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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 952
Erfahrung:  Ärztin. Abgeschlossene Studium Humanmedizin.
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Sehr geehrtes Ärzte-Team, vor ca. zwei Wochen hatte ich

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrtes Ärzte-Team,
vor ca. zwei Wochen hatte ich (männlich, 40 Jahre, kein Übergewicht) eine großflächige Entzundung im Backen-Nasenbereich unter der Haut, verbunden mit grippalen Symptomen und an- und abnehmender Abgeschlagenheit. Ich versuchte mich zu schonen, am vergangenen Dienstag verschlechterte sich mein Zustand jedoch so stark, daß ich meinen Hausarzt aufsuchte. Dieser hatte den Verdacht einer beginnenden Nebenhöhlenentzündung, ließ sicherheitshalber noch ein Blutbild machen. Das Ergebnis des Blutbildes lag vergangenen Donnerstag vor und deutete auf einen schweren bakteriellen Infekt hin.
Mittlerweile hatte sich mein allgemeiner Gesundheitszustand weiter massiv verschlechtert (extreme Schlappheit, massive Kopfschmerzen, kein Schlaf möglich, Reizhusten). Eine Reizung der Nasenschleimhäute war vorhanden, jedoch aus meiner Sicht nicht ursächlich für meinen Zustand.
Auf Basis des Blutbildes verschrieb mir der Hausarzt Antibiotika (Azithromycin 500mg).
Daraufhin verbesserte sich mein Zustand relativ schnell, im Verlauf des Freitag gingen die Kopfschmerzen zurück und ich konnte schlafen. Heute bin ich im Ruhezustand liegend bereits symptomfrei, sobald ich mich jedoch setze oder aufstehe, habe ich massive Kreislaufprobleme (Schwindel, leichte Atemnot, taube Zunge, pochende Brust). Blutdruck scheint noch OK (115 zu 70).
Ich mache mir Sorgen, da es mir nicht wie ein normaler Erschöpfungszustand vorkommt, hatte allerdings auch noch nie einen vergleichbar schlechten körperlichen Zustand wie am Donnerstag erlebt.
Sind solche Anzeichen (Schwindel, taube Zunge, pochende Brust) normal in der Erholungsphase nach einem Infekt, oder besteht vor Montag Handlungsbedarf?
Vielen Dank ***** ***** für Ihren Rat.
Beste Grüße,
Mark Erckmann

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich melde mich bei Ihnen als Hautärztin, weil Sie von einer großflächigen Entzündung im Gesicht unter der Haut berichten und Ihre Beschreibung auf ein sog. Erysipel paßt, d.h. eine bakterielle Infektion der Haut mit ihren tieferen Schichten. Meistens ist die Haut dann gerötet und geschwollen, aber Ausnahmen bestätigen die Regel.

Die Laboruntersuchung hat ja die Entzündung nachgewiesen.

Ein Erysipel ruft die beschriebenen allgemeinen Begleitsymptome häufig hervor. Wenn ein Erysipel im Gesicht ist, ist insbesondere Vorsicht geboten, damit die Bakterien nicht über die Blutbahn ins Innere des Kopf-Hals-Bereiches verschleppt werden. Dazu gehört ausreichend lange körperliche Ruhe (bis 3 Wochen), Vermeidung von viel Bewegung in der Gesichtsmuskulatur (Sprechen, breiige Ernährung).

Mir kommt es eher so rüber, daß die Entzündung nicht ausreichend behandelt ist.

Gerade wenn ein Erysipel im Gesicht ist, wird häufig mit Infusionen behandelt, wenn nötig, auch mit mehreren Antibiotika.

Ich würde hier nicht bis Montag warten. Informieren Sie sich am besten, welche HNO-Klinik oder HNO-Arzt Dienst hat und stellen sich dort vor, damit ggf. rasch behandelt werden kann. Dies ist sowohl für das Gesichtserysipel als auch die Nasennebenhöhlenentzündung die geeignete Adresse. Lassen Sie sich bringen.

Folgen Sie ruhig Ihrer Intuition.

Gute Besserung !

Mit freundlichen Grüßen Dr. med. A. Hoffmann

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Vielen Dank !

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrte Frau Dr. Hoffmann,
vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Zwar habe ich weiterhin ein leichtes Taubheitsgefühl im Jochbeinbereich, jedoch nicht das Gefühl einer weiterhin stärkeren anhaltenden Entzündung im Gesichtsbereich...diese scheint vielmehr größtenteils abgeklungen.
Würden sie aufgrund der Symptome trotzdem akuten Handlungsbedarf sehen, oder die Antibiotikatherapie zunächst weiter abwarten (aktuell dritter Tag)?
Vielen noch rinmal und beste Grüße,
Msrk Erckmann

Wenn Sie erst am 3. Tag der Antibiotikum-Einnahme sind und die Symptome als abklingend empfinden, dann können Sie warten. Da ist es nur wichtig, daß Sie sich wirklich schonen, der Körper braucht Ruhe, um mit so einer Entzündung fertigzuwerden. Schwindel und Herzklopfen sind so ein Zeichen, daß Aufstehen im Grunde zu anstrengend ist.

Taubheitsgefühle sind manchmal Nebenwirkungen von Antibiotika. Man darf nicht vergessen, daß sie trotz ihres Nutzens auch eine Belastung für den Körper sind.

Bitte trinken sie ausreichend.

Mit frdl. Gruß Dr. A. Hoffmann

Hautaerztin und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.