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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 27592
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Guten Tag liebe Ärzte!Mein Freund ist 36 Jahre alt und

Kundenfrage

Mein Freund ist 36 Jahre alt und weiß nicht mehr weiter. Auch ich mache mir große Sorgen und versuche es daher auf diesem Weg;      
Vor zwei Monaten kam ich Abends nach Hause und klagte über ein Unwohlsein, das ihn schon den ganzen Tag begleitet. Nur wenige Minuten später beim Kochen, schoss ihm dann ein stechender Schmerz in die linke Brust, begleitet von Kaltschweiß, Engegefühl und verengtem Sichtfeld. Sofort haben wir auf Herinfarktverdacht den Notarzt gerufen.
Nach EKG, Bluttest und Co. wurde aber nichts festgestellt, denn die Herz- und Blutwerte waren gut. Kein Vitaminmangel, keine Entzündungswerte im Blut. Es wurde auf "zu viel Stress" geschoben.

Nur ein etwas 1-2 Wochen später kam es wieder zu einer solchen "Attacke" und erneut haben wir den Notarzt gerufen. Es wurden die gleichen Tests gemacht und wieder kein Befund oder Auffälligkeiten. Auch hier war die Antwort "zu viel Stress". Wobei er seit dem ersten Vorfall krankgeschrieben Zuhause ist und komplett entspannt.

Zwischenzeitlich traten dann auch andere Symptome auf, die vor allem in der Bauch und Magengegend zu finden sind. Er beschreibt es als "Gefühl von Schwarzem Loch im Bauch", was ihn nicht schlafen ließ, sodass er stundenlang durch die Wohnung wandelte. Ab und an wurde das durch starke Verstopfung begleitet, die seinen Bauch schwangerschaftsartig aufblähte.

Es folgten etliche Arztbesuche und Untersuchungen. Darunter ein Sono vom Magen, eine Magenspiegelung, ein Lactosetest, ein Fructosetes, manuelle Therapie sowie Akupunktur.
Bis auf eine leichte Intolerenz ggü. Fructose waren auch diese Untersuchungen ohne Befund.

Vor etwa einer Woche hatte er dann einen Hörsturz, der den ganzen Tag anhielt und den Tag darauf starke Nacken- und Kopfschmerzen. Und am Freitag (nur einen Tag nach den Nackenbeschwerden) trat das Anfangs-Szenario der Brustschmerzattacken (wieder aus einer komplett entspannten Ruhesituation) wieder auf. Gleiches Prozedere im Krankenhaus, wieder keine Diagnose. Der "Stress" sei die Antwort.

Zu erwähnen ist vielleicht noch, dass er seit Jahren immer mal wieder unter Rückenschmerzen leidet und einen Monat vor der ersten "Attacke" extreme Nackenschmerzen über Wochen hatte.

Wir sind ratlos und fühlen uns machtlos.
Ich hoffe sehr, hier vielleicht auf eine Spur zu kommen, die wir verfolgen können.

Vielen vielen Dank ***** *****!
*****

Gepostet: vor 6 Monaten.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 6 Monaten.

Guten Tag,

Wie ist der Stuhlgang Ihres Freundes? Regelmäßig und normal?

War er mal beim Orthopäden?

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Hallo Frau Dr. Gehring, ich antworte jetzt sogar selbst.Mein Stuhlgang ist eher weich aber regelmäßig. Ich hatte Manuelle Therapie gegen die Beschwerden im Brust- und Zwerchfellbereich (schwarzes Loch-Gefühl). Beim Orthopäden war ich wegen einer anderen Sache, als ich davon erzählte, dass auch noch diese Anfälle dazugekommen sind, sagte er nur, "das kann vom Rücken kommen". Zum einen weiß ich das selbst und zum anderen ist diese Erklärung so oft anzutreffen und meist noch in Verbindung mit Stress, dass es schon fast zur Platitüde geworden ist. Wenn Sie das dringend empfehlen, gehe ich noch mal zum Orthopäden, allerdings finde ich den Beschwerdenkomplex auch für andere Erkrankungen verdächtig. Ich habe z.B. auch so ein Gefühl von Infiziertheit oder so, im Nacken und der Brust. Könnte man auch als Brennen beschreiben. Dazu kommen viele unspezifische Symptome, ich liste mal auf:Absteigend nach Häufigkeit und Intensität:
Tinnitus (ständig)
Rückenschmerzen
Nackenschmerzen
Kopfschmerzen
Müdigkeit
Antriebslosigkeit
nicht erholsamer Schlaf
Schlafapnoe
Knieschmerzen wechselnd, derzeit links
Schulterschmerzen wechselnd, derzeit links
Bei längerem Laufen (Joggen) wird das rechte Bein von der Wade abwärts taub und schmerzt. Löst sich meist nach 30 – 45 Minuten.
Mundgeruch
Sodbrennen
Trockene, schmerzende Augen nach dem Aufwachen - lässt sich lindern durch Einnahme von Augentropfen direkt nach dem Aufwachen, ohne die Augen zu öffnen
Plötzlicher gelegentlicher stechender Schmerz im Darm. Passiert einige Tage lang mehrfach, meist in Verbindung mit Flatulenzen. Dann für einige Wochen bis Monate keine Symptome.
Zuckende Augenlider
rechter Hoden etwas größer
leicht vergrößerte Brüste
Beim Gehen leichte Schmerzen und Knacken im großen Zeh und Mittelfuß, mal links mal rechts oder gleichzeitig
Asthmaartiger Husten (seit kurzem, eher selten) ohne Auswurf und eine Art Gereiztheit in der Lunge.Danke Ihnen!
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 6 Monaten.

Danke. Eine Infektion hätte man ja im Bluttest festgestellt, auch erklärt die die Symptomatik nicht. Lästige Brustwirbelblockaden machen aber schon in Verbindung mit Verspannungen solche beschriebenen Symptome. Die Schlafapnoe erklärt. Kopfschmerzen,Müdigkeit, Antriebslosigkeit und den nicht erholsamen Schlaf. Hier vielleicht mal CPAP?

Die Lungensymptome sollten per Lungenfunktionstest und evtl. Röntgenbild abgeklärt werden, damit man (sorry) keinen Lungentumor links übersieht, wenn Sie Raucher sind.

Ein Hormonstatus beim Urologen wäre sinnvoll.

Trockene Augen sind häufig bei PC- Arbeit. ebenso Lidzucken.

Der Orthopäde kann Einlagen verschreiben. Dass Brennen in der Brust passt zur Neuralgie durch geärgerte BWS.

Hier würde ich therapeutisch ansetzen, schwimmen, Krankengymnastik, Fitnesstudio.

Ich denke, dass nicht alles eine Ursache hat, sondern verschiedene. Nur die Lunge sollte noch dringend abgeklärt werden, dass man nichts übersieht. Gegen das Sodbrennen und die Bauchbeschwerden können Sie diätetisch angehen, mal nachsehen, was Sie nicht so vertragen. Das alles aber hat mit den Beschwerden li thorakal nichts zu tun, die führe ich auch auf die BWS oder eine unerkannte Lungenerkrankung zurück. Rauchen sollten Sie natürlich nicht.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Falls etwas unklar geblieben ist, stehe ich über den Button „Experten antworten" zur Verfügung. Über eine positive Bewertung Ihrerseits (Anklicken von 3-5 Bewertungssternen ) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen, denn nur dann erhalte ich einen Teil Ihres angezahlten Honorars für meine Hilfe. Ich wünsche Ihnen das Allerbeste!

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Hallo Frau Dr. Gehring,
vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Können Sie mir sagen welche Faktoren Sie auf den Verdacht Lungentumor bringen?
Ich habe verschiedene Fälle von Krebs in der Familie, darunter auch zwei mal Lunge, meine Ärztin ist jedoch nicht begeistert davon das testen zu lassen. Sie hat jetzt noch die Vermutung dass es eine Angina Pectoris sein könnte und mich an einen Kardiologen überwiesen. Das macht für mich auch Sinn, die Symptome passen, nur die wiederholt durchgehend positiven Herzwerte im Krankenhaus machen mich stutzig. Selbst der Copeptin-Wert war deutlich unter 10.
Danke ***** ***** viele Grüße
Philipp Ritschel
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 6 Monaten.

Ich habe überhaupt keinen Verdacht auf einen Lungentumor, aber die Sorgfalt erfordert dessen Ausschluss, wenn Brustsymptome vorliegen.

Da Sie im Krankenhaus kardiologisch untersucht wurden und alles ok war, sehe ich den Sinn einer weiteren kardiologischen Untersuchung nicht.