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Achim Reither
Achim Reither, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 116
Erfahrung:  Facharzt
103609911
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Achim Reither ist jetzt online.

ich habe eine chronische Neuriborreliose. Seit 2 Jahren bin

Diese Antwort wurde bewertet:

ich habe eine chronische Neuriborreliose. Seit 2 Jahren bin ich in Behandlung (Antibiotatherapie). Neun Monate war ich symptomlos, ich dachte geheilt. Dan kammen Co-Infektionen (Ehrlichiose, Anaplasmose) und es kamen weitere Symptome hinzu. Nun muss ich ein letzts Mal eine Antibiotika - Therapie machen mit 4 Antibiotika morgens, ein Antibiotikum mittags und eins abends. Es handelt sich um Plaquenil, Dapsone, Doxycycline und Rocephine). Ich habe bis jetzt die MEdikamente gut vertragen. Doch nun habe ich Erbrechen und Übelkeit+++++, u.a. Dafür bekam ich Zofran. Dies ist jedoch ein Mittel das mir auch viele Nebenwirkungen bereitet.
Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann?
Kunde: Ich bin eine Frau, 43 Jahre alt und ausgebildet als Lehrerin, habe 18 Jahre unterrichtet. Die Krankheit erlaubt mir nicht mehr meinem Job nachzugehen. Deshalb arbeite ich jetzt als Beamtin im Unterrichtsministerium.
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
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Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Liebe Patientin,

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Die chronische Borreliose ist eine nicht unumstrittene Krankheit. Viele Patienten und einigen Ärzten machen eine nicht erkannte oder unzureichend behandelte Infektion mit Bakterien aus der Gruppe der Borrelien für die unterschiedlichsten Beschwerden verantwortlich. Von Zecken übertragene Erreger sollen noch Jahre nach dem Zeckenstich bei den Patienten zu Erschöpfung führen, hinter Konzentrationsstörungen und Gedächtnisproblemen stecken, auf die Stimmung drücken, Kopfschmerzen, wandernde Gelenk‐ oder Muskelschmerzen und viele weitere schwer fassbare Beschwerden auslösen. Fühlt man sich krank, wird nach Antworten gesucht. Die vermeintliche chronische Borreliose wird oft mit Labortests gesichert, die oft nicht ausreichend geprüft sind Der Lymphozyten‐Transformationstest kann auch falsch positive Ergebnisse liefern. Obwohl im Blut der Betroffenen keine Antikörper gegen Borrelien nachzuweisen sind, diagnostiziert dieser Test einigen Patienten eine chronische Krankheit. Das widerspricht der Logik der Körperabwehr.Die Lyme‐Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Krankheit in Europa. In 80 bis 90 Prozent der Fälle ist die Haut betroffen: Um den Zeckenstich bildet sich ein roter Rand, der sich langsam nach außen ausweitet. Diese Rötung muss auch nicht auftreten. Innerhalb von vier Wochen nach dem Zeckenstich kommen mitunter grippeähnliche Symptome dazu wie Muskel‐ und Gelenkschmerzen, Fieber und eine Schwellung der Lymphknoten.
Breiten sich die Erreger im Körper weiter aus, können sie die Gelenke befallen und selten auch das Herz. Ein geringer Prozentsatz der Fälle betrifft das Nervensystem, dann spricht man von einer Neuroborreliose Typische Symptome in Verbindung mit entzündlichen Veränderungen im Nervenwasser und dem positiven Antikörpernachweis lassen die Neuroborreliose zweifelsfrei diagnostizieren. Typische Beschwerden sind nächtlich betonte, brennende und stechende Schmerzen. Diese sind häufig gürtelförmig verteilt und sprechen fast nicht auf herkömmliche Schmerzmittel an. Des Weiteren kann es zu Lähmungen vor allem der Gesichtsnerven, der Arme und Beine sowie zu weiteren neurologischen Symptomen kommen. Extrem selten treten Schlaganfälle infolge eines Befalls der Gehirngefäße auf.Antibiotika werden gegen die Erreger der Borreliose erfolgreich eingesetzt, wobei Studien belegen, dass eine zwei- dreiwöchige Behandlungsdauer ausreichend ist. Längere Therapien oder eine Kombination von Antibiotika brinkgen keinen zusätzlichen Nutzen. Von einer Langzeittherapie mit Antibiotia rät die deutsche Gesellschaft für Neurologie ab. Wird auch in den Leitlinien nicht empfohlen. Eine Übertherapie setzt die Patienten einem unnötigen Risiko von Nebenwirkungen aus. Wenn die Antibiotika bei Ihnen bisher nicht angeschlagen haben, werden sie auch in Zukunft nicht wirken. Das ist eher ein Hinweis, dass nicht die Neuroborreliose, sondern eine andere Erkrankung sich hinter den Beschwerden verbirgt. Häufig ist die Neuroborreliose eine Ersatzdiagnose für eine noch nicht entdeckte Erkrankung.Viele Patienten mit Schmerzen durchlaufen einen langen Weg an Therapien, Medikamente, Manuelle Therapie, Massagen, Injektionen und noch vieles mehr. Diese Therapien, die bei akuten Schmerzen oftmals sehr wirksam sind, helfen jedoch bei chronischen Schmerzen wenig. Im Gegensatz zu akuten Schmerzen, die oft nur über wenige Wochen verlaufen, häufig helfen hier keine üblichen einseitigen Therapien mehr. Bei chronischen Schmerzen spielen neben den körperlichen Ursachen für den Schmerz auch psychische und soziale Faktoren eine große Rolle. Chronische Schmerzen entstehen aufgrund eines komplexen Zusammenspiels bio-psycho-sozialer Faktoren. Nicht die ursprünglich schmerzende Stelle (z. B. Rücke, Beine etc) ist mehr die Ursache der Schmerzen, sondern die Schmerzen selbst werden zu einer eigenständigen Erkrankung. Bei chronisch Schmerzkran***** *****egt ein vielschichtiges Wechselspiel zwischen körperlichen, psychischen und sozialen Faktoren vor. Alle genannten Dimensionen sind dabei als Teile der Beschwerden und nicht nur als Folge der Wahrnehmung zu verstehen. In einem komplexen Geschehen bedingen, unterhalten und verstärken sich Faktoren wechselseitig. Aufgrund des multidimensionalen Geschehens haben sich in der Behandlung chronischer Beschwerden „multimodale Behandlungsprogramme“, in denen diese Einzelaspekte wie auch ihr Zusammenspiel und übergeordnete Chronifizierungsmechanismen differenziert angesprochen werden, als eine effektive Behandlungsmethode erwiesen. Unter der multimodaler Behandlung versteht man die ganzheitlich orientierte, umfassende Behandlung von Patienten mit chronifizierten Schmerzerkrankungen. Sie wird an Schmerzkliniken oder Schmerzambulanzen angeboten. Ein grundlegendes Ziel der multimodalen Therapie, ist die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit im Alltag sowie den Aufbau von eigenen Kompetenzen und Strategien im Umgang mit der Erkrankung. Dieses Ziel kann bei jedem Patienten anders aussehen, deshalb werden die individuellen Therapieziele zu Beginn der Therapie gemeinsam mit dem Patienten festgelegt. Der Patient steht innerhalb der gesamten Therapie im Mittelpunkt. Es wird versucht den individuellen Bedürfnissen des Patienten gerecht zu werden. Eventuell wäre die Vorstellung in einer schmerztherapeutischen Einrichtung ein anderer Behandlungsansatz für Ihre Beschwerden. Vorallem, wenn bei der bisherigen Antibiotikatherapie überwigend Nebenwirkungen auftreten und auch bei dem verordneten Medikament genen Übelkeit eher Nebenwirkung als Wirkung auftritt. Ich hoffe ich konnte weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen A. Reither

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrter Doktor,
Das was sie schildern ist mir extrem bekannt. Da gibt es den Pool der Ärzte gegen eine Behandlung mit Antibiotika, weil die Krankheit anderen Ursprungs wäre, den sie aber auch nicht herausfinden. Und dann die Ärzte die sehr selten anzutreffen sind und wissen dass die Blutanalysen and anderen Tests sehr fragwürdig und wenig erforscht sind. Nur die klinische Untersuchung in Kombination mit sehr spezifischer Suche nach den Symptomen entsprechenden Bakterien ist sinnvoll. Bei mir haben die ersten Behandlungszyklen mit Antibiotika extrem gut angeschlagen. Ich war neun Monate beschwerdefrei und dachte an Heilung. Doch dann kam die Müdigkeit zurück sehr belastend zusammen mit der Neuralgie. Die Co-infektionen sind Ehrlichiose, Babesiose, Anaplasmose, ... die Borrelia Burgdorferie, miamotoi, afzelli, ua sind weg. Auch die neurologischen Störungen sind weg. Nur die Müdigkeit +++++ muss noch weg. Sie lähmt mich total. Deshalb nehme diese letzte Therapie noch hin. Die Nebenwirkungen sind schlimm, aber ich kann jetzt nicht mitten in der Behandlung aufhören. Ich weiß dass die Medizin eine sehr ungenaue Wissenschaft ist und die Maladie de Lyme auch bis dato sehr wenig fast gar nicht erforscht ist. Einmal 3 Wochen Antibiotika sind gut wenn man in der akutphase sofort behandelt wird.
Danke

Liebe Patientin,

ich komme aus der Intensivmedizin und Schmerztherapie und lehne keineswegs Antibiotikatherapien ab. Für mich sind wie sie richtig bemerkt haben, Symptome und entsprechender Bakteriennachweis sind die Indikation zur Therapie mit Antibiotika. Antibiotika gehören zur Klasse der Chemotherapeutika gerade in Kombination stellen sie für den Körper eine nicht unerhebliche Belastung dar, was sich in Nebenwirkungen äußern kann. Auf keinen Fall sollen Sie die begonnene Kombinationstherapie abbrechen, da sie sich sonst der Gefahr der Resistenzbildung aussetzen. Bezüglich der Müdigkeit können Sie mehrere Dinge tun; wenn es bereits nicht schon erfolgt ist die blutbildenden Zellinien des Knochenmarks beim Hämatologen untersuchen lassen, um zu sehen dass bei der Blutbildung alles in Ordnung ist; Vitaminspiegel z.B. Vit B12 und D, Eisen und Kupferspiegel bestimmen lassen. lassen Sie sich von einem Ernährungsberater einen Plan für nach der AB Therapie erstellen, der Sie wieder aufbaut. Nach erfolgter Antibiotikatherapie eine PCR Untersuchung auf Bakterien DNA und machen lassen, um zu sehen ob die Therapie auch angeschlagen hat. Nach AB Therapie können sehr leicht Pilze überhand nehmen, dann sinkt der Blutzuckerspiegel unregelmäßig und dies kann eine Ursache der Müdigkeit sein. Wenn Sie möchten könnenwir auch telefonieren.

VG A. Reither

Guten Tag, Sie haben meine Antwort gelesen, aber noch nicht bewertet. Falls Sie zu diesem Thema Rückfragen haben, stellen Sie diese Bitte damit ich Ihnen weiterhelfen kann. Ansonsten bitte ich Sie höflichst um eine positive Bewertung.

Vielen Dank, ***** *****

Achim Reither, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 116
Erfahrung: Facharzt
Achim Reither und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Leider konnten Sie mir nicht weiterhelfen. Gerade das Gegenteil ist aufgetreten. Die Schmerztherapie war erfolglos. Nach nochmaliger intensiver Antibiotika Therapie 90 Tage geht es mit wesentlich besser. Alle Schmerzen sind weg. Auch die Müdigkeit ist besser. Nebenwirkungen von den Antibiotika habe ich keine. Zofran hat mir die Übelkeit genommen. Jetzt hoffe ich auf eine vollkommene Genesung.
Danke für Ihr Bemühen.

Liebe Patientin,

das hört sich sehr gut an, ich wünsche Ihnen dass sie nach dieser Therapie alles überstanden haben und keine weiteren Therapien mehr benötigen .

Alles Gute mit freundlichen Grüßen

A. Reither