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Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 326
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
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Manuel Metzger ist jetzt online.

Hab mal eine Frage. mein Sohn ,28 Jahre alt hat zur zeit

Diese Antwort wurde bewertet:

hab mal eine Frage. mein Sohn ,28 Jahre alt hat zur zeit einProblem mit seinem Puls, Der Puls ist sehr schwankend, morgens beim Sitzen bei 55 und beim Stehen ca.70.Er misst den ganzen Tag Puls, hat auch Herzstolpern und macht sich sehr verrückt. Er kann oft nicht richtig durchatmen, denkt es hat auch damit zu tun.Es gibt aber auch tage, da ist der Puls wiederum in Ruhe sehr hoch, bei sport geht der Puls auch normal hoch.Er joggt und fährt Rad, bei Kraftsport ist ihm hinterher oft etwas übel, das beunruhigt ihn nun auch wieder, Sie sollten wissen, er hat eine generalisierte Angststörung und hört sehr in sich hinein. Zum Arzt traut er sich nicht damit. Vor einem jahr war er im KH . da hatte er auch schon diese Symptome. ( EKG, Bel. EKG, Langzeit EKG, Echokardiografie). Es wurde SA- Block festgestellt . Arztin sagte damals, es ist nichts schlimmes gefunden wurden.Aber das Wissen mit dem SA- Block ist in seinem Kopf und das macht ihm Angst, Achja, er macht auch Psychtherapie zur zeit. Können sie was dazu sagen, danke ***** *****
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: mein Sohn ist 28, nimmt gegen Bluthochdruck Tabletten. Aber der ist nicht das Problem, im Sommer ist der kaum erhöht. Er ist sehr groß und schlank
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Customer: nein

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage bei JustAnswer. Mein Name ist Dr. Metzger und ich bin Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit bereits 10jähriger Erfahrung. Ich kann Ihre Sorgen und die Bedenken Ihres Sohnes gut verstehen. Können Sie mir noch einige Informationen geben?

  • Ist Ihr Sohn einverstanden, dass Sie über seinen Gesundheitszustand mit einem Arzt konsultieren?
  • Welche Medikamente nimmt Ihr Sohn genau?
  • Ist Ihr Sohn mal "umgekippt", also plötzlich bewusstlos geworden? Wird ihm manchmal komisch oder ist ihm "schwarz vor Augen"?
  • Hat Ihr Sohn Probleme, sich körperlich zu belasten?
  • Wann wäre der nächste Kontrolltermin beim Arzt? Oder wurde wegen des (in der Regel harmlosen) SA-Blocks kein Kontrolltermin vereinbart?
  • Welchen Typ SA-Block hat Ihr Sohn? Es gibt den Typ Wenckebach, Mobitz, sowie eine Gradeinteilung von 1 bis 3.

Ihre Antworten helfen mir, Sie besser zu beraten.

Herzliche Grüße,

Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Sehr geehrter Herr Doktor Metzger, Danke für ihre Antwort.Mein Sohn ist einverstanden, dass ich hier diese Frage gestellt habe. Er fragt mich ständig und will , dass ich ihn irgendwie beruhige. Wie gesagt, er hat diese Angststörung, und die ist vor allem auf seine Gesundheit bezogen.Er hatte öfter dieses Herzstolpern und bei LangzeitEKG waren einmal Palpitationen aufgefallen. Deshalb war er 6 Tage im KH. ich schreib ihnen mal einige Daten aus dem Befund. Mein Sohn weiss darüber Bescheid. Echokardiografie: Herzhöhlen nicht vergrößert,keine LVH, keine lokale Kinetikstörung darstellbar (GLS mit21,2%, AFI regelrecht) TAPSE unauffällig,keine path.Gradienten. Z.; gute syst.LV- Funktion, EF um 71%, Relaxationsstörung, keine Rechtsherzbelastungszeichen keine relevanten Vitien darstellbar.nächtliche Pausen waren während der überwachung im KH nicht wieder aufgetreten, jedochkurze Sinusbradykardien bis min. 26/min. das hab ich aus dem Arztbrief übernommen.mein Sohn nimmt Lisinopril10 (eine halbe). Vielleicht noch was zur Ergometrie:Belastung im Sitzen von 75 Watt bis 150 Watt, Hf- Anstieg von 134/´ auf 182/, nach Herzfrequenz ausbelastet. keine sign. ERBST. Mein Sohn ist noch nie umgekippt, schwarz wird ihm, wenn er zu schnell aufsteht,aber nur manchmal und nur ganz kurz.Es wurde kein Kontrolltermin vereinbart.Also mein Sohn geht joggen, schafft eine halbe Stunde ,aber mehr Ausdauer, nicht zu schnell.Fährt öfter Rad,auch größere Strecken.Krafttraining ist bisschen problematisch,da wird ihm hinterher immer etwas übel.Daher hat er immer schon vorher Angst.Welcher SA- Block? Weiss ich leider nicht. Hier steht nurSA- Block (145.5) bei Diagnose. Diese Sache mit dem Puls ist gerade wieder sehr aktuell, An vielen Tagen ist auch alles ok. Aber er weiss von dem SA- Block und hat Angst, dass das daher kommt.Morgens ist der Puls oft nur knapp 60 in Ruhe, gerade eben war er bei 71 ,was ja ok ist, ist es denn möglich, dass die Psyche auch den Puls so beeinflussen kann?LG und Danke

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich versuche mal die Befunde zusammenzufassen und eine kurze ärztliche Einschätzung dazu zu geben:

  • Herzechokardiographie: Das Herz hat eine sehr gute Pumpleistung, eine Ejektionsfraktion von 71% ist sehr gut (bis 55% wäre dieser Wert noch normal). Eine leichte Relaxationsstörung hat keinen Krankheitswert.
  • Ergometrie: hier klingt auch alles normal, 150 Watt sind die übliche Vollbelastung, der Herzfrequenzanstieg entspricht dem, was man bei dieser Belastung erwarten würde.
  • Ein leichtgradiger SA-Blick ist auch ohne Krankheitswert und nicht gefährlich. Ich bin mir sicher, dass die Ärzte mit Ihnen darüber gesprochen hätten, wenn hier ein höhergradiger Block vorliegen würde.
  • Die Sinusbradykardie im Langzeit-EKG könnte bei gutem Trainingszustand und wenn Sie nachts ohne Beschwerden aufgetreten ist auch ein Normalbefund sein. Hatte Ihr Sohn hier Beschwerden oder traten die Sinusbradykardien tagsüber auf?
  • Pulsanstieg bei Wechsel vom Liegen/Sitzen zum Stehen: bei einem Lagewechsel kommt es reaktiv immer zu einem Pulsanstieg. Das Blut sackt ja erst mal in die Beine durch die Schwerkraft, dadurch kommt weniger Blut am Herzen an. Der Körper reagiert mit einem Blutdruckanstieg und einem Anstieg der Pulsfrequenz. Ein Anstieg von 30 Schlägen pro Minute ist hierbei normal. Dass Ihr Sohn diese physiologischen Beobachtungen bei sich gemacht hat, zeigt, dass sein Kreislauf gut funktioniert.
  • Die Psyche kann einen großen Einfluss auf den Puls haben. Wenn wir uns aufregen oder nervös sind, kann der Puls (und Blutdruck) sehr schnell ansteigen.

Soweit so gut. Ihr Sohn hat aber Beschwerden, die ihm Sorgen machen. Wenn ich es richtig verstanden habe, sind das vor allem folgende Probleme:

  • Palpitationen ("Herzstolpern"): wie häufig bemerkt er solche Beschwerden?
  • Übelkeit nach dem Krafttraining: Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass er zu intensiv trainiert hat. Wie lange hält die Übelkeit an und was hilft dagegen?
  • Schwarz vor Augen werden, wenn er aufsteht: wie groß und wie schwer ist ihr Sohn? Gerade bei großen Menschen kommt es häufig zu solchen Problemen. Ein gutes Zeichen ist, dass er noch nie umgekippt ist.

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Vielen Dank ***** ***** sie haben uns sehr beruhigt, vor allem meinen Sohn. Uns wurde im KH gesagt, das SA- Block bei sonst herzgesunden, nicht so schlimm ist. Ich weiss nicht ,ob er da nicht richtig zugehört hat. Mit dem Herzstolpern erklärt er das so,er kann manchmal nicht richtig durchatmen.Dann versucht er bis zur Grenze, also bis es nicht mehr geht einzuatmen, und dann kommen Herzstolperer.( ich kenne das nicht richtig durchatmen auch, bei mir psychisch bedingt, merke dabei aber keine Herzstolperer.) Vielleicht achte ich auch nicht weiter darauf.Also mein Sohn ist 1,96 groß und wiegt etwa 77 kg. also sehr schlank. Achtet auf gesunde Ernährung, hat nie geraucht, selten mal Alkohol.Die Sinusbradykardien waren tagsüber nicht.Die Übelkeit nach dem Training dauert meist eine halbe Stunde, geht dann von selbst weg und dann bekommt er Hunger ( seiner Meinung nach liegt es nicht an zu intensiven Training.)

Das freut mich sehr, dass meine Erklärungen Ihrem Sohn schon etwas geholfen haben.

Bei 1,96 m Körpergröße wundert es mich nicht, dass ihm beim Aufstehen manchmal schwummrig wird. Da sind Lageveränderungen für das Herz ganz schön Arbeit.

Die Übelkeit nach dem Sport kann mehrere Ursachen haben:

  • Unterzuckerung: wenn man körperlich stark trainiert kann der Blutzucker unter 50 mg/dl fallen und sich als Übelkeit bemerkbar machen. Hier helfen kohlehydratreiche Mahlzeiten einige Stunden vor dem Training und kleine Mengen Traubenzucker während des Trainings. Auch isotonische Sportdrinks mit Glukose können helfen.
  • Starker Flüssigkeitsverlust kann auch eine Ursache für Übelkeit nach dem Training sein. Wenn Ihr Sohn trainieren möchte, sollte er schon tagsüber auf ausreichend Flüssigkeit achten. Auch während des Trainings ist regelmäßiges Trinken sehr zu empfehlen.
  • Bluthochdruck: da Ihr Sohn ein Medikament gegen Bluthochdruck einnimmt, sollte er auch mal kontrollieren, wie der Blutdruck nach dem Training liegt. Ein erhöhter Blutdruck macht sich manchmal durch Übelkeit bemerkbar. Haben Sie ein Messgerät zuhause?
  • Überanstrengung: hier hat Ihr Sohn ja schon gesagt, dass er auf ein ausgeglichenes Training achtet und sich nicht überlastet. Wollte es nur der Vollständigkeit hier auch erwähnen.

Da alle Untersuchungen zur Herzgesundheit bisher weitgehend unauffällig waren denke ich nicht, dass hier Herzprobleme die Ursache für die Übelkeit sind.

Mit dem Atmen und der Herzfrequenz ist es so: wenn wir einatmen wird das Herz ein bisschen schneller. Das liegt daran, dass der Raum im Brustkorb durch die zusätzliche Luft enger wird und das Herz sich etwas weniger füllen kann. Damit trotzdem die gleiche Menge Blut gepumpt werden kann, wird die Herzfrequenz leicht erhöht. Jeder Mensch hat gelegentliche Extrasystolen und "Fehlschläge" im Herzen. Da die Untersuchungen vor einem Jahr keine Auffälligkeiten gezeigt haben, wäre es aus meiner Sicht sehr unwahrscheinlich, dass hier gravierende Herzrhythmusstörungen eine Rolle spielen. Haben sich die Beschwerden denn seit dem Krankenhausaufenthalt irgendwie geändert?

Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Vielen Dank, ***** ***** Metzger. Ihre Erklärung war sehr umfangreich. Eine Frage nur noch zum Abschluss. Kann das Herzstolpern auch durch falsches Atmen kommen? Wenn man vielleicht zu flach atmet?Ansonsten wünschen wir einen schönen Abend. Danke für ihre Hilfe.
Ja, zum Beispiel bei einer sogenannten Hyperventilation (also zu schnelle und/oder zu tiefe Atmung) kann es zu Palpitationen kommen. Das Problem ist, dass man zuviel Kohlenstoffdioxid abatmet und der Körper dadurch durcheinander kommt. Wenn Sie zu tiefe und oder zu schnelle Atmung bemerken, ist das ein Zeichen, dass Ihr Sohn hyperventilisert. Abhilfe kann sein in eine Tüte zu atmen, weil man dadurch wieder etwas CO2 zurück einatmet.
Ich freue mich, wenn ich Ihnen und Ihrem Sohn helfen konnte. Für weitere Fragen diesbezüglich stehe ich selbstverständlich hier gerne zu Ihrer Verfügung. Herzliche Grüße, Ihr Dr. med. M. Metzger
Manuel Metzger und 2 weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.