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Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2142
Erfahrung:  Niedergelassener Arzt at Urologische Gemeinschaftspraxis
62108749
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Dr. Christoph Pies ist jetzt online.

Ich bin weiblich, 27 Jahre alt und habe einige Unklarheiten,

Diese Antwort wurde bewertet:

ich bin weiblich, 27 Jahre alt und habe einige Unklarheiten, welche ich gerne mal richtig erklärt bekommen würde.

Aufgrund zahlreicher Blasenentzűndungen (ca. 20 im Jahr) im Jahre 2014 habe ich bei verschiedenen Urologen mein Glück versucht, meine Probleme allerdings nach mehreren Therapien mit Antibiotika über Monate hinweg, im Endeffekt mit pflanzlichen Mitteln in den Griff bekommen. Jedoch wurde im Zuge der Behandlungsversuche bei einer Röntgenuntersuchung festgestellt, dass ich (angeblich) zu große Nieren habe und man von einem Stau durch eine angeborene Verengung ausgeht. Als ich daraufhin zu einem Nierenfunktionstest geschickt wurde, kam heraus, dass von einer tubulosekretorischen Gesamtleistung von 77% auszugehen ist. Meine Urologin unternahm nichts und riet mir von einer Operation zur Behebung des Staus zunächst ab.

Als ich dann zwei Jahre später erneut zum Test war, hatten sich meine Werte deutlich verschlechtert wie ich persönlich finde. Die Leistung beträgt nach diesem Test nur noch 221 ml/min./KOF bei einer unteren altersentsprechenden Normgrenze von 248 ml/min./ KOF ( Voruntersuchung 278).
Unternommen wurde wiederum nichts, denn meine Urologin hielt es aufgrund unauffälliger Blutwerte sowieso nicht für nötig etwas zu veranlassen. Jedoch liest man überall, dass sich eine schlechte Nierenfunktion erst ab unter 50% Leistung im Blutbild zeigt. Ich weiß nun gar nicht mehr weiter und wohin ich noch gehen kann.
Auch eine Untersuchung in einem Klinikum brachte nur Enttäuschung, denn der Befund enthielt mehrere Fehler... Man schrieb bezüglich meiner Vorgeschichte etwas über einen schweren Unfall, welchen ich aber nie hatte, man schrieb meine Nieren sehen pathologisch unauffällig aus (vor Jahren beim Röntgen erst zu groß, nun unauffällig? ) , außerdem stand darin, dass ich keine Medikamente einnehme, was ebenfalls nicht der Tatsache entspricht. Ich nehme seit einem Jahr ein Cortison Spray wegen meiner Atemwerte, jedoch ist auch diesbezüglich leider noch keine Diagnose gestellt worden ob es sich "nur" um Asthma, oder noch eine begleitende Erkrankung handelt. Außerdem nehme ich seit 2 Jahren täglich ASS 100 ein, da bei einer Untersuchung ein heterozygote Faktor V-Leiden-Mutation auffiel.

Meine Fragen, welche sonst immer ignoriert werden sind nun: ist der Test namens Nierenfunktionsszintigraphie sehr genau, oder Fehler behaftet? Ist mein Funktionsverlust innerhalb der zwei Jahre sehr viel und vielleicht sogar aufgrund eines der Medikamente entstanden? Oder ist ein solcher Test in irgendeiner Weise Tagesform abhängig und wäre eventuell beim nächsten Mal wieder untere Normgrenze? Welche Erkrankungen kommen in Frage, welche zu so einem Verlust führen können, jedoch ansonsten symptomlos sind?
Kann dies wirklich durch die Verengungen auftreten welche bis zu meinem 24 Lebensjahr unentdeckt blieben?

Was würden Sie mir raten als nächstes zu tun? Mir hört einfach niemand zu, ich möchte doch im Prinzip nur wissen, ob die Werte sehr bedrohlich sind und was ich dagegen tun kann.
Zur Vervollständigung: ich habe einen normalen Blutdruck, normal Appetit und wiege 60 Kilo bei einer Körpergröße von 1.70m. Ich habe in letzter Zeit oft Kopfschmerzen, jedoch kein Gefühl von Überanstrengung oder ähnliches. Selten auch mal leichte Schmerzen in der Nierengegend, welche bislang aber vom Rücken kommend verortet wurden und meist nach einem Tag wieder für mehrere Wochen verschwinden.

Mir sagt niemand was los ist und die Wartezeiten von einer zur nächsten Untersuchung stören schon sehr.

Vielen Dank ***** ***** für Ihre Mühe.

Guten Tag! Entscheidend dafür, ob man etwas machen muss oder kann ist die zugrundeliegende Diagnose!!! Wenn es sich beispielsweise um eine Nierenbeckenabgangsenge mit ABFLUSSBEHINDERUNG handelt, kann man das operativ beheben. Wenn es sich nur um eine Erweiterung (Dilatation) der Nierenhohlsysteme ohne Stau handelt, kann man operativ Ost nichts verbessern, zumal Sie keine Schmerzen und die Gerinnungsstörung haben. Können Sie Kopien der Befunde hochladen? Die Nierenfunktionsszintigraphie unterliegt tatsächlich Schwankungen, entscheidend ist wie gesagt die OBSTRUKTION, denn das würde auf Dauer die Nieren schädigen. Wurde auch schon von unten Kontrastmittel in die Harnleiter gespritzt (retrograde Ureteropyelographie) oder eine Aufnahme beim Wasserlassen, um einen Rückfluss auszuschliessen? Zunächst Alles Gute, Dr. Christoph Pies

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Ich bin gerade auf Arbeit und würde die Befunde schicken, wenn ich wieder zu Hause bin

Kein Problem, werde mir das dann in Ruhe anschauen...

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Es wurde ein Test beim Wasserlassen gemacht. Die Ergebnisse stehen in dem Bericht von Halle, wo allerdings Fehler darin zu finden sind. Diese Fehler habe ich rosa angestrichen weil diese Angaben nicht zu mir passen bzw. Ich das nicht hatte.Sind den überhaupt Werte unter 70% auch bei gesunden Menschen normal? Und ist ein Untersuchungsintervall von 2 Jahren nicht zu lang?Danke für ihre Mühe und ihre Zeit.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
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So: 2/2016 wurde eine normale Gesamtfunktion mit seitengleicher Funktionund nur geringer funktioneller Abflußverzögerung LINKS beschrieben, 4/2018 zeigte sich dann eine etwas reduzierte Gesamtfunktion mit einer funktionellen Abflußverzögerung RECHTS bei weiterhin seitengleicher Funktion. Was fehlt ist die bildgebende Diagnsotik der Nierenbecken und Harnleiter! Dies kann man machen durch Kontrastmittelröntgen (AUG oder IVP) oder CT mit 3-D-Rekonstruktionen oder durch MRT. Bei Unklarheiten muss dann auch Kontrastmittel von unten in die Harnleiter gespritzt werden (wie oben beschrieben). Erst danach kann man die DIAGNOSE benennen, die OP-Notwendigkeit prüfen und die Kontrollintervalle festlegen. Dafür alles Gute! Dr. Christoph Pies

Dr. Christoph Pies und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Vielen Dank ***** ***** sich so viel Zeit genommen haben. Ihre Antworten haben mir sehr weiter geholfen und so kann ich jetzt weitere Schritte vornehmen.
Ein letzte Frage bleibt aber noch.
Sind solche Werte den für mein Alter bedenklich oder können solche Werte auch auftreten, wenn alles in Ordnung ist.

Gerne geschehen! Wie gesagt, die Nierenfunktion und deren Überwachung unterliegt Schwankungen, Insofern würde ich das nur engmaschig kontrollieren. Sie haben schon richtig gesagt, dass Kreatinin im Blut zwar ein sehr wichtiger Wert ist, aber erst bei deutlicher Einschränkung der Funktion hoch geht. Weitere Methoden sind die glomeruläre Filtrationsrate und die sogenannte Clearance. Am genauesten ist aber Cystatin C: Es steigt im Gegensatz zu Kreatinin bereits bei einer leichten Einschränkung der GFR an und wird daher als idealer Marker zur Schätzung der GFR eingesetzt. Die Bildungsrate ist stabil und unabhängig von Entzündungsprozessen, Lebererkrankungen, Muskelmasse, Ernährungsgewohnheiten und Alter. Mittels Cystatin C lässt sich eine Abnahme der GFR bei noch normaler Nierenfunktion besser erkennen als mittels Serumkreatinin oder GFR-Formeln. Alles Gute und Danke für den Bonus ;-)