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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 4889
Erfahrung:  Ärztin. Abgeschlossene Studium Humanmedizin.
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Hautaerztin ist jetzt online.

Guten Abend, meine Mutter (86) leidet seit über 6 Wochen an

Diese Antwort wurde bewertet:

guten Abend,
meine Mutter (86) leidet seit über 6 Wochen an schmerzhafter Blasenbildung auf der Unterlippe. Mittlerweile mit nekrotischem Gewebe. Vergangenen Dienstag wurde das Gewebe entfernt und die Lippe genäht. Gestern war sie zur Wundkontrolle und es wurde ihr Prednisolon sowie eine ebenfalls cortisonhaltige Salbe verschrieben. Darüber hinaus nimmt sie auch Novminsulfontropfen Nun haben sich wieder neue Blasen gebildet und sie sagt, dass es wieder schlimmer sei. Da sie Rheumapatientin ist und unter Bluthochdruck leidet, nimmt sie auch andere Präparate ein. Könnte die Blasenbildung auch evtl. auf eine Unverträglichkeit hindeuten? Laborergebnisse sind leider noch nicht vorliegend aber in Bearbeitung.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
bisherige Dauermedikation ist: 1/2 Dafiro, 1 x ISMN AL, 1 x Bisohexal 5mg, 1 x Torasemid, 1 x Prednisolon 5mg, 2 x Tilidin 50/4, 1 x Ibuflam 600mg, 1 x ASS, darüber hinaus 1 x wöchentlich. Dekristol 20.000, 1 x wöchentlich. Meter Spritze, 1 x wöchentlich. Folsäure 5 mg und jetzt eben zusätzlich noch 2 x tägl. Prednisolon in 10mg

Guten Abend,

es gibt blasenbildende Erkrankungen der Haut und Schleimhaut, die durchaus eine Reaktion auf Medikamente sein können. Schade, dass Sie das Ergebnis der Gewebeprobe noch nicht wissen, aber dass man Prednisolon verordnet hat, deutet auf so etwas hin.

Wenn das bestätigt ist, dann müssten andere Medikamente abgesetzt bzw. umgestellt werden, natürlich in Absprache mit dem Internisten. Sind die Blasen prall oder schlaff, wie gross ? Können Sie einige Fotos schicken ?

Ich bin gerade unterwegs und schaue später wieder nach.

Mit freundliche Grüssen Dr. Med. A. Hoffmann

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Guten Abend nochmals,
herzlichen Dank für die flinke Reaktion. Leider wohne ich 250 km entfernt, sodass ich momentan keine Bilder senden kann, war aber sowohl bei dem kleinen chirurgischen Eingriff am vergangenen Dienstag dabei, Danach schien es etwas besser, gestern jedoch war es wieder deutlich schlechter mit Brennen und starkem Juckreiz. Inzwischen hat sich eine neue Blase gebildet, die gelblich gefüllt erscheint. Größe knapp 1,5 cm. Wie auch schon vor dem Eingriff lösen sich immer wieder kleine Hautschichten. Also eigentlich hat sie den Eindruck, dass es unter der gestern verabreichten Medikation schlimmer wird. Prednisolon hat sie wie gesagt schon vorher genommen, allerdings in einer deutlich geringeren Dosierung. Ich weiß, dass es jetzt auf die Laborergebnisse ankommt, aber könnte sie bis dahin irgendwas tun, dass ihr ein wenig Linderung verschafft ohne zu schaden? Das Essen und trinken ist für sie auch sehr schmerzhaft. Trinken inzwischen nur mit Strohhalm, damit die Lippenregion so wenig wie möglich mit anderen Dingen in Berührung kommt und das Brennen sich nicht verstärkt. Sie tut mir so leid, weil es sich schon so lange hinzieht. Es gab schon von zwei Wochen eine Gewebenprobeentnahme, die aber keine Erkenntnisse brachte, weil wohl nur nekrotisches Gewebe enthalten war. Ich dachte auch schon mal daran, dass es vielleicht eine Reaktion auf die Metexspritze sein könnte, allerdings nimmt sie diese schon über ein Jahr. Sie hat das Gefühl, dass sich der gesamte Mundraum entzündet. Spülungen mit Kamille und Salbei waren aber auch erfolglos. Also falls Sie vielleicht noch einen Tipp haben, wie sie die Zeit bis Ende nächster Woche halbwegs schmerzfrei sein kann, wäre das wunderbar. Herzlichen Dank nochmals...liebe Grüße, Elke Paternoster

Gern geschehen und Vielen Dank für die ausführliche Schilderung. Ich antworte Ihnen morgen früh.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Hallo nochmals, ich weiß es ist Weihnachten, aber vielleicht finden Sie doch die Zeit mir kurz zu antworten? Das wäre schön...
Ihnen schöne Tage und im Voraus herzlichen Dank...

Ja, keine Sorge, die Antwort folgt innerhalb der nächsten 3 Stunden, ich habe noch reichlich Arbeit.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
oh, ich wollte nicht drängeln...Entschuldigung ��

Kein Problem, ich habe ja "früh" geschrieben...

Noch eine Frage,

Sie schreiben, Ihre Mutter nimmt jetzt Prednisolon 2 x tgl 10 mg. Dann schreiben Sie, daß sie voher deutlich weniger nahm als jetzt.

Ich will nur sichergehen, Ihre Mutter nimmt z Zt. 20 mg Prednisolon insgesamt pro Tag ?

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
nein, zur Zeit 25 mg, also die 5mg, die ihr damals der Rheumatologe verordnet hat und die sie seit Jahren schon einnimmt, + jetzt neu vom HNO verordnet: derzeit 2 x tägl. je 10 mg. (Letztere Verordnung sollte zu Medikationsbeginn am Samstag 3 x täglich sein, danach für drei Tage 2 x tägl. und dann 1 x)

Ich denke, daß die Prednisolondosierung deutlich zu niedrig ist. Daß man Prednisolon verordnet hat, zeigt mir, daß an eine immunbedingte Blasenbildung gedacht wurde. Und nicht an eine Infektion mit Viren oder Bakterien. Der Juckreiz spricht auch für eine Immunreaktion. Wurden Ihnen mögliche Diagnosen genannt wie Pemphigus, Bullöses Pemphigoid, Stevens-Johnson-Syndrom ? Insofern - wenn eine Immunreaktion vorliegt und sich weiter neue Blasenbildung zeigt, dann gehört die Dosis hochgesetzt. 100 mg pro Tag wären da nicht ungewöhnlich.

Ist Ihre Mutter in hautärztlicher Behandlung ? Das ist, wo sie hingehört.

Meinen Sie, daß Ihre Mutter zu Hause gut aufgehoben ist ? In diesem hohen Alter mit solchen Beschwerden, die wahrscheinlich zu verminderter Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme führen, kann das rasch schwierig werden. Wie ist denn ihr Allgemeinbefinden,

nachdem das schon ein Weilchen geht ?

Sie hat ja jetzt schon einen "Schmerzcocktail" beisammen mit Tilidin, Ibu, ASS - ist das alles wegen des Rheuma oder auch schon wegen der Blasen ? Oft ist Novalgin wirksamer als Ibuprofen bei akuten Schmerzen. Wenn Sie nach der Schmerzbekämpfung fragen - dazu würde ich raten. Unter Novalgin, geht der Blutdruck manchmal etwas nach unten, gerade bei älteren Menschen. Hierfür brauchen Sie ein rotes Rezept.

Unter MTX treten relativ häufig Probleme der Mundschleimhaut auf. Unter den Nebenwirkungen ist das sog. Stevens-Jonson-Syndrom extra aufgeführt. Bei dieser Erkrankung ist die Nekrosenbildung im Bereich der Blasen gegeben. Im Vollbild ist das eine schwere Erkrankung mit Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens.

Ich persönlich würde unter diesen Umständen zuerst MTX absetzen, und zwar umgehend.

Für die Gelenke sollte die vorhandene Schmerzmedikation doch ausreichend sein ? Für Rheuma gibt es genug andere Möglichkeiten mit den sog. Biologics. Vor allem meine ich, daß hier Eile geboten ist bzgl. Absetzen der Medikamente. Wenn sich die Erkrankung bisher auf den Mundbereich begrenzt, sollte die Gefahr vermieden werden, daß sie sich auf andere Körperzonen ausbreitet. Es ist schwer, sich über dieses Medium ein Bild zu machen. Aber wenn die Erkrankung zunehmend ist, würde ich dazu raten, Ihre Mutter in die nächste Hautklinik zu bringen. Das Absetzen von Medikamenten gehört eigentlich ärztlich überwacht, was über die Feiertage jetzt kaum gegeben ist.

Es besteht auch die Möglichkeit, hier ein Telefonat zu führen. Es kostet etwas extra, Sie können den Preis aber selbst bestimmen.

Ich kann mir vorstellen, daß wir da noch etwas mehr Klarheit schaffen können.

Noch eine Ergänzung: zur Betäubung bei Schmerzen kann ein Lidocain-haltiges Gel benutzt werden.

Ich sehe gerade bei der Durchsicht, daß Sie ganz oben geschrieben haben, daß Ihre Mutter schon Novalgin nimmt.

Ist das auch nicht hilfreich ? Dann wäre erst recht intensivere Behandlung angezeigt.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
zunächst einmal ganz herzlichen Dank für die ausführliche Antwort!!!! Bisher wurden keine möglichen Diagnosen genannt, da erst die Laborergebnisse abgewartet werden. Ich hatte auch schon mal an Stevens- Johnson gedacht, da es im Beipackzettel der Metexspritze erwähnt wird. Aber ist das denn auch nach einem so langen Zeitraum von etwa 5 Jahren wahrscheinlich? Sie haben natürlich recht, dass sie in hautärztliche Behandlung gehört, aber das ist ja über die Feiertage auch nicht so ohne weiteres möglich. Ich weiß, dass man damit eigentlich nicht warten sollte, aber würden Sie die Zeit bis Donnerstag, wenn die Laborergebnisse da sind als ein zu großes Risiko empfinden???
Tilidin und Ibuprofen hat sie noch, da sie im Oktober den 3. Wirbelbruch innerhalb der letzten 2 Jahre erlitten hat. Sie war gerade dabei diese beiden Medikamente zu reduzieren als die Symptome im Mund auftraten. Was ihr Allgemeinbefinden angeht, so ist sie schon recht müde und hat natürlich wegen der Lippe auch weniger Freude am Essen, aber ich denke zumindest Flüssigkeit ist nimmt sie ausreichend zu sich (mit Strohhalm). Ich werde in jedem Fall Donnerstag wieder bei ihr sein, wenn es Ihrer Einschätzung nach notwendig erscheint, natürlich auch früher.

Eine Medikamentenunverträglichkeit kann sich jederzeit entwickeln. Wenn am Donnerstag etwas geschieht, ist es ja gut, damit hatte ich jetzt gar nicht gerechnet. Sie sind ja sicher in engem Kontakt mit Ihrer Mutter. Wenn sich ihr Zustand verschlimmert, können Sie immer noch eingreifen. Wenn es sich so hält wie in den letzten Wo*****, *****n sollte es bis Donnerstag gehen.

Sie können sich gern melden, ich werde ab und zu hier nachschauen.

Ich bitte Sie, eine positive Bewertung meiner Arbeit mit 3 bis 5 Sternen vorzunehmen. Dies ist Voraussetzung dafür, daß wir Experten einen Teil des eingezahlten Honorars zugeordnet bekommen. Den Dialog kann man nach der Bewertung fortsetzen. Vielen Dank. Und nun lassen Sie es sich zu Weihnachten auch gut gehen !

Hautaerztin und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ich danke ***** ***** herzlich!!! Und natürlich wünsche ich Ihnen auch schöne Weihnachtstage. Bewertung schreibe ich gleich.:) Liebe Grüße, Elke Paternoster

Sehr gern geschehen. Vielen Dank für die Wünsche !

Es würde mich freuen zu erfahren wie es weitergeht mit Ihrer Mutter. Sie können das später hier noch schreiben.

Alles Gute für Sie und Ihre Mutter !

PS: noch ein Hinweis: Ibuprofen und MTX darf nicht kombiniert werden.