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Dr.Schürmann
Dr.Schürmann, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1824
Erfahrung:  Facharzt für Innere Medizin, langjährige Erfahrung in eigener Praxis, Diabetologie,Rheumatologie,Kardiologie,HNO,Derma
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Dr.Schürmann ist jetzt online.

SCHILDDRÜSENSTÖRUNG, JA ODER NEIN? Ich schlage mich

Diese Antwort wurde bewertet:

SCHILDDRÜSENSTÖRUNG, JA ODER NEIN?;

Ich schlage mich inzwischen seit 8 Jahren mit einem Phänomen herum, ich war jetzt 3 Jahre verschont davon, doch jetzt trifft es mich wieder in voller Härte.

- Blutdruckschwankungen ohne psychische Aufregung (teilweise über 150/95 untertags, in der Nacht wieder normal oder sogar erniedrigt, obwohl mein Blutdruck normal bei ca. 125/75 liegt)
Dadurch bin ich sofort erschöpft, habe Kopfschmerzen und ein Surren im Ohr, sehr nervös, schlaflos,..

- Herzrasen
- Apettitlosigkeit
- Sehr trockener Mund, ich kann feste Speisen kaum noch kauen
- Sehr trockene Haut und Haare
- Müdigkeit/depressive Verstimmung
- subjektive Muskelschwäche + Muskelschmerzen
- Kälteintoleranz (Gänsehaut und kalte Hände/Füße bei über 20 Grad)
- leichte Halsschmerzen

Angefangen hat es damals nach Cortisoninjektionen für meine Facialisparese. Es ist immer auf die psychische Schiene geschoben wurde und ich bekam SSRI. Nach ein paar Monaten verschwand es meistens und kam jährlich wieder (Meistens im Frühling, genau um diese Zeit!) Jetzt hatte ich es 3 Jahre nicht und es wurde plötzlich ausgelöst, nachdem ich Metoclopramid-Tabletten (Paspertin) geschluckt habe (leicht überdosiert, 5 Tabletten innerhalb von 14 Stunden).

Schilddrüsenwerte waren bei mir immer in Ordnung, auch Schilddrüsenröngten war ich. Allerdings habe ich gehört, dass die Normbereiche vom TSH zb. veraltet ist.

Ich hatte mich im Internet erkundigt und stoße immer wieder auf Hashimoto bzw. Schilddrüsenunterfunktion. Wäre allerdings nicht Herzrasen und Bluthochdruck für eine Überfunktion typisch und nicht für eine Unterfunktion?

Könnte es wirklich rein psychisch sein oder kann es von der Schilddrüse trotz fehlender Werte kommen? Kann ich irgendwie einen Selbsttest machen um Schilddrüse ausschließen zu können, da mir die Ärzte nicht mehr glauben...

Wie gesagt - Immer wieder nach bestimmten Auslöser (einmal Paspertin, einmal Cortsion, einmal schwer versalzenes Essen) und zu 90% mit Beginn im Frühling (März/April).

Und eine Frage: Ich habe noch Betablocker (Nebivolol) zuhause, die mir damals verschrieben wurde, kann ich da ganz kleine Mengen nehmen (eine Viertel bis Achtel Tablette), wenn der Blutdruck wieder zu hoch steigt?

Vielen Dank ***** *****

Guten und willkommen auf JA,

Die Schilddrüse würde ich als Ursache Ihrer Beschwerden ausschliessen, da - wie Sie selbst schon erwähnten- die Symptome nicht passen. Also schneller Puls passt nicht zu Unterfunktion, Appetitlosigkeit passt nicht zu Überfunktion und so weiter. Dazu sind die entsprechenden Laborwerte normal, wobei man inzwischen den Normbereich des TSH enger fasst und nicht von 0.5 bis 4 sondern von 1.0 bis 2.5 ausgeht. Wenn Sie mit dem TSH im letzt genannten Bereich liegen, dann ist eine Funktionsstörung definitiv ausgeschlossen. Ausserdem haben Sie offenbar eine Szintigraphie erhalten. Diese war auch normal, womit dann auch heisse Knoten bzw. eine multifokale Autonomie auszuschliessen sind. Diese Veränderungen könnten zu einer phasenweisen Überfunktion führen , die man manchmal im Labor schlecht erfassen kann.

Eine Schilddrüsenfunktionsstörung als Ursache Ihrer Beschwerden ist folglich auszuschliessen.

Der Beginn der Beschwerden nach einer Kortisontherapie lässt mich allerdings an eine Funktionsstörung der Nebennieren denken, die mindestens einen Teil Ihrer Beschwerden erklären könnte.

Zur Diagnostik sollten Cortisol und Aldosteron im Sammelurin , ACTH, Crortisol, Kreatinin, Kalium und CK im Blut bestimmt werden.

Ist dies alles normal würde ich von einer depressiven Störung als Ursache Ihrer Beschwerden ausgehen. Typisch wäre hier auch die alljährlich im Frühjahr verschlechterte Symptomatik.

Wenn Sie weitere Zusatzinformationen benötigen, stehe ich Ihnen jederzeit ohne Zusatzkosten zur Verfügung. Ich möchte Sie bitten eine positive Bewertung mit BEWERTUNGSSTERNEN ( 3-5 Sterne) abzugeben, damit meine Bemühungen entlohnt werden. Vielen Dank ***** ***** Gute! Ihr Dr.Schürmann

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Vielen Dank für die schnelle Antwort.Meistens war ich beim TSH-Wert unter 2.5, allerdings einmal auf 3.2, ist das aussagekräftig?Kann die Psyche so schwere Symptome hervorrufen wie Bluthochdruck (ohne dabei innerlich aufgeregt zu sein) oder so trockenen Mund, dass ich kaum feste Speisen schlucken kann?Müssten psychische Symptome im Frühjahr normal nicht besser werden? (Winterdepression etc.) Psychisch geht es mir ja nicht wirklich schlechter als sonst.

Der Wert von 3.2 lag ja auch im althergebrachten Normbereich. Eine Schilddrüsenfunktionsstörung ist auszuschliessen und würde Ihr Beschwerdebild auch nicht plausibel erklären.

Die "Psyche" erklärt keinen Bluthochdruck, hier müsste eine eigenständige Erkrankung vorliegen. Ansonsten aber würde eine psychische Störung vieles gut erklären. Die Verschlechterung im Frühjahr ist typisch für Depressionen (unipolare Störungen)

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Also kann man auch Hashimoto ausschließen? Da wechseln sich ja Über- und Unterfunktionssymptome ab?Der Bluthochdruck (normal ist mein Blutdruck wie gesagt wie 125/75!) kommt und geht aber genau mit den restlichen Symptomen, ist also kein eigenständiges Symtpom, sondern Leitsymptom von meinen Beschwerden und Sie sagen selbst, die Psyche kann das nicht erklären. Was könnte es denn sonst sein? Ich habe schon alles mögliche untersuchen lassen, Nervenwasser genommen, MRT, alles mögliche geröngt, Nervenleitgeschwindigkeit messen, Muskelfunktionstest, x-fache Blutuntersuchungen, bis auf einen leicht erhöhten Cholesterinwert wurde - gar - nichts gefunden.

Danke für Ihre Rückmeldung

Das war dann von mir missverständlich ausgedrückt:

Eine psychische Störung kann keinen tatsächlichen (manifesten) Bluthochdruck mit konstant erhöhten Werten erklären, wohl aber Blutdruckschwankungen innerhalb des Normbereiches bis leicht darüber.

Zum Hashimotoausschluss müssen im Blut die TPO Antikörper bestimmt werden und ein Ultraschall der Schilddrüse durchgeführt werden.

Die Einnahme eines niedrig dosierten nicht selektiven Betablockers wie Dociton könnte sich günstig auf die Symptome Herzrasen und phasenweiser Blutdruckanstieg auswirken. Bitte fragen Sie Ihren Arzt nach einer entsprechenden Verordnung.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Ok danke.Schilddrüse wurde damals mehrmals geröngt ohne Ergebnis. Kann ich die Nebivolol, die ich zuhause habe problemlos einnehmen (in sehr geringer Dosierung natürlich, eine Viertel Tablette von einer 5 mg Tablette zb.)?Eine letzte Frage hätte ich noch: Diese "vegetative Dystonie" oder "Konvulsionsstörung" (welche Diagnosen ich immer wieder bekommen habe), haben Sie hier irgendwelche Tipps, wie diese schneller verschwinden? Weil die mit der Zeit immer weniger wurde, aber ich weiß nicht mir was der Auslöser dazu war, dass sie verschwinden? Eher psychische Probleme aufarbeiten etc.?

Danke für Ihre Rückmeldung

Die Schilddrüse ist sicher nicht die Ursache der Beschwerden. Die Psyche ist der entscheidende Punkt. Der Ansatz ist in der Regel eine kognitive Psychotherapie, die versucht ohne eine tiefgehende Erforschung des Unbewussten auszukommen. Auch medikamentös kann die Problematik parallel angegangen werden, z.B. mit Insidon oder Amitryptilin.

Eine bedarfsweise Einnahme von 1.25 mg Nebivolol könnte funktionieren , Dociton halte ich jedoch für geeigneter. Konkrete Therapieempfehlungen darf ich aus der Ferne übrigens nicht geben. Danke für Ihr Verständnis.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (Anklicken von 3-5 Bewertungssternen) würde ich mich sehr freuen, weil ich sonst für meine Arbeit nicht honoriert werden kann. Vielen Dank ***** *****ürmann

Dr.Schürmann und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.