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stdionys, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1617
Erfahrung:  Oberarzt für Psychosomatik mit langjähriger Erfahrung im Bereich Innerer Medizin, Schlafmedizin sowie ADHS/ ADS. Facharzt für Psychiatrie u. Psychotherapie
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Bin 71 Jahre alt männlich, habe 50 Jahre aktiv Sport getrieben

Diese Antwort wurde bewertet:

Bin 71 Jahre alt männlich, habe 50 Jahre aktiv Sport getrieben (Fußball, Volleyball), musste vor drei Jahren aufhören, da meine Frau (seit 5 Jahre ALS) auf meine Pflege angewiesen war. habe damals 96 Kilo gewogen und auch übernormal Alkohol getrunken und aber drei Monate vorher abgesetzt. Bin dann von einem Tag zum nächsten zusammengeklappt (Mai 2015) und ins Klinikum eingewiesen worden: Diagnosen: Herzinsuffizienz mit bds Pleuraergüssen (ca. 1,5 ltr pro Lungenhäälfte, punktiert mehrmals, Nierenversagen, Anämie, Pangastritis, Anämie, niedriger Hb-Wert, angeblich Leberzirrhose child A (inzwischen vom Hepatologen negiert, nur Fettleber), Koloskopie und Magenspiegelung keine Blutungen, keine Krampfadern in Speiseröhre, leichter Blutrückstau zur Leber
Nach mehreren Pnktionen Einweisung Thoraxchirurgie, bei OP Bronchioskopie abgebro*****, *****n postoperatives Delir und 4 Wochen ITS, 25 Kilo Fett, Wasser und Muskelmasse verloren.
Medikation: ASS 100, Simvastatin´20 , Metoprolol 47,5, L-Thyrox, Aldactone 20, 14-tägig Dekristol 20.000 i:E., Torasemid 20, Arlevert 20/40.
Bin langsam auf Weg der Besserung: 40 Stufen, 2 km gehen. Lt. Kardiologen pumpt Herz gut. Nierenwerte annähend normal, HB-Wert noch zu niedrig, Blutdruck !05/70/70.
Meine Frage: Habe jetzt durch geringe Belastung ständig Schmerzen in den Waden und Zehen mit Krämpfen, hatte ich früher nach Belastung nur 2 Tage als Muskelkater. Damit ist Steigerung kaum möglich.
Warum?
Guten Morgen !
Aufgrund der Bescherdeschilderung bzw. der Vorerkrankungen kommen leider eine ganze Reihe von möglichen Auslösefaktoren in Frage.
Pragmatisch geht man häufig so vor, dass man sowohl hinsichtlich der Beschwerden wie auch der Medikamente eine ausführliche Anamnese macht. Je mehr Medikamente nehmen müssen, desto eher treten diesbezüglich auch einmal Probleme im Sinne von Wechselwirkungen oder Nebenwirkungen auf.
Wurden in der letzten Zeit bei Ihnen die Blutsalze (Elektrolyte) speziell von Magnesium und Kalium untersucht ?
Es könnte sein, dass Sie u.a. bedingt durch die Entwässerungstabletten einen Magnesiummangel haben.
Daneben wäre es wichtig zu wissen, ob von den vielen Medikamenten ein Präparat neu dazu gekommen ist und möglicherweise zu Problemen beigetragen hat.
Daneben wäre wichtig zu wissen, ob der Hausarzt die Pulse in den Beinen untersucht hat. Es könnte auch eine Durchblutungsstörung in den Beinen sein.
Aufgrund ihrer Vorgeschichte würde ich aber als eine der wahrscheinlichsten Ursachen an das Vorliegen einer Polyneuropathie denken. Das wäre eine (beispielsweise durch Alkohol) ausgelöste Schädigung der Nerven im Bein, die für die Gefühlsübermittlung, Lageempfinden und Bewegung zuständig sind. Hier kommt es dann häufig zu Beschwerden bzw. Missempfindungen.
Als Differentialdiagnose würde man dann auch noch daran denken, dass ihre Probleme von der Wirbelsäule (spezieller dem Spinalkanal) kommen könnten. Damit meine ich eine Einengung des Spinalkanals (beispielsweise auch hoch im Halswibelsäulenbereich).
Für die diagnostische Zuordnung wäre aus meiner Sicht daher sinnvoll, gemeinsam mit dem Hausarzt als Lotsen nochmal sehr gründlich auf Suche nach Auslösern zu gehen.
Beim Neurologen wäre die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit und EMG, ggf. auch ein Doppler der Beingefässe möglich (sonst über einen Internisten)
Das könnte dann auch schon Hinweise auf eine Schädigung im Rückenmarksbereich geben, die dann ggf. das Einbeziehen eines Orthoäden erfordert.
Es hängt aber eben wirklich von den jeweiligen Untersuchungsbefunden ab, in welche Richtung man dann ihre Beschwerden weiter untersucht und dementsprechend behandelt.
Haben Sie noch eine Nachfrage bzw. kann ich Ihnen mit weiteren Informationen helfen ?
Sollten Sie keine Nachfragen haben wäre eine freundliche Bewertung denken
Vielen Dank
stdionys und 3 weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.