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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 37674
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Meine Frage bezieht sich auf die bereits vor einigen Tagen

Diese Antwort wurde bewertet:

Meine Frage bezieht sich auf die bereits vor einigen Tagen angesprochene Divertikulitis (allerdings atypisch: keine Schmerzen oder sonstigen Probleme, nur Blut im Stuhl). Trotz Einnahme des zweiten verschriebenen Antibiotikums hat sich die Blutung nicht verbessert, sondern eher verschlechtert und Blut ist jetzt konstant bei jedem Stuhlgang dabei. Ich habe zwar am Mittwoch einen Termin beim Gastroenterologen, würde aber gerne wissen, ob es eine Blutmenge gibt, bei der ich doch schon vorsorglich in die Notaufnahme eines Krankenhauses müsste.

Guten Tag,

Ich antworte Ihnen als Fachärztin für Innere und Allgemeinmedizin, weil ich die Sache etwas anders sehe als mein neurologischer Kollege Dr. Stein.

Eine Divertikulitis, die ohne Schmerzen eine solch hartnäckige Blutung auslöst, ist nicht vorstellbar. Ich gehe daher davon aus, dass die Antibiose die Ursache der Blutung nicht beseitigen konnte, weil die eben nicht in der Divertikulitis liegt. Auch eignet sich die Koloskopie weniger gut, um Hämorrhoiden oder gar Fissuren ausreichend zu beurteilen.

Ist das Blut hellrot und liegt dem Stuhl frisch auf, ist eine Hämorrhoidenblutung anzunehmen. Ist es dunkler und mit dem Stuhl vermischt, ist an einen übersehenen Polypen zu denken (das passiert leider öfter, als man denkt). So lange das Blut nicht unabhängig vom Stuhl kommt und nicht beim Stuhl in großen Klumpen ausgeschieden wird, hat es Zeit bis Mittwoch.

Evtl. wird man die Spiegelung leider wiederholen müssen oder eine Rektoskopie anberaumen.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Falls etwas unklar geblieben ist, stehe ich über den Button „Experten antworten" zur Verfügung. Über eine positive Bewertung Ihrerseits (Anklicken von 3-5 Bewertungssternen ) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen, denn nur dann erhalte ich einen Teil Ihres angezahlten Honorars für meine Hilfe. Ich wünsche Ihnen das Allerbeste!

Die Helligkeit des Stuhls und die Verschlechterung bei hartem Stuhl spricht für zusätzliche Hämorrhoiden.

Die Divertikulitis ist ja unstrittig.

Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.
Wäre es aber nicht ein großer Zufall, dass ich gleichzeitig auch an einer von den Divertikeln induzierten Entzündung leide? Vor allem, da diese vollkommen Symptom- (kein Durchfall oder Verstopfung) und schmerzfrei war? Ich glaube die größte Sorge macht mir im Nachhinein betrachtet die Enge. Ich war zu Anfang der Koloskopie noch wach und der untersuchende Arzt wollte fast abbrechen, weil er die Enge nicht überwinden konnte. Danach hat er seinen Oberarzt zur Unterstützung geholt, der dann - so meine Erinnerung - beim ersten Blick am Monitor von einer Colitis Ulcerosa gesprochen hat (die aber lt. Biopsie ja eher auszuschließen ist) und mir dann aufgrund der Entzündung und der möglichen Untersuchungsschmerzen doch empfohlen hat auf das Schlafmittel umzusteigen. - Könnte diese Enge, mit den Blutungen in Zusammenhang stehen?
Entschuldigen Sie die umfangreichen Nachfragen, aber leider ist meine Situation etwas kompliziert, da ich die Blutungsprobleme und die Koloskopie während eines Arbeitsaufenthalts in Deutschland hatte, eigentlich in Großbritannien wohne und mich derzeit in meiner Heimat Österreich aufhalte. Das Krankenhaus in Deutschland hat mich dann bei Nachfragen verständlicherweise recht schnell auf meinen Hausarzt verwiesen.

Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen!

Die Enge ist nach meinem Verständnis eher einer Vernarbung von einem früheren Entzündungsschub. Die würde mir keine Sorgen machen, ist auch nicht rupturgefährdet. Interessant ist, dass man zunächst an eine Colitis ulcerosa gedacht hat, obgleich im Befund nichts von floriden Blutungen steht und auch keine Geschwüre gefunden wurden. Ich habe daher außer Hämorrhoiden kaum eine Erklärung für die fortbestehenden Blutungen.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Vielen Dank. Das ist sehr beruhigend. Betreffend der colitis ulcerosa sind das auch nur meine Erinnerungen aus der Koloskopie und das könnte ich auch falsch verstanden haben. Schon im Nachgespräch wurde mir gesagt, dass eine chronisch entzündliche Darmerkrankung eher nicht angenommen wird. - Hämorrhoiden wurden zwar von zwei Ärzten per Fingerprobe versucht zu ertasten, aber wenn ich es richtig sehe, ist ja auch das Ergebnis nicht eindeutig. Ich hoffe, dass der erneute Besuch beim Facharzt Aufklärung bringen wird. Mit herzlichen Grüßen ******

Nicht entzündlich veränderte Hämorrhoiden kann man auch nicht tasten.

Es bleibt spannend, und evtl. muss man doch nochmal nachsehen. Ich hoffe, dass Sie bald Klarheit haben und wieder gesund sind!

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.
Ich darf mich noch einmal in Bezug auf meine Probleme mit Blut im Stuhl melden. Der Gastroenterologe, den ich im Anschluss an unser Gespräch aufgesucht habe, war relativ überzeugt, dass doch die Divertikulitis der Ursprung der Blutung ist. Er hat selbst auch noch einmal nach Hämorrhoiden getastet und mich angesprochen auf Ihren Einwand auch auf die Fotos der Koloskopie verwiesen, auf denen man am letzten Bild die Innenseite des Analbereichs sehen kann, wo alles in Ordnung scheint. Er hat die Antibiotikaeinnahme auf 14 Tage ausgedehnt. Wirklich hat sich die Blutung im Anschluss daran gebessert, sodass ich in den letzten Wochen nur noch alle zwei-drei Tage minimal Blut im Stuhl sehen konnte. Allerdings ist das bis heute auch nicht vergangen - im Gegenteil: Seit zwei Tagen ist es wieder so schlimm wie anfangs. Mein Hausarzt an meinem Wohnort in England, den ich noch noch vor der Verschlechterung aufgesucht habe, meinte, dass die Divertikel wohl ein Blutgefäß verletzt haben, dass nun sehr schlecht verheilt und immer wieder aufreißt. Da könne man aber nicht viel tun und ev. bei der nächsten Kontroll-Koloskopie nachsehen. Zusätzlich in vier Wochen ein Bluttest, um Anämie auszuschließen. Das Problem ist, dass die Wartezeiten für eine Koloskopie hier in England mehrere Monate betragen können, wenn es sich nicht um einen Notfall handle und das sei bei mir nicht der Fall, da ja bereits die Divertikulose diagnostiziert sei. - Gerade wegen der Verschlechterung der Symptome bin ich weiterhin beunruhigt. Mein österreichischer Gastroenterologe hat mir empfohlen, bei der Koloskopie diesmal auch eine Stufenbiopsie durchzuführen, da er aufgrund der zwei Gewebeproben bei der ersten Koloskopie (aus denen ein unverdächtiger Befund zurückkam) eine chronisch entzündliche Darmkrankheit noch nicht ausschließen würde. (Ich leide allerdings nicht unter den dafür typischen Durchfällen oder Verstopfungen.)
Können Sie mir einen Rat geben, was in dieser Situation von meiner Seite zu unternehmen ist? Die Blutung dauert ja nun schon fast drei Monate an und die Vorstellung weitere Wochen und Monate Blut im Stuhl vorzufinden ohne etwas dagegen unternehmen zu können verunsichert mich eher. Vor allem würde ich auch gerne wissen, welche Risiken bestehen könnten. Ich habe z.B. vor, in zwei Wochen auf Urlaub zu fahren und möchte das natürlich nur ungern absagen. Die Unsicherheit meiner Diagnose ist einfach ein sehr unangenehmes Gefühl und ich wäre dankbar, wenn Sie weiterhelfen können.