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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2346
Erfahrung:  Ärztin. Abgeschlossene Studium Humanmedizin.
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Hallo, mein Name ist Norbert Hütte wohnhaft in Worbis, Thüringen.

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, mein Name ist Norbert Hütte wohnhaft in Worbis, Thüringen. Ich habe seit 1990 ein schweres, familiäres RLS, wurde schon mit allen möglichen Medikamenten wie Restex, Sifrol, Adartrel, Neupro-Pflaster zuletzt mit Clarium 50 mg behandelt. Ale Medikamente haben nur anfänglich geholfen, wurden dann aber wenn die max. Dosierung nicht mehr ansprach gewechselt. Ich muss sagen, dass Restex (Nacom) am längsten gewirkt hat, Neupro-Pflaster 4 mg ca. 2 Jahre. Zur Zeit nehme ich Neupro 4 mg und zusätzlich Clarium 2x50 mg, es wirkt aber nur noch ca 12 bis 16 Stunden. Um über den Abend und die Nacht zu kommen nehme ich ca. 80 bis 120 Tropfen Tilidin, was sehr schnell wirkt und ca. 8 Stunden anhält. Ohne Tilidin ist es eine Qual, ich muss mich ständig bewegen. Habe jetzt versucht mit 0,25 mg Parkotil, es wirkt aber noch nicht. Kann es sein, dass ich die Dosis erhöhen müsste, z. B. 0,5 mg pro Tag. Das Problem ist nur mein Neurologe,der grundsätzlich Parkotil nicht verschreibt wegen der Herzprobleme, fragen Sie aber nicht, wie ich Parkotil bekommen habe. Es wäre sehr schön, wenn Sie oder Ihr Team mir einen besseren Rat zur Behandlung geben könnte, ich weiss derzeit nicht, wie es weiter gehen soll. Mit freundlichen Grüssen, gez. Norbert Hütte

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

jetzt hatte ich Ihnen soeben eine lange Liste von Möglichkeiten aufgeschrieben. Die Technik hat sie aber leider nicht durchgelassen, und jetzt ist es zu spät, von vorne anzufangen. Ich versuche es morgen noch einmal.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

 

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

die Medikamente, die Sie bisher genommen haben, gehören bis auf Tilidin alle zu einer Arzneimittelgruppe, sind also chemisch verwandt. Von daher würde ich keine großen Hoffnungen in eine Dosiserhöhung von Parkotil setzen, da diese Gruppe für Sie offenbar nicht ausreichend ist.

 

Es ist tatsächlich sinnvoll, wenn Sie Ihre Gedanken in andere Richtungen lenken.

Gute Wirkung kann erzielt werden mit einer Kombination aus schulmedizinischen und naturheilkundlichen Maßnahmen.

 

Die Schulmedizin hat noch folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

 

Für stark schmerzhaft Formen des RLS die Opiate, wozu das Tilidin gehört.

Ebenfalls für sehr schmerzhafte Formen mit gleichzeitig bestehender Neuropathie

das Antiepileptikum Gabapentin.

Chininsulfat, wenn Wadenkrämpfe im Vordergrund stehen. Es ist sehr krampflösend.

Kombination von Codein und L-Dopa.

 

Da wir als Hautärzte auch für Venenerkrankungen incl. der Beinvenenthrombosen zuständig sind, habe ich einige Jahre in einer "Beinsprechstunde" gearbeitet, wo mir sehr vielfältige Beschwerden begegnet sind. Beim RLS hat Alpha-Liponsäure 600 mg pro Tag oft Linderung verschafft.

 

Ich werde jetzt in mehreren Etappen schreiben, damit der Text heute besser übermittelt wird. Es geht gleich weiter.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

 

Weiter gehts:

 

Aus dem Bereich der Naturheilkunde ist zuerst die Klassische Homöopathie zu erwähnen, die einige hilfreiche Mittel kennt. Dazu benötigen Sie einen erfahrenen Homöopathen, der eine ausführliche Anamnese mit Ihnen macht und daraufhin das passende Mittel individuell für Sie aussucht und Sie dann weiter begleitet.

Ein Fallbeispiel finden Sie auf www.heilpraktikerverband.de , "Behandlung des Restless leg Syndroms mit Hilfe der klassischen Homöopathie.

 

In der Naturheilkunde Tagesklinik mit Schmerzambulanz Marburg behandelt man mit einem Konzept aus Elektroakupunktur nach Voll und einer homöopathischen Tropfenmischung. www.naturmednet.de . "Restless legs Neuer Ratgeber für natürlich gesund und munter"

 

Eine Heilpraktikerin berichtet auf ihrer Seite www.naturheilpraxis-am-wald.de über ihre Erfahrungen in der Behandlung des RLS durch Kombination verschiedener Methoden wie Schüßlersalze, Akupunktur, gezielte Physiotherapie, Bewegungsübungen, Entspannungstechniken und Ozonbehandlung und allgemeine Optimierung des Stoffwechsels.

 

Die Sauerstoff-Ozon-Therapie verbessert die Mikrozirkulation sowohl im Gehirn als auch in der Körperperipherie, so daß Schadstoffe besser ab- und Nährstoffe besser antransportiert werden können und somit die Funktion von Nerben und Muskeln mit ihren Regelkreisen besser laufen kann.

 

Ich sende diesen Teil vorsichtshalber, bevor ich zum letzten Abschnitt komme.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

 

Ich möchte noch einige Worte zur allgemeinen Optimierung des Stoffwechsels anschließen.

Durch unser ziviles Leben gibt es im Körper meist die vielzitierte Übersäuerung. Das bedeutet, daß Schad- und Schlackenstoffe gehäuft entstehen und nicht abstransportiert werden können. Dadurch blockieren Sie wichtige Stoffwechselvorgänge.

Deshalb ist Entschlackung und Entgiftung so wichtig, auch dauerhaft Schaffung eines basischen Milieus im Körper. Dies kann man erreichen durch basenbildende Ernährung, d.h. 80% basenbildende Lebensmittel essen (Tabellen gibt es im Internet), Grundwissen in dem Büchlein: Rüdiger Dahlke: Reinige Deinen Körper. Stark basisch sind Spirulina-Algen.

 

Einfache Maßnahmen zur Entgiftung sind:

 

Grüne Heilerde mehrere Löffel über den Tag verteilt, liefert auch Mineralien.

 

Kur mit Froximun toxaprevent Kps. und Dr. Niedermeier Rechtsregulat, www.rechtsregulat.de

 

Viel stilles Wasser und Kräutertees trinken.

 

Verbesserung der Vitalstoffbilanz durch natürlich vorkommende Kombinationen, z.B. Spezialsaft La Vita, s. www.la-vita.de oder Gojii-Beeren.

 

 

Sehr wichtig für die Zellfunktion, gerade auch in Muskeln und Nerven, ist Magnesium.

Dies benötigt Calcium, damit beide gut arbeiten können. Die Kombination finden Sie natürlich in Korallenpulverkapseln mit Ca-Mg. 2:1, s. www.green-valley.de.

 

Auf der Seite www.nightwalkers-web.de hat ein Betroffener umfangreiche Informationen und Erfahrungen dargestellt.

 

In seinem Buch "Wie ich das Restless legs Syyndrom besiegte" berichtet der Betroffene Matthias Hübner über seinen Umgang mit der Krankheit und seinen Heilungsprozeß. s. www.no-more-secrets.de, zu bestellen über 0531 -(NNN) NNN-NNNN

Auch auf www.sommertraum-bs.de .

 

 

Das Prinzip ist also: durch naturheilkundliche Methoden soviel wie möglich Linderung erreichen, die übrigen Beschwerden mit den schulmedizinischen Möglichkeiten behandeln.

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Freude beim Ausprobieren!

 

Beste Grüße nach Thüringen von einer geborenen Thüringerin! Dr. A. Hoffmann

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Bitte nicht vergessen, eine hilfreiche Antwort mit dem Grünen Button "AKZEPTIEREN" zu kennzeichnen! Sonst kann mich das Honorar nicht erreichen, das bei Ihnen abgebucht wurde. Danke.

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Diese Antwort ersetzt nicht die Konsultation beim Arzt vor Ort.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

Sie haben meine Antwort gelesen, aber noch nicht akzeptiert. Bestehen Unklarheiten, wünschen Sie weitere Informationen?

Wenn nicht, bitte ich Sie meine Antwort gemäß den Geschäftsbedingungen von Just Answer zu akzeptieren.

 

Sollten Sie rückfragen, bitte ich um etwas Geduld, ggf. bis Dienstag, da ich morgen nicht hier sein werde.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

Kunde: hat geantwortet vor 8 Jahren.

Hallo Herr Dr. A. Hoffmann, finde es ganz toll, dass Sie so schnell geantwortrt haben. Im Prinzip habe ich das alles schon ausprobiert was Sie an Vorschlägen gemacht haben. Ich habe ausserdem eine sehr schmerzhaft Neuropathie im linken Fuss bedingt durch eine BS-Op 1986 und zwei Liquorzystenresektionen L5/S1 2002/2003. Gegen die Neuropathie nehme ich schon seit Jahren Lyrica 300 mg, 2xtgl., hatte vorher 15 Jahre lang Gabapentin. Wadenkrämpfe habe ich nicht, manchmal wenn ich mich im Schlaf gestreckt habe einen Krampf im Oberschenkel. Mit Homöopathie habe ich es auch versucht in den Griff zu kriegen, mit Zinkum metallicum D 6, hat auch nichts gebracht. Wegen meiner Neuropathie habe ich jetzt eine Blockade mit Cortison an L5/S1 gespritzt bekommen, ist jetzt 5 Tage her, aber die Schmerzen sind nicht weg, genauso stark wie bisher. Im Prinzip habe ich schulmedizinisch eigentlich fast alles durch, was mit Medikementen gegen Parkinson zu tun hat. Da meine Schwester auch ein schweres RLS hat, sie dieses aber mit Parkotil topmässig im Griff hat, hatte ich es ebenfalls mit Parkotil 0,25 erst einmal versucht. Möglicherweise sollte ich doch auf 0,5 mg bis max. 3 mg pro Tag steigern, das Problem ist nur, mein Neurologe verschreibt mir grundsätzlich kein Parkotil wegen möglicher Herzprobleme. Der Arzt, der mir jetzt freundlicherweise Pergolid 0,25 N 1 verschrieben hat, wird sicherlich keine stärkere Dosis verschreiben, selbst wenn ich das definitiv von mir aus wünschte. Es geht ja mit der derzeitigen Medikation von Clarium 50 mg 2xtgl. und Neupro-Pflaster 4mg ca. 12 bis 16 Stunden ganz gut, nur danach setzten die RLS-Symptome schlagartig derart ein, dass ich zu Tilidin-Tropfen greifen muss. Ich bin ja nur froh dass ich noch Tilidin-Tropfen von meinem Hausarzt verschrieben bekomme, hängt mit der Neuropathie zusammen, sonst wüsste ich nicht mehr was ich noch tun sollte, denn 8 Stunden in der Nacht spazieren gehen ist keine richtige Alternative. Ich weiss genau was mir mein Neurologe bei der nächsten Konsultation verschreibt, entweder Restex, oder Sifrol, oder Adartrel, alles was mit L-Dopa zusammenhängt, nur das habe ich ja alles schon durch. Es hilft nur in grossen Dosierungen eine Zeitlang, dann bin ich wieder am Ende. Ich werde wohl bis an mein Lebensende noch einige Liter Tilidin einnehmen müssen um das Leben eingermassen erträglich zu machen. Insofern war Ihre Auskunft eigentlich nichts neues für mich und hat mir nicht geholfen mein Problem irgendwie in den Griff zu kriegen, ist ja auch schwierig mit dem blöden RLS. Da Sie als Arzt mehr Zugang zu speziellen Seiten im Internet haben fällt Ihnen vielleicht doch noch eine durchschlagende Behandlungsmethode ein, mit freundlichen Grüssen, gez. Norbert Hütte aus Worbis/Thüringen

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

danke für das umfangreiche Feedback! Es ist ja nichts gegen Tilidin einzuwenden, wenn es Ihnen hilft. In einem solchen schweren Fall nimmt man lieber die Nebenwirkungen in Kauf, um die Lebensqualität zu bessern.

 

Dennoch scheint es mir, daß Sie ein wenig vorschnell sind, wenn Sie sagen, Sie hätten schon alles ausprobiert, was ich geschrieben habe.

 

z.B.:

Homöopathische Potenzen in D6 sind viel zu niedrig für Sie. Da Sie ja das genetische RLS-Syndrom haben, wäre eine Konstitutionsbehandlung mit Hochpotenzen das geeignete.


Haben Sie auch das Buch von Matthias Hübner schon gelesen und angewendet oder mit ihm einmal Kontakt aufgenommen?

 

Falls mir demnächst neue Informationen begegnen, gebe ich Ihnen Bescheid.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

Kunde: hat geantwortet vor 8 Jahren.
Hallo Dr. A. Hoffmann, danke für die schnelle Rückantwort. Das ist ja interessant, dass bei Zincum metallicum die D6 viel zu niedrig dosiert wäre. Ich bin, nebenbei bemerkt, auch noch Mitglied im RLS e. V. Deutsche Restless Legs Vereinigung München und bekomme alle halbe Jahre eine sehr ausführliche Mitgliederzeitschrift. In einer der Zeitschriften hatte sich mal ein Homöopath zu den Potenzen spez. bei RLS geäussert, dass je niedriger die Potenzierung ist umso grösser wäre die Wirsamkeit des Mittels. Nun ist das mit der Homöopathie so eine Sache, man muss nämlich auch dran glauben, und dieser gewisse Glaube ist bei mir nicht so sehr ausgeprägt, da ich ja doch schon eine Menge Mittelchen ausprobiert habe. Im Klartext, es war mal ein Versuch mit der Homöopathie Zincum metallicum D6 zu nehmen, leider keine Wirkung. So werde ich wohl bis an mein Lebensende mit Tilidin leben müssen, obwohl ich mit Tilidin in hoher Dosierung überhaupt keine Probleme habe. Ich werde bald 68 Jahre alt, nehme wie gesagt seit ca. 15 Jahren Tilidin, bis vor einem halben Jahr noch 3xtgl. Tilidin ret. 200/16 mg und zusätzlich zur Nacht, um den Fuss zu beruhigen und mein RLS in den Griffzu kriegen, max. nochmal bis zu 200 Tropfen Tilidin. Alle heben die Hände, um Gottes willen nur kein Tilidin, noch dazu bei der Dosierung, ich kann aber damit relativ gut leben, fahre jährlich noch ca. 20000 km mit dem Auto, nur, Tilidin ist eben nicht das Gelbe vom Ei, wie man so schön spricht. Es hätte ja sein können, dass jemand andereres als mein Hausarzt, Neurologe und Schmerztherapeut einen alternativen Vorschlag zur besseren Lösung meines Problems haben könnte, insofern verbleibe ich vorerst mit freundlichen Grüssen, gez. Norbert Hütte aus Worbis/Thüringen
.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Jahren.
Hallo Dr. A. Hoffmann, obwihl ich eine neue Mail bekommen habe wurde auf meine Mail vom 22.1.2012 noch keine Stellung bezogen, d. h. ich habe noch keine Antwort bekommen, m. f. G. gez. Norbert Hütte

Guten Abend,

 

ich kann Ihnen heute nicht ausführlich antworten, da ich Sprechstunde habe. Bitte gedulden Sie sich bis morgen.

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

Kunde: hat geantwortet vor 8 Jahren.
Hallo Dr. A. Hoffmann, es ist jetzt Dienstag, 24.01.2012, habe gelesen, dass Sie wegen Sprechstunde noch keine Zeit hatten meine letze Anfrage zu beantworten, oder versuchen zu beantworten. Ich werde weiter auf Ihre geschätzte Antwort warten, vielleicht kann sie mir dann doch noch weiter helfen, danke, XXXXX XXXXX G. gez. Norbert Hütte, aus Worbis/Thüringen
Ja, gut, ich werde es versuchen. Es wird nach dem Mittag werden. Dr. A. Hoffmann

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

ich weiß nicht, ob ich Ihnen weiterhelfen kann. Ich kann aber meine Gedanken zu Ihrem Feedback aufschreiben.

 

Zunächst einmal: die Homöopathie ist nichts, woran man glauben müßte. Das ist simple Physik. Es geht in den feinstofflichen Bereich hinein, in dem man keine chemisch definierten Moleküle mehr hat. Jedes Mittel hat aber seine spezifische Frequenz, die genau definiert ist. Diese Dinge werden aber nicht standardmäßig in der Schule o.ä. gelehrt, so daß dies nicht unbedingt geläufig ist. Da ist auch die Forschung im Werden.

Albert Einstein wußte es aber. Er soll manche seiner Erkenntnisse wieder vernichtet haben, weil er meinte, die Menschheit könne dies nicht verstehen oder nicht verantwortlich damit umgehen. So habe ich es beim Anfertigen meiner Doktorarbeit einmal gelesen.

Wir befinden uns hier in einer höheren regulativen Ebene, die auf die Körperstrukturen einwirkt. In diesem Rahmen steuern physikalische Ebenen die chemischen Strukturen.

Auch wenn der Vergleich etwas hinken mag: Ein EKG zweifelt ja auch niemand an, obwohl es Physik ist und nicht sichtbar ist. Dennoch bestimmen diese Frequenzen, wie das Herz stofflich arbeitet. Auch das Internet überträgt seine Informationen unsichtbar, dennoch haben Sie eine sichbare Auswirkung, wenn diese Buchstaben sofort auf Ihrem Bildschirm erscheinen. Moleküle könnte ich Ihnen nicht so schnell schicken. Machen Sie deshalb daraus eine große Wissenschaft, ob man daran glauben muß oder nicht bevor man es nutzt?

 

Mit dem Thema sind aber auch soviele geistige Auseinandersetzungen - immer entsprechend dem Stand der Wissenschaft - verbunden, daß da gerne Position bezogen wird und vorurteilsfreie Anwendung mitunter schwierig ist. Leider gehört in diesen Bereich auch, daß sich Schulmedizin und Naturheilkunde bzw. ihre Vertreter zu oft bekriegen, anstatt sich zu ergänzen. Der Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann, ist daran nicht ganz unschuldig, meinte er doch, die einzig richtige Art von Medizin zu betreiben. Es mangelte an Respekt gegenüber den Leistungen der anderen.

 

Insofern finde ich es in keinster Weise angebracht, jemand von etwas überzeugen zu wollen, wofür er nicht den sprichwörtlichen Glauben hat. Sie auch nicht, keine Sorge.

Ich will nur inhaltlich noch ein Feed back geben: D6-D12 sind niedrige Potenzen, die mehr auf körperliche Strukturen wirken. Das sieht ja beim Restless legs Syndrom auch so aus auf den ersten Blick. Gerade bei genetischen Formen spielen aber tiefer- oder höherliegende Ebenen, je nachdem wie man das betrachtet, eine große Rolle, vom Standpunkt der Homöopathie aus gesehen. Diese können Sie mit D6-D12 kaum erreichen.

In dem Fallbeispiel, das ich Ihnen genannt habe, wurde mit Causticum in D200 (Hochpotenz) behandelt, später in LM 1, was einer sanfteren Form der Hochpotenz entspricht.

 

Ich vermute, Sie haben Zincum D6 aufgrund diese Artikels selbst versucht? Richtig?

Das ist ein weiterer wesentlicher Punkt der Homöopathie. Es gibt die sogenannten bewährten Indikationen, d.h. Symptome, bei denen ein bestimmtes Mittel erfahrungsgemäß meist hilft. Aber eben nicht immer und nicht bei jedem.

Dies ist eine vereinfachte Form der Homöopathie. Gedacht ist eigentlich, daß man nach ausführlicher Anamnese alle Symptome des Patienten zusammenträgt und anhand dessen mit dem Repertorium das individuell passende Mittel aussucht. So kommt es zustande, daß, wenn z.B. 9 Patienten mit Zink zurechtkommen, der 10. eben etwas anderes braucht.

Deshalb ist in dem Fallbeispiel Causticum gegeben worden, kein Zincum.

 

Ich werde wieder kurz unterbrechen, damit die Technik mitspielt.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

 

 

 

Noch ein Wort zur Schmerztherapie:

 

Ein häufiges Problem unter den Ärzten, das nur langsam abgebaut wird, ist folgendes: Es wurde traditionell immer äußerste Vorsicht bei Schmerzmitteln mit Sucht- bzw. Abhängigkeitspotential gelehrt. Dies führte dazu, daß die Ärzte entsprechend zurückhaltend in der Verordnung waren, insbesondere bei Erkrankungen, die noch Aussicht auf eine längere Lebensspanne ermöglichen. Aber auch bei Krebspatienten.

 

Leider hatte das zur Folge, daß Patienten unnötig an Schmerzen litten, wo es gar nicht nötig gewesen wäre, nur um Abhängigkeiten zu vermeiden. Mir ist eine Zahl in Erinnerung aus einem Palliativmedizin-Fortbildung vor ca. 10 Jahren: in Deutschland galten nur 10% der Schmerzpatienten als ausreichend mit Medikamenten versorgt, während es in Dänemark 90% waren.

 

Zum Glück hat sich seither einiges in dieser Richtung verändert. Aber dennoch sitzt die Sorge vor Abhängigkeit tief in den Köpfen.

 

Ob man solche Schmerzmittel verwendet, ist eine Frage der Abwägung der verschiedenen Faktoren. Letztlich geht es um die Lebensqualität. Soll man einen Patienten unnötig Schmerzen erleiden lassen, nur um Abhängigkeit zu vermeiden?

Unter diesem Gesichtspunkt ist es sinnvoll in jedem einzelnen Fall zu schauen, wie die beste Lösung aussieht.

 

Ich wollte damit sagen: bei Ihnen ist die Lebensqualität durch RLS stark beeinträchtigt.

Insofern ist es gut, wenn Sie mit Tilidin eine Möglichkeit haben, schmerzfrei zu sein.

Von daher ist es gut, wenn Sie diese auch nutzen, um Ihr Leben genießen zu können, soweit als möglich.

 

Sorry für die Verspätung. Bei Ihnen benötige ich doch etwas zusammenhängende Zeit, um die Antwort zu formulieren.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

Kunde: hat geantwortet vor 8 Jahren.
Hallo Dr. A. Hoffmann, vielen Dank für die Nachricht. Wenn ich Ihre Antwort richtig verstanden habe, sehen Sie bei der Behandlung meiner RLS-Beschwerden im Prinzip keine andere Lösung das Problem in den Griff zu kriegen als weiterhin neben den Medikamenten die mir der Neurologe verschrieben hat, in diesem Fall Neupro-Pflaster und Clarium, bei Bedarf Tilidin-Tropfen zu nehmen. Ich hatte ja schon über einen längeren Zeitraum wegen meiner Neuropathie im linken Fuss Tilidin 200/16 mg genommen und bei Bedarf, nur abends vor dem Schlafengehen zusätzlich Tilidin-Tropfen, aber mein Neuroge ist ein absoluter Feind von Tilidin, eben wegen der Abhängigkeit. Von meinem Neurologen kann ich deshalb bez. Opioiden keine Besserung meiner Beschwerden erwarten obwohl ich ihm immer wieder versucht habe beizubringen, dass Tilidin das einzige Mittel ist was mir hilft meine Schmerzen vor dem Zubettgehen zu lindern. Zur Zeit nehme ich anstelle von Tilidin 200/16 mg Jurnista 8 mg/d, Tilidin Tropfen bekomme ich zur Zeit noch von meinem Hausarzt, aber wie lange noch. Es ist ein Teufelskreis in dem ich mich da befinde, es geht sber um mein Wohlbefinden und nicht um eventuelles Suchtpotential, da ich mit Tilidin keinerlei Probleme habe, z. B. Teilnahme am Strassenverkehr. Insofern noch einmal meine Interpretation: Das Mittel der ersten Wahl ist auch nach Ihrer Meinung unter Berücksichtigung der von mir geschilderten Umstände Tilidin! Das Problem ist nur, wer verschreibt es mir zukünftig Tilidin wenn mein Hausarzt Tilidin nicht mehr vertreten kann ? Aus vorgenannten Darlegungen bitte ich nochmals um Ihre definitive Aussage zu Tilidin, mit freundlichen Grüssen gez. Norbert Hütte

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

danke für die Rückmeldung. Ich vertrete die Auffassung, daß Schmerzlinderung und Lebensqualität an erster Stelle stehen müssen.

Definitive Aussagen gibt es leider in der Medizin kaum. Auch dürfen wir von hier aus keine verbindlichen Therapieanweisungen geben.

 

Ich habe aber noch folgende Empfehlung für Sie, die ich in Ihrem Fall für sehr sinnvoll halte:

Lassen Sie sich vom Schmerztherapeuten behandeln und beraten. Das sind spezialisierte Anästhesisten. Sie sind einfach die zuständigen Fachärzte für starke Schmerzzustände. Sie haben weiterführende Möglichkeiten und Techniken in der Schmerztherapie. Sie arbeiten praktisch dauernd mit den stark wirksamen Substanzen und haben m.E. das entspannteste Verhältnis dazu.

Ein Schmerztherapeut wird Sie gründlich untersuchen, Ihre gesamte Krankengeschichte anschauen und dann ein geeignetes Therapiekonzept für Sie erstellen. So können Sie wirklich die optimalste Möglichkeit, die die moderne Medizin zu bieten hat, ausloten.

 

Alles Gute und freundliche Grüße Dr. A. Hoffmann

 

Sollte Ihnen meine Arbeit eine Akzeptierung wert sein, bitte ich Sie, daran zu denken.

Kunde: hat geantwortet vor 8 Jahren.
Hallo Dr. A. Hoffmann, danke für die Nachricht. Das mit einem Schmerztherapeuten ist so eine Sache. Ich war ca. 10x bei einem Schm.-Th. an der Uni-Klinik in Göttingen in Behandlung. Ausser Bla-Bla und der Diskussion über Absetzen von Tilidin ohne eine Aussage wie es denn dann weiter gehen soll war da nicht drin, sodass ich die Behandlung abgebrochen habe. Unter Schmerztherapie hatte ich mir eigentlich vorgestellt wie es denn mit meiner Behandlung definitiv weiter gehen soll, was denn für andere schmerztherapeutische Massnahmen in meiner Situation angedacht wären. Immer wieder nur, Absetzen von Tilidin und sonst Schweigen im Wald. Lange Rede kurzer Sinn, ich werde alle meine Medikamente wie Lyrica, Jurnista, Trimipramin, Clarium und Neupro-Pflaster langsam ausschleichen, auch wenn es mir dabei zeitweise sehr dreckig geht und werde es mit Clausticum D 200 sowie natürlich im Bedarfsfall mit Tilidin-Tropfen versuchen. Das Zinkum metallicum wurde in der RLS-Zeitung von einem Betroffenen mit Erfolg eingesetzt, sodass ich es halt auch ausprobieren wollte, was aber nichts gebracht hat. Möglicherweise wirkt Clausticum bei mir, in Verbindung mit Tilidin, ich muss es halt ausprobieren. Da ich Anfang Februar einen Termin bei meinem Neurologen habe stellt sich für mich die Frage, soll ich dem Neurologen sagen was ich vor habe oder soll ich darüber Stillschweigen bewahren. Ich will ja nicht unbedingt schlauer sein als mein Neurologe, aber ich denke, Schulmediziner haben da so ihr Problem mit der Homöopathie, mal sehen. Sollten Sie dazu noch eine Meinung haben, so lassen Sie es mich bitte wissen, ansonsten verbleibe ich mit freundlichen Grüssen Norbert Hütte

Guten Abend,

 

ich hatte heute Sprechstunde, habe Ihr Feedback gerade gelesen. Ich antworte Ihnen morgen. Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

Kunde: hat geantwortet vor 8 Jahren.
Hallo Frau Dr. A. Hoffmann, ich habe alle Zeit der Welt, wenn man Rentner ist, lassen Sie sich ruhig Zeit mit einer kurzen Stellungnahme, ich will Ihre kostbare Zeit auch nicht über Gebühr in Anspruch nehmmen, ein schönes Wochenende wünscht und verbleibt mit freundlichen Grüssen, Norbert Hütte

Danke für das Verständnis. Ja, heute ist bei mir einiges anders gelaufen als vorgesehen. Ich melde mich aber während des Wochenendes.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

Guten Abend nochmal,

 

Sie sehen das schon richtig: viele Schulmediziner haben ein Problem mit der Homöopathie.

Ich möchte Sie aber vor allem auf eines hinweisen: ich habe Ihnen schon geschrieben, daß ein homöopathisches Mittel individuell nach ausführlicher Anamnese ausgesucht werden muß. Daß in dem genannten Fallbeispiel Causticum das richtige war, heißt nicht, daß es auch für Sie das richtige ist. Das ist ein feiner, aber sehr entscheidender und in den Augen eines Homöopathen großer Unterschied.

Sie können nicht einfach von sich aus Causticum C 200 einnehmen und erwarten, daß dies das richtige ist. Es gehört schon die Anamnese beim erfahrenen Homöopathen dazu. Die Hochpotenzen sind nicht zur Selbstmedikation gedacht.

 

Dies ist noch einmal das selbe Thema, was ich schon in einem der ersten Feedbacks erwähnt hatte: wenn Sie durch Ihre große Erfahrung denken, Sie haben schon alle Möglichkeiten durch, vielleicht entgeht Ihnen dann etwas, wenn Sie nicht genau genug hinschauen. Das wäre schade.

 

Zum Ausschleichen der Medikamente kann ich nicht viel sagen, da wir von hier aus keine Therapien an- oder absetzen können.

 

Wie wäre es, wenn sie nochmal bei anderen Schmerztherapeuten vorstellig würden - Erfurt, Nordhausen, Mühlhausen, Eisenach, Schmalkalden...??? Es gibt ja noch weitere Möglichkeiten. Was erfahren Sie über weitere schmerztherapeutische Möglichkeiten über Ihren Verband?

 

Sorry, daß es etwas später wurde bzw. danke für das geäußerte Verständnis.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

Hautaerztin und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.