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Dr.Scheufele
Dr.Scheufele, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 30771
Erfahrung:  praktischer Arzt, Gynäkologie u. Geburtshilfe, über 30-jährige Praxiserfahrung
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Dr.Scheufele ist jetzt online.

Hallo Herr Dr. Scheufele, als ich in SSW 39+3 die

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo Herr Dr. Scheufele,
als ich in SSW 39+3 die Kindsbewegungen nur noch verlangsamt spürte ging ich zu meiner Frauenärztin. Nachdem diese im CTG anhaltende Herzfrequenz von 170 feststellte kontaktierte sie sofort die nächste Klinik (diese bereiteten OP vor) und ich wurde mit Krankenwagen hingebracht. Es erfolgte ein Not KS.
Mein Sohn wurde \"blass und leblos \" mit einem Puls von 40 geboren. Allerdings waren seine Werte Nabel PH 7,18 und BE -4 (laut Ärzte noch im Rahmen). Dafür hatte er miserable Apgar Werte von 1/2/6. Er wurde einer Kühltherapie unterzogen (laut Kinderintensiv nur vorsorglich da EEG etwas zwischen mässig auffällig und unauffällig war aber weil er so lange reanimiert wurde *nämlich 20 min* wollte man nichts verpassen.
Ich zitiere aus dem Entlassbericht:
Die Erstversorgung erfolgte durch die Geburtshilfe KH Langen. Es sei ein lebloses Kind entbunden worden, HF 40 pbm, keine Spontanatmung, keine Reflexe, zentrale Zyanose verschmiert mit Mekonium. Beginn einer CPR in Lebensminute 1. Absaugen von Mund u Rachen sowie 5 Blähhübe dann Masken-CPAP. In Lebensminute 3 Intubation mit 3,5 er Tubus, manuelle Bebeutelung sowie Fortsetzung der CPR. Anstieg HF auf 60, Fortführung CPR, Etablierung venöser Zugänge am Handrücken. Gabe von Atropin und Alveofact, infolge sukzessiver Herzfrequenzanstieg. Bei 100 pbm Beendigung der CPR nach 20 min. Allmähliches Rosigwerden, tcSpO2 95, HF 180, PH nun 7.015, pCo2 79,8, pO2 127, BE -13. Im Verlauf zunehmende Abwehrbewegubgen und Grimassieren. Apgar 1/2/6.
Übernahme in LM eines nasal inturbierten rosigen Säuglings, durchkontrolliert beatmet. Teilweise Abwehrbewegungen und Augenöffnen. Cor HT rein u rythmisch. Letzte BGA vor Transport PH 7.22.
Aufnahme rosigen Säuglings. Allgemeinzustand stabil, Fontanelle im Niveau u weich. Bereits kurz nach der Aufnahme erfolgte bei guter Eigenatmung die Extubation.
Befunde: Physiotherapie: 29.11. Spontanmotorul, Reflexe u Lagereaktion o.p.B.
Pulsoxymetriescreening: 22.11.98% kontrollbefürftig, CPAP
25.11.2018 98% unauffällig
ErweiterteNeugeborenenscreening und selektive Untersuchung auf Stoffwechselstörunf, TSHTest CF Screening : Normalbefund.
Alpha EEG: 20.11.-25.11: Es zeigte sich während der gesamten Ableitungszeit nach initial mittelgradig auffälligem EEG ein unauffälliges Alpha EEG mit erhaltenem Sleep-Wake Cycles, auch nach Aufwärmphase unauffälliges EEG.
Schädelsono: 20.11./22.11./30.11./05.12./ kein Hinweis auf Blutung, keine verwaschene Gyrierung Altersentsprechender Befund
Röntgen Thorax 20.11. U 23.11. : unauffällig
SchlafEEG 12.12.: unauffällig
Neurologisches Konsil: unauffälliger Befund mit altersentsprechender Entwicklung
Die Gynokologin die ihn entbunden hat sagte mir ich brauche mich nicht sorgen da er laut NPH noch gut mit Sauerstoff versorgt war und ab Lebensminute 1 im Zuge der Reanimation Sauerstoff erhalten hat *und dieser wohl das Gehirn ausreichend versorge für ne gewisse Zeit*. Am 8. Tag hatte mein Sohn Myoklonien und man gab ihm vorsorglich Keppra falls es ein Krampf wäre, schließlich schlich man es aber aus (nach vorsorglichem Schädelsono und EEG) und erklärte mir dass sein Verhalten untypisch für ein Krampf sei da er bei vollem Bewusstsein war und seine Vitalwerte stabil blieben u er nicht die Augen verdrehte. Während der gesamten Klinikaufenthaltzeit hatte mein Sohn gute Vitalwerte und Sauerstoffsättigung von 95-100.
Mein KiA war in der U3 sehr zufrieden und ist bez Zukunft positiv gestimmt. Mein Sohn wurde am 20.11.2018 geboren. Er hat von Anfang an Augenkontakt hergestellt und fixiert; lächelt seit er 5 Wochen alt ist. In Bauchlage hebt er zwischenteitlich sein Köpchen und beobachtet seit einigen Tagen seine Hände und saugt an seinen Fingerchen. Seit ca einer Wo gluckst er und macht zweisilbige Laute. Er lächelt seit 1 Woche auch spontan. Laut KiA verfüge er auch über die Fidgety Movements *die wohl darauf deuten dass keine Schädigung im ZNS vorliegt*. Er wurde mit 2 900 gram geboren und wiegt jetzt 5 000 gram, hat immer gut gegessen u geschlafen u ist sehr an seiner Umwelt interessiert, pflegeleicht und zufrieden (kein Schreibaby). Er hatte die ersten Wochen heftige Einschlafzuckungen (unterbrechbar durch festhalten o wecken) seit 2 Wochen sind diese komplett abgeklungen. Auch wenn die Ärzte meinten diese seien harmlos war ich doch sehr besorgt.
Auch wenn alle Ärzte seinen Zustand als gut bewerten kann mir keiner eine sichere Prognose nennen. Wie werten sie seine Situation im Hinblick auf Folgeschäden? Darf ich ein wenig aufatmen da er sich so gut macht? Kommt es auch schon Mal vor dass ein Baby trotz anfänglicher unauffälliger Untersuchungen (EEG usw.) am Ende doch neurologisch auffällig wird? Wie kann es sein dass mein Sohn trotz NPH Wert von 7,18 blass und mit einem Puls von 40 zur Welt kommt? Blass soll ja schlimmer als blau sein? Bestätigen Sie dass das Gehirn im Zuge einer Reanimation mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird? Ich glaube der Ärztin natürlich aber ich hoffe dass sie mich nicht einfach nur ermutigen wollte da ich bis zur Entlassung nur noch weinte und nichts mehr aß. Nach der Reanimation waren ja sein PH Wert und BE nochmal gesunken. Spricht das ev. dafür dass mein Sohn doch nicht mit ausreichend Sauerstoff im Gehirn versorgt wurde? Sind sie der Meinung dass die Einschlafzuckungen eine neurologische Auffälligkeit darstellen? Gott sei Dank hat er keine mehr aber es hat mich doch sehr beunruhigt ob er doch was am Rückenmark od im Gehirn abbekommen hat. Auch hat er beim Einschlafen manchmal gezuckt wenn ich ihm auf den Rücken geklopft habe (macht er zwischenzeitlich nicht mehr).
Gaaaaaaaanz lieben Dank Ihnen jetzt schon und bitte verzeihen Sie den Endlostext.

Sehr geehrte Patientin,
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer, gerne werde ich versuchen, Ihnen zu helfen.

Sicher hat Ihr Sohn hier eine sehr dramatische Anfangsphase durchgemacht. Bei dem von Ihnen beschriebenen Verlauf gehe ich aber auch ganz sicher nicht von verbliebenen Schäden aus. Auch die Zuckungen sind bei Säuglingen nicht ungewöhnlich. Zumal alle Befunde unauffällig sind, besteht ganz sicher kein Grund zur Sorge.

Alles Gute für Sie und den Kleinen.

Bei Rückfragen stehe ich Ihnen über den Button "dem Experten antworten" zur Verfügung und würde mich über eine positive Bewertung (3-5 Sterne) Ihrerseits sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. N. Scheufele

Sehr geehrte Patientin,

da Sie meine Antwort auf Ihre Frage gelesen, aber noch nicht bewertet haben, bitte ich Sie, mir mitzuteilen,

ob Sie weitere Informationen wünschen, oder ob noch Unklarheiten bestehen. Prinzip von justAnswer ist es,

die Arbeit der Experten durch positive Bewertung (3-5 Sterne) zu honorieren, wenn die Antwort zufriedenstellend war.

Vielen Dank.

MfG,

Dr. N. Scheufele

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.
Vielen lieben Dank. Noch eine letzte Frage hätte ich. Die Neurologin schreibt im Entlassbericht: Trotz des sehr erfreulichen Verlaufes wird prophylaktisch die Durchführung einer Vojta Therapie angeraten da erhöhtes Risiko einer Entwicklungsstörung besteht. Mein KiA sieht das aber anders, er sagt dass Vojta nie vorsorglich sondern nur mit triftiger Begründung angeordnet werden wird und bei meinem Sohn kein Anlass hierfür bestehe. Auf meine Nachfrage ob mein Kind nicht sein Vertrauen zu mir verlieren könnte meinte die Neurologin dass Kinder die eine VojtaTherapie erfuhren meist sogar ein besseres Verhältnis zum jeweiligen Elternteil hätten und ich auf jeden Fall nichts falsch machen würde. Wie gesagt mein KiA ist dagegen ist aber bereit ein Rezept auszustellen wenn ich darauf bestehe. Da mein Mann ebenfalls dagegen ist (er meint wir hätten bereits viel zu viel rein vorsoglich gemacht) bin ich hin u hergerissen. Meinen Sie ich kann unbesorgt auf Vojta verzichten und ggfls normale KG machen lassen oder muss ich erst mal nichts weiter machen.

Ich schliesse mich hier Ihrem Kinderarzt an und halte auch keine Therapie für notwendig.

Dr.Scheufele und 2 weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.