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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 4889
Erfahrung:  Ärztin. Abgeschlossene Studium Humanmedizin.
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Hallo, mein Anliegen hat mit Dermatologie zu tun. Ich glaube

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, mein Anliegen hat mit Dermatologie zu tun.
Ich glaube einen Hautpilz zu haben, den ich jetzt schon mit verschiedensten Mitteln behandelt hatte, anfänglich mit Teebaumöl, mit Essigwasser ebenso, dann bin ich auf Canesten Creme und dann auf Candibene Creme übergegangen, anschliessend auf Fungoral und schliesslich auf eine Crememischung aus mit Advantancreme und Ultrasicc (ich weiss nicht ob man letzteres so schreibt ich kanns nur schwer lesen). Das sind alles Cremes aus der Hausapotheke die in der Familie kürzlich auch verwendet werden mussten. Ich behandle die Stellen mittlerweile seit ca 3 Monaten. Das erste Mittel auf das es angeschlagen hatte war Fungoral aber es hatte nicht sehr zufriedenstellende Ergebnisse. Bei der Advantancreme hatte ich die besten Ergebnisse, Die Flächen sind verblasst allerdings glaube ich nicht dass das Problem behoben wurde, da die Haut bei näherer Beobachtung unter dehnen und quetschen noch ledrig wirkt, ausserdem sind neue Stellen aufgetreten..leider
Ich war damit nicht beim Hautarzt aber ich hoffe dass ich es trotzdem alleine wieder wegbekomme. Ich würde mich ausgesprochen über einen Tipp freuen.
Mit besten Grüßen
Renata

Sehr geehrte Ratsuchende,

 

wichtig ist, die Unterscheidung zu treffen zwischen infektiöser Hautveränderung (wozu ein Pilz zählt) und immunbedingter Hautveränderung (z.B. Ekzem, Neurodermitis). Beim gewöhnlichen Pilz hat man meist rundliche Stellen, die in der Mitte eher hell sind und die Rötung und Schuppung konzentriert sich meist auf den Randbereich. Das kann ähnlich einem Ring aussehen. Beim Ekzem kommen die unterschiedlichsten Formen und Ausdehnungen vor, meistens ist hier die Fläche gleichstark befallen.

 

Ihre Beschreibung läßt am ehesten auf ein Ekzem schließen: die flächige Ausdehnung, die Beschreibung der Reste nach Behandlung, die rasche Entstehung von neuen Stellen, die Beschaffenheit der neuen und der behandelten Stellen sowie die bessere Wirkung von Cortison. Allerdings kann Cortison auch bei Hautpilzen zu vermeintlicher Besserung führen, da die Entzündung behandelt wird, nicht aber der Pilz selbst. Umgekehrt führen Pilzcremes öfter bei Ekzemen zu teilweiser Besserung.

 

Von hier aus kann ich keine verbindliche Diagnose stellen. Wichtig zur Diagnosefindung ist für den Hautarzt der Blick auf Ihre Haut, dies reicht meistens schon aus. Allerdings ist das nicht in allen Fällen eindeutig. Wenn der Hautarzt sich nicht sicher ist, wird er eine Pilzkultur anlegen, um Wachstum von Pilzen zu prüfen.

Wenn Sie möchten, können Sie mir ein Foto mailen, Adresse s. Profil.

 

Wenn Sie sonst in ihrem Leben schon Allergien, Asthma, Heuschnupfen, Quaddelsucht hatten, ist dies ein Indiz dafür, daß Sie leicht Ekzeme entwickeln können.

 

Zur Behandlung: bei einem Hautpilz erreichen Sie meistens Abheilung durch konsequente Behandlung mit Pilzcreme zwei mal täglich über 2-4 Wochen. Möglich ist allerdings, daß Ihre Pilzcremes nicht wirksam waren. Das ist genau wie bei Antibiotika, nicht alle Mittel wirken gegen alle Pilze.

Beim Ekzem besteht häufig ein chronischer Charakter: die Stellen kommen und gehen, wobei neben genetischer Veranlagung äußere Einflußfaktoren vieler Art, von Kosmetikprodukten über Nahrungsmittel bis hin zu Streß oder seelischer Belastung eine Rolle spielen. Auch innere Erkrankungen oder Medikamente können Schübe auslösen.

Die zeitweise Behandlung mit Cortisoncremes (wozu Advantancreme gehört), ergänzt durch Pflegeprodukte ist eine geeignete Behandlung für Ekzeme. Zur Langzeitbehandlung der Neurodermitis gibt es spezielle Präparate ohne Cortison wie Protopicsalbe und Elidelcreme.

An Cortison ist nur das schwächste frei verkäuflich, die Hydrocortisoncreme. Zur Pflege eignen sich medizinische Pflegecremes wie Dermatopbasiscreme oder -salbe, Lipoderm Lotion oder Lipoderm Omega sowie Ölbäder.

 

Wichtig ist also erst einmal, die Unterscheidung zwischen den verschiedenen Möglichkeiten zu treffen und eine zuverlässige Diagnose zu erhalten. Es ist fraglich, ob das ohne hautärztliche Hilfe geht.

Wenn dies geschehen ist, kann eine wirksame Behandlung durchgeführt werden.

 

Der nächste Schritt wäre dann - wenn ein Ekzem vorliegt - die Ursachensuche.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

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Diese Antwort ersetzt nicht die Konsultation beim Arzt vor Ort.

 

Sehr geehrte Ratsuchende,

 

Sie haben meine Antwort gelesen, aber noch nicht akzeptiert. Bestehen noch Unklarheiten, wünschen Sie weitere Informationen?

Wenn nicht, darf ich Sie bitten, meine Antwort gemäß den Geschäftsbedingungen von Just Answer zu akzeptieren.


Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

Kunde: hat geantwortet vor 9 Jahren.
Entschuldigen Sie vielmals, ich wollte ihnen gerne noch Fotos zukommen lassen, ich werde nur heute noch nicht dazu kommen können. Ich würde gerne noch wissen ob es bestimmte Nahrungsmittel gibt die soetwas begünstigen oder hervorrufen können. Ich habe keinerlei allergien oder sonstige der aufgeführten krankheiten gehabt(, allerhöchstens noch Laktoseintoleranz leicht). Kann durch das einschmieren mit Cortison salbe sich die fläche vergrössern, sollte es ein pilz sein zB dass es dann über die ränder hinausgetragen werden kann wenn die salbe verschmiert wird?
vielen dank
liebe Grüße
Renata

Sehr geehrte Ratsuchende,

 

Wenn man eine Pilzinfektion hat und schmiert Cortisoncreme darauf, kann es schon sein, daß der Pilz dadurch gefördert wird. Weniger durch das Eincremen selbst, als durch die Wirkung des Cortisons.

 

Neben Nahrungsmittelallergien wie sie beim Hautarzt getestet werden, gibt es auch weitere Möglichkeiten, wie Lebensmittel ein Ekzem beeinflussen können. Zu den in Frage kommenden gehören: Kuhmilch und ihre Produkte, raffiniertes Mehl, raffinierter Zucker mit allen Süßigkeiten, Schweinefleisch, Rindfleisch. Dies hat zu tun mit den Thema der Übersäuerung. Diese Lebensmittel sind im Körper säurebildend. Man muß ausprobieren, wie die Haut reagiert, indem man diese Lebensmittel für 2-3 Wochen wegläßt, ggf. auch einzeln. Ich habe oft gesehen, daß Ekzeme nach Meidung von Kuhmilch und Süßigkeiten abheilten.

 

Sinnvoll für eine optimale Stoffwechselfunktion ist eine basenbildende Ernährung, d.h. 80% basenbildende Lebensmittel essen. Tabellen, welche Lebensmittel säure- und welche basenbildend sind, finden Sie im Internet.

Es gibt darüber auch Literatur. Grundwissen finden Sie in folgenden Büchlein:

Rüdiger Dahlke - Reinige Deinen Körper

XXXXX XXXXX - Das Darmheilungsbuch

 

Daneben gibt es die sogenannten IgG-vermittelten Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die eine chronische Reizung der Darmschleimhaut verursachen können, was sich wiederum auf die Haut auswirken kann. Diese kann man über eine Blutuntersuchung testen. Näheres finden Sie z.B. auf www.symbiopharm.de . Wenn Sie dorthin Kontakt aufnehmen, kann man Ihnen sicher einen Arzt in Ihrer Nähe nennen, der so arbeitet.

 

Ein gesunder Darm ist sehr wichtig für ein gut funktionierendes Immunsystem. Deshalb gibt es einen engen Zusammenhang zwischen Darm und Haut.

Durch Unterstützung der Darmflora kann man oft eine Verbesserung der Haut erreichen. Z.B. mit Symbiolact 1 Tütchen täglich.

 

Diese Themen gehören mehr in den Bereich der Naturheilkunde bzw. ganzheitlichen Medizin.

 

Was die Lactoseintoleranz angeht: diese kommt oft zusammen mit Neurodermitis vor. Wenn Sie Lactoseintoleranz haben, ist dies ein weiteres Anzeichen, daß es sich bei Ihnen eher um ein Ekzem handeln könnte.

 

Sollten Sie mit den Fotos noch zurechtkommen, können Sie diese gern später mailen.

Sie können die Antwort trotzdem akzeptieren, man kann den Dialog danach auch noch weiterführen.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

 

 

Hautaerztin und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.