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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 31249
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Hallo, Hallo, ich, weiblich, 45 Jahre (L-Thyroxin:

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: Hallo, ich, weiblich, 45 Jahre (L-Thyroxin: Hashimoto, Monoprost 50: Glaukom), kräftig aber sehr aktiv und sportlich, 2 Kinder, glücklich, keinen körperlich anstrengenden oder Büro-Job, leide seit ca. 5 Jahren unter den unterschiedlichsten Gelenk- bzw. Sehnenschmerzen. Seit ca. 2 Jahren verschlimmert sich mein Zustand allerdings rapide und wird langsam unerträglich: Atemnot, Schmerzen im Schulterbereich, Schmerzen / Taubheit / Kribbeln im Arm, schwache Finger links und rechts, sporadisch Schmerzen in den Sprunggelenken, Hallux Valgus, akut Schmerzen im Nacken etc.... Aufgrund einer bestehenden (zugegebenermaßen über Jahrzente erfolgreich ignorierten) ausgeprägten Skoliose (thorakal) und einer Psoriasis werde ich immer wieder im Pingpong-Verfahren vom Rheumatologen zum Orthopäden und umgekehrt geschickt - ohne jedoch irgendwie geholfen zu bekommen. Es wurden zwar viele MRTs, Röntgenaufnahmen, EKG, Ultraschall, Szintigramme aufgenommen. Vieles wurde gesehen: (aktivierte) Osteochondrosen Lendenwirbelbereich & HWS, Bandscheibenvorfälle, Arthrosen, Tendinosen, Schleimbeutelentzündungen. Außer Ibuprofen wurde nichts empfohlen. Aber immer wurde ich leider an andere verwiesen. Ein Skelett- bzw. Rheuma-Szintigramm hatte 2017 (bevor es schmerztechnisch eigentlich richtig los ging) folgendes "ergeben": „… Die fokale umschriebene Mehranreicherung im MCP Gelenk 3 ist verdächtig auf eine milde Manifestation einer Psoriasis Arthropathie. Dazu passen auch leichte Mehranreicherungen in allen DIP-Gelenken sowie degenerative Veränderungen in beiden Sprunggelenken sowie über den Hüften beschrieben => wahrscheinlich multifaktioriell zu interpretieren mit einer milden Psoriasisarthropie, mit zusätzlichen Gelenkveränderungen, die entweder degenerativ oder aber auch Folge einer Psoriasis-Arthritis sein könnten. …“. Dies war für den Rheumatologen nicht aussagekräftig genug, da außerdem keine Rheumawerte im Blut und kein HLa-B27-Faktor vorhanden ist. Im Juni diesen Jahres wurde nun aufgrund massiver Schulter-Arm-Nackenschmerzen wieder ein Skelett- bzw. Rheuma-Szintigramm gemacht, in welchem nichts an den Schulter gesehen wurde und lt. dem sich keine Hinweise auf eine Psoriasisarthritis ergeben => Zitat "alles tippitoppi"!. Der Rheumatologe hat mich daraufhin dauerhaft an die Orthopädie verwiesen. In einem Schulter-MRT 2 Wochen später wurde jedoch folgendes festgestellt: flächiges Marködemäquivalent im Humeruskopf, langstreckige Tendinose der Supraspinatussehne ohne Rissbildung, minimale Bursitis subacromialis-subdeltoidea ohne Ergussbildung. Meine Fragen: Wie kann es sein, dass in einem Szintigramm zu einem vergleichsweise relativ schmerzfreien Zeitpunkt der Verdacht auf eine Psoriasisarthritis gestellt wird, zwei Jahre später bei massiven Schmerzen (eigentlich überall) fast nichts zu sehen ist? Selbst nicht die Tendinose, die Bursitis und das Marködem in der Schulter… Kann das Szintigramm in diesem Jahr irgendwie falsch negativ gelaufen sein? Denn man hätte die seit Monaten bestehenden Beschwerden in der Schulter dort doch eigentlich am ehesten sehen müssen? Kann das Szintigramm (Kontrastmittel 99mTC-Teceos) von einem jod-haltigen Kontrastmittel (Imeron 300) wegen Lungen-CT im April ungünstig beeinflusst worden sein? Ich bin mir der Problematik inkl. der Begleiterscheinugnen meiner Skoliose durchaus bewusst, aber für mich würde ein Psoriasarthritis so viel mehr erklären… Vielen Dank für die Zeit, die Sie sich nehmen!
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Customer: ;-) Ich glaube, ich erschlage den Arzt auch schon so mit dem langen Text...

Guten Abend,

Hier muss zwischen Arthrose (einer regenerativen Erkrankung) und Arthritis ( einer Entzündung) unterschieden werden. Bei einer leichten Arthrose, die man auch als Arthropathie bezeichnen kann (was nichts Anderes als "Gelenkerkrankung" heißt), hat man nur milde Anreicherungen im Szintigramm, wie bei Ihnen auch beschrieben. Eine Arthritis hätte eine starke Anreicherung gezeigt sowie erhöhte Entzündungswerte und Antikörper. Auch in der Schulter ist nur Degeneratives beschrieben, es passt also alles zusammen. Der Rheumatologe ist hier nicht zuständig.

Ich wünsche Ihnen das Allerbeste!

Ein vorheriges Lungen CT beeinflusst das Szintigramm nicht, und alles spricht äußerst schlüssig gegen eine Psoriasisarthritis.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Vielen Dank für Ihre umfangreiche Antwort zu später Stunde am Wochenende :-)

Sehr gern geschehen! Bitte danken Sie mir durch Anklicken einer positiven Bewertung dafür zurück nach oben scrollen. Danke :-)

Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.