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Dr. Hamann
Dr. Hamann, Dr. med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 6667
Erfahrung:  Fachärztin Allgemein und Innere Medizin
60343779
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Dr. Hamann ist jetzt online.

Verschleppte Erkältung, Krankenhausaufenthalt, zig Arztbesuche

Diese Antwort wurde bewertet:

Verschleppte Erkältung, Krankenhausaufenthalt, zig Arztbesuche - nichts hilft

Seit Ende Juli 2012 schlage ich mich mit einer Erkältung und grippalen Symptomen rum.
Unvernünftigerweise bin ich in den ersten 14 Tagen noch regelmäßig zum Sport (Krafttraining) gegangen und habe versucht die Sache mit Aspirin Complex zu beheben.

Leider ist mir das nicht gelungen. Fieber, Temparatur usw. war alles weg., Geblieben ist der starte, tief, dumpfklingende Husten und die Schmerzen im Brustbereich. Ich bin dann Mitte August noch mal mal zum Hausarzt, der mir erst 3 Tage und dann 5 Tage Antibiotikum verschrieben hat.

Nach der Einnahme der Medikamente hatte ich kurzzeitig das Gefühl, dass es etwas besser geworden ist. Doch weit gefehlt. Die Brustschmerzen waren immer noch da und ich bekam immer weniger Luft. Hinzu kam, dass ich mich einfach nur schlapp gefühlt habe und kaum noch eine Treppe laufen konnte, ohne oben fix und alle zu sein. Meine Gesichtsfarbe war nur noch kreidebleich, so dass ich schon auf der Straße angesprochen wurde, ob es mit mir zu Ende geht...

Zum Ende August bin ich dann noch ein weiteres Mal bei meinem Hausarzt gewesen, der mir einfach nur Ruhe verordnet hat. Ich wies ihn auf die Brustschmerzen hin. Er meinte, dass das vom vielen Husten gekommen sei. Hier untersuchte er mich kurz, hörte mich ab und konntejedoch nichts feststellen. Er meinte, dass mein Rachen ein klein wenig gerötet sei. Aber sonst, vom Abhören her, nichts Auffälliges zu hören sei. Sicherheitshalber nahm er mir einige Ampullen an Blut ab und ließ ein großes Blutbild anfertigen.

Als ich es einen Tag später nicht mehr ausgehalten habe und jetzt schon in der Nacht Atemprobleme gespürt habe, bin ich wieder zu meinem Hausarzt gegangen. Er schickte mich umgehend zu einem Lungenfacharzt im örtlichen Krankenhaus. Hier wurde die Lunge geröntgt. Der Lungenarzt meinte, dass eine Lungenentzündung radiologisch augeschlossen werden kann. Er hörte mich x-Male ab und verschrieb mir ein Spray namens "Foster", welches ich zwei Mal am Tag inhalieren soll.

Das zog sich dann alles bis zum September 2012.

In der Zwischenzeit lagen dem Hausarzt die Ergebnisse des Blutbildes vor. Er meinte, dass alle Werte in Ordnung sein und auch keine Entzündungswerte zu erkennen sein. Seine Vermutung war, dass ich die Erkältung so dermaßen verschleppt habe und einfach weiter Ruhe brauche.

Am 07. September wurde ich wieder vorstellig bei meinem Hausarzt.

Ich wies ihn an diesem Tag erneut auf die Brustschmerzen hin. Die Hustenanfälle sind soweit weg. Der Husten hat sich jedoch zu einem trockenen Husten entwickelt. Hinzu kam, dass meine Nase, wenn auch nur sehr leicht, läuft und ein klares, Sekret ausscheidet. Es besteht ein Kratzen im Hals und ich fühlte mich nach viel vor müde und schlapp. Auch wenn ich nachts wieder ruhig schlafen kann.

Ca. eine Woche später, plagte mich der Husten weiter. Die Brustschmerzen waren immer noch da und ich wurde so langsam wirklich unleidlich und unzufrieden.
Ich bin wieder zum Hausarzt und bat ihn endlich etwas zu unternehmen oder mir ein Medikament zu verschreiben, welches mir helfen kann.

Er meinte, dass das alles zwar komisch sei und wenn tatsächlich noch der verschleppten Erkältung kommt. Die Viren sind in diesem Jahr extrem hartnäckig und eine Verschleppung bringt noch mehr Chaos in den Körper. Das Auskurieren dauert seiner Meinung nach Wochen. Da im aber die Brustschmerzen in der linken Brust ein Dorn im Auge waren, vermutete er mehr und mehr eine Herzmuskelentzündung.

Die Konsequenz. Einen Tag später fand ich mich in unserem Krankenhaus wieder. Ich wurde für 7 Tage stationär aufgenommen. Hier wurde ein XXL-Blutbild erstellt mit allen Werten, die eine Lungen- oder Herzmuskelentzündung anzeigen können.

Alles negativ und laut der Ärzte in Ordnung:

Die Lunge wurde noch mal geröntgt.
Die Lunge wurde im Ultraschall angesehen.
Es wurden zwei Lungenfunktionstests gemacht.

Meine Nebenhöhlen wurden geröntgt.

Das Herz wude ca. 30 Minuten per Ultraschall untersucht.
Es wurde ein 24 Stunden-Langzeit EKG erstellt.
Es wurde ein normales EKG erstellt.

Auch hier gab der Kardiologe Entwarnung.

Er meinte, dass die Brustschmerzen nicht vom Herzen her kommen, sondern von den Bronchien. Die Bronchitis säße noch und sei der Auslöser. Das Herz funktioniere wie es sein sollte. Er hat eine normale Größe und keinerlei Auffälligkeiten. Herzschlag wurde akustisch sichtbar gemacht, der Ultraschall mit Farben, Messung der Herzkammergröße usw. usw.

Er meinte, dass eine Herzmuskelentzündung nicht zu erkennen und auszuschließen sei.

Das Krankenhaus hat mich dann noch 4 Tage beobachtet. Die Ärzte wollten die Erkältung beobachten und ggf. ein Medikament aussuchen, welches mich von meinen Beschwerden befreien würde.

Jetzt bin ich wieder zu Hause. Erkältung ist weitestgehend weg. Habe Probleme beim Schlucken, Nase läuft noch, Brustschmerzen noch leicht da und ich fühle mich schlapp.

Was soll ich tun? Gibt es eine Medizin? Arzt wechseln?
Bin am Ende.
Guten Tag,

haben denn die Lungenfunktionstests nichts ergeben? War eine Provokationstestung mit Metacholin dabei?

Die Herzmuskelentzündung ist vom Tisch.
Eine Pneumonie (Lungenentzündung) ist ebenfalls nicht vorhanden.

Es kann sich um ein hyperreagibles Bronchialsystem oder eine Asthmavorstufe handeln.
Hat denn das Foster etwas gebracht?

Kunde: hat geantwortet vor 9 Jahren.

Guten Tag Frau Dr. Hamann,


 


vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.


 


Metacholin wurde nicht getestet.


Im Arztbrief steht nur:


 


Lungenfunktion TLCO 110,0% Soll und KCO 100,1% Soll.


 


Meine Hausärztin meine auch, dass da alles in Ordnung sei.


 


Ich hatte erst gedacht, dass es vielleicht doch vom Herzmuskel her kommt und das übersehen wurde. Wobei ich da kein Fachmann bin.


 


Zurzeit fühle ich mich in etwa so:


 


Ich stehe morgens um 8 Uhr auf. Fühle mich fit wie immer.


Ca. ein, zwei Stunden später werde ich müde und ich merke beim tiefen Einatmen eine Art Reizung zwischen Hals und Brust.


 


Dann laufe ich bis ca. 11-12 Uhr in der Wohnung herum oder liege auf dem Sofa. Gegen Mittag dann werde ich müde, unkonzentriert und schlapp. Habe dann auch hin und wieder das Gefühl, dass ich benommen bin und ich bei schnellen Bewegungen einen Moment brauche bis alle scharf ist. Halt so eine Art Schwindel. Kann das vom Foster kommen?


 


Am Nachmittag liege ich im Bett. Am frühen Abend bin ich dann wieder soweit fit, dass ich bis ca. 23 Uhr "normal leben kann".


 


Foster nehme ich jeden Morgen und jeden Abend gegen 8 bzw. 20 Uhr. Wenn ich Foster genommen habe, nehme ich eine Art Kloß im Hals wahr. Danach geht es eigentlich. Einen Hustenreiz nehme ich allerdings seit Tagen nicht mehr wahr. Nur halt der Druck aus Richtung der Brust/Bronchien und dieses Schlappe Gefühl. Hin und wieder läuft die Nase weiß. Ich werde ab und an schnell geschwitzt.


 


Hatte das letzte Mal vor 6-7 Jahren überhaupt eine Erkältung, die mich umgeworfen hat. Fieber auch über Jahre nicht mehr. War eigentlich die letzten 6-7 Jahre nicht krank. Und dann das.


 


In 1,5 Monaten habe ich Geburtstag und wollte diesen mit vielen Freunden und Bekannten feiern (der 30.). In diesem Zustand ist das nur schwer vorzustellen. Ich habe Angst, dass ich den jetzt auch noch absagen muss. Es kann doch nicht sein, dass das alles so lange dauert und mir niemand etwas gibt, Medizin, Tipps usw., außer, dass ich liegen soll...


 


Bin seit über 4 Wochen Arbeitsunfähig und habe das Gefühl, langsam aber sicher zu verdummen...


 


Bitte entschuldigen Sie meine Ausdrucksweise. Aber langsam aber sicher wird das alles immer belastender.


 


Sollten Sie weitere Fragen haben, erreichen Sie mich auch [email protected]


 


PS. Entschuldigen Sie bitte die Rechtschreibfehler.

Die Rechtschreibfehler sind kein Problem.

ich sehe jedoch, dass Ihnend as Foster hilft und hier liegt vermutlich der Kern ihrer Beschwerden. Durch einen Infekt kann Asthma ausgelöst werden, das noch lange nach dem Infekt bestehen kann. Gut behandelt vergeht dies auch wieder.

Wurde denn auch auf einen EBV Infekt untersucht?
Kunde: hat geantwortet vor 9 Jahren.

Nein, dass wurde noch nicht gemacht.


Zumindest kann ich das nicht erkennen anhand des Berichts.


 


Bei dem Lungenfunktionstest steht nur:


 


(Einatemzug CO)


 


Sehe ich das irgendwo anhand der Blutwerte?


 


Soll ich am Montag noch mal meinen Hausarzt kontaktieren und ihn auf das hyperreagible Bronchialsystem und auf die EBV-Sache hinweisen?


 


Er hat mich jetzt noch bis Ende der Woche arbeitsunfähig geschrieben. Ich soll weiter Foster nehmen und ruhen. Und wenn mir danach ist - dick eingepackt - spazieren gehen.


 


Habe ehrlich gesagt keine Lust mehr noch eine Woche hier zu liegen.


Ohne zu wissen, dass es dann wieder geht.


 


Nie vorher hat mich eine "Erkältung" so umgehauen.


Von daher bin ich anscheind auch etwas ungeduldig.


 


Wobei das ja jetzt schon seit bald 8 Wochen so geht...

Ganz genau, das geht alles schon zu lange, um noch geduldig zu sein. Das verstehe ich absolut.

Der EBV Test ist eine Bestimmung der Antikörper auf diese Infektion. Dieser Virus macht genau diese Symptome, die sie jetzt schildern. Bis zum 30.LJ. hat diesen Infekt in Deutschland jeder durchgemacht. Es kommt aber auch zu Reaktivierungen. Dann kann es zu längerer Müdigkeit und Abwehrschwäche kommen.

Die bronchiale Hyperreagibilität ist eine Diagnose, die man nur im Glaskasten (also eine großen Lungenfunktion) stellen kann. Eine Metacholinprovokation sollte beim Lungenfacharzt erfolgen, während der Lungenfunktionstestung.
Ihre oben angegebenen Werte sind prima, aber es kann dennoch eine bronchiale Hyperreagibiltät bestehen.

Daher bitte das Foster weiter verwenden. Ja, frische Luft ist gut, jedoch nicht zu lange, um Herz und Kreisluaf noch zu schonen. Kalte Luft kann übrigens auch ein Reiz für die Lunge darstellen und die Beschwerden weiter verstärken.

Lassen sie sich bei der Hausärztin bitte auf EBV untersuchen (ob es aktiv ist, frisch oder schon durchgemacht). Und beim Lungenfacharzt bitte erneut eine Lungenfunktion mit Provokationstestung.

Alles Gute und rasche Besserung!

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. K. Hamann
Dr. Hamann und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.