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stdionys, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1617
Erfahrung:  Oberarzt für Psychosomatik mit langjähriger Erfahrung im Bereich Innerer Medizin, Schlafmedizin sowie ADHS/ ADS. Facharzt für Psychiatrie u. Psychotherapie
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Hallo,seit ein paar Monaten fällt uns auf, dass meine Mutter( 68 Jahre

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
seit ein paar Monaten fällt uns auf, dass meine Mutter( 68 Jahre), vermehrt Wortfindungsstörungen hat. Zudem wirft sie viele Termine durcheinander oder vertut sich in verabredeten Zeiten. Auf der anderen Seite, kann sie während eines Telefonates durchaus auch von Erlebnissen am Vortag oder auch mehreren Tagen erzählen( wobei man natürlich nicht weiss, ob das auch so war) wobei da wieder die Wortfindungsstörungen wie Dings, oder ..da in der Strasse... auffallen. Auch hat sie deutlich abgenommen.
Beim Hausarzt war Sie vor einer Woche, bis auf Vit D Mangel und einer Hypercholesterinämie ist nichts auffällig gewesen.

Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller !

Sie beschreiben eine über einen längeren Zeitraum einsetzende Veränderung der höheren Hirnfunktionen wie Gedächtnis, Orientierung zu Zeit und Wortfindungsstörungen sowie möglicherweise auch Konfabulation = Erfinden und Füllen von vergessenen Worten oder Begebenheiten. Diese Veränderungen sind deutlich über das zu erwartende Altersmaß vorhanden und sie gehen offenbar auch nciht mit sog. Herdsymptomen wie Lähmungen oder Gefühlsstörungen in Armen oder Beinen oder anderen klassischen Zeichen einer Durchblutungsstörung einher.

Ich möchte nun keine Angst oder unberechtigten Sorgen schüren, aber die Beschreibung lässt einen Nervenarzt natürlich an eine dementielle Entwicklung denken.

Klar ist, dass hier Handlungsbedarf besteht. Einerseits in Hinblick auf die Diagnostik und auch Differentialdiagnostik. Man muss schauen, ob es behandelbare = reversible Ursachen einer Demenz gibt. Hierzu würde beispielsweise eine Schilddrüsenunterfunktion oder auch einige Vitaminmangelzustände gehören. Vitamin D-Mangel kann zwar Symptome verursachen, als Erklärung für die beschriebene Symptomatik reicht es mir eindeutig nicht aus.

Man sollte eine Bildgebung vom Kopf und auch einen Status über die Durchblutung in den hirnversorgenden Bereichen machen.

Wichtig ist, dass man dann so früh wie mögliche Optionen einer Behandlung bzw. Förderung von Selbstständigkeitsfähigkeiten und Verlangsamung von den Abbauprozessen im Gehirn einleitet. Hierzu können Medikamente, aber eben auch Ergotherapie oder andere Formen der Hirnleistungsförderung erwogen werden.

Ich nehme an, dass ihre Mutter allein lebt ? Dann ist die Beurteilung der derzeitigen Selbstständigkeit und der Sicherheit in der Wohnung ganz wichtig. Da die Betroffenen selber Weltmeister im Überspielen sind bzw. zunächst keinen eigenen Leidensdruck haben müssen, ist hier doch auch seitens des Hausarztes mehr Sorgfalt und eben Diagnostik wichtig.

Noch besser wäre es, wenn Sie ihre Mutter in einer Schwerpunkt-Ambulanz für Demenzerkrankungen vorstellen würden bzw. dann auch ggf. Beratung und Unterstützung für alle medizinischen und sozialrechtlichen Fragen (Pflegestufe, Einrichtung einer Gesetzlichen Betreuung, Vollmachten, Tagespflete, Senioren-Stift, Tagesklinik einer Geronto-Psychiatrie oder Tagesstätte) bekommen.

Wo wohnt denn Ihre Mutter ?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Wir wohnen in München, ich habe aber erst am 23.09. einen Termin bei einem Neurologen bekommen. Die Neurologie in der Nussbaumstr = Psychiatrische Klinik hat bislang nicht zurückgerufen , ist aber telefonisch auch nicht zu erreichen...

Ich habe zwischenzeitlich in unserem Archiv gesehen, dass Sie die Sorge um Ihre Mutter ja schon einige Wochen beschäftigt. So ganz kann ich halt die Meinung meiner Kolleginnen nicht teilen, dass es untypisch für eine dementielle Entwicklung ist.

Gerade wenn man mit den Betroffenen nicht unter einem Dach wohnt, ist es schwer zu beurteilen, wie weit die Einschränkungen im Alltag wirklich vorangeschritten sind. Sie schildern, dass Ihre Mutter abgenommen hat. Das kann natürlich auch auf eine organische Ursache schliessen lassen. Dagegen spricht aber, dass der Hausarzt da nichts findet. Möglicherweise macht sie sich aber schlicht nichts zu Essen oder vergisst das Essen.

Der 23.9. ist nun doch ausreichend zeitnah für eine weiterführende Abklärung. Das Problem ist halt nur, dass dann auch wirklich der Neurologe ein Interesse und Möglichkeiten einer Demenz-Diagnostik vorhält. Das ist doch schon eine umfangreichere Liste, die man innerlich abhaken muss. Nicht alle Diagnostik muss dann auch tatsächlich am Patienten durchgeführt werden, aber man sollte sich als Arzt oder Psychologe eben doch mit allen Aspekten beschäftigen. Sehr hilfreich wären dabei Bilder von der Wohnung oder andere Alltagsschilderungen von Veränderungen ihrer Aktivitäten (z.B. Sozialer Rückzug von Freundinnen, Verlegen oder Vergessen von Dingen, Stürze).

Eine Gedächtnissprechstunde wäre aus meiner Sicht tatsächlich sinnvoller. Eigentlich wäre der Hausarzt der erste Schritt und richtig als Berater und Lotse in diesem Diagnoseprozess.

Haben Sie den Kollegen auf Ihren ja doch schon konkret hier bei Justanswer zuvor geäußerten Verdacht einer Demenz angesprochen ?

Anbei einige Gedächtnissprechstunden in München :

Gedächtnissprechstunde
Psych. Klinik der LMU

Dr. Harald Hampel
Tel.: 089/5160-5820

Nußbaumstr. 7

80336 München

Gedächtnisambulanz
Max-Planck-Institut f. Psychiatrie Dr. Ackl
Tel.: 089/30622-379
Kraepelinstr. 2-10

80804 München

Alzheimer-Zentrum
Psychiatrische Klinik der Technischen Universität München
Dr. Greck
Tel.: 089/4140-4275
Möhlstraße 26

81675 München

Geriatrische Ambulanz
Städt. Krankenhaus Neuperlach
Memory Klinik
Prof. Dr.R. Heinrich
Tel.: 089/6794-2284
Oskar-Maria-Graf-Ring 51

81737 München

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich war leider bei der Untersuchung beim Hausarzt nicht dabei. Wie sie im Archiv sicher auch gelesen haben, hat meine Mutter 15 Jahre lang meinen Vater gepflegt. Mit ihm war sie ständig beim Arzt doch sie selber hat keinen.

Den bei dem sie jetzt war, habe ich ihr ausgesucht und dort war sie auch zum ersten Mal, nach langem Intervenieren meinerseits.Ich habe vorher und jetzt auch noch nicht mit der Ärztin sprechen können.

Die Wohnung meiner Mutter ist Picobello, sauber und aufgeräumt, und sie selber auch. Seit ein paar Wochen besuche ich sie mehr oder weniger Regelmäßig um mal unauffällig nach dem rechten gucken zu können, doch da ist bislang nicht negatives aufgefallen. Ausser vllt. einigen Zetteln, auf denen sie sich sich alles möglich aufschreibt.

Bei der Terminvereinbarung beim Neurologen habe ich auf den ,, Demenz-Test'' hingewiesen, also deutlich gesagt um was es mir geht und was die Problematik ist. Die Helferin war sehr nett und hat gemeint, meine Mutter müsste auch keine Angst haben, das sie eine Litanei von Aufgaben bearbeiten Müsse, sondern man mache erst einmal Untesuchungen wie EEG etc.

Für einen Termin in der Gedächtnissprechstunde im KH Großhadern müsste ich auch zwei Wochen warten.....Ich probiere es aber auch nochmal bei den Adresse, die sie mir gesendet haben. Vielen Dank dafür

Sie sind zumindest auf dem richtigen Weg.

Natürlich kann es alle möglichen anderen Erklärungen geben. Eine depressive Entwicklung beispielsweise, eine zurückliegende banale Kopfverletzung mit einer Sickerblutung (subdurales Hämatom) und und und.

Vielleicht ist es schlicht auch einfach die Persönlichkeitsstruktur ihrer Mutter ("zwanghaft-ordentlich" ?).

Wie auch immer.

Ich glaube nur, dass ihr inneres Gefühl bzw. die Sorge sie nicht trügt. Da ist Handlungsbedarf für eine weiterführende Diagnostik.

Die Demenz-Tests sind ja zunächst eher sowas wie einfache Fragen, vielleicht noch der Uhren-Test (wo man ein Zifferblatt mit einer bestimmten Uhrzeit malen soll).

Es klingt für mich nun eben gerade nicht nach einem akuten medizinischen Problem wie eine Durchblutungsstörung des Gehirns oder ein Tumor. Aber man muss eben ausschliessen, dass eine andere Erkrankung zu den neuropsychologischen Ausfällen bei ihrer Mutter beiträgt.

Sollten sich diesbezüglich noch Fragen ergeben, fragen Sie bitte sehr gerne nach !

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank. Bei Ihnen hatte ich jetzt das Gefühl, dass Sie sich wirklich mit meiner Problematik beschäftigen und mich ernst genommen haben.

Liebe Grüße

PS. Ist es möglich Sie ggf. auch wieder online konsultieren zu können. Ich möchte nicht wieder bei irgend jemandem landen....

Danke, ***** *****ört man immer gerne :-)
Ich habe halt selber so meine Erfahrungen sowohl als Angehöriger, wie auch in der früheren Tätigkeit auf einer Gerontopsychiatrie. Zudem erlebe ich tagtäglich den Angehörigen-"Burnout" unter meinen Patienten, die dann Beruf, Ehemann, ggf. eigene Kinder und Sorgen um die älter werdenen Eltern unter einen Hut bringen sollen.

Sie können mich jederzeit online unter http://www.justanswer.de/medizin/expert-psychosomatiker/?rpt=3800 erreichen oder in der Fragestellung speziell angeben, dass sie "webpsychiater" sprechen wollen.

stdionys und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo lieber Webpsychiater,

ich schreibe Ihnen hier, damit ich sicher sein kann, auch wieder bei Ihnen zu ,,landen''. Damals haben sie mir mit meiner Mama sehr geholfen und nach ausführlicher Diagnostik in der Gedächtnissprechstunde wurde eine Alzheimer Demenz diagnostiziert.

Nun wir langsam memantine eingeschlichen und wir hoffen, das sich ihr Gesundheitszustand zumindest stabilisiert.

Heute trete ich mit einem anderen Problem an sie heran, für welches ich gerne Ihren Rat hätte. Ich melde mich bezüglich meiner Tochter Anna ( im Dezember 18 Jahre geworden ).

Leider ist nun die Situation eingetreten, die ich bereits im August letzen Jahres vermutet habe. Meine Tochter ist wieder SEHR verschlossen und hat wieder angefangen sich zu ritzen. ( Das tat sie bereits im letzten Jahr, wollte es jedoch nie wieder machen...) Sie trägt wieder nur langärmelige Sachen und ich weiss das sie regelmäßig im Krankenhaus Termine wahrnimmt ( wahrscheinlich um die Schnitte versorgen zu lassen.) Diesbezüglich hat sie vor ca 2 Monaten gefragt ob, sie Ihre Krankenversicherungskarte haben dürfte, damit sie alle wichtigen Dinge wie Ausweis, Führerschein und KVK immer in Ihrem Geldbeutel hat....jetzt weiss ich auch warum sie sie haben wollte.
Jetzt steht sie mitten im Abitur und sie hat jetzt schon gesagt, wenn sie durchfällt macht sie es auf keinen Fall nochmal !!!! Ich habe mich in all der Zeit zurückgehalten, habe KEINE Moralpredigten gehalten, von wegen jetzt lern doch mal was, oder was ist mit dir los??? Ich frage schon wie es ihr geht , oder ob es irgendetwas gibt, aber sie verneint immer es ginge gut, geht in ihr Zimmer, macht die Tür zu und ist ,,weg''. Vor ein paar Wochen, hat sie mir gesagt, sie habe jemanden kennengelernt und ob sie spät abends mit ihm noch an den See fahren dürfte... ich habe mich sehr gefreut, dass sie mit mir spricht., von Ihm erzählt und mich fragt ob das in Ordnung sei mit ihm noch wegzufahren.....ca. 2 Wochen später hat sie mir dann gesagt, dass das nichts sei, weil er keine Freundin ,,ohne Erfahrung'' möchte. Da hat sie sich auch von mir in den Arm nehmen und KURZ trösten lassen, ohne das ich den Eindruck hatte es sei ihr unangenehm. seit der letzen Woche jedoch ist ihr Verhalten für mich wieder besorgniserregend geworden.....aber ich kann nichts tun, sie ist 18 und ich weiss je mehr ich rede, desto weniger sagt sie... ich bin absolut ratlos....Sie ist so ein tolles Mädchen und es tut einfach weh zu sehen, wie traurig und verschlossen sie ist. Im letzte Jahr haben wir auch eine Therapeutin gehabt, die Anna anfangs ganz nett fand, jedoch nach der zweiten Sitzung alles abgebrochen hat, weil sie das nicht braucht, sie könnte alles mit ihrer besten Freundin besprechen.... jetzt hat sie aber mal so nebenbei erwähnt, sie wolle in eine Klinik gehen...dazu baucht sie aber auch erst einmal einen Therapeuten....ich habe ihr angeboten ihr bei der Suche zu helfen, aber sie will alles allein machen...und da geht aber jetzt nichts vorwärts...sie ist den ganzen Tag am Handy und schreibt mit ebenfalls depressiven ,,freunden'' von irgendwelchen Internetseiten. das macht mir sehr viel Kummer, aber mit 18 Jahren, kann ich ihr nichts mehr vorschreiben und sie lässt sich auch NICHTS sagen, aber leider auch nicht helfen...
Vielen Dank ***** ***** Grüße