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Dr. Schürmann
Dr. Schürmann, Dr.med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 5436
Erfahrung:  Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin mit über 30 Jahren Berufserfahrung, davon 22 Jahre in eigener Praxis. Stetige Fortbildung um eine kompetente Beratung sicherzustellen.
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Dr. Schürmann ist jetzt online.

Ich habe seit über einem Jahr massive (Wasser)-Durchfälle.

Kundenfrage

ich habe seit über einem Jahr massive (Wasser)-Durchfälle. Es fing ganz plötzlich an. Ich lag stationär in der MHH Hannover und stellte auf einmal fest, das ich eingekotet hatte. Ich habe davon nichts gemerkt. Ich habe das den Ärzten gleich gesagt und nachdem Labor und Ultraschall nichts ergeben hatten wurde eine Nervenleituntersuchung des Schließmuskel gemacht. Aber da war auch alles ok. Am Anfang konnte ich mit Loperamid (bis zu 8 Stück am Tag) noch eine leichte Beruhigung erzielen. Aber seit ca. 2 Monaten nehme ich jetzt Opium-Tinktur 3 x 10 Tropfen tgl. Nach 2-3 Tagen beruhigt sich der Darm dann für ca. 3 Tage. Dann geht das Spiel von neuem los. Was mich ja so fertig macht ist das ich überhaupt nicht merke das der Stuhl abgeht. Es ist, als wenn das einfach aus mir raus läuft. Zwischenzeitlich habe ich aber auch immer wieder mit starken Blähungen zu tun, obwohl ich da bei der Ernährung wirklich aufpasse. Mein Sohn hatte Colitis ulzerosa und es geht ihm nach der Dickdarmentfernung/Teilresektion Enddarm wieder richtig gut. Er hatte aber auch immer Krämpfe und Blut im Stuhl, das habe ich nicht. Haben Sie vielleicht eine Idee was ich noch machen kann oder an wenn ich mich wenden könnte? Herzlichen Dank im voraus Birgit Schacht
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: Ich bin weiblich, 61 Jahre alt und nehme wegen eines CRPS 1, Gicht-Arthritis, Rheuma, schwere Osteoporose, Magenbypass usw. und so fort folgende Medikamente. Targin 40/20 - Oxygesic retard 20 mg, Oxygesic akut 10 mg zur Zeit alle 3-4 Stunden. Lyrica 250 mg, Lixiana 60 mg, Ramipril 2,5 mg, Bisolvon, Vitamin B12, Omep, Calcitrat, Prednihexal 10 mg.Opium-Tinktur bei Bedarf, Kalium-Brausetabletten
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Customer: Ich habe bis April letzten Jahres Cortison in einer Dosierung von 50 mg aufwärts eingenommen. Nach meine vielen Wirbelbrüchen und einiger anderer Frakturen sollte ich unbedingt und schnellstmöglich mit dem Cortison auf höchstens 10 mg runtergehen. Das hate leider zur Folge, das sich die Gelenkknorpel z.B. an der re. Schulter und am re. Knie total verabschiedet haben, so das ich TEP`s für beide Gelenke brauche und auch an vielen anderen Stellen sich die Knorpel auflösen. Und die Durchfälle haben nach der Cörtison-Reduzierung auch deutlich zugenommen und habe auf Loperamif überhaupt nicht mehr reagiert

Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Schürmann hat geantwortet vor 2 Jahren.

Guten tag. Mein Name ist Dr.Schürmann und ich bin seit mehr als 25 Jahren Facharzt für Innere- und Allgemeinmedizin und habe bereits tausenden Patienten mit ähnlichen Problem wie Ihren geholfen. Gern werde ich mch mit Ihrem Anliegen beschäftigen. Bitte geben Sie mir etwas Zeitwährend ich Ihre Antwort formuliere. Vielen Dank für Ihre Geduld.

Experte:  Dr. Schürmann hat geantwortet vor 2 Jahren.

Könnten sie mir bitte alle Untersuchungsergebnisse, am besten in Form des Entlassungsberichtes des MHH Hannover zukommen lassen (bitte über das Büroklammersymbol und dann den Button "Datei anhängen") ? Ganz besonders interessiert mich das Ergebnis der Darmspiegelung einschliesslich feingeweblicher Untersuchung der Proben aus der Darmschleimhaut. Waren Sie bevor die Durchfälle begannen im Ausland? Wurde der Stuhl auf Parasiten,Bakterien und Calprotectin untersucht? Haben Sie als die Durchfälle begannen ein neues Medikament erhalten?

Dies sind jetzt schon leider viele zusätzliche Fragen meinerseits, aber Ihre Problematik ist komplex und erfordert eine vertiefte Anamnese. Vielen Dank!

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Hallo, Ich war schon seit 15 Jahren nicht mehr außerhalb Europas. So viel ich weiß hat es keine Untersuchungen auf Parasiten gegeben. Bei Bakterien bin ich mir nicht sicher.. Ich habe alles meiner Meinung nach Relevante aus den Entlassungsberichten rausgeschrieben. Das sind bei mir immer halbe Romane und da habe ich mir gedacht, es reicht erst einmal auch so. Die Durchfälle begannen schlagartig, ohne das ich etwas besonderes gegessen hätte oder ein neues Medikament eingenommen hätte. Was mich total irritiert ist, das ich den Stuhlabgang überhaupt nicht merke.Seit 20 März 2016 plötzlich aufgetretene Stuhlinkontinen und erschwerte Blasenentleerungsstörung. Klinisch/Neurologisch keine ParästhesienApril 2016
MRT der spinalen Achse unauffällig. EMG des M. sphincter ergab eine kontinuierliche Willküraktivität. Sphinktertonus palpatorisch erhalten, allerdings etwas reduziert. Bei Willkürkontraktion leichte Tonussteigerung. Im EMG zeigt sich kontinuierliche Willküraktivität, allerdings nicht wie beim Gesunden bildschirmfüllend. Bei Aufforderung zur Willkürkontraktion nimmt die Willküraktivität leicht aber erkenbar zu. PSA ist zwischen der Willküraktivität nicht erkennbar. Cardiolipin-Ak unauffällig. Erstmals fiel die Diagnose Colitis ulcerosa.Februar 2017
Zölliakie Diagnostik S-anti DGP IgA (E) 0,8 S-anti DGP IgG (E) 1,0 S-TrGlu IgA (E) 0,1
Stuhldiagnostik F-Elastase =500 F-Calprotectin 475,10September 2014
Koloskopie Vorspiegeln bis zum Coecumpol, die Intubationder Ileozökalklappe gelingt bei geschwollener Klappe trotz mehrfacher Versuche nicht, mit der Zange gelingt Biopsie aus dem Ileum.Coecumpol, colon ascendens , Colon transversum, Colon descendens, Sigma und Rektummit jeweils odematöser und teilweise geröteter Schleimhaut, diskontinuierlich Stufenbiopsie entnommen.Oktober 2014
Ösophagogastroduodenoskopie reizlose Befunde nach Magenbypass. Proximale Intestinoskopie. Keine Anzeichen eines Reflux-Magens. Z.n. Sleeve Gastrektomie mit Omaschlingenrekonstruktion. Beide Schlingenlassen sich gut einsehen. Keine Hinweise einer Stenose, unauffällige Schleimhaut. Cardia. Keine Hinweise einer Hernie oder Insuffiziens. Schleimhaut ubiquitär reizlos. Bulbus duodenum Z.n. Omaschlingen-Rekonstruktion Schleimhut unauffällig. Dambiopsien ohne Anzeichen für eine ColitisJanuar 2016
Clementinenhaus Hannover
Ösophagogastroduodenoskopie zeigt lediglich eine Hernierung des Restmagens nach Magenbypass 2014. CT Abdomen und Becken mit oralem Kontrastmittel keine Passagehindernisse. Abdomensonografie ebenfalls o.B.Liebe Grüße Birgit Schacht
Experte:  Dr. Schürmann hat geantwortet vor 2 Jahren.

Vielen Dank,

das ist schon sehr viel an Information. Mir würden zusätzlich der Coloskopiebefund mit Histologie als Originalbefund hier hochgeladen sehr weiterhelfen.

Vielleicht geht das ja. Probieren Sie es mit meiner Kurzanleitung.

Vielen Dank.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Hallo, ich muß mal schaun ob ich die Histologischen Befunde bekomme.. Die Untersuchung Ist ja schon einige Zeit her. Haben Sie den ansonsten schon eine Idee was meine Probleme auslöst. Kann es an der Reduzierung der Cortisonmenge liegen? Liebe Grüße Birgit Schacht
Experte:  Dr. Schürmann hat geantwortet vor 2 Jahren.

Danke für Ihre Bemühungen die Befunde beizubringen.

Meine(vorläufige) Idee zu Ihrer Problematik ist Folgende: Sie leiden an einer Colitis ulzerosa, die häufig in Zusammenhang mit rheumatischen Erkrankungen auftritt.Diese verursacht die häufigen Durchfälle, die allerdings typischerweise mit Blutbeimengungen einhergehen, die bei Ihnen fehlen. Gleichzeitig besteht eine Stuhlinkontinenz, die die Symptomatik noch weiter verschlimmert.

Die Beschwerdebesserung auf Kortison würde die These einer Colitis stützen. Die noch ausstehenden Histologiebefunde können die benannten Diskrepanzen weiter klären.

Experte:  Dr. Schürmann hat geantwortet vor 2 Jahren.

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