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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 31231
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Hallo, ich bin 32 Jahre alt, habe einen normalen Körperbau

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich bin 32 Jahre alt, habe einen normalen Körperbau bin allerdings chronisch krank.
Ich hatte vor 9 Jahren einen Tumor in der Wirbelsäule. Der betreffende Wirbel wurde entfernt und es kam eine chemo. In den letzten Jahren wurde ich mehrfach operativ revidiert. Ich habe mittlerweile 2 Wirbelkörperprotesen diverse Fixatöre, Schrauben usw. Leider kam es zu einem Kunstfehler so das ich ca 1,5 Jahre nur im Bett gelegen habe. In einem Hospiz habe ich dann wieder alle Bewegungsabläufe neu gelernt so das ich jetzt zumindest wieder in meiner Wohnung lebe. Nun zu meiner Frage: vor ca 1 Jahr war ich nicht in der Lage während des Orgasmus zu ejakulieren. Es kam schlicht und ergreifend kein Sperma raus. Mittlerweile hat sich das geändert. Allerdings ist die Konsistenz sehr flüssig und die Farbe ist ehr gelblich transparent. Auch die Menge ist recht gering, nur ein Ausstoß.
Woran könnte das liegen? Meine Medikation besteht aus einem Antibiotikum, COX2Hemmer, Protonenpumpenhemmern, Trizyklische Antidepressiva und viel stark wirksame Analgetika, vorrangig Buprenophin und Tapendatol und manchmal Fentanyl. Jedes Opiat ist fast in der Höchstdosis verordnet. Ich habe noch vergessen zu erwähnen das ich zu allem Übel auch noch einen Wasserbruch am Linken Hoden. Dieser war stark geschwollen und wurde vor 4 Wochen operativ behoben. Ich habe auch das Gefühl das der rechte Hoden dadurch geschrumpft ist. Kann das möglich sein? Wo könnte die Ursache für das Ejakulat liegen?

Ich danke XXXXX XXXXX für das Bemühen denn ich bin wie man sieht ein spezieller Fall.

Best regards

Kirigaya
Guten Morgen,

ein starker Druck auf den rechten Hoden kann ihn etwas beengt haben, aber eine deutliche Gröüßenvermidnerung dadurch ist nicht zu erwarten. Da die meisten Hoden nicht gleich groß sind, wird hier nicht die Ursache liegen, zumal die Hodengröße mit der Ejakulation nichts zu tun hat.

Die Hauptfrage ist: In welcher Höhe der Wirbelsäule wurde operiert? Welcher Wirbel? Der Reflexbogen der Ejakulation läuft nämlich über die untere Wirbelsäule.

Welche Trizyklika nehmen Sie?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten TagFrau Dr. Höllering,

Das Ewing-Sarkom brach in den dritten Lendenwirbel ein dadurch musste leider dieser Wirbel entfernt werden. In den nachfolgenden OP's ging es immer um eine Revision aufgrund von septischen Auslockerung des künstlichen Wirbelkörpers. Mittlerweile wurden LWK 3 und LWK 4 durch zwei Tantal-Cages ersetzt. Weite wurde auch der Fixatör getauscht und der neue verläuft an der linken Seite der Wirbelsäule von LWK 1bis LWK 4 und es wurden zwei Streben angebracht die mit dem Becken verbunden sind.

Ich muss allerdings sagen, das ich trotz der Implantate, keine Probleme hatte außer evtl. Die Ergußmemge, was für mich aber auch sekundär ist.

Die Probleme fingen an als ich wiederholt im Kraankenhaus lag da der Gewebedefekt mit einer Schwenkplastig korrigiert werden sollte. Weiter wurde an der linken Flanke eine Fistel zum Abdomen angelegt. Das größte Problem war das man während eines Routineeingriffes, Wechsel eines VAC-Verbandes, etwas von dem Polyurethanschaum im Bauchraum vergessen hat, über vier Wochen lang!!! Nachdem ich wieder in die Uniklinik gekommen bin, da das andere KH der Meinung war ich wäre austherapiert, stellte bereits durch betrachten der Drainage fest das etwas mit dem Darm passiert sein musste. Eine Op brachte dann das Stück Schaum zu Tage, welches bereits mit dem Dickdarm und der Arorta verklebt war. Die ursächliche Verletzung war ein Riss im Dünndarm. Damit war der gesamte Bauchraum kontaminiert. Man konnte Teile des Schaums und den betroffenen Teil des Dickdarm entfernen jedoch blieb etwas zurück und verursachte die chronische Infektion.

Allerdings gehört zu meinem täglichem Schmerzbild auch eine Lumboischalgie.

Bei den Trizyklika nahm ich erst Amitriptylin mit 25mg, nun nehme statt dessen Cymbalta. Vielleicht sollte ich noch ein Analgetikum nennen, für die neuropatischen Schmerzen nehme ich Lyrika 500mg über den Tag verteilt.

Jetzt wurde die Antwort doch länger als gedacht. Ich bedanke XXXXX XXXXX Vorraus für Ihre Mühe.

MfG

Kirigaya
Danke XXXXX XXXXX lange Antwort!

da haben Sie ja eine Menge ertragen müssen und noch zu ertragen.

Cymbalta hat nicht selten negative Folgen für die Ejakulation. Da Sie mit Lyrica schon ein Antidepressivum haben, das neben seiner Wirkung gegen neuropathische Schmerzen auch eine Stimmungsaufhellung verursacht, wäre es einer Überlegung wert, ob man nicht versucht, Cymbalta auszuschleichen. Sie haben ja wirklich reichlich Medikamente.

Sperma wird flüssiger, wenn es weniger Spermien und mehr Prostataflüssigkeit enthält. Es ist nach dieser erschütternden Vorgeschichte natürlich denkbar, dass zusätzlich zu der Beengung durch den Wasserbruch auch eine Verschlechterung der Durchblutung der Hoden durch die Unterbauchverklebungen zu der Konsistenz des Spermas durch eine Verminderung der Spermienproduktion beigetragen hat.

Die schlechte Ejakulation würde ich aber eher auf Cymbalta zurückführen.

Ich hoffe, dass Sie im Rest Ihres hoffentlich langen Lebens mehr Glück haben!
Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ich danke XXXXX XXXXXür diese Antwort. Somit habe ich auch einen Anhaltspunkt um mit meinem Schmerztherapeuten ein Lösung zu finden.


 


 


Da mir zunächst nur eine dreimonatige Prognose gemacht wurde freut es sie bestimmt zu hören das es nun schon drei Jahre sind. Somit geh ich fest davon aus das noch viele Jahreszahlen purzeln, bis man allem irdischen folgt.


 


herzlichst


 


Kirigaya

Das ist ja großartig!

Mir war ganz mulmig, als ich Ihre Diagnose las, aber 3 Jahre lassen wirklich auf viele mehr hoffen.

Ich wünsche Ihnen von herzen Glück.