So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Dr. Gehring.
Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 26341
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Medizin hier ein
Dr. Gehring ist jetzt online.

Guten Abend, ich habe da ein Problem, und weiss ehrlich

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Abend,
ich habe da ein Problem, und weiss ehrlich gesagt nicht, an wen ich mich noch wenden soll, daher versuch´ ich es einfach mal hier.
Ich beschreibe meine Situation mal wie folgt:
Ich bin männlich, im Sommer 2016 40 Jahre alt geworden, vollzeit berufstätig, Single, alleinlebend.
Ich stehe morgens auf, was für mich mittlerweile auch nicht leichter wird, da meine Nächte mittlerweile eher sehr kurz ausfallen. I. d. R. liegt die Zeit in der ich wirklich schlafe bei 4 - 6 h... was ja nicht wirklich viel ist.
Das wirkt sich nun langsam auch auf meine Arbeit aus, und zwar insofern - ich bin Konstrukteur in einem mittelständischen Betrieb mit ca. 2000 Beschäftigten derzeit - das ich im Büro sitze, an sich genug zu tun habe, aber es immer wieder Phasen gibt, in denen ich mich nur schwerlich oder eben gar nicht motivieren kann, überhaupt irgendwas zu machen, und dann kommt es eben nicht selten vor, das ich Momente habe, in denen ich einschlafe.
Und solche Momente hat mein Abteilungsleiter & Chef leider schon zu oft selbst mitbekommen. Nicht das die Kollegen ihm das auch schon mehrfach gesagt, bzw. ihn gefragt hätten, was mit mir los sei. Just heute Mittag hat er mich noch mal drauf angesprochen.
Das geht nun leider schon über ein Jahr so, wir haben schon gemeinsam nach evtl. Lösungen gesucht, ich habe einen el.-höhenverstellbaren Schreibtisch bekommen usw. an dem ich auch im Stehen arbeiten könnte... womit wir wieder beim Thema "Motivation" wären.
Mein Chef hat mich schon in persönlichen Gesprächen gefragt, ob ich über- oder unterfordert sei, beides trifft meines Empfindens nach jedoch nicht zu.
Ich habe diesen Job in den 18 Jahren die ich mittlerweile in dem Betrieb bin immer gewissenhaft und mit viel Engagement, ohne das man mir vermehrt auf die Finger schauen musste.
Das hat sich jedoch in den letzten Monaten / Jahren, drastisch geändert. Mittlerweile fehlt es mir nicht nur an Motivation für den Job, nein, mir fehlt die Motivation für quasi ALLES, im beruflichen wie auch im privaten Umfeld.
Es mag zwar krass klingen, aber nichts hat für mich noch wirklich eine Bedeutung. Freude über irgendwelche positiven Ereignisse, z.B. Unternehmungen am Wochenende, mit Freunden, Familie etc.... Fehlanzeige.
Ich geh zwar meistens noch hin, aber das Alles wird mir schnell zuviel, weil mir das Ganze, ja sogar die Menschen in meinem Umfeld eigentlich vollkommen gleichgültig sind.
Mitgefühl hab ich für niemanden mehr, nicht mal für Freunde oder sogar Familie... vllt. unterbewusst noch, irgendwie schaffe ich es immer noch, ihnen so etwas wie Gefühle, Empfinden etc. vorzugaukeln. Ob mit Erfolg oder nicht... es spricht mich zumindest niemand direkt darauf an, von den wenigen sozialen Kontakten, die ich noch habe, wie z.B. einen Teil meiner Geschwister, Eltern, eine Hand voll "Freunde"... mit dem Rest rede ich schon gar nicht mehr, oder nur sporadisch, weil mir etwaige Diskussionen schon zuwider sind, bevor sie überhaupt begonnen haben.
Lust irgendetwas zu unternehmen, oder Dinge zu tun, die mir vor einiger Zeit noch Freude bereitet haben hab ich auch nicht mehr, ist mir alles zuviel, ist mir alles egal.
Selbst eine funktionierende Beziehung, die sich glaube ich viele von uns wünsche ist mir mittlerweile vollkommen gleichgültig, bzw. ich habe keinerlei Verlangen nach Nähe, Intimität oder gar Sex, das letzte Mal, das ich mit ner Frau im Bett war, war meine Ex, das ist jetzt 5 Jahre her...
Am wohlsten fühle ich mich wirklich, wenn ich allein zuhause bin und tun & lassen kann was ich will, wann ich will... so besteht meine Freizeit meist aus Sofa-Abenden, gelegentlichen Kinobesuchen (ebenfalls allein, es ist mir zuwider, mit Leuten ins Kino zu gehen, die während des Films nur quatschen! Da geh ich lieber allein), Spaziergängen (meistens nachts, wenn ich nicht schlafen kann, was mittlerweile echt häufig vorkommt), ab und an mal Schwimmen gehen, ansonsten meist TV / DVD Unterhaltung, PC-Spiele / Internet, oder auch mal ein Buch lesen (was aber meist nach ein paar Seiten wieder in der Ecke / im Regal landet).
Ich habe in den letzten Monaten / Jahren eine derartige negative Grundstimmung entwickelt bzw. eingenommen, das ich anderen nur noch mit Argwohn und Misstrauen begegne, abgesehen von ein paar Ausnahmen. Am besten geht´s mir, wenn man mich einfach in Ruhe lässt.
Ich war schon bei meinem Hausarzt, und div. anderen Ärzten, Blutwerte o.k. Schilddrüse o.k., allerdings hat man bei mir eine OSA diagnostiziert, was das immense Übergewicht (137kg bei 1,85m) und die extreme Tagesmüdigkeit erklären würde, soviel hab ich durch Internet-Recherche selbst schon herausgefunden... aber... im Grunde ist mir selbst meine Gesundheit egal.
Mein Chef hat mir geraten, andere Ärzte zu konsultieren, mit der Aussage "Wir wollen Dir nichts Böses, wir machen uns halt Sorgen um Dich"... glaube ich ihm ja auch, aber auf der Anderen Seite denke ich dann gleich wieder "Ja ja... red Du man... "

Guten Abend,

an eine OSA habe ich natürlich auch gedacht, aber viel gravierender ist, dass hier eine deutliche Depression vorzuliegen scheint! Die macht müde, lustlos, Schlafstörungen, interesselos und schwingungsunfähig. Machen Sie doch mal einen Selbsttest: http://www.dr-hartmann.de/index.php?id=32

Derpessionen sind wir Pickel, sie tauchen unverhofft auf, ohne dass man ihnen eine Ursache zuschreiben könnte. Das Gute ist, dass sie irgendwann auch wieder verschwinden, nur ist das seltener so, wenn man in der Zwischenzeit, Gesundheit, Normalgewicht und evtl. seinen Job verliert. Darum ist es clever, sich in der Zwischenzeit medikamentös helfen zu lassen. Hat Ihr Hausarzt Sie nicht darauf angesprochen?

Was gut ist: Sie haben hier geschrieben. Ein aktiver Schritt, der zeigt, dass Ihnen nicht alles ganz egal ist!

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Naja, man hat ja immerhin noch Pläne im Leben, suizidgefährdet bin ich - denke ich - nicht, obwohl ich ehrlich gesagt nicht einmal Angst vorm Tod habe, dazu bin ich dem "Kollegen" schon zu oft begegnet oder sogar - wie man so humoristisch sagt - "von der Schippe gesprungen", wenn´s einen erwischt, ist das halt so, kann man dann ja nicht ändern.Vielen Dank für den Link, den einen oder anderen "Selbst-Test" hab ich schon hinter mir, wobei ich die meisten davon nicht wirklich aussagekräftig finde, was mach ich also wenn ich mich absolut nicht motivieren kann irgendetwas an meiner Situation zu ändern?
Ärzte... naja... findet man hier in der Gegend nicht wirklich "gute"... die meisten ruhen sich auf ihren "Lorbeeren" aus und machen nichts mehr, da sitzt man dann womöglich stundenlang im WZ für ein 5-10 Minuten Gespräch... wenn überhaupt... und wird dann mit Pülverchen & Mittelchen heim geschickt... suuuper... symptomatische Behandlung vom Feinsten... die Ursachen... keine Ahnung, werden einem selten mitgeteilt, geschweige denn erklärt, da ist man dann so RICHTIG motiviert, aber sei´s drum.Werd´ ich mal weiter suchen... vielen Dank für Ihre Antwort & ihre Zeit.

Mal langsam: Wie ist der Test denn ausgegangen?

Und: Gute Ärzte finden Sie auf www.jameda.de. Psychotherapeuten lassen Sie 30 Minuten sprechen, und gute Psychiater verschreiben keine "Mittelchen", sondern wertvolle Medikamente, die die Sicht der Dinge deutlich aufhellen können. Schließlich handelt es sich bei Depressionen um einen simplen Mangel an Serotonin, den man meist gut beheben kann.

Gern geschehen. Vielen Dank für eine freundliche Bewertung meiner Hilfestellung, und: Es lohnt sich, sich nicht auf seine Vorurteile zu verlassen, sondern sich zu zwingen, aktiv zu werden.

Ich wünsche Ihnen das Allerbeste dafür!

Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Da mögen Sie ja Recht haben, wenn man aber aktiv wird und Hilfe sucht - neulich war ich bei einem HNO-Arzt vor Ort - dann aber schon von Anfang an auf "taube Ohren" stößt, und sich fühlt, wie auf `nem Basar...Ich beschreibe die Situation mal rein objektiv:Ich ging zum HNO-Arzt, weil ich dumpfes Gefühl auf dem linken Ohr hatte, sitze eine geschlagene Std. im WZ, als ich gerufen wurde, hab ich dem Arzt zu erklären versucht, wo mein Problem liegt, er hat mir nicht einmal zugehört, fiel mir dauernd ins Wort.
Es stellte sich heraus, das es einer simplen Ohr-Reinigung bedurfte, nebenbei erzählte er mir allerlei Dinge worauf man achten sollte etc. soweit so gut.
Dann untersuchte er meine Nase, verschrieb mir Antibiotika...ein cortison-haltiges Nasenspray... wofür auch immer... weiß ich bis heute nicht, eine Nasendusche wollte er mir auch noch andrehen "Gibts auch günstig hier im Hause" so seine Aussage, ... und dann kommen sie bitte im Dezember wieder, damit wir einen Allergietest machen können"
Da war dann bei mir - wie das so schön heisst - "der Ofen aus"... ich geh zum Arzt weil ich ein Problem mit den Ohren hab und dann sowas??? Und das ist nur eines von vielen Beispielen...Soviel zum Thema "guter Arzt" ... den ich übrigens auch über die von Ihnen genannte Internet-Plattform gefunden hatte... ich kam mir ehrlich gesagt ein bisschen verar***t vor.Das ich ich auf etl. Dinge allergisch reagiere, wusste ich vor diesem Besuch bereits... wollte ich ihm sagen, hat ihn NULL interessiert.Ich wollte wissen, wofür die Antibiotika sind... keine Antwort.Nasenspray mit Cortison hatte ich schon von einem anderen HNO-Arzt bekommen... hat nicht ihn auch nicht wirklich interessiert und mir auch nicht geholfen.Naja... so "tingelt" man dann halt von Arzt zu Arzt, ohne ein annähernd befriegendes Ergebnis zu haben...Vielen Dank nochmals für ihre Bemühungen & einen schönen Abend noch.

Nun, eigentlich hat der Kollege alles gemacht, was er konnte; mehr steht uns an Therapie einfach nicht zur Verfügung. Die Ohren leiden, wenn die Nase zu ist, das schrieb ich auch schon.Darum ist es ein logischer Ansatz, die Nase und Nebenhöhlen abschwellen zu lassen, um das Mittelohr zu entlasten.

Allerdings mag ich auch nicht, wenn jemand nicht zuhören mag.

Viele Grüße!