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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 26332
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Hallo, man hat mir vor kurzem mitgeteilt, daß ich einen

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
man hat mir vor kurzem mitgeteilt, daß ich einen mrgn3 Keim habe. Er ist nicht ausgebrochen.Es gibt Handreichungen über Verhalten für Krankenschwestern, aber keiner kann mir sagen, wie ich mich im Alltag unter Menschen verhalten soll. Darf ich umarmen, darf ich normal essen gehen etc. Der Keim ist wohl im Darm. Ich soll Hände und Toillete desinfizieren. Das hab ich immer schon getan. Aber keiner kann mir genau sagen, ob Besuch bei mir auf die Toilette darf, oder ob ich im öffentlichen Gebäuden auf Toilette gehen darf, oder es vermeiden soll. Manche sagen, ich dürfe sogar Babys knuddeln, andere wiederum kommen einfach nicht mehr zu mir weil sie Angst haben. Ich lebe im betreuten Wohnen, zwar selbstständig, aber mit Untertützung von Nachbarschaftshelfern etc. wegen Krebserkrankung und Pflegestufe1. Ich bin 53 J. Ich habe das ganze internet durchforscht nach antworten, bin mir dann aber doch unsicher, wie zuverlässig die Infos dort sind. Die Arztpraxis ist schon genervt, weil ich öfters anrufe und Fragen habe. ich weiss nicht, wie ich mit chronisch kranken oder geschwächten oder älteren Menschen umgehen soll. Oder mit Tieren. Muss ich Kontakt vermeiden oder darf ich Kontakt haben mit vorheriger Händedesinfektion. Und kann die Übertragung anders stattfinden, zum Bsp. Tränenflüssigkeit, Schweiß, Berührung an der Haut oder an der Kleidung...??Darf ich einen Hund streicheln...Das kann mir dort in der Praxis keiner sagen. Ich bin sowieso schon isoliert durch meine Krebserkrankung ( Brustkrebs, dann Knochenmetastasen, OP an Wirbelsäule ) und die Leute, die zu mir bisher gekommen sind, sind selber chronisch krank oder haben Menschen in der Familie die krank sind. Ich will ja niemand gefährden. Woher bekomme ich die richtigen Infos, auch individuellere, um meinen Alltag zu organisieren. Meine Hausärztin hat mir einen Zettel als Grundinfo zu dem Keim gegeben. Sie hat gesagt, daß sie sich um meine Fragen kümmert, weil sie es selbst nicht genau weiß. Aber es kam nie was eindeutiges. Alle sind sehr unklar und jeder sagt etwas anderes. Meine Freundin nimmt Rheumatabletten und versorgt abundzu ihre Enkelkinder. Das eine vor 1 monat neu geboren. Da hat sie Angst, daß Sie überträger sein könnte. Auch um sich selbst hat sie Angst. Wie real ist diese Angst und wie soll ich mich verhalten. Es ist sehr zermürbend die ganze Situtation. Es geht mir sehr schlecht dadurch. Mehr psychischer Natur. Nun hoffe ich, daß vielleicht Sie mir etwas helfen können? Ich wäre sehr dankbar!

Guten Abend,

Es ist eigentlich ganz einfach: Sie brauchen eine normale Handhygiene, müssen sich also nur nach dem Stuhlgang sorgfältig die Hände waschen und Ihre Unterwäsche 60 Grad waschen. Die Bakterien werden über Schmierinfektion auf Haut, Kleidung und auch Lebensmittel übertragen. Sind keine Keime vom Darm an Ihren Händen, können Sie streicheln, berühren, treffen wen Sie wollen, und auch fremde Toiletten besuchen.

Weitere Informationen finden Sie beim Robert Koch Institut www.rki.de/mrgn.

Ich wünsche Ihnen das Allerbeste!

Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Hallo,
mein Problem ist auch:
--- meine Freundin mit ihrem Rheuma und den Kleinkindern in der Familie ihrer Tochter.
--- und eine andere Bekannte, die einen krebskranken Sohn hat.
--- meine 81 jährige Mutter.
Können sie trotzdem unbeschwert mit mir umgehen? Beispielsweise kommt meine freundin mit Rheuma überhaupt nicht mehr, weil sie Angst hat. Ihr Mann hat mal im Krankenhaus gearbeitet, und er verbietet ausdrücklich den Konkakt zu mir.
Wie erkläre ich denen, daß ich normale soziale Kontakte haben kann? Und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, daß ich über Essen oder Kleidung jemand anstecke? Ich würde mir ja ewig vorwürfe machen. Andererseits fehlen mir die Kontakte. Ich lebe hier im betreuten Wohnen der Diakonie und die haben jetzt auch Angst, daß sie sich evtl. angesteckt haben, da ich ja schon eine Weile hier lebe. Und die anderen Mitbewohner sind ältere Leute .... Wo sind Grenzen vom sozial Kontakt. Darf ich jemand umarmen, oder die Hand geben? Es könnten ja immer noch Keime da sein trotz Desinfektion. Die Leute haben Angst. Und ich weiss auch nicht, ob ich das den Mitbewohnern hier sagen muß. Die verstehen ja nur das Wort "Keim" und bekommen Angst.
Ich muß bald wieder ins Krankenhaus zur ambulanten Krebstherapie. Da muß ich es sicher sagen wegen der Gefahr für andere Patienten, oder?
Dann wollte ich noch fragen, ob man es nicht doch behandeln könnte. Bzw. Wann soetwas sich wieder normalisiert und wie oft ich Tests machen kann zur überprüfung ob der Keim noch da ist oder nicht. Oder kann man das mit Blutabnahme überprüfen? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, daß der Keim irgendwann weggeht.
Und wie ist das, wenn ich eine Psychotherapie machen würde in einem stationären Klinikaufenthalt. Müsste man da Vorkehrungen treffen wie Einzeltoilette oder so etwas? Wäre das überhaupt noch realistisch, so etwas aufgrund des Keims anzugehen?
Darf ich wirklich einen Hund berühren, oder würde er angesteckt werden von mir? Ich bekomme alle 4 wochen Besuch von einem Begleithund von der Hospizgruppe hier.
Muß ich für Einweghandpapier sorgen, wenn die Handtücher und Zewarollen zu teuer werden....übernimmt sowas die Pflegekasse? Für die Diakonie, die mich hier betreut im Injizieren von Spritzen wegen dem Krebs, in Haushaltsversorgung etc..
Und auf was muß ich achten, daß der Keim nicht irgendwann ausbricht. Ich ernähre mich gesund und versuche alles zu tun, was ich kann. Gibt es noch andere Möglichkeiten oder Therapien, um den Keim wegzubekommen?
Es ist so schon schwer für mich mit den körperlichen Begleiterscheinungen vom Krebs. Durch den Keim wird es noch schwieriger. Zudem habe ich noch nichts schriftliches. Die Klinik, in der es festgestellt wurde, kommuniziert per Telefon mit meiner Hausärztin. Und so geht es seit Wochen hin und her. Vor kurzem sagte mir jemand aus der Praxis daß ich nur ein harmloses E- Coli Bakterium hätte im Darm. Und ich dürfte Babys knuddeln und wieder alles machen. Dann wieder der Anruf, daß es doch der Mrgn Keim wäre. Und nicht heilbar sei und ansteckend. So geht es hin und her.
Ich kann es einfach nicht einschätzen, wie groß das Problem für die Diakonie ist, daß ich so einen Keim habe. Es sind alle sehr überrascht und schockiert. Die Helferinnen der Diakonie müssen sich "einkleiden" wenn sie zu mir kommen in die Wohnung.Und Handschlag geht auch nicht mehr trotz Desinfektion.
Muß ich Gegenstände, die ich berührt habe auch peinlich sauber desinfizieren? ZB: die Transportkisten vom Essen auf Rädern, die ich bekomme und wieder zurückgebe...Sollte ich großflächig desinfizieren, zb auch Rollator, der vor der Tür steht, und andere manchmal auch benutzen oder berühren. Oder Türklinken und solche Dinge...?
Entschuldigen sie die vielen, vielleicht auch doppelten Fragen. Es ist sehr sehr belastend für mich hier geworden durch diese Diagnose. Ich habe seither ständige Todesängste und weiss nicht mehr wohin mich wenden soll.
Danke für Ihre Mühe und Anwort,
freundliche Grüße,

Alle Ihre Fragen habe ich gestern schon beantwort. Wenn Sie Ihre Hände sorgfältig waschen und Ihre Wäsche auch, dann dürfen Sie alles, was Sie erfragt haben. Den Kontakt mit Ihnen muss nur der meiden, der Ihnen das nicht zutraut. Weder müssen Sie etwas desinfizieren, noch Einmalhandtücher verwenden.

Ausrotten kann man diese Keime nicht, muss man auch nicht. Ihr Pflegepersonal sollte sich beim Rki schlau machen, bevor es Sie so ausgrenzt!