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Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 153
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
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Manuel Metzger ist jetzt online.

Seit längerer Zeit läuft mir ständig die Nase

Kundenfrage

Seit längerer Zeit läuft mir ständig die Nase,auch als Schnee lag.Was kann das sein!Es ist ziemlich belastend!

Gepostet: vor 3 Monaten.
Kategorie: Medizin
Experte:  Manuel Metzger hat geantwortet vor 3 Monaten.

Sehr geehrter Fragesteller,

da Sie schon länger auf eine Antwort warten, möchte ich Ihnen meine Hilfe anbieten. Ich bin Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Rhinitis (also Nasenlaufen) ist auch bei Kindern- und Jugendlichen ein häufiges Problem und die Ursachen sind ähnlich denen bei Erwachsenen. Die Liste möglicher Ursachen ist recht lang. Um das Problem ein bisschen einzugrenzen bräuchte ich noch mehr Informationen von Ihnen:

  • Wie lange haben Sie das Problem schon genau?
  • Sind noch andere Beschwerden aufgetreten? z.B. gerötete oder juckende Augen, Niesattacken, Kopfschmerzen, vermindertes Geruchsempfinden, Stimmveränderungen, oder andere.
  • Gibt es Momente, wo es schlimmer oder besser wird? Haben Sie irgendeinen Einflussfaktor ausmachen können? z.B. Tageszeit, Aufenthaltsort, Temperaturschwankungen, Alkoholgenuss, etc.?
  • Wie sieht das Nasensekret aus? Ist es wässrig oder gelblich (oder hat es eine andere Farbe)? Ist Ihnen ein seltsamer Geruch in der Nase aufgefallen?
  • Nehmen Sie irgendwelche Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel ein? (bitte schreiben Sie die komplette Liste, auch Nasensprays)
  • Ist Nasenbluten bei Ihnen aufgetreten?

Ihre Antworten helfen mir, Sie besser zu beraten.

Beste Grüße,

Dr. med. M. Metzger

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Ich habe das Problem schon mindestens 5Jahre und es wird schlimmer!Die Nase läuft ständig. Ich bin 54 Jahre alt und es ist egal ob zu Hause oder auf Arbeit.Meine Mutter hatte auch Dauerschnupfen,ist das vererbbar?
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Ich kann das verstehen,wenn Sie Zeit haben können Sie sich ja melden,ist ja nicht Lebensgefählich!
Experte:  Manuel Metzger hat geantwortet vor 3 Monaten.

Sehr geehrter Fragesteller,

zur Zeit kann ich leider keinen Telefonanruf anbieten, da ich gerade im Ausland bin und nur mobiles Internet zur Verfügung habe. Wenn Sie meine obigen Fragen beantworten, kann ich Sie besser beraten.

Beste Grüße,

Dr. med. M. Metzger

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Ich nehme keine Medikamente und habe seit etwa 5Jahren diese Probleme und trinke Alkohol (Bier)nach Arbeit habe das Problem trotzdem ganzjährig.Bin 1964 geboren.Augen tränen auch ab und zu sonst keine Beschwerden.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Nasensekret ist Wässrig und immer ein Tropfen an der Nase
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Gute Reise und vielen Dank!Rufen Sie mich bitte an wenn Sie wieder da sind!
Experte:  Manuel Metzger hat geantwortet vor 3 Monaten.

Sehr geehrte Fragesteller,

zu Ihrem Problem würde ich gerne noch etwas nachforschen und heute ist es schon spät. Ich schreibe Ihnen am Mittwoch dann eine ausführlichere Antwort. Ich kann mir vorstellen, dass es sehr belastend für Sie ist, ständig unter diesem Fließschnupfen zu leiden. 5 Jahre ist auch länger als ich aus Ihrer anfänglichen Beschreibung gedacht hätte. Schreiben Sie mir bitte noch, was Sie schon alles unternommen haben, oder welche Diagnostik schon durchgeführt wurde. Sie waren doch sicher schon mal bei einem Arzt wegen diesem Problem. Was wurde bisher veranlasst? Wurden schon einige Erkrankungen ausgeschlossen? Schlafen Sie gut, und bis später!

Dr. med. M. Metzger

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin

Experte:  Manuel Metzger hat geantwortet vor 3 Monaten.

Sehr geehrter Fragesteller,

jetzt habe ich gar nicht mehr von Ihnen gehört und weiß noch nicht, ob Sie schon etwas bezüglich des Schnupfens unternommen haben. Ich habe trotzdem schon mal eine kleine Aufstellung möglicher Ursachen erarbeitet und will sie Ihnen hiermit zukommen lassen.

Mögliche Ursachen:

  • Allergien: allergische Rhinitis ist eine häufige Ursachen für langanhaltenden Schnupfen. Es gibt einige Allergien, die auch ganzjährig Symptome verursachen können (z.B. Hausstaubmilben, Küchenschaben, Tierhaare oder Pilzsporen/Schimmel).
  • Infektiöse Ursachen: eine chronische bakterielle Rhinosinusitis kommt auch als Ursache in Betracht. Wegweisend wären Entzündungszeichen der Nebenhöhlen (also Kopfschmerzen, nasale Stimme, eventuell eitriger Schnupfen). Da Sie nichts dergleichen bei sich festgestellt haben, halte ich es für eher unwahrscheinlich, dass eine bakterielle Nebenhöhlenentzündung bei Ihnen eine Rolle spielt.
  • Berufsbedingte Rhinitis: es gibt einige Berufe mit einem erhöhten Risiko für Dauerschnupfen. Dazu zählen zum Beispiel: alle Arbeiten mit Tieren, Landwirtschaftliche Arbeiten, Bäcker, Nahrungsmittelindustrie, Fabrikarbeit in der Herstellung von Elektronikprodukten, Bootsbauer, sowie Apotheker und Gesundheitsberufe. Oft spielen hier Allergien eine Rolle. Irritation durch reizende Substanzen (Chemikalien oder auch Tabakrauch) kann ebenfalls eine Rolle spielen.
  • Pharmakologische Ursachen: der falsche Gebrauch von Nasensprays kann langanhaltenden Schnupfen auslösen. Es gibt auch einige andere Medikamente die Dauerschnupfen verursachen können. Aber da Sie keine Medikamente nehmen fallen diese Ursachen eher flach.
  • Chronische nichtallergische Rhinitis. Gerade bei älteren Menschen gibt es auch nichtallergischen Dauerschnupfen, der ohne konkreten Auslöser auftreten kann. Hier kann die erbliche Veranlagung eine Rolle spielen. Wenn die gleichen Symptome schon bei Ihrer Mutter aufgetreten sind, wäre das eine mögliche Erklärung. Falls Sie im gleichen Haushalt gelebt haben, könnten aber auch Allergene, denen Sie beide ausgesetzt waren die Ursache sein.
  • Rhinitis durch Schilddrüsenunterfunktion: in seltenen Fällen kann der Dauerschnupfen auch hormonell verursacht sein, zum Beispiel durch eine Schilddrüsenunterfunktion. Weitere typische Symptome wären Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit, sowie eine Gewichtszunahme.
  • Reflux: selten kann ein Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre Dauerschnupfen auslösen. Typischerweise tritt hier auch Husten oder Sodbrennen auf.
  • Systemische Erkrankung: hier zeigen sich ebenfalls noch weitere Symptome wie Nachtschweiß, Gewichtsabnahme oder körperliche Abgeschlagenheit.

Aus diesen möglichen Ursachen ergibt sich das Diagnostische Vorgehen. Möglicherweise haben Sie die eine oder andere Untersuchung schon durchführen lassen, das kürzt die folgende Liste vielleicht ein bisschen ab:

  • Grundsätzlich müsste Ihr Hausarzt Ihnen mit diesen Beschwerden helfen können. Gegebenenfalls kann er auch eine Überweisung an einen HNO-Arzt ausstellen und Ihnen vielleicht sogar jemand empfehlen.
  • Ganz zu Anfang steht eine gründliche körperliche Untersuchung: hier kann nach Zeichen von Nebenhöhlenentzündung gesehen werden, um eine Infektiöse Ursache auszuschließen. Ein Blick in die Nase mit dem Otoskop kann auch wertvolle Anhaltspunkte liefern (sind die Nasenschleimhäute blass oder gerötet, stark oder nur leicht geschwollen?)
  • als nächstes sollten mögliche Allergien ausgeschlossen werden. Das kann Ihr Hausarzt zum Beispiel über einen Bluttest (spezifisches IgE von üblichen ganzjährigen Allergenen). Alternativ wäre eine Hauttestung oder sogar eine direkte Testung an den Nasenschleimhäuten möglich (es kann sein, dass hierzu die Überweisung an einen Facharzt notwendig ist). Wenn ein Kontakt zu Allergenen ausgeschlossen ist, kann Ihr Hausarzt sich auch gegen einen Allergietest entscheiden.
  • Falls Sie in einem Risikoberuf arbeiten, sollte man mögliche berufsbedingte Allergene in diese Untersuchung mit einschließen.
  • Wenn ein Rückfluss von Magensäure in Betracht gezogen wird (z.B. bei Husten und Sodbrennen), kann man einen Therapieversuch mit Magensäureblockern durchführen.
  • Bei Verdachtsmomenten (sprich typischen Symptomen wie Antriebslosigkeit oder Gewichtszunahme) sollte man die Schilddrüsenwerte kontrollieren
  • Falls Beschwerden in die Richtung einer systemischen Erkrankung deuten, kann eine bildgebende Untersuchung angezeigt sein (z.B. Ultraschall, CT oder MRT)

Sobald eine klare Diagnose steht, kann man nach der optimalen Behandlung suchen. Für jede Ursache gibt es verschiedene Behandlungsansätze, die Ihre Beschwerden verbessern können. Aber ohne gute Diagnose kann es auch keine gute Behandlung geben. Ich finde es sehr gut, dass Sie nach der Ursache dieser lästigen Beschwerden suchen und hoffe meine Ausführungen sind Ihnen ein kleiner Wegweiser in welche Richtung man bei der Diagnostik denken muss. Falls Sie noch weitere Fragen haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg bei der Diagnostik!

Beste Grüße,

Dr. med. M. Metzger

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin

Experte:  Manuel Metzger hat geantwortet vor 3 Monaten.
Sehr geehrter Fragesteller,
jetzt habe ich gar nichts mehr von Ihnen gehört. Hat Ihnen meine Antwort weiter geholfen? Dann würde ich mich über eine gute Bewertung freuen. Sind bei Ihnen noch Fragen offen? Dann stehe ich gerne als Ansprechpartner zur Verfügung, lassen Sie mich einfach wissen, wie ich Ihnen noch helfen kann.
Beste Grüße,
Dr. med. M. Metzger