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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 39088
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
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Dr. Gehring ist jetzt online.

hallo, ich nehme seit jahren citalopram, jetzt wieder 60mg

Diese Antwort wurde bewertet:

hallo, ich nehme seit jahren citalopram, jetzt wieder 60mg tgl. doch im grunde haben sich die schlimmsten depressionen nur immer mal kurzfristig gemildert, so dass ich nicht weiss, ob die sich nicht auch von selbst gemildert hätten. ist ja kein vergleich möglich. seit ca 4 wochen wieder echt schlimme antriebslosigkeit mit extremen sinnfragen, ich will noch sagen, dass ich seit meinem 15 lebensjahr antidepressiva und benzos verschrieben bekommen habe... es gab mal eine zeit von ca. 8 -10 jahren, in denen ich keine nahm. jetzt bin ich knapp 53. es gab auch eine jahrelange angststörung, von ca. 35 bis ca. 42 jahren, in denen noch neuroleptika ausprobiert wurden. ohne erfolg. diese störung ging von allein wieder fort. also : ich habe wirklich sehr viele mittel gg depressionen ausprobiert, oft mit paradoxen reaktionen und auch dyskenesien, schiefhals, sitzunruhe...etc. citalopram ist bisher auch nur das einzige ssri, das ich vertrage....und in den kleineren dosierungen ETWAS linderung gab. die trizyklischen hatten eine heftige gewichtszunahme ausgelöst. von psychotherapien und klinikaufenthalten liess sich kaum erfolg erzielen.... was ist das nur mit mir ???? ich glaube, dass mir dopamin fehlt, wg der antriebslosigkeit.... ich habe mich heute durchgerungen und mehrer neuroöogen , psych. um termin gebeten...doch mit sehr langen wartezeiten..... ist diese neue mittel zur nikotinentwöhnung( evtl. in kombi mit einem ssri) zu emphelen ?? beste grüsse und danke, XXXXX XXXXX mir antworten...
Guten Tag,

Gerne antworte ich Ihnen, un dich bin froh, dass Sie sich um einen Termin bei einem Psychiater bemühen; das sollten Sie unbedingt, auch, wenn der noch in weiter ferne läge.

60 mg Citalopram nämlich sind zu viel, wirken nicht besser als 40 mg und sind hoch gefährlich fürs Herz, weil sie eine schwere Rhythmusstörung verursachen können. Darum ist diese Dosierung gar nicht mehr zugelassen: http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/nachricht-detail/bfarm-streicht-citalopram-60-mg/

Wenn Sie mit dem neuen Mittel zur Nikotinentwöhnung Champix meinen, dann muss ich Sie leider enttäuschen. Das kann bei Menschen, die zu Depressionen neigen, zu schweren Verschlimmerungen mit Suizidgefahr führen, und ist darum bei allen Menschen mit psychischen Vorerkrankungen kontraindiziert.

Wahrscheinlich brauchen Sie eine Kombination von SSRI mit einem neueren, atypischen Neuroleptikum. Was für Sie passt, wird man nur vor Ort feststellen können, darum ist der Termin so wichtig Auf alle Fälle sollten Sie das Citalopram auf 40 mg reduzieren.

Alles Gute wünsche ich Ihnen!

Kunde: hat geantwortet vor 8 Jahren.


danke XXXXX XXXXX warum ein neuroleptikum ? angststörung ist 10 jahre vorbei... ich meinte das atypische "mittel" mit Bu.... am anfang...

Oh, Sie meinen Buprion (Elontril). Das könnte helfen, aber ist nicht stärker als ein SSRI und auch nicht sinnvoll in einer Kombination damit.

Man kombiniert lieber Neuroleptika, die auch bei Depression ohne Angst stimmungsaufhellend wirken, mit SSRI.

Die antidepressive Therapie ist sehr schwer, muss häufig auch mehrfach korrigiert werden, bis die optimale Kombination gefunden ist. Darum ist der Arzt vor Ort unverzichtbar.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Jahren.

mir gehts grad total schlecht und die aussicht auf ca. 3 monate wartezeit scheint mir unendlich lange....da ich oft auch als "versuchskaninchen" :) hergehalten hatte, und auch eben üble nebenwirkungen erlebte, mit denen ein "normales" leben fast noch schwerer war, als mit den anderen symptomen
stimmt mich nicht so heiter.... ich habe mein leben, trotz allem, in recht geordnete bahnen lenken können, dass ich alleine lebe macht die sache natürlich einfacher, und nun mache mir grosse sorgen, dass wieder zu sehr herumversucht wird, so dass mir das leben wieder total entgleitet, wie schon 2-3 mal passiert.... ich möchte sie nun nicht "zuquatschen", doch gibt es WIRKLICH geignete mittel, die eine major-depression lindern können ? an heilung glaube ich nicht mehr....dafür dauert das ganze schon zu lange. sollte das buprion von einem neurologen verschrieben werden und einnahme überwacht ? was wären die schlimmsten nebenwirkungen ?

Ich kann Ihren Frust verstehen.

Ja, man kann eine Major Depression lindern, und es ist eben nicht "herumversuchen" im Sinne von Versuchskaninchen, sondern um eine individuell optimale Behandlung zu finden. Das macht man z. B. auch bei hohem Blutdruck, da muss man manchmal auch mehreres probieren, bis man die richtige Kombination hat.

Hier die denkbaren Nebenwirkungen:


Sehr häufige Nebenwirkungen:
Schlafstörungen.

Häufige Nebenwirkungen:
Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Depressionen, Ruhelosigkeit, Zittern, Angststörungen, trockener Mund, Beeinträchtigung des Geschmacksempfindens, Verdauungsbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen, Bauchschmerzen, Verstopfung, Fieber, Schwitzen, Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautausschläge, Nesselsucht, Juckreiz).

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Brustschmerzen, Schwächegefühl, geringe körperliche Belastbarkeit, Herzrasen (Tachykardie), Erhöhung des Blutdrucks, Rötung des Gesichts, Appetitlosigkeit, Ohrgeräusche (Tinnitus), Sehstörungen.

Seltene Nebenwirkungen:
Schwankungen des Blutzuckerspiegels, erniedrigter Blutdruck, Blutdruckabfall beim Aufstehen aus der liegenden Position (orthostatische Hypotonie), ungewöhnliche Träume, Albträume, Beeinträchtigung des Gedächtnisses, Krampfanfälle, kurzzeitige Bewusstlosigkeit, Verwirrtheit, gesteigerte Reizbarkeit, aggressives Verhalten, Wahnvorstellungen, Veränderungen der Persönlichkeit, Muskelzuckungen, Störungen der Bewegungskontrolle, Herzrhythmusstörungen, Symptome der Parkinson-Krankheit, Taubheitsgefühl und Kribbeln in Händen und Füßen, schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (Verkrampfungen der Atemmuskulatur mit Luftnot, lebensbedrohlicher Blutdruckabfall, starke Gelenk- und Muskelschmerzen, Fieber, Schuppenflechte-ähnliche Hautveränderungen, Hautrötung und -schwellung (Erythema exsudativum multiforme), Stevens-Johnson-Syndrom).

Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.