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Dr. Hamann
Dr. Hamann, Dr. med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 6667
Erfahrung:  Fachärztin Allgemein und Innere Medizin
60343779
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Dr. Hamann ist jetzt online.

Was fällt Ihnen als eventuelle Diagnose oder wieterführende

Diese Antwort wurde bewertet:

Was fällt Ihnen als eventuelle Diagnose oder wieterführende Untersuchung ein?
Symptomatik
- seit ca. 1 Woche größere Kurzatmigkeit und vermehrt trockener Husten
- Schwindel nach Husten
- Muskelschmerzen, besonders im Oberkörper (Rücken, Brust, Achseln und Oberbauch)
- Perfekte O2-Sättigung
- auch sonst "Unwohlgefühl"

Labor
- Infektionsparameter (Leukos & CRP) normal
- Thorax - Röntgen unverändert seit letzte Aufnahme vor einem Jahr
- Seit 2006 bekannte renale Insuffizienz (Crea. Clearance < 20)
- mehr Labor auf Nachfrage

Medikamente
- seit 2003 Immunsuppression

Person
- weiblich, 58, 163/53kg
Guten Abend,

es klingt sehr nach einem asthmatischen Geschehen oder einer infektgetriggerten bronchialen Hyperreagibilität. Dies sollte dringend bei einem Lungenfacharzt überprüft und dann gezielt behandelt werden:
-Lungenfunktion im Glaskasten (Bodyplethysmographie)
-Provokationstest (Metacholin)
-Allergietest
-Differentialblutbild (Eosinophile??)

Möglicherweise benötigen sie ein Asthmaspray oder eine Allergietablette (Cetiricin).

Lassen sie sich bitte untersuchen und gezielt behandeln.

Alles Gute
Kunde: hat geantwortet vor 9 Jahren.

Die LuFu wurde durchgeführt. Ergebnis - nicht schlechter als sonst. Wohlgemerkt - meine LuFu ist miserabel - FEV1 = 25% vom Soll. Aber das seit August letzten Jahres.

Also erklärt das nicht mein jetzige Veränderung. Und auch nicht die Muskelschmerzen.

 

Salbutamol bringt keine wesentliche Besserung.

 

Eos im Normbereich.

Es kann dennoch ihre plötzlichen neuen Atembeschwerden erklären, da die Lunge eine gewisse Kapazität hat, die bei Fortschreiten des Prozesses plötzlich erschöpft ist, was sie jetzt merken.
FEV1 von 25 % ist krass schlecht. Wie ist VC, Tiffenau Index und MEF25%?
Kunde: hat geantwortet vor 9 Jahren.

TLC 3,95 (79% der Norm), FEV1 0,6 (25%), MEF50 13%, MEF25 habe ich im Moment nicht, ist aber etwa wie MEF50,Tiffenau Index sagt mir nix.

Natürlich ist es "krass sclhecht", und die reden von einer Retransplantation. Aber ich suche eine Erklärung für die plötzlichen Muskelschmerzen im Oberkörper, den neuen Reizhusten, usw. Denn auch wenn die LuFu "krass schlecht" ist, ist sie so etwa wie sie seit Jahren ist. Aber jetzt bin ich "plötzlich und unerwartet" ein Atemkrüppel.

Danke XXXXX XXXXX Information.

es ist also ein Lungentransplantat?
Die Muskelschmerzen sind mit dem bestehenden Reizhusten erklärbar.
was ist mit dem Differentialblutbild? Nehmen sie Immunmodulanzien?

Der Tiffenau-Index ist das Verhältnis FEV1 zu VC
Kunde: hat geantwortet vor 9 Jahren.

Ja, ist eine Doppellungentrasplantat

Ich huste schon seit Monaten mehzr als sonst, aber erst sein kurzem habe ich vermehr Husten und viel Muskelschmerzen. Ich finde nicht, dass die Erklärung alleine im Husten liegt.

 

Ich habe die LuFu gefunden:

VC IN 29,2%

VC EX 7,4%

FEV1 25,4%

FEV1 % VC IN 91

PEF 11,0%"

MEF75 10,5%

MEF50 13,1%

MEF25 17,5%

MMEF 75/25 12,2%

 

Natürlich nehme ich Immunsuppressiva

CyA, Everolimus, Zithromax (ist ein AB, aber als Immunsuppressiva im Einsatz), Decortin

 

 

 

 

Danke, XXXXX XXXXX Medikamente kenne ich, kann es sein, dass das Everolimus zu hoch dosiert ist. Hier sollte ein Spiegel bestimmt werden. Wenn sie die Muskelschmerzen haben, und sie nicht meinen, dass der Husten das allein erklärt ist nicht ein Lungenröntgen sondern ein CT wichtig. Hier sieht man sofort intrathorakale (im Brustraum befindliche) Prozesse.
Wo wurden sie transplantiert? Sind sie noch an das Zentrum angebunden?
Kunde: hat geantwortet vor 9 Jahren.

Der Everolimus-Spiegel lag bei 6,4

Ein CT wurde gemacht.

Kein Nachweis von höhergradiegen Stenosierungen im Bereich der Anastomosen oder zentralen Bronchen [hatte schon 5x Dilatationen]. Das Lungenparenchym in Inspiration homogen, expiratorische Demarkierung von Ventilationsinhomogenitäten.

Falte/Membarn im Bereich der linken Anastomose.

 

Ich war gerade in meinem Tx-Zentrum. Die haben gemeint, dass sie nicht für mich tun können - außer "Perspektivisch ist eine Reevaluation zur Lungentransplantation zu denken."

 

Ich schreibe jetzt hier, weil ich eine Meinung außerhalb der Tx-Medizin suche - habe einfach Angst, dass die den Kontakt zur "normalen Medizin" verloren haben.

Ich verstehe ihre Situation, auch wenn mir der Everolimusspiegel etwas hoch erscheint um die 4 wäre bei uns der Zielbereich.
Aber das ist von Labor zu Labor unterschiedlich.

Es scheint doch ein sehr komplexes Problem zu sein.

Sie haben Sorge vor einer erneuten LTX, das verstehe ich, auch wird so schnell sicher kein neues Organ verfügbar sein. Sie werden alle möglichen Sprays und Lungentrainings erhalten, stimmst.

Aus der Alternativtherapie könnte ich Pflanzliches und auch Homöopathisches anbieten, wenn sie möchten.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Jahren.

Die letzte Nachricht ist zu schnell weg gegangen.

EIne neue LTX lehne ich ab. Die letzt habe ich gerade überlebt, die nächste würde ich wahrscheinlich nicht schaffen - wäre eine Verschwendung des Organs.

 

Und ich meine einfach, dass es nicht direkt ein Tx-Problem ist, sondern ein Allerweltsproblem ist, das durch meine Anamnese in den Hntergrund gerät.

OK, verstehe,

ein Allerweltsproblem hätte man im CT, im Blut und der Lufu gesehen.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Jahren.

Hmmm... die Antwort ist genau die, die ich nicht hören möchte.

Wenn man Zebras sucht findet man keine Pferde.

Ich habe keine Ahnung, ob es was gibt, wo die überhaupt nicht auf die Idee gekommen sind zu suchen. Zumal sie überhaupt nicht auf die Muskel- und Gewebeschmerzen, noch auf die extrem schlechte Leistungsfähigkeit eingegagengen sind, sondern immer nur gemaint haben, dass CT, Röntgen, LuFu, Bronchoskopie unverändert sind (wobei die MiBi und Virologie des Sekrets noch nicht zurück sind).

Meine Verzweifelung ist jetzt groß!!

das verstehe ich,

an eine Muskelerkrankung kann gedacht werden:
CK bestimmen lassen, Nierenwerte, ANA und ENA Profil wie bei Muskelrheuma und auch wie bei Muskeldystrophie. Das kann man noch unabhängig davon machen.

Verspannungen bei Haltungsschwäche oder Wirbelsäulenproblem. -> Orthopäde und Massage + Wärme

Kunde: hat geantwortet vor 9 Jahren.

CK = 41 (0-145)

Nierenwerte sind schlecht - aber schlecht wie immer. Crea Clearance seit 2006 < 20, Harnsäure leicht erhöht (nehme Allopurinol), Harnstoff = 150 (21-43) auch seit Jahren unverändert.

ANA und ENA habe ich gerade "gegoogelt". Wäre ein Versuch wert.

 

Ich habe immer Verspannung im Nackenbereich gehabt. Allerdings noch nie Schmerzen in den Achselhöhlen.

Die Achselhöhlen sind aber frei im CT gewesen? Lymphknotenschwellung??
Kunde: hat geantwortet vor 9 Jahren.
Keine Lymphknotenschwellung tastbar, wurde auch nix im CT-Befunde vermerkt.
Hm, Durchblutungsstörung?
Da ja in der Achselhöhle keine Muskulatur ist.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Jahren.

Die Schmerzen sind aber nicht auch die Achselhöhlen beschränkt.

Im Prinzip tut der ganze Oberkörper weh - tief einatmen tut noch mehr weh.

Auch noch "Ringgefühl", Brustbein empfindlich.

 

Aber was soll's, ich denke ich habe Sie genug strapaziert...

ich helfe ihnen gern, da ich ihre Situation gut verstehen und nachvollziehen kann, war lange auf der LTX Station.
es sollte an etwas muskuläres gedacht werden, auch ein Virusinfekt (warten sie die Mini ab), eine Reizung der Nervenwurzeln am Rücken, eine Reizung des Lungen und Rippenfelles, das sieht man nicht immer im CT und das Labor kann auch unauffällig sein.
Inhalieren (NaCl, Atrovent, Sultanol), Tramadol?? FentanylPflaster??? Wäre das eine Option für sie?
Kunde: hat geantwortet vor 9 Jahren.

Ich werde wohl wieder mit der Inhalation anfangen. Ich habe vor der Tx NaCl mit Salutamol und Atrovent inhaliert, seit Jahren aber nicht mehr. (Passte nicht zur Berufstätigkeit - weil ich zwischen Norddeutschland und Ruhrpott pendele. Den Pari kann ich schwer schleppen... Vielleicht kann ich das Ding beim Kunden verstauen.)

Tramadol... ich denke das ist das Zeug wovon ich Jucken in den Armbeugen und Kniekehlen kriege...

Zurzeit verwende ich nachts manchmal Novalgin (weil nicht nephrotoxisch) oder Tilidin (weil weder nephrotoxisch noch CyA-Spiegelverändernd). Die Schmerzmittel vertragen sich aber nicht wirklich mit 800km wöchentlich Autofahrt. Mit den Schmerzmitteln habe ich vor einige Zeit angefangen, weil ich im Spätsommer plötzlich angefangen habe, Kopfschmerzen zu bekommen. Bei einer Lumbalpunktion wurde ein Eröffnungsdruck von 30 gemessen, aber dieser wahrscheinlich mit einem BP von knapp 200 zusammenhing. Denn MRT war völlig unauffällig. Seitdem habe ich bemerkt, dass die Kopfschmerzen und erhöhter BP häfig zusammenfallen, wobei ich meine, dass die Kopfschmerzen den Hypertonus verursachen, und nicht anders herum.

unbedingt weiter inhalieren, das ist wirklich wichtig, gerade auch um den Husten zu reduzieren und die Lufu zu bessern!

Wie sieht es mit dem Herzen aus, besteht auch eine pulmonal arterielle Hypertonie? Das sieht man oft nach LTX. Könnte auch mit dem Husten zusammenhängen. Schade, dass Tramadol bei ihnen die Nebenwirkungen hat, da es weder auf die Leber, die Niere oder den Magen geht und gleich 3 Schmerzrezeptoren bedient.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Jahren.

Es wurde jetzt kein Herzecho gemacht - letztes Jahr aber. Und da war alles in Ordnung. Erstaunlicherweise hat mein Herz bisher alles unbeschadet überstanden. Inklusive 4 Wochen Blutdruckentgleisung jenseits der 250 bei Frequenz > 200. :-)

 

OK, Zusammenfassung:

Hoffen, dass das Senken des Everolimus-Spuegels hilft.

Hoffen, dass die MiBi und/oder Virologie des Sekrets was bringt

(Ich hatte schon mal einen CMV, der nicht repliziert hat...)

Wieder inhalieren.

Weiter leichte Schmerzbehandlung

ANA/ENA überprüfen lassen

korrekt und ggf. Steigerung der Schmerzbehandlung ODER ein Muskelrelaxans wie Musaril in geringer Dosis für die Nacht.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Jahren.

OK, haben Sie vielen Dank!!

Sie haben mir gute Anregungen gegeben.

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht.

 

gern geschehen und alles Gute für sie!
Dr. Hamann und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.