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Kategorie: Medizin
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Hallo, ich möchte einige dringende Fragen für meine Mutter

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Hallo, ich möchte einige dringende Fragen für meine Mutter (58 Jahre) stellen. Meine Mutter wird seit rund 1 Jahr wegen Verdacht auf "opticus neuritis" behandelt. Allerdings ist die Sehrnerventzündung nie richtig diagnostiziert worden. Die Ärzte vermuten es lediglich, weil es kein klares Krankheitsbild gibt und dies die aus ihrer wohl wahrscheinlichste Krankheit ist. Vor 1 Jahr hatte meine Mutter große Probleme beim Sehen mit dem linken Auge und weit unter 50% Sehkraft. Besonders das Kontrastsehen viel ihr schwer. Das rechte Auge hat aufgrund nicht behandelten Schielens seit der Jugend eh nur noch 20% Sehkraft und ist daher in die Behandlung nicht weiter einbezogen worden. Meine Mutter ist mit MRT und einer "Ligfor-Untersuchung" (?) behandelt worden. Dabei gab es nochmal eine Vermutung auf MS, die aber nicht nachgewiesen bzw. bestätigt werden konnte. Es wurden auch leichte Entzündungen im Gehirn festgestellt, die aber nicht zugeordnet werden konnten. Ähnlich auch die Diagnose eines kleinen Menignoms im Gehirn. Meine Mutter wurde letztes Jahr mit Azathioprin (50mg) behandelt, hat das Medikament aber wegen völliger Unverträglichkeit nach 6 Wochen abgesetzt. Davor hat sie 5x1g und nach 1 Woche 3x1g Kortison erhalten. Mehrere Monate danach war alles mehr oder weniger in Ordnung. Seit dem Wochenende hat meine Mutter wieder leichte Augenprobleme nach dem gleichen Muster wie vor 1 Jahr. Sie ist gerade zur Behandlung in der Klinik, wo ähnliche Untersuchungen wie vor 1 Jahr durchgeführt werden. Es ergibt sich aber kein klareres Bild als vor 1 Jahr und als Behandlung wird wieder eine hohe Kortisondosis genutzt. Meine Fragen sind nun: - Mit welcher Bestimmtheit kann man sagen, dass es sich tatsächlich um eine opticusneuritis handelt? Gibt es noch andere Diagnoseverfahren, um das Krankheitsbild zu präzisieren? - Wie können andere Krankheiten, z.B. MS, sinnvoll ausgeschlossen werden bzw. könnte es sich nicht noch um andere Krankheiten handeln, die ebenfalls Probleme beim Kontrastsehen auslösen können? - Welche sonstigen Ursachen könnten die Augenprobleme haben (z.B. Umwelteinflüsse etc.)? - Könnte es sich um Probleme mit dem hormonhaushalt handeln? Meine Mutter hat zwar keine Wechseljahre mehr, aber leidet immer noch an den Folgen. - Die Medikamente Kortison und Azathioprin haben sehr starke Nebenwirkungen bei meiner Mutter ausgelöst. Welche Alternativen gibt es? Könnten Sie Medikamente empfehlen, um die Nebenwirkungen einzudämmen, z.B. etwas für den Schutz des Verdauungstraktes wegen dem Kortison etc.? Herzlichen Dank und freundliche Grüße
Ihre Mutter hat sicherlich eine Opticusneuritis. Das bedeutet lediglich, dass der Sehnerv entzündet ist, und dadurch die Sehfähigkeit gemindert ist.
Bei einem Teil - aber nur einem Teil - der Patienten zeigt sich später eine MS. Andere Ursachen der Opticusneuritis können sein:
Sarkoidosen, SLE, M. Behcet, M. Devic. Das sind alles sehr seltene Erkrankungen des Immunsystems.
Daneben gibt es häufig Patienten, die eine Opticusneuritis OHNE MS oder die o.a. seltenen Krankheiten haben. Dazu behört wohl auch Ihre Mutter.
Umwelteinflüsse oder Hormonstörungen haben eher keinen Einfluss.
Alle diese Erkrankungen sprechen auf Cortison (und AZT) an, also Medikamente, die die Immunreakton unterdrücken.
Ich fürchte, auch Ihre Mutter muss weiter Cortison einnehmen, damit sich die Sehfähigkeit nicht verschlechtert.
Es kommt jetzt darauf an, zunächst eine höhere Cortisondosis zu geben, um die Entzündungsreaktion ganz zu unterdrücken, und dann die Cortisondosis langsam zu reduzieren, so dass bei einer längeren Gabe mit einer möglichst geringen Dosis keine Entzündungsreaktion auftritt.
Zusätzlich sollte Ihr Mutter als Magenschutz Omeraprazol oder Pantoprazol 20mg abends einnehmen.
NetDoktor und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.