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Dr. Hamann
Dr. Hamann, Dr. med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 6667
Erfahrung:  Fachärztin Allgemein und Innere Medizin
60343779
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Dr. Hamann ist jetzt online.

Grüß Gott, ich habe eine Frage hinsichtlich LEBER. Es liegt

Beantwortete Frage:

Grüß Gott, ich habe eine Frage hinsichtlich LEBER. Es liegt ein Befund aus Tiflis, Georgien, vor von einem Immuno-Zentrum wie folgt:
LEBER: Parenchym nicht homogen. Struktur kleinkörnig, mittelkörnig. Echogenom nicht gleichmäßig vergrößert, gemischt, Wand - gerade, Ecken - abgerundet, kraniokaudale Leberdurchmesser in der Mitte 79 mm, Vor- und Rückseite in der Mitte 60 mm, vertikal 454 mm. VP- 10 mm. IVC 18 mm. Leberinnere Gallenkanäle ohne Dilatation, GBD 4 mm ohne Dilatation, Lymphknoten 19x10 mm.
Gepostet: vor 9 Jahren.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 9 Jahren.

Guten Tag,

 

dieser Befund beschreibt eine bereits beginnende Leberzirrhose mit veränderter Leberstruktur. Dies kann durch die chronische Leberentzündung (Hepatitis) bedingt sein. Dazu passen die erhöhten Leberenzyme, die weiter kontrolliert werden sollten, da diese sehr gut das Fortschreiten des Leberprozesses anzeigen. Die derzeitigen Leberwerte sind aber noch nicht sehr stark erhöht (GGT und GOT), bis auf GPT.

 

Dagegen kann man leider nicht viel machen. Hilfreich ist ein Versuch, die Leberentzündung (Hepatitis B oder C jeweils von Viren übertragen) mit einer antiviralen Therapie zu lindern.

Die Leber mag es gern warm, daher ist Wärme auf den rechten Oberbauch und den rechten Rücken/Flanke sehr hilfreich (Wärmkissen, Rotlicht)

Ebenfalls zur Leberstärkung setze ich Mariendistelpräparate ein (Mariendistelkapsel eine am Tag reicht aus).

 

Haben sie dazu noch Fragen, gern helfe ich ihnen weiter.

Dr. Hamann und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Jahren.
Danke für die erste Antwort. Dazu möchte ich fragen, was Sie unter antiviraler Therapie verstehen bzw. welche Medikamente dabei zum Einsatz kommen können.
Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 9 Jahren.

Das kommt auf den Virustyp und den bereits bestehenden Leberschaden an.

 

Bei der chronischen Hepatitis B hängt die Therapie von der Virusmenge im Körper des Betroffenen und von bereits bestehenden Symptomen (Leberschädigung) ab.

Ist eine medikamentöse Therapie der chronischen Hepatitis B erforderlich, kommen Anti-Viren-Mittel (Virustatika) zum Einsatz.

  • Virustatika hemmen die Vermehrung der Hepatitis-Viren. Dazu gehören Lamivudin, Entecavir, Telbivudin und Adefovir. Die Therapie muss über Monate erfolgen - in bis zu 75 Prozent der Fälle heilt die Hepatitis B so aus.
  • Interferon wird über mehrere Monate unter die Haut gespritzt. Bei etwa einem Drittel der Patienten führt die Therapie zu einer Besserung der Hepatitis B. Pegylierte Interferone sind Depotpräparate, die nur einmal wöchentlich verabreicht werden.
  • Im Endstadium der Hepatitis B mit einer Leberzirrhose kann eine Lebertransplantation helfen.

Eine akute Hepatitis C geht in 50 bis 85 Prozent der Fälle in eine chronischen Hepatitis C über. Bei diesen Patienten gilt derzeit die Behandlung mit pegyliertem Interferon-alpha in Kombination mit Ribavirin über mehrere Monate als Standardtherapie. Ribavirin ist ein Virustatikum (Anti-Viren-Mittel) und blockiert in der Kombinationsbehandlung die Vermehrung der Hepatitis-C-Viren im Körper.

 

Je nach Schwere der Erkrankung und Unterart des Hepatitis-C-Virus ist diese Kombinationstherapie in vielen Fällen erfolgreich. Für die Behandlung von Patienten, die nach einer Kombinationstherapie einen Rückfall erleiden, können zurzeit keine allgemeingültigen Empfehlungen ausgesprochen werden.

 

Im Endstadium der Hepatitis C mit einer Leberzirrhose (Schrumpfleber) kann eine Lebertransplantation notwendig sein.

 

Maßnahmen, welche die Hepatitis C-Therapie unterstützen, sind:

  • Körperliche Schonung und Bettruhe
  • Verzicht auf Medikamente, die die Leber belasten, wie das weibliche Geschlechtshormon Östrogen oder bestimmte Schmerzmittel
  • Verzicht auf Alkohol

Lassen sie dies in einem speziellen Leberzentrum durchführen (in Deutschland gibt es im Münchner Klinikum Großhadern und in Berlin in der Charite so ein zentrum in Österreich, weiß ich es leider nicht)

 

Alles Gute

Dr. Hamann und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.