 765
Erfahrung:  Angestellter Arzt
102819083
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A Stein ist jetzt online.

Nach einer 2016 diagnostizierte Multiple Sklerose fanden

Diese Antwort wurde bewertet:

Nach einer 2016 diagnostizierte Multiple Sklerose fanden Basis-Therapieversuche mit Copaxone und zuletzt Rebif statt. Unter Rebif sind in kürzester Zeit meine Leberwerte GGT, GPT und GOT auf über 200 angestiegen. Daraufhin wurde das Medikament vor drei Wochen abgesetzt, aber meine Werte steigen eher noch. Woran kann das liegen? Ich konsumiere keinen Alkohol, rauche nicht. Bin allerdings Lip-/Lymphödem-Patientin und 41 Jahre alt.
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: 41 Jahre alt, weiblich, sämtliche Medikamente wurde abgesetzt. Zuletzt vor drei Wochen noch Einnahme von Presinol 500, Rebif
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Customer: Ich habe nachgewiesene Medikamentenunverträglichkeiten gegen Paracetamol, Amoxycillin, Metamizol, NSAR, Codein, Cefazolin, Gentamycin, Acetylsalicylsäure. Bin nach einer Cholecystektomie mit einem anaphylaktischen Schock erwacht und wurde auf diese Medikamente getestet.

Guten Tag sehr geehrte Kundin von Justanswer!

Ich freue mich,Ihnen hier beratend zur Seite stehen zu dürfen!

Gerne lasse ich Ihnen Informationen über Komplikationen einer Therapie mit Rebif ,Gefahren der Leberwerterhöhung und deren Verkauf zukommen!

Ich bitte Sie allerdings um ein bisschen Geduld ,bis ich dazu komme Ihnen Ihre Antwort zu schreiben!

Vorab möchte ich Ihnen jedoch in dieser Nachricht mitteilen, dass ich mich nun mit Ihrem Problem detaillierter auseinandersetzen werde!

Bis nachher....

Mit freundlichen Grüßen

A Stein

Guten Abend sehr geehrte Kundin von Justanswer!

Nach einem etwas turbulenten Tag schreibe ich Ihnen nun meine Antwort auf Ihre Anfrage:

Vielleicht sind folgende Hintergundinformationen für Sie von Bedeutung:

Rebif ( Interferon beta-1a) führt sehr häufig bei allen Patienten zu einer Erhöhung der Leberwerte.

Diese kann wenn Sie sich noch in einem gewissen Rahmen bewegt toleriert werden.

Als Anhaltspunkt gilt: ab einer Erhöhung auf über das 5-fache der Obergrenze wird eine Erniedrigung der Rebif Dosis von 44Mikrogramm auf 22 Mikrogramm 3x/Woche empfohlen!

Bei einer Frau ensprecht dies mehr als 175 U/l die AST(GOT) und ALT(GPT) betreffend sowie mehr als 330 U/l die Gamma-GT betreffend.

Das bedeutet, dass bei 200 U/l nicht einmal ein Absetzen notwendig gewesen wäre, sondern erst einmal eine Dosisreduktion!

Sie schreiben, dass nach vollständigem Absetzen die Leberenzymwerte immer noch leicht einsteigen.

Wenn dies nicht von einer Gelbsucht ( Ikterus) begleitet ist, so ist dies als normal im Zuge einer gewissen zeitlichen Verzögerung der "Leberheilung" anzusehen!

Das heißt zusammengefasst: Ruhe bewahren,denn die Überleistung der Leber ist nun beendet worden und die Regeneration braucht einfach noch mehr Zeit!

Eine regelmäßige Kontrolle der Leberwerte ist hier zu empfehlen und ansonsten besteht momentan kein Grund anderweitig einzugreifen!

Ich hoffe,ich konnte Ihnen Ihre Frage hiermit beantworten!

Falls Sie noch Rückfragen an mich haben, so stehe ich Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung!

Wenn dem nicht so sein sollte, würde ich mich über eine positive Bewertung meiner Antwort sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

A.Stein

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrter Herr Stein,
vielen Dank für die Antwort. Eine Medikamentenreduzierung auf 22 wurde nicht vorgenommen, da die Dosis noch gar nicht auf 44 erhöht wurde. Meine Neurologin meint, dass es eher ungewöhnlich sei, dass meine Leberwerte so schnell angestiegen sind. Stehen meine sonstigen Medikamentenallergien damit vielleicht in Zusammenhang? Neben sämtlichen Schmerzmittel (wie in meiner ersten Anfrage gelistet), reagiere ich in unterschiedlicher Ausprägung auf eine Vielzahl von Medikamenten Antihypertensiva (von ACE-Hemmer, Calcium-Antagonisten etc.), Antibiotika, Antikonvulsiva, Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, Gabapentin und Co.. Die Reaktionen reichen von einfacher Urtikaria bis hin zum Larynxödem, Prä-Kollaps und Co.. Ich habe meine Leberwerte seit ich Teenager bin immer leicht erhöht gehabt, auch bei einem BMI von 17,5 ;-). Dieser rasche Anstieg unter Rebif war aber neu und hinsichtlich einer weiteren Basistherapie mache ich mir Gedanken, wann ich ein anderes Medikament, z.B. Betaferon testen kann.
Mit freundlichen Grüßen

Guten Morgen,

ich verstehe! Ich ging irrtümlicherweise davon aus,dass die Dosis bereits 44 Mikrogramm 3x/Woche betrag vor dem Absetzen.

In so starker Anstieg bei nur halber Dosis wird dann doch nicht häufig beobachtet, sondern seltener! Das lässt eine Schwierigkeit der Fähigkeit der Leber Interferone zu verstoffwechseln erahnen!

Diese ist möglicherweise genetisch bedingt,Ihnen sozusagen in die Wiege gelegt ( und in der Jugend durch die Leberwerterhöhung sichtbar geworden(und als gegeben hinzunehmen ( außer es stünde eines Tages eine Ursache belebende Gentherapie zur Verfügung, aber darüber brauchen wir heute noch nicht zu reden).

Das es hier einen Zusammenhang mit Ihren zahlreichen Unverträglichkeiten /Überempfindlichkeiten sehe ich nur bedingt!

Denn diese stellen in den allermeisten Fällen eine Fehlregulstion des Immunsystems dar.

Beim Abbau der Interferone geht es jedoch im in den Leberzellen befindlichen Cytochrome.

Mag es eventuell ( und das wird sicherlich weiter erforscht ) hier Schnittstellen zwischen diesen Systemen geben , so sind diese jedoch schon aufgrund der völlig unterschiedlichen Lokalisation zunächst einmal als getrennt zu betrachten!

Ich vermute ( falls tatsächlich eine Schwierigkeit der Leber ,Interferone zu verstoffwechseln vorliegt ) ,dass hier weder ein Zuwarten bis zur Normalisierung der Leberwerte und ein dann erneuter Beginn mit Interferon beta-1a Ihnen von Nutzen sein wird ,noch ein Umstieg auf ein anderes Interferon.

Als positiven Gedanken möchte ich jedoch bei Ihn

....bei Ihnen einen

....bei Ihnen einen Versuch, Dimethylfumerat (Tecfidera) einsetzen ,anregen!

Ob Sie hierfür als Kandidatin in Frage kommen würden, könnten Sie mit Ihrer behandelnden Neurologin besprechen.

Von meiner Seite kann ich jedoch die Aussage treffen ,dass

....,dass dieses Medikament sehr gut vertragen wird und zu einer erheblichen Reduktion der Schubfrequenz führt und damit das Fortschreiten der MS gut verlangsamen kann!

Dieses ist mein Ratschlag an Sie,der sich hoffentlich als erfolgreich erweist, wo so vieles bei Ihnen schon versucht worden ist und dann doch immer wieder umgestellt werden musste!

Haben Sie noch weitere Fragen an mich?

Dann zögern Sie nicht,mir diese zu stellen!

Ansonsten würde ich mich nun von Ihnen verabschieden und Ihnrn alles Gute wünschen!

Zum Abschluss unseres Dialoges bitte noch in die Bewertung mit Hilfe des "Sternchensystems "denken! Dankeschön!

Mit freundlichen Grüßen

A Stein

A Stein und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.

Herzlichen Dank für die freundliche freundliche Bewertung meiner Antwort und das Bonusgeschenk! Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Ihr A. Stein