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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 35040
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Hallo, ich wäre Ihnen für einen kompetenten Rat dankbar. Die

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
ich wäre Ihnen für einen kompetenten Rat dankbar.
Die Situation: Mein Mann, 77, ist seit ca. 25 Jahren an fortschreitender Gliedergürtelmyopathie erkrankt. Er sitzt seit über 15 Jahren fest im Rollstuhl und die Krankheit schreitet langsam, aber unaufhaltsam fort. Das war uns von Anfang an bekannt und wir könnten (konnten) recht gut damit leben, zumal mein Mann sehr gut damit umgeht, geistig völlig fit ist und viele Interessen hat.
Seit Anfang des Jahres hat er jetzt Pflegegrad 4 und die Situation wird durchaus beschwerlicher, da ich ihn alleine pflege und auch bereits 72 Jahre alt bin. Aber mit Hilfsmitteln (Deckenlift usw.) klappt es ganz gut.
Da wir einen völlig uninteressierten Hausarzt haben (mein Mann ist Kassenpatient), haben wir seit 2 Jahren anstehende Untersuchungen (Blutbild, Ultraschall usw.) durch ein mobiles Privates Notarztteam vornehmen lassen. Als mein Mann jetzt ernste Probleme beim Wasserlassen hatte, haben wir einen uns sehr sympathischen Arzt gerufen (Facharzt für Urologie, allerdings schon ein paar Jahre a. D.). Mein Mann hat eine gutartige stark vergrößerte Prostata, die jetzt wohl die Ursache ist.Er bekam am Samstag einen Katheter eingesetzt, den er bis Donnerstag behalten soll. Danach wird festgestellt, ob er noch alleine Urin lassen kann oder dauerhaft auf einen Katheter angewiesen sein wird.
Das entsetzt mich jetzt doch sehr! Mit Katheter verbinde ich “Infektionsgefahr” und natürlich eingeschränkte Mobilität (wir sind öfter per Rollstuhl mit andern Menschen zusammen.
Gibt es wirklich keine andere Möglichkeit? Meinetwegen auch Inkontinenzhosen ...Da ich für alle diese Entscheidungen alleine verantwortlich bin und wirklich niemanden fragen kann, wäre ich für ein Gespräch sehr dankbar.Ich möchte noch erwähnen, dass mein Mann *auf keinen Fall* in ein Krankenhaus soll, sofern das irgendwie zu vermeiden ist. Er muss nachts mehrere Male umgedreht werden, was dort nicht gewährleistet ist. Und da er die Arme nicht mehr benutzen kann, ist er in allem auf fremde Hilfe angewiesen. Unsere Erfahrungen mit Krankenhäusern waren katastrophal – ich würde alles tun, um ihn einen weiteren Aufenthalt dort zu ersparen.Noch ein Schock in diesem Zusammenhang: Mein Mann nimmt keinerlei Medikamente außer Torasemid 5 mg, jetzt hat er mehrfach Schmerzmittel (Ibuprofen, ASS, Paracetamol) bekommen, außerdem Noctamid 2 mg und 2,5 mg Tavor.
Kann das die Ursache dafür sein, dass er seit 2 Tagen gelegentlich ziemlich “verwirrt” ist, unsinnige Fragen stellt??Ich wäre dankbar, wenn ich mit einer/einem Ihrer Experten bzw. Expertinnen reden könnte.
Im Voraus danke!
Gisela Rohrbach
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: Ich bin 72 Jahre alt, weiblich und nehme außer Noctamid 2 mg abends und L-Thyroxin keine Medikamente ein.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Customer: Mir fällt nichts weiter ein ...

Guten Morgen,

Bitte entschuldigen Sie die späte Antwort.

Zunächst mal möchte ich Ihnen versichern, dass die meisten Ärzte ihre gesetzlich versicherten Patienten durchaus empathisch und engagiert behandeln! Das ist keine Frage des Geldes, sondern der Persönlichkeit, wenn Ihr Hausarzt das nicht tut... Ein Wechsel könnte hier Besserung bringen.

Dann ist ein Katheter deutlich angenehmer, als Inkontinenzhosen es sind, denn letztere sind nie ganz geruchssicher, während man mit einem Katheter und kleinem Beinbeutel dazu durch die ganze Welt reisen könnte (was viele Menschen auch tun). Auch muss man hier keine Nässekzeme fürchten. Aber es gibt sowieso keine Alternative, wenn die Prostata so groß st; dann läuft der Urin einfach nicht mehr ab, was zu schmerzhaftesten Harnverhalten führen würde. Da hilft auch keine Windel. Bei angemessener Hygiene ist die Infektionsgefahr überschaubar.

Noctamid und Tavor sind starke Beruhigungsmittel, die wahrscheinlich Schuld an der Verwirrung Ihres Mannes sind und sofort wieder abgesetzt werden sollten! Es scheint ja auch Indikation dafür zu geben.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Falls etwas unklar geblieben ist, stehe ich über den Button „Experten antworten" zur Verfügung. Über eine positive Bewertung Ihrerseits (Anklicken von 3-5 Bewertungssternen ) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen, denn nur dann erhalte ich einen Teil Ihres angezahlten Honorars für meine Hilfe. Ich wünsche Ihnen das Allerbeste!

Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.