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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 31092
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Hallo, ich hoffe sie können mir/uns mit einem Rat weiterhelfen: Meine

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich hoffe sie können mir/uns mit einem Rat weiterhelfen:
Meine Mutter (79) wohnt in Kroatien, und hat kein Zugang zu Fachärzten. Seit fünf Jahren wird ihre Hypertension mit einem Amplodipin (Caprez) 5mg/täglich relativ gut reguliert. Folgende Symptome treten in letzter Zeit häufiger auf: "leerer" Kopf, Herzklappern, Schwäche - insgesamt ein Gefühl als ob Blutzucker gesenkt ist. In so einem Zustand wurde Zucker mit 4,5 gemessen, also liegt es vllcht. an der Zirkulation. Vor ein paar Tagen wurde meine Mutter in der Nacht wach, und hatte das Gefühl ihr rechtes Oberschenkel "friert" richtig, als ob es im kalten Wasser eingetaucht wurde. Sie konnte es lange nicht mehr "warm" bekommen. Deutet das auf eine periphere arterielle Verschlusskrankheit? Sie hatte bereits im letzten Jahr ähnlich Symptome in beiden Unterschenkeln. Beschwerden treten immer Nachts, ohne wirklich Schmerzen, es ist nur das Kältegefühl da Meine Mutter ist schlank, bewegt sich recht viel (im Winter leider weniger, im Sommer viel im Garten) und achtet sehr auf die Ernährung, mit wenig Fett. Ihre Cholesterinwerte sind trotzdem leicht erhöht, vielleicht auch genetisch bedingt?
Meine Frage - was könnte meine Mutter noch tun, damit sie möglicht lange noch gut und angstfrei leben kann? Eine Untersuchung der Blutgefäße ist leider ausgeschlossen (zu weit weg, und mit sehr langen Wartezeiten verbunden). Vielleicht können wir den Blutdruck in Armen und Beinen vergleichen? Wäre das ein wertvoller Hinweis? Soll sie vielleicht noch zu dem Amplodipin Miniaspirin einnehmen? Sie hat es bereits versucht, hat aber das Gefühl ihr Herz "klappert" davon. Ebenso von Magnesium, was eigentlich auch bei Hypertonie empfohlen wird...
Mit freundlichen Grüßen,
Tochter aus Köln
GUten Tag,
Eine arterielle Verschlusskrankheit würde sich zunächst in einem Beinschmerz bei längerem Laufen bemerkbar machen. Diese Symptomatik ist nicht typisch dafür. Ein trotz gesunder Ernährung erhöhter Cholesterinwert ist genetisch bedingt; wenn er einen gewissen Rahmen überschreitet (hier : LDL über 130 mg%) sollte man ihn mit einem Cholesterinsynthesehemmer behandeln.
Die wichtigste Angabe fehlt mir: Wie hoch ist der Blutdruck?
Hat sie Probleme mit der Lendenwirbelsäule?
Sie haben meine Frage gelesen, ich warte noch auf Antwort? Dann schreibe ich gern mehr!
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ist bereits unterwegs. :-)

Na, dann warte ich mal :-)
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ich hoffe sie haben meine erste Antwort, ich habe sie kurz vor Ihrer kurzen Frage abgesendet...??

Nein, eben leider nicht, darum fragte ich....
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hm, schade, aber kein Problem: dann schreibe ich es noch mal -

der Blutdruck ist mit Amplodipin 5mg bei 140/90, morgens teilweise höher, bis 160/100, punktuell 170/110? oder auch 175/90, schwankt sehr. Meine Mutter mag es nicht messen, denn dan bekommt sie es mit der Angst zu tun. Sie lebt alleine, ich bin nur manchmal zu Besuch da.

Lendenwirbelsäuleschmerzen hat sie nicht, allerdings in letzter Zeit hat sie mit der Hüfte Probleme, nach langem Sitzen, nicht in Bewegung.

Cholesterinwerte isnd bei der letzten Messung 5,6 gewesen, Normwert in Kroatien ist 5.

Danke, ***** ***** es da.
Es ist zu befürchten, dass das "Herzklappern" und die Leere im Kopf auf eine Rhythmusstörung zurückgehen, während derer natürlich ach der Blutdruck (vorübergehend) absackt. Darum braucht Ihr Mutter unbedingt ein Langzeit- EKG, um z. B. ein rezidivierendes Vorhofflimmern oder andere ernste Störungen auszuschließen, währenddessen die Pumpfunktion unbefriedigend ist.
Der eher zu hohe Druck wird nicht aus Kreislaufgründen so weit absacken, dass es zu diesen Zuständen kommt. Es wäre absolut leichtsinnig, irgendwelche Medikamente einzunehmen, ohne die Ursache klar definiert zu haben. Miniaspirin erhöht die Gefahr von Hirnblutungen und sollte nur bei glasklarer Indikation gegeben werden. Von einer starken Arteriosklerose ist aber nicht auszugehen.
Die Kälte wird nicht auf eine Durchblutungsstörung, sondern auf eine Nervenreizung (Bandscheibe?) zurückgehen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Noch eine Frage: wie hoch ist die Chance, dass ein rezidivierendes Vorhofflimmern oder ähnliches Ergebnis eines Langzeit-EKGs medikamentös (ohne OP) behandelt werden kann?

Winzig, leider. Man kann es aber lassen, muss dann nur medikamentös für eine gute Frequenzkontrolle und Blutverdünnung sorgen.
Man kann aber wahrscheinlich auch in Kroatien versuchen, mit Defibrillation unter Narkose ein Ende damit herbei zu führen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Dann ist sie eigentlich, bei einem Minimalaufwand, was meine Mutter sich wünscht, mit einem Amplodipin einigermaßen gut versorgt...??? Ich versuche aber trotzdem sie zu überzeugen zu einem Spezialisten zu gehen.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

"Einigermaßen". Aber da das keinerlei Wirkung auf den Herzrhythmus hat, und ihr bei ernsten Störungen der plötzliche Herztod droht, würde ich unbedingt auf eine gründliche Untersuchung drängen.
Viel Glück!
Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.