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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 27836
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Ich leide seit Jahren unter wiederkehrenden Depressionen

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich leide seit Jahren unter wiederkehrenden Depressionen;

ausgelöst durch Konzentrationsstörungen während des Studiums. Es gab Phasen, wo es mir deutlich besser ging, auch unter Einsatz von Medikamenten. Vor 2 Wochen begann ein erneuter Schub, wieder ausgelöst durch Konzentrationsstörungen. Mittlerweile entwickle ich dann einen Tunnelblick, fokussiert auf die Krankheit, was auch immer die Krankheit eigentlich ist, und bin dann nicht mehr richtig im außen, einhergehend mit einer starken inneren Unruhe, bin dann verkopft und mit mir selbst beschäftigt. Es stand die Diagnose "Dysthymie" im Raum!? Hinzu kommt, dass ich durch die starke innere Unruhe auch einen Raucherhusten entwickelt habe. Zudem leide ich unter Übergewicht durch die Medikamente, welches ich aber immer wieder abbauen konnte und einer gebeugten Körperhaltung.

Es bestehen jetzt verschiedene Möglichkeiten,
- Eine genehmigte Reha
- Eine tagesklinische Behandlung
- Nochmal eine vollstationäre Psychosomatische Behandlung

Falls ich nochmal in Behandlung sollte, welches Haus können Sie mir da empfehlen und gibt es Medikamente, die bei Ängsten, Sorgenkreisen, Denkverengungen helfen, die nicht zu einer Gewichtszunahme führen!? Bisher hat mir das Abilify 5mg immer ganz gut geholfen, wäre Moclobemid eine Option!?

LG

Guten Tag,

Eher ist es umgekehrt: Dass die Konzentrationsstörungen durch die Depressionsschübe ausgelöst wurden.

"Dysthymie" heißt übersetzt eigentlich nur "fehlgesteuerte Gefühlswelt" und ist keine echte Diagnose. Hier scheint ja schon eine Angst- Depression im Raum zu stehen, die typischerweise in Schüben verläuft, zwischen denen man sich auch ohne Medikamente oft lange wohl fühlen kann. Hier sind Medikamente wie Venlafaxin sehr geeignet, zumal das auch gemeinhin nicht zu einer Gewichtszunahme führt. Abilify ist ein ADHS- Medikament, hier müsste die Diagnose gesichert werden, und Moclobemid ist weniger passend.

Eine Reha dient der weiteren Genesung nach schwerer Krankheit oder OP, die kommt nur nach frustraner Behandlung vor Ort in Frage.

Was spricht gegen eine ambulante psychiatrische Behandlung? Warum gleich in eine Klinik oder Tagesklinik?

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Sehr geehrte Frau Gehring, Vielen Dank für Ihre Mail.Also, es gab mehrere "Diagnosen" für mein Problem. "Generalisierte Angststörung"
"rezidiv depressiv mit ausgeprägtem Grübelzwang" und eben die "Dysthymie".
Es hat sich halt, ein chronischer "Gedankenzwang (Grübelzwang)" entwickelt der sie ich um die Krankheit dreht und immer wieder ausgelöst wird durch diese Konzentrationsschwierigkeiten.Dies hat in der Vergangenheit zu mehreren stationären und teilstationären Aufenthalten in Kliniken geführt, zuletzt, 2017, war die Depression so schwer, dass wirklich nichts mehr ging. Durch Medikamente und Gespräche ( Abilify (Durchbrechen des Gedankenkreisens)) wurde es dann besser. Während dieser Zeit wurde auch die Reha beantragt und ist nun genehmigt.Im Winter bin ich dann für ein paar Wochen nach Südafrika geflogen, mir ging es dort deutlich besser und ich habe das Medikament (Abilify) ausgeschlichen.Seitdem nehme ich auch ab. Nun bin ich wieder in Deutschland wollte ein paar Stunden arbeiten, bin über die schlechte Konzentration gestolpert und leider wieder "reingerutscht" in mein Problem, Gott sei Dank noch nicht wieder so schlimm.Das Moclobemid war eine Idee, da ich leider auf so gut wie jedes Medikament aus diesem Bereich mit Gewichtszunahme oder anderen schweren NW reagiert habe, (leider auch Venlafaxin) und der MAO Hemmer ja sehr NW arm sein soll.Ambulant bin ich natürlich in psychiatrischer Behandlung, aber leider nicht wirklich weiter gekommen. Die ärztliche Versorgung ist auf dem Land leider nicht so gut und man hat kaum Zeit über alles zu sprechen.Viele liebe Grüße!

Da sind Sie aber einem großen Irrtum aufgesessen: MAO- Hemmer sind sehr gefährlich in Bezug auf Nebenwirkungen! Sie werden darum nur bei schweren und therapieresistenten Depressionen eingesetzt. Hier mal ein bisschen verständlich aufgearbeitet: https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/depression/therapie/antidepressiva/mao-hemmer_aid_16960.html

Ich würde dann in die Tagesklinik gehen und dort diskutieren, ob Seroxat eine Alternative ist. Abilify ist es dann, wenn tatsächlich ADHS Ihre Symptomatik mit begründet.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Falls etwas unklar geblieben ist, stehe ich über den Button „Experten antworten" zur Verfügung. Über eine positive Bewertung Ihrerseits (Anklicken von 3-5 Bewertungssternen ) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen, denn nur dann erhalte ich einen Teil Ihres angezahlten Honorars für meine Hilfe. Ich wünsche Ihnen das Allerbeste!

Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.