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Achim Reither
Achim Reither, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 122
Erfahrung:  Facharzt
103609911
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Achim Reither ist jetzt online.

Hallo, meine Frau ist im 7. Monat schwanger und hat eine

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, meine Frau ist im 7. Monat schwanger und hat eine Beinvenenthrombose. Nun war sie in 2 Krankenhäusern und jeder schickt sie nach den Untersuchungen wieder nach Hause und sagt nur ja es ist Thrombose und sie soll einen Thrombosestrumpf tragen und abwarten. Aber jeder sagt etwas anderes ob sie laufen soll oder Bettruhe. Bei dem Internisten bei dem sie war, der hat sie sofort eingewiesen da Gefahr zur Lungenembolie besteht, da das Blut im Bein dick ist und viele kleine Thromben hat. Aber die Gynäkologen im Krankenhaus nehmen das nicht ernst. Was sollen wir noch tun?
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Clexane wird früh und abends gespritzt

Lieber Kunde,

Danke, ***** ***** JustAnswer nutzen.

In der Schwangerschaft ist das Thrombose-Risiko um etwa das Sechs- bis Zehnfache erhöht. Die Gründe sind vielfältig: Die Venen müssen etwa ein Viertel mehr Blut als vor der Schwangerschaft durch den Körper pumpen, zugleich bewirkt das Schwangerschaftshormon Progesteron, dass sich die Venenwände weiten, weshalb sich das Blut häufiger in den Beinen staut. Ausserdem fliesst das Blut in der Schwangerschaft langsamer, was einen Stau ebenfalls begünstigt.

Eine weitere Ursache liegt in der schnelleren Gerinnung des Blutes von schwangeren Frauen aufgrund des erhöhten Blutvolumens und hormoneller Veränderungen. Eine Thrombose ist grundsätzlich eine ernstzunehmende Erkrankung, da sich im ungünstigsten Fall hieraus eine Embolie entwickeln kann. Empfehlungen zur Therapie in der Schwangerschaft sind schwierig, da wie oben beschrieben in der Schwangerschaft veränderte physiologische Verhältnisse herrschen. Bei der Therapie geht man entsprechend schrittweise vor. Grundsätzlich wird die Thrombose vom Internisten behandelt. Hier werden Thrombosestrümpfe, BlutverdünnendevMedikamente niedermolekulares Heparin eingesetzt. Diese Behandlung wird in der Regel für den Rest der Schwangerschaft und für mindestens sechs Wochen nach der Geburt empfohlen. Allgemeine Maßnahmen sind ausreichend trinken und leichte Bewegung damit das Blut zirkulieren kann und sich die Thrombose nicht verschlimmert. Ihre Frau soll sich regelmäßig zur Ultraschallkontrolle und Laborkontrolle vorstellen. Wenn sich bestehende Beschwerden verschlimmern ( Zunahme Beinschwellung , neue Schmerzen etc) in die Klinik bei den Kollegen der Inneren Medizin vorstellen und durch den Gynäkologen konsiliarisch mitbehandeln lassen. Da Sie die Kliniken, was nicht ganz nachvollziehbar ist, weg geschickt haben bitten Sie den internistischen Kollegen der Sie eingewiesen hat um Unterstützung, sei es dass er die Klinik kontaktiert oder dass er selbst Ihre Frau weiter betreut. Viele Hrüße A. Reither

Achim Reither und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Hinzu kommt dass sie seitdem Kurzatmiger ist und der Puls auch in Ruhe bei 100 oder darüber liegt, was kann man da tun oder ist dies normal?

Lieber Kunde,

die Kurzatmigkeit ist , wenn man die Thrombose gerade außer Acht lässt, eines der typischen Symptome in der Schwangerschaft. Das Schwangerschaftshormon Progesteron bewirkt eine Steigerung des Atemvolumens und der Herzfrequenz, es bringt den Körper der Schwangeren dazu mit Hilfe der Lungen mehr Sauerstoff in den Blutkreislauf zu pumpen. Es wird genauso viel wie vor der Schwangerschaft geatmet, jedoch die Atemzüge sind tiefer, wodurch man sich außer Atem fühlen kann. Schwieriger ist die Interpretation der Kurzatmigkeit und erhöhte Pulsfrequenz, wenn in der Schwangerschaft eine Erkrankung im Fall Ihrer Frau die Thrombose hinzukommt, da kann eine Kurzatmigkeit auf Probleme der Lunge hindeuten oder der Schwangerschaft zugeschrieben werden. Daher wird Sie der behandelnde Kollege engmaschiger zur Kontrolle einbestellen um adäquat reagieren zu können.

Mit freundlichen Grüßen

A. Reither