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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 7328
Erfahrung:  Ärztin. Abgeschlossene Studium Humanmedizin.
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Guten Tag, ich habe ein dermatologisches Problem. Kann mir

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, ich habe ein dermatologisches Problem. Kann mir dazu jemand Auskunft geben? Es handelt sich um einen Hautausschlag an der Innenseite meines Oberschenkels, der trocken ist, aber juckt. Aussehen: Quaddeln. Besteht seit drei bis vier Tagen und breitet sich aus.

Ergänzung: Zunächst sah es aus wie ein Mückenstich und fühlte sich auch so an. Untypisch daran ist jedoch, dass es sich nicht nur um einen (!) Punkt handelt, sondern inzwischen mehrere Quaddeln daraus geworden sind. Der Bereich befindet sich exakt zwischen Knie und Bikinizone und die Hauptbeschwerden habe ich im Ruhezustand, nachts. Tagsüber, mit Jeans bekleidet, habe ich weniger Beschwerden. Falls hilfreich, könnte ich ein Foto senden.

Sehr geehrte Ratsuchende,

was Sie beschreiben klingt nach einem Nesselfieber, mit Fachbegriff Urticaria genannt.

Dabei ist es ganz normal, daß mehrere Quaddeln auftreten, das kann an jeder Körperregion sein.

Normalerweise sind Quaddeln nicht besonders trocken, aber wenn Ihre Haut im Skiurlaub ausgetrocknet ist, kann es schon der Fall sein.

Das eine ist die Behandlung, das andere die Frage nach der Ursache.

Behandeln kann man mit Medikamenten aus der Gruppe der Antihistaminika, diese sind cortisonfrei.

In Deutschland können Sie einige wie Cetirizin, Loratadin, Fenistil (macht auch müde) rezeptfrei kaufen. Stärker wirksame müssen verordnet werden. Wie das in Österreich geregelt ist, weiß ich nicht.

Wärme kann die Reaktion verstärken, muß aber nicht. Es kommt auf einen Versuch an. Sauna ist wahrscheinlich zu warm, der Solepool könnte über die eintretende Entspannung lindern.

Ich hatte einmal eine Patientin, die mir berichtete, ihre Quaddeln seien durch Trinken von starkem Solewasser stets verschwunden. Das ist keine wissenschaftlich gesicherte Behandlung, wäre aber erklärbar über die Zufuhr von Mineralien, die die Abläufe im Immunsystem verbessern kann.

Inwieweit haben Sie die Möglichkeit, trotz Neuschnees an Medikamente zu kommen ? Wie ist da die medizinische Versorgung ?

Vielleicht gibt es ein Antihistaminikum in einer Hausapotheke da wo Sie sind ?

Hilfreich kann auch eine pflegende Hautmilch sein, die möglichst kühl ist. Noch besser wäre eine Cortisonmilch oder -creme, wenn Sie da eine finden.

Cortison innerlich wird nur bei stark ausgeprägtem Nesselfieber benötigt.

Die Ursachen können sehr vielfältig sein. Da die Innenseiten der Oberschenkel betroffen und Sie im Skiurlaub sind, denke ich in erster Linie an eine mechanische Reizung oder Kältereaktion.

Dann kämen noch in Frage: ein Infekt, Einnahme von Medikamenten, Reaktion auf Nahrungsmittel, seelischer Streß, der sich nicht selten im Urlaub entlädt.

Es gilt abzuwarten, ob sich die Quaddeln weiter ausbreiten oder auf die Oberschenkel beschränkt bleiben.

Das Foto können Sie gerne am die Email-Adresse senden, die Sie in meinem Profil finden.

Mit freundlichen Grüßen und frohe Ostern Dr. A. Hoffmann

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Liebe Frau Dr. Hoffmann,

zunächst einmal vielen Dank ***** *****ür die schnelle Rückmeldung. Ihre Antwort deckt sich mit dem, was ich selbst - anhand der Symptome - im Netz recherchiert habe. Es ist so, dass ich mit meiner Familie im Skiurlaub bin und als einzige nicht Ski laufe. Insofern scheiden die mechanische Reizung und der Kälteeinfluss aus (wir sind erst gestern morgen eingetroffen). Da ich jedoch soeben von einem Spaziergang mit dem Hund durch den Schnee zurückkehre und das Foto anfertigen will, stelle ich fest, dass die Quaddeln sich in der Kälte "beruhigt" haben und insgesamt die Beschwerden während des Spaziergangs weniger wurden. Als ich heute morgen um 7 Uhr im Bad meinem Mann den Ausschlag zeigte, lautete sein Urteil eindeutig, dass er schlimmer geworden sei. Das ist jetzt (um 13 Uhr) jedoch nicht mehr so.....was Ihre Vermutung, dass Wärme das Ganze begünstigt, bestärkt. In der letzten Woche hatte ich nach dem Genuss von Fruchtsaft starke Bauchschmerzen und gestern Abend habe ich Erdbeeren gegessen, so dass ich nun auch eine Unverträglichkeit von Früchten nicht ganz ausschließen kann. Wenn Sie einverstanden sind, würde ich Ihnen sehr gerne ein Foto schicken, so bald die Beschwerden wieder deutlich sichtbar sind. Ein Antihistamin-Medikament kann ich hier sicher bekommen. Mein Mann hat allergisches Asthma und nimmt täglich Symbicort (als Inhalation). Darf ich noch einmal auf Sie zukommen, wenn sich die Quaddeln und der Juckreiz wieder intensivieren? Den Preis der Beratung würde ich natürlich entsprechend anpassen. Danke ***** ***** auch frohe Ostern, C. Jahn

danke für die Rückinfo, da wird die Sache schon klarer. Reaktionen auf Erdbeeren in Form von Nesselfieber kommen immer wieder vor, wobei man da auf die Erdbeeren an sich als auch ggf. auf die chemischen Substanzen, die um diese Jahreszeit meist an den spanischen Erdbeeren sind, reagieren kann. Die Bauchschmerzen nach dem Fruchtsaft weisen darauf auch hin. Wenn sich eine Allergie auf Obst entwickelt, sind es nicht selten mehrere Sorten

Wenn es sich jetzt um eine Reaktion auf die Erdbeeren handelt, würde das auch den Rückgang erklären, weil sie nach einer Zeit einfach wieder abklingt. Mit Ausnahme der Kälteallergie unterstützt die Kälte den Rückgang.

Verzichten Sie am besten vorerst auf die Erdbeeren und das im Fruchtsaft enthaltene Obst und machen zu Hause einen Allergietest über die Haut oder das Blut.

Sie können diesen Dialog in den nächsten Tagen gerne noch fortsetzen, wenn Sie Bedarf bekommen. Wenn Sie heute eine Bewertung abgeben, ist es günstig für mich, da nur damit das angezahlte Honorar an uns weitergeleitet wird. Sie können nach der Bewertung weiterfragen.

Das Symbicort Spray Ihres Mannes wird Ihnen nicht viel helfen, da dies nicht bis zur Haut vordringt.

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

Hautaerztin und 2 weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Guten Morgen, liebe Frau Dr. Hoffmann,

die Quaddeln breiten sich weiter aus und sind inzwischen in der Kniekehle angekommen. Zwar war der Juckreiz in der letzten Nacht nicht so schlimm wie in der vorletzten, dennoch hat es den Anschein, als würde sich das Problem ausweiten. Früchte habe ich komplett gemieden in den letzten 24 Stunden, ebenso Säfte. Ich sende Ihnen ein Foto des juckenden Ausschlags über mein Smartphone - hoffentlich ist es halbwegs brauchbar. Denken Sie, ich sollte mir morgen (da die Apotheken im Umkreis wieder geöffnet haben werden) Cetirizin o.ä. besorgen?

Danke für Ihre Rückmeldung und beste Grüße,

C. Jahn

Guten Tag,

ja, das Foto ist unscharf. Es sieht mir aber so aus, als ob die einzelnen Veränderungen recht klein sind. Vielleicht sind es nicht nur Quaddeln, sondern auch sogenannte Papeln, was dafür sprechen würde, daß noch eine andere Art von Immunreaktion mit ausgelöst wurde, die länger dauert.

Dies würde passen, wenn Sie auf Konservierungsstoffe an den Erdbeeren reagiert haben.

Vielleicht können Sie noch ein Foto aus größerem Abstand schicken, wo der Oberschenkel mit seinen Begrenzungen zu sehen ist.

Wenn sich der Ausschlag ausbreitet, ist Behandlung auf jeden Fall angezeigt. Wenn der Juckreiz Sie nicht quält und keine Reaktionen an den Schleimhäuten auftreten, können Sie bis morgen warten.

Cetirizin können Sie auf alle Fälle besorgen.

Je nachdem, was genau Sie haben, kann es sein, daß Sie Cortisoncreme ggf. auch Tabletten dazu benötigen. Ich werde sehen, ob ich auf einem weiteren Foto mehr erkennen kann und Sie warten ab, wie es sich weiter entwickelt.

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

Guten Abend,

und danke für die Fotos. Was ich dort erkennen kann, sind rötliche Hautbezirke, auf denen sich kleine rote Knötchen befinden so ca. 2-3 mm vermutlich groß. Das ist kein typisches Bild einer Urticaria, eher die von mir bereits angesprochenen Papeln. Wenn diese nicht innerhalb von Stunden verschwinden, um an anderen Stellen aufzutauchen, sondern an Ort und Stelle bleiben, spricht das auch gegen Nesselfieber.

Da wäre nun eine Cortisoncreme zusätzlich auf jeden Fall hilfreich. Es sollte aber doch eine stärkere sein, die dann verordnungspflichtig ist.

Dazu bleibt abzuwarten, ob sich die Reaktion noch weiter ausdehnt, muß nicht, aber könnte passieren.

Alles Gute und freundliche Grüße Dr. A. Hoffmann