So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Dr. Gehring.
Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 29547
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Medizin hier ein
Dr. Gehring ist jetzt online.

Ich schreibe Ihnen, weil ich mir Sorgen um meine Mutter (91)

Diese Antwort wurde bewertet:

ich schreibe Ihnen, weil ich mir Sorgen um meine Mutter (91) mache.
Ca. vor einem halben Jahr bekam sie in der Ohrmuschel eine rote krustige Stelle, die sich ausbreitete, an einer zweiten Stelle ebenfalls auftrat und manchmal blutete und schmerzte.
Im Jänner 2019 ging sie zum Hautarzt, dieser überwies sie sofort zur HNO-Ambulanz, wo Biopsien von verschiedenen Stellen der Wunden gemacht wurden.
Die Biopsien waren alle negativ, der behandelnde Arzt meinte aber, es müsse operiert werden, weil ein Invasives Geschehen nicht ausschließbar sei. Da meine Mutter Blutverdünnungstabletten nahm, mussten diese erst abgesetzt werden.
Vor 2 Wochen erfolgte dann die OP. Der histologische Befund ist noch nicht da.
Meine Mutter nimmt jetzt seit ca. 1 Woche Antibiotika (und hat dadurch starken Durchfall) und hat immer wieder Schmerzen, weil ein dicker Belag auf der Wunde ist und auch Eiter austritt. Im OP-Befund steht Verdacht auf ein Spinaliom.
Meine Frage: Kann es sein, dass ein Spinaliom bei der Biopsie nicht entdeckt wird und dieses erst in den unteren Schichten zu finden ist?
Wenn der histol. Befund ein Spinaliom ergibt muss angeblich wieder operiert werden. Man kann doch nicht das ganze Ohr abschneiden, oder?
Setzen Spinaliome oft Tochtergeschwülste?
Ich habe gelesen, dass man bei einem Spinaliom keine Schmerzen hat, stimmt das? Meine Mutter konnte schon lange nicht mehr auf der wunden Seite schlafen!
Könnte es auch ein Basaliom sein? Oder sieht das der Operateur gleich?
Ein Basaliom ist ja nicht so aggressiv!
Was sollte gegen die Schmerzen und gegen das Eiter derzeit gemacht werden?

Vielen Dank ***** *****
Beste Grüße
*****

Guten Tag,

Gerne helfe ich Ihnen weiter.

Wenn eine Stelle so lange nicht heilt, kann man tatsächlich nicht ausschließen, dass etwas Bösartiges dahinter steckt, darum war die Operation absolut sinnvoll. Manchmal biopsiert man einfach daneben und erwischt die bösen Zellen nicht, darum ist es denkbar, dass es ein bisher nicht entdecktes Spinaliom ist. Man wird nicht das ganze Ohr abschneiden, sondern einen Teil, und dann versuchen, das Ganze kosmetisch halbwegs erträglich hinzukriegen.

Man hat beim Spinaliom tatsächlich keine Schmerzen, aber die Infektion der Stelle schmerzt, insofern kann man hier auf nichts schließen. Ein Basaliom wächst meiste sehr viel langsamer, darum hat man wahrscheinlich eher ein Spinaliom in Verdacht.

Kleine Spinaliome (unter 1 cm) metastasieren selten, darum würde ich mir keine großen Sorgen machen.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Falls etwas unklar geblieben ist, stehe ich über den Button „Experten antworten" zur Verfügung. Über eine positive Bewertung Ihrerseits (Anklicken von 3-5 Bewertungssternen ) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen, denn nur dann erhalte ich einen Teil Ihres angezahlten Honorars für meine Hilfe. Ich wünsche Ihrer Mutter das Allerbeste!

Kunde: hat geantwortet vor 3 Tagen.
Vielen Dank für die Antwort. Ich hätte noch ein paar Fragen: Kann es sein, dass bei der OP mit Sicherheitsabstand schon alles entfernt wurde? Man plant doch einen Sicherheitsabstand ein, oder?Was sollte gegen die Schmerzen und gegen das Eiter derzeit gemacht werden?

Man nimmt zunächst nur einen kleinen Sicherheitsabstand, den man bei Bedarf noch vergrößert.

Man muss die Infektion bekämpfen, und natürlich sollte Ihre Mutter Schmerzmittel wie Novalgin bekommen.

Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 23 Stunden.
Sehr geehrte Frau Doktor,
leider hat der histologische Befund jetzt doch ergeben, dass an den Rändern noch bösartige Zellen eines Spinalioms gefunden wurden, welche operiert werden müssen. So weit ich weiß 1 x mit einer Keilexzision. Heißt das, dass nicht nur die Ränder (Haut) weggeschnitten werden muss, sondern auch ein Keil in den Knorpel? Ich habe jetzt viel im Internet gelesen und es steht immer, dass Spinaliome am Ohr besonders aggressiv sind. Nach der 1. OP sind schon große Wunden am Ohr. Ich fürchte, dass das Spinaliom größer als 1 cm sein wird bzw. sind ja 2 verschiedene Stellen am Ohr befallen.
Das erhöht dann die Metastasierungsgefahr sicher?
Beste Grüße

Ja, es wird auch ein Keil in den Knorpel geschnitten. Zar ist die Metastasierungsgefahr dann größer, aber bei Älteren wachsen auch Tumorzellen langsam, insofern wäre ich nicht zu sehr besorgt.

Trotzdem schade!

Kunde: hat geantwortet vor 17 Stunden.
Der OP-Termin ist erst am 9. Juli. Da sie nach der 1. OP vor über 2 Wochen starke Schmerzen und Eiter hat fürchte ich, dass das vom restlichen Spinaliom kommt und ein früherer OP-Termin jedenfalls Vorteile bringen würde in Bezug auf Ausbreitung und Metastasierung. Denken Sie, ob es ratsam ist auf einen früheren OP-Termin zu dringen?

Nein, so schnell metastasiert das nicht, keine Sorge! Ein Spinaliom wächst sehr langsam, und es ist nicht zu befürchten,dass in diesen paar Wochen ein ernster, vermeidbarer Schaden entsteht.

Da das Spinaliom nicht schmerzt, ist es auch nicht Schuld an Schmerz und Eiter. Diese sind definitiv auf eine Infektion zurück zu führen, wie sie leider bei OPs mal auftreten können. Nicht nur das Spinaliom, das deutlich langsamer wächst als z. B. ein Brustkrebs, sondern auch das Alter Ihrer Mutter, dass dem schnellen Wachstum der Tumorzellen entgegen steht, lassen hoffen, das sie kurativ behandelt werden kann.