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Dr. Schürmann
Dr. Schürmann, Dr.med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 5272
Erfahrung:  Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin mit über 30 Jahren Berufserfahrung, davon 22 Jahre in eigener Praxis. Stetige Fortbildung um eine kompetente Beratung sicherzustellen.
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Dr. Schürmann ist jetzt online.

mein 25jähriger Sohn hat seit Jahren täglich 10 bis 20

Diese Antwort wurde bewertet:

mein 25jähriger Sohn hat seit Jahren täglich 10 bis 20 Krampfanfälle mit vorhergehender Atemnot, oft minutenlang, bis zum Blauwerden und Todesangst, vor allem beim Einschlafen und in den frühen Morgenstunden.
neurologische und HNO-Untersuchungen haben ergeben, daß es weder Epilepsie ist, noch Schlafapnoe.
2014 wurde ein Versuch mit Levetiracetam gemacht, nach einigen Monaten langsam wieder abgesetzt, da sich die Anfälle verlängerten und intensiver wurde.
Im Dezember wurde ein Versuch mit Valdoxan gemacht und sofort wegen Verschlechterung wieder abgesetzt. Direkt am nächsten Tag wurde Pipamperon gegeben, zeitweise in Kombination mit Sertralin morgens, was er absetzte, da es ihm immer schlechter ging. Seit Mitte März nur noch Pipamperon, in immer höherer Dosierung und immer nur zur Nacht, zuletzt 100mg.
Er hat immer wieder Nebenwirkungen und die Anfälle erscheinen ihm weniger heftig, sind aber immer noch lebensbedrohlich. Er raucht täglich 20 Zigaretten und trinkt Kaffee und den ganzen Tag Instanteistee.
Dazu unzureichend Essen, nur um 11Uhr Frühstück und um 16Uhr warm.
Er sollte eigentlich zur Diagnose in ein Zentrum für seltene Erkrankungen.
Für Ihr Meinung zu der oben geschilderten Medikation, wäre ich Ihnen sehr dankbar, mfG.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
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Vielen Dank für die Nutzung von justanswer. Ich bin Dr.Schürmann und werde Ihnen helfen.

Ich habe die Vorgeschichte Ihres Sohnes studieren können und konnte auch die übersandten Befunde lesen.

Zusammengefasst halte ich psychogene Anfälle für die wahrscheinlichste Diagnose. Da es sich folglich nicht um eine tatsächliche Epilepsie handelt (insbesondere auch, weil ein während eines "Anfalls" abgeleitetes EEG keine epilepsietypischen Potentiale zeigte), sollte man, Antiepileptika langsam ausschleichen und mit einer Therapie mit Wiederaufnahmehemmern wie zum Beispiel Venlafaxin beginnen, um die bestehende Angststörung effektiv behandeln zu können.

Weiterhin scheint ein allergisches Asthma bronchiale vorzuliegen, dass während der Anfälle die Atmung weiter verschlechtert. Eine konsequente Therapie mit cortisonhaltigen Spray sollte begonnen werden.

Wenn Sie zu meiner Antwort noch Rückfragen haben, dann dürfen Sie die hier gern kostenlos stellen. Andernfalls bitte ich Sie höflichst um eine positive Bewertung. Freundlichst Ihr Dr.Schürmann

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Er bekommt kein Antiepileptika, sondern Pipamperon, abends, zittert, ist erschöpft, hat immer noch Anfälle von Atemnot. Asthma ist ausgeschlossen, er ist vollkommen gesund. Cortison würde doch die körpereigene Abwehr ausschalten, das scheint mir genauso gefährlich, wie andere Medikamente. Warum Wiederaufnahmehemmer ? wie wirkt Venlafaxin ? mfG.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
und er erbricht sich häufig nach dem Essen

Richtig, das sagten Sie ja: Die Antiepileptika wurden wegen Erfolglosigkeit schon abgesetzt, was auch gut so ist. Aus meiner Sicht sollte jetzt eine psychiatrische Behandlung im Vordergrund stehen.

Venlafaxin ist das bewährteste Mittel in der Therapie der Angststörungen, die bei Ihrem Sohn vermutlich vorliegt. Es wirkt über den Ausgleich der gestörten Balance der verschiedenen Neurotransmitter (Noradrenalin und Serotonin).

Wenn nun tatsächlich kein Asthma vorliegt, dann hat sich Therapie mit einem cortisonhaltigen Spray erübrigt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.Schürmann

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
wird die Atemnot durch diese gestörte Balance verursacht, kann man das überprüfen ?
es ist doch normal, bei Anfällen von Atemnot, Angst vor dem Erstickungstod zu haben, warum soll das eine Störung sein ?

Entschuldigung. Könnten Sie Ihre Rückfrage noch einmal neu formulieren? Ich habe das nicht so recht verstanden. Vielen Dank!

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
wenn diese Disbalance die Anfälle auslöst, was macht dann Pipamperon mit ihm. Warum sagt mir niemand etwas über dieses Medikament ? MfG

Vielen Dank!

Pipamperon hat vor allem einen beruhigenden Effekt, der über eine Hemmung der Serotoninwirkung vermittelt wird. Vermutlich könnte Ihr Sohn über eine massive Sedierung (Beruhigung)von den Anfällen befreit werden. Der Preis dafür- die Ruhigstellung auch tags- dürfte aber zu hoch sein.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Wie kann festgestellt werden, bzw. welcher Facharzt kann feststellen, ob es an diesen Transmittern liegt ? welche Diagnose würden Sie stellen, wenn Sie nur meine Schilderung der Anfälle lesen, ohne die Arztbriefe ?

Meine Verdachtsdiagnose waren psychogene Anfälle noch bevor ich die Briefe gelesen hatte. Als Ursache dieser psychogenen Anfälle gehe ich von einer Angststörung aus. Ich empfehle daher die Vorstellung bei einem Psychiater, der auch der Spezialist für die Balancestörungen der Neurotransmitter ist.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (Anklicken von 3-5 Bewertungssternen) würde ich mich sehr freuen, weil ich sonst für meine Arbeit nicht honoriert werden kann. Vielen Dank ***** *****ürmann

Dr. Schürmann, Dr.med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 5272
Erfahrung: Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin mit über 30 Jahren Berufserfahrung, davon 22 Jahre in eigener Praxis. Stetige Fortbildung um eine kompetente Beratung sicherzustellen.
Dr. Schürmann und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Vielen Dank für Ihre Hilfe, mfG

Sehr gerne geschehen. Ich danke für Ihre freundliche Bewertung und wünsche Ihnen alles Gute.