So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Dr. Gehring.
Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 27210
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Medizin hier ein
Dr. Gehring ist jetzt online.

Sehr geehrte Frau Dr. Gehring, Ich bin alleinerziehende

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Frau Dr. Gehring,
Ich bin alleinerziehende Mutter von zwei Kindern (2 und 5 Jahren), 33 Jahre alt.
Seit meiner Pubertät ist Migräne mit Aura ein Thema. Während des Studiums habe ich nach gehäuften Migräneattacken das Antidepressivum Fluoxetin (Dosierung 20 mg/Tag) bekommen, da ich durch die sehr unangenehme Aura und die 2 Tage nach der Attacke Schwindel und Erschöpfung etc. (der Kopfschmerz an sich war eigentlich nie das Problem!) eine Depression mit einhergehender Angst-und Zwangsstörung entwickelt habe. Durch das Medikament und eine begleitende Verhaltens-/Psychotherapie habe ich das Ganze gut in den Griff bekommen. Unter Fluoxetin kein Migräneanfall mehr.
Ohne jegliche Medikation oder Beeinträchtigung habe ich 2012 meine Tochter bekommen.
Als meine Tochter dann 1 1/2 Jahre alt war, wieder Migräneanfälle und meine Depression, Angst- und Zwangsstörungen waren wieder da. Ich wurde dann auf das Antidepressivum Sertralin (Dosierung 100 mg/Tag) eingestellt und nachdem PMS-Beschwerden auch meine Stimmung beeinträchtigt haben, habe ich ab Zyklusmitte 200 mg Progesteron / Tag eingenommen. Unter Sertralineinnahme habe ich Ende 2015 meinen Sohn bekommen, weiterhin Progesteron. Mir ging es gut, trotz Trennung von meinem Ex-Mann während der Schwangerschaft, Umzug mit Säugling usw. die alltäglichen Herausforderungen als Alleinerziehende und nutze nach wie vor immer wieder je nach Bedarf psychotherapeutische Begleitung. Ende 2016 habe ich mir die Hormonspirale Mirena setzen lassen (zum einen natürlich als Verhütungsmittel, aber auch mit der Zielsetzung PMS etwas einzudämmen).
Jetzt, mein Sohn ist 2 Jahre alt - trotz Sertralin 100mg / Tag und Progesteron, der dritte kräftezehrende Migräneanfall in einem Monat. Das ist für mich Alarmstufe rot.
Ich habe jetzt nach Rücksprache mit meiner Hausärztin Sertralin von 100 auf 125 mg / Tag seit 10 Tagen erhöht und mildere die Nebenwirkungen nach Bedarf mit 0,25 bis 0,5 mg Lorazepam ab.
Haben Sie ggf. Ansatzpunkte, wie ich das Problem besser in den Griff bekommen kann? An welchen Schrauben könnte ich Ihrer Meinung nach noch drehen, damit ich keine Migräneanfälle bekomme?
Habe beim Hausarzt die Schilddrüsenwerte checken lassen, da ist alles in Ordnung.
Ich bin gespannt und hoffnungsvoll auf Ihre Antwort.
E.P.

Guten Tag,

Wenn man fast einen Anfall pro Woche hat, ist man mit einer Migräneprophylaxe besser dran.Hier kommen z. B. niedrig dosierte Betablocker, aber auch Mittel wie Topiramat in Frage. In Ihrem Falle halte ich (auch zur Stressabschirmung) einen Betablocker für die weit bessere Wahl.

Ich finde, dass immer ein Neurologe/Psychiater eingeschaltet werden soll, wenn es um so hohe Dosen Sertralin oder andere Antidepressiva geht! Dessen Domäne ist auch die Migräne(prophylaxe). Für die Therapie des akuten Anfalles sollten Sie ein Triptan haben.

Leider bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen keine Akupunkturbehandlung mehr, was schade ist, denn auch die ist oft sehr wirksam zur Prophylaxe.

Natürlich sind Entspannungsmethoden wie autogenes Training, aber auch Sport wie Wandern oder Yoga hilfreich.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Falls etwas unklar geblieben ist, stehe ich über den Button „Experten antworten" zur Verfügung. Über eine positive Bewertung Ihrerseits (Anklicken von 3-5 Bewertungssternen ) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen und wünsche Ihnen das Allerbeste!

Dr. Gehring und 2 weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.