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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 39088
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Guten Tag, meine Tochter (jetzt 21 Jahre alt) hatte ihre erste

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, meine Tochter (jetzt 21 Jahre alt) hatte ihre erste Ohnmacht mit 3J (nach einem Sturz - ausgerutscht - auf dem Steissbein). Der Körper war vollkommen erschlafft, Dauer ein paar Minuten. Regelmässig bei starken Schmerzen oder Krämpfe fiehl sie in Ohnmacht. Nach einer wahren Odyssee an Untersuchungen (EEG, EKG, BeastungsEKG, SchlafentzugEEG, 24hEKG, MRI usw) konnte keine Epilepsie diagnostiziert werden, auch keine Herzfehler. Ihr Blutdruck ist eher tief. Nach mehreren Migränenanfälle wurde ihr Topamax verschrieben. Während ungefähr 5 Jahre hielten sich die Nebenwirkungen in Grenzen, dann vor 2 Jahre, die ersten Ödeme +Hautausschläge, mit Atemnot zum Schluss. Topamax wurde abgesetzt. Während der Topamaxzeit sind die Ohnmachtanfälle weniger geworden, aber waren nicht vollkommen weg; besser ging es mit der Migräne. Seitdem sich der Körper an die Zeit ohne Medikamente gewöhnt hat (Anfang Mai 2014) hatte sie keinen Anfall mehr! Migräne hat sie manchmal noch.
Sie möchte jetzt ihr Führerschein (in der Schweiz) machen. Im Fragebogen hat sie wahrheitsgetreu Migräne und Ohnmachtsanfälle angekreuzt. Der Neurologe sagt, dass er nur das ok für den Führerschein geben kann, wenn sie Lamotrigin nimmt. Lamotrigin ist ein Medikament gegen Epilepsie, Migräne wird nicht erwähnt. Meine Tochter (und wir Eltern) möchten nicht, dass sie gezwungen wird ihr Lebenlang einen Medikament zu nehmen (solche Medikamente haben bedenkliche Nebenwirkungen!) wenn nicht nötig. Wir brauchen dringend einen Rat! Vielen Dank!
Guten Tag,
Die Einstellung des Neurologen Ihrer Tochter ist völlig unbegreiflich. Lamotrigin ist mit Nebenwirkungen behaftet, und ohne der Diagnose einer Epilepsie sollte man es nicht geben.
Hat Ihre Tochter bei den Ohnmachtsanfällen eingenässt oder sich auf die Zunge gebissen?
Wird sie auch ohne Schmerzen ohnmächtig?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Eingenässt oder sich auf die Zunge gebissen hat sie nie. Allerdings tut sie manchmal wie krampfen und röcheln. Da sie aber nicht mehr bei uns wohnt habe ich sie seit mehrere Jahre nicht mehr in Ohnmacht gesehen. Ich weiss nicht ob ihre Augen offen oder geschlossen sind.

Ich glaube nicht, dass sie ohne Schmerzen ohnmächtig wird. Sie ist immer entweder gefallen (auf dem Steissbein), hatte einen Krampf , hat so wie ein Blitz gesehen oder hat ihr etwas Weh getan.

Ist denn ein Gutachten des Neurologen für den Führerschein nötig?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Gute Frage. Wir glauben ja, da sie in Behandlung ist und sie an Ohnmachtsanfälle/Migräne litt/leidet. Schriftlich habe ich das aber nie gesehen, habe mich aber auch nicht unbedingt damit auseinandergesetzt.
Der Neurologe meint es wäre wegen des Versicherungsschutzes im Falle eines Unfalls nötig.

Ok. Zusammenfassend sehe ich das Problem, dass sie doch aus unklarer Ursache ohnmächtig wird, was auch durch die Migräne bedingt sein kann. Eine Herz- Kreislaufursache ist ja ausgeschlossen worden. Migräne geht schon mal mit neurologischen Störungen einher, und diese könnten durch Lamotrigin evtl. verhindert werden.
Darum würde ich den Behandlungsversuch machen; ich fürchte, dass es sonst mit dem Führerschein nicht nur nichts wird, sondern dass jemand, der unerklärte Ohnmachten hat, auch keinen Versicherungsschutz hat, wenn er auf den Bürgersteig "schlingert" und jemanden tot fährt. Das will man ja auch nicht erleben...
Alles Gute Ihnen beiden!
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ich habe vergessen zu erwähnen, dass der Neurologe eine Schmerzsynkope diagnostiziert hat. Wie kann man diese Diagnose stellen? Wie kann man die Wirkung von Lamotrigin beweisen, wenn sie schon seit einem Jahr anfallfrei ist? Die häufigsten Nebenwirkungen von Lamotrigin sind unter anderem Kopfweh, Schwindel ...... spielt man da nicht mit dem Feuer?

Das sind lauter neue Fragen, darum nur kurz, sorry. Da sie auch Synkopen ohne Schmerzen hat, wird das ja nicht alles sein. Das ist eine rein klinische Diagnose.
Nebenwirkungen treten selten auf; wird es schlimmer mit Kopfschmerz und Schwindel, muss man den Behandlungsversuch abbrechen.
Wie ich schrieb: man wird aus rein versicherungstechnischen Gründen nicht darum herumkommen, weil die Synkopen eben nicht nur bei Schmerzen auftraten.
Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.